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	<title>Bahn Zeit Reise &#187; Winter</title>
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	<description>Bahncard100-Reisen zu Orten der Erinnerung oder Sehnsucht von Ideengebern</description>
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		<title>3. Februar: Wanderung Bad Salzungen</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Feb 2011 00:28:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schnee- und Eis-Wanderung Bad Salzungen &#8211; Park und Schloss Altenstein &#8211; Bad Liebenstein, Keltenbad Bad Salzungen Heute ist erstmal Ausschlafen angesagt, solange es das Frühstück erlaubt. Währenddessen schneit es. Heute haben wir uns eine Wanderung vorgenommen, dabei nutzen wir das &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/02/04/3-februar-wanderung-bad-salzungen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schnee- und Eis-Wanderung Bad Salzungen &#8211; Park und Schloss Altenstein &#8211; Bad Liebenstein, Keltenbad Bad Salzungen </strong></p>
<p>Heute ist erstmal Ausschlafen angesagt, solange es das Frühstück erlaubt. Währenddessen schneit es. Heute haben wir uns eine Wanderung vorgenommen, dabei nutzen wir das Angebot des Hotels, uns irgendwo abzuholen. Um 11:30 starten wir. Es schneit nicht mehr, auf den zwei Zentimetern Schnee lässt es sich gut laufen. Erst im Laufe des Weges merken wir, dass es darunter fast überall sehr glatt ist,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC87997.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC87997.jpg" alt="" title="DSC87997" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1117" /></a> und wir auf Asphalt und Steinen sehr vorsichtig sein müssen. Den Grund erzählt man uns am Abend: morgens um vier hat es kurz geregnet, bevor es schneite. Das haben wir natürlich nicht mitbekommen. In Ortsnähe begegnet uns ein erhebliches Gewirr von Wanderzeichen,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC87942A.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC87942A.jpg" alt="" title="DSC87942A" width="187" height="280" class="alignright size-full wp-image-1118" /></a> die nur teilweise auf den Wanderkarten und an den  dort eingezeichneten Stellen verlaufen. Die örtliche Touristenkarte sieht zwar gut und plastisch aus, ist aber an den entscheidenden Stellen ungenau. Die Zeichen sind nette Holzpfeile, die an wichtigen Stellen fehlen oder in nicht eindeutige Richtungen zeigen. Eine klare Beschriftung auf Bäumen oder Pfosten mit Pfeilen war den Verantwortlichen wohl nicht schick genug.  Also gehe ich bald zur bewährten Form der Navigation über: ich nehme die alte Wanderkarte aus der Bad Salzunger Bibliothek, pfeife auf die Wanderzeichen und suche mir eigene Wege raus, die zum angestrebten Ziel am besten passen und interessant aussehen. Dazu brauche ich zwar Uhr und Kompass,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC87969.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC87969.jpg" alt="" title="DSC87969" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1120" /></a> und manchmal ist auch was schon zugewachsen, dafür finde ich alles gut. Im Vorort von Bad Salzungen treffen wir auf einen mobilen Bäckereiverkauf;<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC87952.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC87952.jpg" alt="" title="DSC87952" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1119" /></a> die Fahrerin bemüht sich sehr nett um ihre Kunden, und so erstehen wir außer dem Windbeutel, der mich gereizt hat, noch eine leckere Hartwurst aus dem Eichsfeld, wo wir zu einer wärmeren Jahreszeit noch hinfahren werden. Vom Werratal laufen wir über die gleich als kleine Ruine gebaute Burg Frankenstein, die die Stelle einer wichtigen Burg des Mittelalters markiert, mit guter Fernsicht. Von dort gehts durch den Moorgrund<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88010T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88010T.jpg" alt="" title="DSC88010T" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1121" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC87983.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC87983.jpg" alt="" title="DSC87983" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1122" /></a> vorbei an einer Agrargenossenschaft, die bestimmt früher eine LPG war. Schön sehen die Felder mit der dünnen Schneeschicht aus, durch die schon das Grün des Wintergetreides schimmert.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC87973.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC87973.jpg" alt="" title="DSC87973" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1123" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC87995.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC87995.jpg" alt="" title="DSC87995" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1124" /></a> In Bachläufen glitzern vereiste Äste und Baumwurzeln; wir haben alle Wege für uns allein. Oft haben wir weite Sicht, zumindest soweit, wie es die Bewölkung erlaubt.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC87978.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC87978.jpg" alt="" title="DSC87978" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1125" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC87990.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC87990.jpg" alt="" title="DSC87990" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1126" /></a> Orte zum Rasten gibt es nicht, auch Bänke sind bei den Temperaturen nicht gerade einladend; so laufen wir langsam, aber stetig durch schöne freie Landschaften auf den Thüringer Wald zu.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88005.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88005.jpg" alt="" title="DSC88005" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1127" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88031.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88031.jpg" alt="" title="DSC88031" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1128" /></a> Nach vier Stunden erreichen wir <strong>Schweina</strong>, von dort ist es nur noch ein Kilometer zum <strong>Schloss Altenstein</strong> inmitten eines großen englischen Landschaftsgartens, an dem Fürst Pückler mitgestaltet hat. Da erscheint auch noch ein Wegweiser zur Teufelsbrücke, die hatte mich insgeheim schon auf der Karte gereizt, und da hält mich nichts mehr, auch nicht der Widerwille von Marlis. Die Brücke ist zwischen zwei sehr spitzen Felsen mit toller Sicht auf das Schloss gebaut, selbst aber etwas enttäuschend kurz. Das Schloss ist ungewöhnlich im Stil englisch-irischer Herrenhäuser,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88033.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88033.jpg" alt="" title="DSC88033" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1129" /></a> an einem Hang gelegen mit Terrassengarten und tollem Blick. Je näher wir kommen, um so deutlicher sehen wir den nicht besonders guten Erhaltungszustand, der sich im Innern, durch die Fenster sichtbar, fortsetzt. Drumherum gibt es noch einige Wirtschaftsgebäude. Der englische Stil des Parks erschließt sich im Winter mit Schnee nicht so gut. Jetzt wandern wir die letzten drei Kilometer nach <strong>Bad Liebenstein</strong>,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88041T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88041T.jpg" alt="" title="DSC88041T" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1130" /></a> dabei dämmert es schon, und wir erreichen nach über 15 km Wanderung über Schnee und Glätte rechtzeitig das Kurhaus, den vereinbarten Treffpunkt. Der Shuttlebus ist schon da. Der Leiter des Fahrservice, Steffen Volk, der aus Bad Liebenstein stammt, erklärt uns beim Durchfahren ausführlich die Geschichte vieler Häuser<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88047TP.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88047TP.jpg" alt="" title="DSC88047TP" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1131" /></a> und des Kurbetriebes sowie die heutigen Probleme. Offensichtlich wird auch heute noch eher auf Neubauten als auf Sanierung gesetzt, entsprechend wenig attraktiv entwickelt hat sich das Ortsbild entwickelt.<br />
Nach einer Kaffeepause gehen wir direkt ins Keltenbad, dafür haben wir eine Eintrittskarte durch unser Hotel. Marlis ist geschafft, ich dafür unerwartet fit. Der typische Schwimmbadbetrieb ist zwar nicht besonders attraktiv, aber die warme, 1%ige Sole ist viel angenehmer als normales Schwimmbadwasser, dazu ist das Hauptbecken rund, und wenn der Strömungskanal eingeschaltet wird, kann man sich einfach immer rundherum treiben lassen. Was besonderes ist das kleine Becken mit 15%iger Sole, da ist der Auftrieb so stark, dass man von selbst schwimmt, nur das Stehen ist darin etwas schwerer.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88054.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88054.jpg" alt="" title="DSC88054" width="280" height="210" class="alignleft size-full wp-image-1132" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88100.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88100.jpg" alt="" title="DSC88100" width="280" height="210" class="alignright size-full wp-image-1133" /></a> Und das Wasser ist so salzig, dass man es nicht lange aushält. Wir essen spät und bringen der Bibliothek noch die Karte und die zwei Ortsführer von vor und direkt nach der Wende zurück, die interessante Einblicke in die Umgebung brachten. Jetzt, nach dem Tippen, ist es umgekehrt: Marlis ist fit und ich bin geschafft.</p>
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		<title>1. Februar: Bad Salzungen und Merkers</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Feb 2011 22:38:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bad Salzungen: Burgsee, Salzsieder, Gradierwerk und Keltenbad Merkers: Kali-Besuchsbergwerk Wir können bis zum letzten Frühstückstermin ausschlafen. Das macht Sinn, denn als wir danach rausgehen, kommt gerade die Sonne raus. Es sind nur noch -7°. Im Hellen sieht der Burgsee klein &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/02/01/1-februar-bad-salzungen-und-merkers/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bad Salzungen: Burgsee, Salzsieder, Gradierwerk und Keltenbad<br />
Merkers: Kali-Besuchsbergwerk</strong></p>
<p>Wir können bis zum letzten Frühstückstermin ausschlafen. Das macht Sinn, denn als wir danach rausgehen, kommt gerade die Sonne raus.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/02/01/1-februar-bad-salzungen-und-merkers/dsc87557/" rel="attachment wp-att-1210"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC87557.jpg" alt="" title="DSC87557" width="186" height="280" class="alignleft size-full wp-image-1210" /></a> Es sind nur noch -7°. Im Hellen sieht der Burgsee klein aus, wir umrunden ihn. Der See ist zugefroren und gibt einen tollen Vordergrund für die Kurhäuser ab: weiß bedeckt mit vielen eisigen Streifen.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/02/01/1-februar-bad-salzungen-und-merkers/dsc87565/" rel="attachment wp-att-1211"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC87565.jpg" alt="" title="DSC87565" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1211" /></a> Schnell sind wir rundrum, es bleibt noch Zeit bis zum Termin. Wir unterbrechen in der Stadtbibliothek auf der anderen Seeseite und schauen nach Wanderkarten und Ortsführern. Wir finden welche, die sogar in die DDR-Zeit zurückreichen. Der Bibliothekar entschuldigt sich fast, dass die lokale Wanderkarte alt ist. Die Ausleihe kostet nichts, wir können sogar außerhalb der Öffnungszeiten einwerfen. So sieht also die Verallgemeinerung des Prinzips &#8220;Stadtbibliothek Ludwigshafen&#8221; aus (siehe Förderer). Und: die Sichtung aller Wanderkarten in der Buchhandlung zeigt: die Wanderkarte der Bibliothek ist genauso neu wie die käufliche! Jetzt wars der Buchhändlerin eher peinlich. Wir gehen weiter durch den Ort<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/02/01/1-februar-bad-salzungen-und-merkers/dsc87573/" rel="attachment wp-att-1212"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC87573.jpg" alt="" title="DSC87573" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1212" /></a> in den Stadtteil Silge/Halber Mond. In dieser kleinen Gasse sind noch alte kleine, leider meist verfallende Salzsiederhäuschen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/02/01/1-februar-bad-salzungen-und-merkers/dsc87582/" rel="attachment wp-att-1213"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC87582.jpg" alt="" title="DSC87582" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1213" /></a> vorhanden aus der Zeit, als das Salz noch durch Erhitzen der Sole konzentriert wurde. Irgendwann waren aber die Holzvorkommen der Umgegend erschöpft.<br />
Selbst eine Vorbesichtigung des <strong>Keltenbades</strong>,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/02/01/1-februar-bad-salzungen-und-merkers/dsc87590/" rel="attachment wp-att-1214"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC87590.jpg" alt="" title="DSC87590" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1214" /></a> zu dem wir eine Eintrittskarte haben, ist zeitlich noch drin. Die Tourist-Info ist gleichzeitig die Anmeldung für Kuranwendungen. Hier gibt es zwei Gradierwerke, man wandelt in Leinenumhängen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/02/01/1-februar-bad-salzungen-und-merkers/dsc87588/" rel="attachment wp-att-1215"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC87588.jpg" alt="" title="DSC87588" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1215" /></a> an den salzigen Reisigwänden entlang. Außer  einer Sauna gibt es das Salzbecken, 27%ige Sole wie im Toten Meer, Schwimmen ohne Bewegung, wir werden es testen. Kein Wunder, dass hier der Untertage-Bergbau von Salz begann, wo die Salzbrühe schon so aus dem Boden kam.<br />
Mit unserer Hotel-Buchung hier ist uns eine Eintrittskarte zum <strong>Erlebnisbergwerk Merkers</strong> zugeflogen, fünf Kilometer von hier, zur Führung um 13:30 Uhr fahren wir jetzt mit dem Bus.<br />
Die Anlage und der Publikumsbereich gehören heute zur Kali + Salz AG, das Clubhaus mit Bürgermeisterei an der Straße ist  DDR-Original, und direkt hinter dem Gebäude steht ein Denkmal zur Erinnerung an eine Ansprache, die der Welt erster Kosmonaut, der &#8220;Kommunist Juri Gagarin&#8221; 1963 vor 15.000 Werktätigen hielt.<br />
Als Eintritt zur Führung erhalten wir eine Fahrmarke für den Förderkorb.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/02/01/1-februar-bad-salzungen-und-merkers/dsc87692/" rel="attachment wp-att-1225"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC87692.jpg" alt="" title="DSC87692" width="186" height="280" class="alignleft size-full wp-image-1225" /></a> Zunächst gibts einen Einführungsfilm. Wir erfahren viel Neues über die Abbaumethoden von Salz unter Tage,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/02/01/1-februar-bad-salzungen-und-merkers/dsc87617l/" rel="attachment wp-att-1216"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC87617L.jpg" alt="" title="DSC87617L" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1216" /></a> die Hauptverwendung der Kalisalze als Düngemittel, und was man bei entsprechend aufwendigerer Aufbereitung noch daraus gewinnen kann. 40% des geförderten Materials sind nur Salz, der Rest ist Abraum, der bei der Separierung über Tage entsteht und so für den Kaliberg z.B. bei Obersuhl sorgt. Die Salzflöze sind bei Austrocknung aus dem Zechsteinmeer vor vielen Jahrmillionen entstanden, sind durch geologische Veränderungen meist vulkanischer Art gefaltet worden und liegen in 400 bis 800 Meter Tiefe. Und: alle Schächte sind unten verbunden, seit der Wende sogar zwischen Thüringen, Hessen und Niedersachsen. Man kann zwischen den verschiedenen Höhen und Gegenden unter Tage hin- und herfahren, es gibt viele tausend Kilometer Fahrwege und viele Förderanlagen, über die aus dem ganzen System ein- und ausgefahren und belüftet werden kann. Davon haben wir ja bisher nichts geahnt! Die Fahrten unter Tage sind gigantisch, mal ist es eng, so dass der offene Lkw<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/02/01/1-februar-bad-salzungen-und-merkers/dsc87686/" rel="attachment wp-att-1221"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC87686.jpg" alt="" title="DSC87686" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1221" /></a> bei 35 km/h heftig Wind erzeugt, mal weit, überall gehen ausgebeutete Stollen ab. Und es gibt heftige S-Kurven und Berg- und Talfahrten, eine echte Achterbahn. Unser Führer Gunder Krieg erklärt das alles sehr engagiert, lustig und mit lauter Stimme, und so fährt er auch: Erlebnis-Bergwerk eben! Zwischendurch sind auch mal die staubgrauen Salzschichten<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/02/01/1-februar-bad-salzungen-und-merkers/dsc87709/" rel="attachment wp-att-1218"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC87709.jpg" alt="" title="DSC87709" width="280" height="210" class="alignright size-full wp-image-1218" /></a> gestrahlt, so dass das rosarote Kalisalz oder das grau-klare Steinsalz kristallin glitzert. Es gibt mehrere Highlights: den tiefsten Jazzkeller der Welt, eine riesige Bunkerhalle, die zeitweise Zwischenlager für abgebautes Salz war und jetzt für Musik-Veranstaltungen und Kletter-Events<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/02/01/1-februar-bad-salzungen-und-merkers/dsc87653/" rel="attachment wp-att-1219"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC87653.jpg" alt="" title="DSC87653" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1219" /></a> Verwendung findet. Wir bekommen die gigantische Akustik mit einer fantastischen Lightshow vorgeführt. Überall stehen historische Abbau-Maschinen, die mit der Zeit immer größer werden, heute sind das alles Ein-Mann-Arbeitsplätze mit riesigen Maschinen. Die Nazis hatten hier ihr Goldlager  mit Währungsreserven sowie alle ausgelagerten Berliner Kunstschätze untergebracht. Die Amerikaner haben das entdeckt und im April 1945 abtransportiert, es sollen 650 Mio. Reichsmark in Gold und 3 Mrd. Reichsmark<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/02/01/1-februar-bad-salzungen-und-merkers/dsc87658/" rel="attachment wp-att-1220"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC87658.jpg" alt="" title="DSC87658" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1220" /></a> in Scheinen gewesen sein. Genaues wird man erst bei Freigabe des amerikanischen Archivmaterials 2015 erfahren. Alles präsentiert sich in anschaulichen Untertage-Ausstellungen.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/02/01/1-februar-bad-salzungen-und-merkers/dsc87640/" rel="attachment wp-att-1217"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC87640.jpg" alt="" title="DSC87640" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1217" /></a> Zuletzt sehen wir noch eine 1980 zufällig entdeckte große Kristallgrotte mit Salzkristallen bis zu einem Meter Kantenlänge.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/02/01/1-februar-bad-salzungen-und-merkers/dsc87671/" rel="attachment wp-att-1222"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC87671.jpg" alt="" title="DSC87671" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1222" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/02/01/1-februar-bad-salzungen-und-merkers/dsc87748/" rel="attachment wp-att-1223"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC87748.jpg" alt="" title="DSC87748" width="280" height="210" class="alignright size-full wp-image-1223" /></a> Hier unten sind es übrigens angenehme 20° bis ganz unten 28° bei 20% Luftfeuchte. Nach über drei Stunden wird die Führung mit der 500 Meter-Auffahrt im dreistöckigen Fahrkorb beendet.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/02/01/1-februar-bad-salzungen-und-merkers/dsc87743/" rel="attachment wp-att-1224"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC87743.jpg" alt="" title="DSC87743" width="280" height="210" class="alignleft size-full wp-image-1224" /></a> Es ist mittlerweile dunkel, und wir beenden den Tag nach diesem phänomenalen Erlebnis, von dessen Existenz wir bis vor kurzem nichts wussten. Dies war übrigens kein Ziel unserer Ideengeber, Bad Salzungen ist auf unserem eigenen Mist gewachsen, und der Rest hat sich daraus ergeben.</p>
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		<title>30. Januar: Obersuhl</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Jan 2011 22:46:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ziel Ideengeber]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebnis]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[MitteSüd]]></category>
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		<description><![CDATA[Obersuhl Ortsrundgang, Naturschutzgebiet Rhäden, Grenzweg, Wanderung zum Schlosspark Wildeck mit Obelisk und Inselsteich, Raßdorf Das Frühstück findet im großen, gut ausgestatteten, ungeheiztem Saal statt. In dessen Mitte fühlen wir uns etwas verloren, bearbeiten hier aber noch wegen der guten WLAN-Verbindung &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/30/30-januar-obersuhl/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Obersuhl Ortsrundgang, Naturschutzgebiet Rhäden, Grenzweg, Wanderung zum Schlosspark Wildeck mit Obelisk und Inselsteich, Raßdorf<br />
</strong></p>
<p>Das Frühstück findet im großen, gut ausgestatteten, ungeheiztem Saal statt. In dessen Mitte fühlen wir uns etwas verloren, bearbeiten hier aber noch wegen der guten WLAN-Verbindung alle Fotos von gestern.<br />
Kurz vor zwölf starten wir zu unserem Ortsrundgang, da ist es noch etwas neblig. Zuerst besuchen wir das wirklich<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC87188.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC87188.jpg" alt="" title="DSC87188" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1014" /></a> kleine Alte Gymnasium, eine ehemalige Privatschule, die heute ein Spielzeuggeschäft und einen Installateur beherbergt. Gegenüber ist die erste von drei evangelischen Kirchengemeinden,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC87184.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC87184.jpg" alt="" title="DSC87184" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1015" /></a> die Methodisten. Wir gehen weiter zur Kirche der Lutheraner, die gerade nach dem Gottesdienst zugeschlossen wird. Diese beiden Kirchen sind richtig klein, eher Kapellen. Wir kommen zur größten und zentral gelegenen, der reformierten Kirche. In der Nähe steht das Stammhaus<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC87204T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC87204T.jpg" alt="" title="DSC87204T" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1016" /></a> des Mohr&#8217;schen Hofs, wo Hermann früher dem Kartoffeldämpfen beigewohnt hat. Es ist ein komplett modernisiertes Fachwerkhaus mit einer Zahnarztpraxis. Der Rest des Hofes ist dem neuen Bürgerhaus gewichen. Gegenüber in der Ortsmitte liegt der Gasthof &#8220;Zum Adler&#8221; mit Metzgerei. Die Öffnungszeiten passen; den werden wir heute abend heimsuchen. Entlang dem Suhlbach geht es weiter durch den Ort. So langsam merken wir, dass es doch gewisse stilistische Gemeinsamkeiten im Ort gibt. Ausgehend von den locker stehenden Häusern wie sie ursprünglich gebaut wurden, wurde weiter renoviert, und man bezog sich dabei gerne auf die Ideen der Nachbarn. Am westlichen Ortsrand treffen wir auf das Gebiet mit der ganzen Infrastruktur: die alte, mittlerweile deutlich modernisierte Grundschule, dahinter die neuere Gesamtschule, ein großes Stadion, ein Freibad von 1960, das in diesem Jahrhundert modernisiert wurde, eine Sporthalle, eine Kleinschwimmhalle und eine Tennisanlage. Eine ganze Menge für einen Ort mit 3000 Einwohnern! Direkt dahinter liegt das große <strong>Naturschutzgebiet Rhäden</strong><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC87220.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC87220.jpg" alt="" title="DSC87220" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1017" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC87242.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC87242.jpg" alt="" title="DSC87242" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1018" /></a> mit vielen Teichen und einer sumpfigen Umgebung, direkt an der früheren Grenze gelegen. Hier zwischen dem vielen Schilf gibt es sehr viele Vögel; Schwäne fliegen und es gibt mehrere Beobachtungsposten und Bildtafeln von Naturschutz und Vogelschutz. Mit der Wanderkarte schaffen wir es, uns auf Wegen und Pfaden zwischen den Teichen durchzuschlagen. Die Umgebung von Obersuhl ist landschaftlich wirklich ein außergewöhnliches Erlebnis. Und diese Wege sind überhaupt nur zu begehen, weil heute der Boden gefroren ist und dadurch hart. <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC87260.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC87260.jpg" alt="" title="DSC87260" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1019" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC87261.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC87261.jpg" alt="" title="DSC87261" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1020" /></a>Den Spuren ist anzusehen, wie matschig es hier eigentlich ist. Die Seen sind oberflächlich leicht angefroren und glitzern, wenn die Sonne versucht, durch den Nebel durchzublinzeln. <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC87270.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC87270.jpg" alt="" title="DSC87270" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1022" /></a>Dazu kommen noch die leichten, völlig unberührten Schneereste, die überall in den Unebenheiten liegen. Auf dem Weg stoßen wir immer wieder an Stellen, wo die <strong>DDR-Grenze</strong> verlief. Am Weg stehen zwei bestimmt 30 Jahre alte Windräder. Hinter einem Schafstall treffen wir eine Herde von Schafen,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC87263.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC87263.jpg" alt="" title="DSC87263" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1021" /></a> die mit kompletter Wolle fast zugedeckt sind. Im Hintergrund erscheint langsam der 500 m hohe <strong>Kaliberg</strong>,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC87294L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC87294L.jpg" alt="" title="DSC87294L" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1023" /></a> der damit 250 m aus der Landschaft ragt und gegenüber der Landkarte schon um einiges gewachsen ist. Das Spiel von Nebel und Sonne ist wirklich spannend. Wir wünschen uns langsam die Sonne; es ist mit bestimmt -3° und etwas Wind schon ziemlich kalt. Wir müssen immer wieder die Finger bewegen, damit die Hände nicht zu kalt werden. Am Ende des Naturschutzgebiets kommen wir wieder an die alte Grenze. Wir können dort jetzt den wahrscheinlich früher auf DDR-Seite zur Beobachtung dienenden Weg<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC87284.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC87284.jpg" alt="" title="DSC87284" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1024" /></a> benutzen, der früher bestimmt auf keiner Seite öffentlich nutzbar war.Wir sehen, welchen Überblick die Grenzsoldaten über das Gelände hatten; die Bäume und Sträucher sehen hier so aus, als wären sie erst nach der Wende in dieser Höhe gewachsen. Dieser Teil der Wanderung hat uns gezeigt, wie der Ort durch die Grenze förmlich eingekesselt war. Bis jetzt haben wir richtig Zeit gebraucht und es gibt jede Menge Fotomotive für Marlis. Es ist schon nach halb drei, und es wird langsam Zeit, in Richtung Schloss vorwärts zu kommen. Auf der Straße durch <strong>Raßdorf</strong> und asphaltiertem Weg erreichen wir relativ flott den Schlosspark der alten, bis 1540 bewohnten Burg Wildeck und des nachfolgenden Jagdschlosses Blumenstein, von dem es nur noch einzelne Ruinen gibt. Wir erreichen den &#8220;Frau-Holle-Weg&#8221; Richtung Inselsteich, einem unserer Ziele. Der Weg ist gesäumt von hohen, jetzt laubfreien Bäumen, die voll mit Misteln sind. Auf der Wiese steht der gesuchte, 22 m hohe Sandsteinobelisk,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC87317.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC87317.jpg" alt="" title="DSC87317" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1025" /></a> auch noch aus Zeiten der Landgrafen. Vor diesen Obelisk machen wir das Foto mit uns drauf, mit dem wir ein erreichtes Ziel dokumentieren. Es dauert also etwas, bis wir den Teich erreichen, in dem Hermann schwimmen gelernt hat.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC87342.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC87342.jpg" alt="" title="DSC87342" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1026" /></a> Auf der Insel in der Mitte steht tatsächlich ein leerer Sockel für ein Denkmal oder eine Statue.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC87345.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC87345.jpg" alt="" title="DSC87345" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1027" /></a> Hinüber führt mittlerweile ein Holzsteg, den es vielleicht früher nicht gegeben hat, wahrscheinlich auch nicht die Schilder &#8220;Angeln verboten&#8221;, &#8220;Baden verboten&#8221; und am Baum auf der Mitte der Insel &#8220;FKK&#8221;. Auch die große Schutzhütte, die im Sommer wohl für gastronomische Bewirtung verwendet wird, mit Fahrradständer und einer &#8220;Bild&#8221;-Werbung, dürfte neueren Datums sein. Jetzt beginnt die Sonne schon langsam unterzugehen. Auf der Karte sehen wir einen Eintrag &#8220;historischer Friedhof&#8221; in der Nähe direkt hinter einem großen Reiterhof. Wir können aber außer ein paar netten Gebäuden und einer großen Obstwiese nichts mehr entdecken. Auch von der Ruine Blumenstein sehen wir nur den Berg, auf dem sie liegt. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit ist eine Rückwanderung nach Obersuhl nicht mehr möglich. Bei Betrachtung der Karte fällt uns auf, dass die Bahn im nächsten Ort einen Haltepunkt hat. Ich befrage mein Handy zum Fahrplan. Der Zwei-Stunden-Takt passt gut in unseren, so zielen wir auf den Haltepunkt Bosserode um 17:18 Uhr. Flotten Schritts geht es wieder durch Raßdorf. Es gibt noch sehr schöne Blicke auf Fachwerkhäuser,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC87357.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC87357.jpg" alt="" title="DSC87357" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1028" /></a> den Kaliberg und gepflügte Felder im Abendlicht. Der Zug ist wirklich pünktlich<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC87385.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC87385.jpg" alt="" title="DSC87385" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1029" /></a> und bringt in zwei Minuten die 3 km nach Obersuhl. Wir haben es immerhin über fünf Stunden am Stück bei diesen Minusgraden draußen ausgehalten. Deswegen ist jetzt sofortiges Aufwärmen nötig, und wir steuern sofort die Gastwirtschaft &#8220;Zum Adler&#8221; an. Hier ist gut Betrieb, der Nebenraum ist mit einer Versammlung besetzt und nach uns füllt sich auch die Gaststube komplett. Hier gibt es Fleisch aus eigener Schlachtung, so dass ein Steakteller und ein Grillteller fällig werden. Speziell die Bratwurst ist ganz vorzüglich. Danach begeben wir uns ins Hotelzimmer, um die fälligen Berichte zu schreiben.</p>
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		<title>10. Januar: Rückfahrt von Stralsund</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Jan 2011 00:03:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisetag]]></category>
		<category><![CDATA[NordKüste]]></category>
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		<category><![CDATA[Winter]]></category>

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		<description><![CDATA[Rückfahrt von Stralsund nach LU, Sonne, Schnee, Nebel, Überschwemmungen Vormittags wollten wir noch auf den Turm von St. Marien steigen. Einen Bummel am Werktag durch die Fußgängerzone haben wir schon gestern gestrichen, da wir keine spannenden Läden entdeckt hatten. Da &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/11/10-januar-ruckfahrt-von-stralsund/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Rückfahrt von Stralsund nach LU, Sonne, Schnee, Nebel, Überschwemmungen</strong></p>
<p>Vormittags wollten wir noch auf den Turm von St. Marien steigen. Einen Bummel am Werktag durch die Fußgängerzone haben wir schon gestern gestrichen, da wir keine spannenden Läden entdeckt hatten. Da Marlis aber noch immer nicht ganz fit ist, entscheiden wir, direkt nach dem Frühstück vier Stunden früher zu fahren. Dann besteht noch die Möglichkeit für einen Arztbesuch. <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/11/10-januar-ruckfahrt-von-stralsund/dsc86572/" rel="attachment wp-att-806"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86572.jpg" alt="" title="DSC86572" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-806" /></a>Mit Fotos der Aussicht in der Morgendämmerung verabschieden wir uns von Stralsund. Die 7,5 Stunden Bahnfahrt mit Umsteigen in Hamburg verlaufen planmäßig und äußerst angenehm, wir können uns richtig ausbreiten, da wir fern von jedem Berufsverkehr von 9:27 bis 16:59 unterwegs sind. Diesmal sind wir also komplett im Hellen unterwegs, entsprechend viel gibts auf den 850 km vom Nordosten in den Südwesten zu sehen. Wir starten mit deutlichen Schneeresten – nur die Wege und Straßen sind mittlerweile freigetaut – und bedecktem Wetter. <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/11/10-januar-ruckfahrt-von-stralsund/dsc86575/" rel="attachment wp-att-807"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86575.jpg" alt="" title="DSC86575" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-807" /></a>Der Schnee nimmt ab, die Seen sind im Norden noch zugefroren. Auf Elbe und Hafen in Hamburg ist aber – im Gegensatz zur Hinfahrt – keine Eisscholle mehr zu sehen, auch kaum Schnee. <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/11/10-januar-ruckfahrt-von-stralsund/dsc86583/" rel="attachment wp-att-808"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86583.jpg" alt="" title="DSC86583" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-808" /></a>In der Lüneburger Heide ist in den Wäldern wieder Schnee. Danach kommt die Sonne raus, um Hannover ist der <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/11/10-januar-ruckfahrt-von-stralsund/dsc86586/" rel="attachment wp-att-809"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86586.jpg" alt="" title="DSC86586" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-809" /></a>Himmel blau. Der Schnee ist weg, es gibt sogar schon grüne Felder und Wiesen, auf denen allerdings oft <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/11/10-januar-ruckfahrt-von-stralsund/dsc86585/" rel="attachment wp-att-810"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86585.jpg" alt="" title="DSC86585" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-810" /></a>Wasser steht. Richtung Kassel wird es neblig, alles ist voll <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/11/10-januar-ruckfahrt-von-stralsund/dsc86590/" rel="attachment wp-att-811"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86590.jpg" alt="" title="DSC86590" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-811" /></a>Rauhreif. Und in der Gegend von Melsungen/Morschen stehen ganze <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/11/10-januar-ruckfahrt-von-stralsund/dsc86587/" rel="attachment wp-att-812"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86587.jpg" alt="" title="DSC86587" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-812" /></a>Talsenken unter Wasser. Übergelaufene Flüsse begleiten uns bis vor <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/11/10-januar-ruckfahrt-von-stralsund/dsc86597/" rel="attachment wp-att-813"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86597.jpg" alt="" title="DSC86597" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-813" /></a>Hanau. Ab dann ist von Schnee nichts mehr zu sehen. Zu Hause in LU ist sogar schon alles abgetrocknet, auch wenn es heute ausnahmsweise nochmal fast null Grad sind.<br />
Marlis hat auf der Fahrt öfter geschlafen und sich gut erholt. Zu Hause ist sie fit, der Arztbesuch entfällt. Hoffentlich hält sich das!</p>
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		<title>9. Januar: Stralsund</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Jan 2011 22:06:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ziel Ideengeber]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[NordKüste]]></category>
		<category><![CDATA[Ostsee]]></category>
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		<category><![CDATA[Winter]]></category>

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		<description><![CDATA[Fahrt von Binz nach Stralsund (Ziel: Helene): Schnee und Eis, feuchtkalter Stadtrundgang, Kirche noch kälter Marlis ist immer noch nicht topfit. Das Wetter ist trübe, etwas über Null, und es taut weiter. Auf den Wiesen und an Straßenrändern ist noch &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/09/9-januar-stralsund/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fahrt von Binz nach Stralsund (Ziel: Helene): Schnee und Eis, feuchtkalter Stadtrundgang, Kirche noch kälter</strong></p>
<p>Marlis ist immer noch nicht topfit. Das Wetter ist trübe, etwas über Null, und es taut weiter. <a rel="attachment wp-att-816" href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/09/9-januar-stralsund/dsc86523/"><img class="alignleft size-full wp-image-816" title="DSC86523" src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86523.jpg" alt="" width="280" height="186" /></a>Auf den Wiesen und an Straßenrändern ist noch Schnee, und man muss stellenweise auf Eisflächen achten. Alles wird immer unansehnlicher. Der Schnee taut, aller eingelagerter Dreck bleibt übrig: Silvesterkracher, leere Sektflaschen, jede Menge Streusand. Die Wege sind geradezu versandet. Gemischt mit dem Wetter hebt das nicht die Laune. Das Erlebnispotential &#8220;Rügen bei Tauwetter&#8221; ist für uns erschöpft. Mit dem Schnee der Anfangstage wäre das was anderes gewesen, siehe Donnerstag. Das Hotel am Bahnhof in <strong>Stralsund</strong> ist sehr gut und extrem preiswert, wir können mittags gleich ins Zimmer. Aus dem vierten Stock haben wir eine tolle Sicht über den Knieperteich auf die Altstadt, die drei Hauptkirchtürme und die Rügenbrücke.<br />
Wir laufen über den Küterdamm durchs <a rel="attachment wp-att-818" href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/09/9-januar-stralsund/dsc86533/"><img class="alignleft size-full wp-image-818" title="DSC86533" src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86533.jpg" alt="" width="280" height="186" /></a>Kütertor in die Altstadt. Der Zustand erinnert an das andere Weltkulturerbe Quedlinburg, das wir im Reisejahr schon gesehen haben; vieles sieht recht neu saniert aus und richtig gut, aber einigem sieht man auch an, dass es schon lange verfällt. Wikipedia liefert statistische Daten, die so stimmen könnten: von den 50% der Gebäude der Altstadt, die unter Denkmalschutz stehen, sind über 70% saniert, von den ungeschützten Gebäuden vielleicht 45%. <a rel="attachment wp-att-819" href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/09/9-januar-stralsund/dsc86537/"><img class="alignright size-full wp-image-819" title="DSC86537" src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86537.jpg" alt="" width="280" height="186" /></a>Es gibt viele schöne Giebel, und besonders die Backsteinhäuser aus dem 13. bis 17. Jahrhundert sind ganz außergewöhnlich: viele Bürgerhäuser, aber besonders die Kirchen, die Rathausfassade und die Speicherhäuser am Hafen. Die Kirche St. Nikolai am alten Markt neben dem <a rel="attachment wp-att-842" href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/09/9-januar-stralsund/dsc86539/"><img class="alignleft size-full wp-image-842" title="DSC86539" src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86539.jpg" alt="" width="280" height="186" /></a>Rathaus ist innen außergewöhnlich: viele reiche Kaufleute und Politiker haben zu verschiedenen Zeiten irgendetwas zur <a rel="attachment wp-att-843" href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/09/9-januar-stralsund/dsc86541/"><img class="alignright size-full wp-image-843" title="DSC86541" src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86541.jpg" alt="" width="280" height="186" /></a>Ausstattung beigetragen und versucht, Macht, Reichtum oder Einfluss sichtbar zu machen. Marianne Störmer, die ehrenamtlich am Eingang wacht, gefällt Stralsund so gut, dass sie vor sieben Jahren von Hamburg hierher gezogen ist. Der Strelasund ist zugefroren, nur um den Auslauf aus den Teichen zeigt sich offenes Wasser, dort versammeln sich die Wasservögel. Die Hafensituation ist sehr malerisch: zwei Hafeninseln, durch Dreh- und Zugbrücken verbunden, drumrum eine lange Mole, innen ein Yachthafen, die <a rel="attachment wp-att-822" href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/09/9-januar-stralsund/dsc86559/"><img class="alignleft size-full wp-image-822" title="DSC86559" src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86559.jpg" alt="" width="280" height="186" /></a>&#8220;Gorch Fock I&#8221; von 1932 als Museumsschiff, und zwischen den alten Speicherhäusern das 2008 eröffnete Ozeaneum. Das bekommen wir aber nur noch in der Dämmerung mit, vielleicht ergibt sich morgen noch ein hellerer und sonnigerer Blick.<br />
Auf der Mole gelingt uns gerade noch mit dem letzten Tageslicht ein Foto, ganz so, wie es uns unsere Ideengeberin, meine Tante Leni, mitgegeben hat, mit Rügen im Hintergrund.<br />
Die feuchte Kühle veranlasst uns, obwohl wir eigentlich gut trainiert sind, zu zweimal Aufwärmen bei Kaffee und Glühwein. Zum Essen kehren wir in die Wulflamstube gegenüber dem Rathaus ein, einem traditionsreichen Haus. Es ist noch preiswerter als auf Rügen. Ich esse <a rel="attachment wp-att-823" href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/09/9-januar-stralsund/dsc86571/"><img class="alignright size-full wp-image-823" title="DSC86571" src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86571.jpg" alt="" width="280" height="186" /></a>Roulade von Ostseedorschfilet mit Sanddornsauce und Kartoffel-Sellerie-Püree. Sehr gut. Zur Tagesschau sind   wir im Hotel. Mehr wollen wir Marlis angeschlagener Gesundheit nicht zumuten.</p>
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		<title>8. Januar: Göhren und Bergen</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Jan 2011 21:36:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dampfzug nach Baabe, Strandwanderung auf Eis nach Göhren, Bus nach Bergen, Zug nach Binz Marlis Erkältung ist nicht schlimmer, aber der Nebel. Eine Wanderung an den Kreidefelsen machen wir also nicht. Wir wandern durch den Ort zum Kleinbahnhof und fahren, &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/08/8-januar-gohren-und-bergen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dampfzug nach Baabe, Strandwanderung auf Eis nach Göhren, Bus nach Bergen, Zug nach Binz</strong></p>
<p>Marlis Erkältung ist nicht schlimmer, aber der Nebel. Eine Wanderung an den Kreidefelsen machen wir also nicht. Wir wandern durch den Ort zum <a rel="attachment wp-att-829" href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/08/8-januar-gohren-und-bergen/dsc86455/"><img class="alignright size-full wp-image-829" title="DSC86455" src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86455.jpg" alt="" width="280" height="186" /></a>Kleinbahnhof und fahren, diesmal im Hellen, mit dem Dampfzug des &#8220;Rasenden Roland&#8221;. Im Bahnhof begegnen sich sogar die beiden Züge. Es gibt viele <a rel="attachment wp-att-830" href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/08/8-januar-gohren-und-bergen/dsc86464/"><img class="alignleft size-full wp-image-830" title="DSC86464" src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86464.jpg" alt="" width="186" height="280" /></a><a rel="attachment wp-att-831" href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/08/8-januar-gohren-und-bergen/dsc86469/"><img class="alignright size-full wp-image-831" title="DSC86469" src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86469.jpg" alt="" width="280" height="186" /></a>dampfende Fotos. Wir steigen in<strong> Baabe</strong> aus und laufen durch den <a rel="attachment wp-att-832" href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/08/8-januar-gohren-und-bergen/dsc86478/"><img class="alignleft size-full wp-image-832" title="DSC86478" src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86478.jpg" alt="" width="280" height="186" /></a><a rel="attachment wp-att-833" href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/08/8-januar-gohren-und-bergen/dsc86479/"><img class="alignright size-full wp-image-833" title="DSC86479" src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86479.jpg" alt="" width="280" height="186" /></a>&#8220;Boulevard&#8221; mit Laubengang auf dem Mittelstreifen zum Strand. Die Bäderarchitektur links und rechts ist, wenn überhaupt, sehr klein und eher nachgemacht geraten, und eine Seebrücke gibt es auch nicht. Es ist ein ruhiges Seebad, das versucht, mit den bekannten Nachbarn Sellin, Göhren und Binz zu konkurrieren. Im Sommer fährt sogar die obligatorische Ortsbahn. Jetzt ist allerdings alles wie ausgestorben. Wir wandern die vier Kilometer Strand bis zur Seebrücke <strong>Göhren</strong>. Es ist neblig mit vielleicht 300 m Sicht. Der Strand ist noch mit einer glatten Eisschicht bedeckt, nur an der Wasserkante kommt schon Sand hervor und wird matschig, die <a rel="attachment wp-att-834" href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/08/8-januar-gohren-und-bergen/dsc86487/"><img class="alignleft size-full wp-image-834" title="DSC86487" src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86487.jpg" alt="" width="280" height="186" /></a>Kante bricht ab, es treten Schichtungen von Sand und Eis zutage, die <a rel="attachment wp-att-835" href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/08/8-januar-gohren-und-bergen/dsc86492/"><img class="alignright size-full wp-image-835" title="DSC86492" src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86492.jpg" alt="" width="280" height="186" /></a>Eisschollen tanzen im Wasser und haben sich mancherorts bizarr getürmt. Am Dünensaum gibt es auch schon einen aufgetauten schmalen Streifen, auf dem man im matschigen Sand laufen kann. Ich habe heute auch meine Spikes mitgenommen, so dass wir die einzigen sind, die über den Eisstrand wandern, als sei nichts. Macht ungemein Spaß! In Göhren laufen wir bis an den <a rel="attachment wp-att-836" href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/08/8-januar-gohren-und-bergen/dsc86498/"><img class="alignleft size-full wp-image-836" title="DSC86498" src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86498.jpg" alt="" width="280" height="186" /></a>Kopf der Seebrücke. Der Strand versinkt im Nebel. Zum Ort geht es etliche Treppen steil bergauf, Göhren liegt auf einer 50m hohen Landzunge. Spektakulärer Bäderstil ist hier nicht mehr zu finden, dafür einige Fachwerkhäuser und hölzerne <a rel="attachment wp-att-837" href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/08/8-januar-gohren-und-bergen/dsc86501/"><img class="alignright size-full wp-image-837" title="DSC86501" src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86501.jpg" alt="" width="186" height="280" /></a>Villen mit verzierten Veranden und Balkonen in verschiedenen Farben. Wir fahren mit dem nächsten <a rel="attachment wp-att-838" href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/08/8-januar-gohren-und-bergen/dsc86510/"><img class="alignleft size-full wp-image-838" title="DSC86510" src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86510.jpg" alt="" width="280" height="186" /></a>Bus über die &#8220;Deutsche Alleenstraße&#8221; nach <strong>Bergen</strong>, dem zentralen Hauptort, den wir noch geradeso im Hellen erreichen, es reicht für ein Foto der großen, leider geschlossenen Marienkirche, dann schlägt die Dämmerung zu. Der große Marktplatz zeigt sich wie beschrieben: Häuser aller Art, bunt gemischt und in unsymmetrischer Anordnung, aber durchaus <a rel="attachment wp-att-839" href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/08/8-januar-gohren-und-bergen/dsc86514/"><img class="alignright size-full wp-image-839" title="DSC86514" src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86514.jpg" alt="" width="280" height="186" /></a>ansehnlich. Das Beobachten des Treibens aus dem Straßencafé fällt leider aus, mangels Treiben und  fehlender Außenbestuhlung. Es gibt einige gute Modegeschäfte, aber am Samstag Nachmittag ist alles zu. Die Romantik der Seebäder ist hier nicht zu finden, und es gibt etliche Häuser, die noch aus DDR-Zeiten vor sich hin verfallen. Wir finden ein uriges Lokal, das komplett von jungen Leuten betrieben wird und sehr rustikal, aber phantasievoll eingerichtet ist, mit ebensolcher Speisekarte und Veranstaltungsprogramm. Wir essen deftig regional. Den Bundesbahnzug erreichen wir geradeso, und in 25 Minuten (mit Umsteigen!) erreichen wir Binz. Heute war der Tag mal kürzer, Marlis soll sich auskurieren. Tauwetter und Nebel sind zwar auch ein Erlebnis, aber auf die Dauer nicht so prickelnd. Morgen ziehen wir nach Stralsund um.</p>
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		<title>7. Januar: Prora und Sellin</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Jan 2011 22:31:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bus]]></category>
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		<description><![CDATA[Strandwanderung nach Prora und durch die KdF-Ruinen, Führung im Dokumentationszentrum, Sellin (Ziel: Horst + Martina) Marlis hat sich leider eine hoffentlich leichte Erkältung eingefangen, so geht der erste Gang in die Apotheke. Dafür sind wir etwas früher unterwegs. Heute kommt &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/07/7-januar-prora-und-sellin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Strandwanderung nach Prora und durch die KdF-Ruinen, Führung im Dokumentationszentrum, Sellin (Ziel: Horst + Martina)</strong></p>
<p>Marlis hat sich leider eine hoffentlich leichte Erkältung eingefangen, so geht der erste Gang in die Apotheke. Dafür sind wir etwas früher unterwegs. Heute kommt ein Ort, der uns interessiert: die KdF-Bauten von Prora, die von Binz per Strandwanderung zu Fuß zu erreichen sind. Außerdem gibts dabei ordentlich frische Luft. Das Wetter ist natürlich kein Vergleich zu gestern: auf den Straßen und Wegen hat es getaut, besonders, wenn Salz im Spiel ist. Die weiche Schneeschicht von gestern ist durch den Regen komplett verschwunden, dafür tritt an vielen Stellen Eis zutage. Die Strandwanderung ist heute eher grau, der Sand hart mit Eis überzogen, am Wasserrand sind Muschelstücke eingelagert. Nur am Wassersaum, wo zwischen den Eisschollen Schnee und Eis verharscht sind, lässt sich rutschfrei gehen. Nur Marlis kann die &#8220;Autobahn&#8221; benutzen: ihr gehört mit ihren Schuhspikes der ganze Strand, und sie kann beim Laufen in die Luft gucken. Nach einer Stunde biegen wir in die Düne ab und durchqueren den Kiefernstreifen. Wir kommen genau am südlichen Ende von <strong>Prora</strong> an, hinter uns das wohl aus den drei Jahren Bundeswehr-Präsenz übrig gebliebene &#8220;Bundeswehr Sozialwerk&#8221; mit Campingplatz. <a rel="attachment wp-att-865" href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/07/7-januar-prora-und-sellin/dsc86387/"><img class="alignleft size-full wp-image-865" title="DSC86387" src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86387.jpg" alt="" width="280" height="186" /></a>Wir wandern an 500 Meter langen, 6 Stockwerke hohen Komplexen in einer Schneespur entlang. Jeder hat nach hinten zehn gewaltige <a rel="attachment wp-att-866" href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/07/7-januar-prora-und-sellin/dsc86389/"><img class="alignright size-full wp-image-866" title="DSC86389" src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86389.jpg" alt="" width="280" height="186" /></a>Treppenhausriegel, in denen auch die Gemeinschaftsduschen und andere Versorgungseinrichtungen, sogar Fahrstühle vorgesehen waren. <a rel="attachment wp-att-867" href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/07/7-januar-prora-und-sellin/dsc86390/"><img class="alignleft size-full wp-image-867" title="DSC86390" src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86390.jpg" alt="" width="280" height="186" /></a>Alle Zimmer sind auf der Ostseeseite mit Meerblick als Doppelzimmer ausgelegt, mit Schrank, Waschbecken, Betten und einer Sofa-Sitzecke am Fenster. Die Rückseite ist nur Flur, dafür aber mit vielen Fenstern. Zwei Abschnitte in jedem Block sind als beheizbare Liegehallen mit großen Fenstern für ganzjährige Urlaubsnutzung vorgesehen gewesen. Der Bau der Anlage begann 1936. Die Nationalsozialisten wollten hier subventionierte 10-Tages-Urlaubsangebote  für gleichzeitig 20.000 Menschen schaffen. Noch vier weitere solcher Anlagen waren an der Ostseeküste geplant. Alle acht Wohnbauten auf Rügen wurden bis zum Krieg nahezu fertig, von den zentralen Einrichtungen zwischen den Komplexen mit Restaurants für jeweils 1200 Personen sind nur einzelne Kellergeschosse erbaut worden, und von der symmetrischen, 700 m breiten Zentralanlage in der Mitte des 4,5 km langen Riegels wurde nur der rechte Komplex mit Theater, <a rel="attachment wp-att-872" href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/07/7-januar-prora-und-sellin/dsc86420/"><img class="alignright size-full wp-image-872" title="DSC86420" src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86420.jpg" alt="" width="280" height="186" /></a>Empfangsgebäude und Verwaltung sowie die Kaimauer am Ostseestrand einigermaßen fertig.<br />
Hinter der <a rel="attachment wp-att-873" href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/07/7-januar-prora-und-sellin/dsc86427/"><img class="alignleft size-full wp-image-873" title="DSC86427" src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86427.jpg" alt="" width="280" height="186" /></a>riesigen Mauer sind aber nur Dünen, von der Promenade und den zwei langen Seebrücken (u.a. für die &#8220;Wilhelm Gustlow&#8221; vorgesehen) ist nichts entstanden. Auf den Ruinen wächst die <a rel="attachment wp-att-875" href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/07/7-januar-prora-und-sellin/dsc86425/"><img class="alignright size-full wp-image-875" title="DSC86425" src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86425.jpg" alt="" width="280" height="186" /></a>&#8220;meistfotografierte Birke Rügens&#8221;. Auch für die Festhalle für 20.000 Besucher und das 80m hohe Turmcafé sowie die Versorgungs-Infrastruktur blieb es beim Plan. Die Baukapazitäten und die KdF-Aktivitäten wurden mit Kriegsbeginn verlagert, die Fertigstellung auf die Zeit nach dem &#8220;Endsieg&#8221; verschoben. Binz ist allerdings durch den Bau zu seinem Großbahnhof gekommen, die Bahn wurde schon für die Materialtransporte gebraucht. Ein Urlauberzimmer ist nie eingerichtet worden. Nach dem Krieg entnahmen die Sowjets Materialien als Reparationen, am südlichen Block durften sich die Inselbewohner mit Baumaterial versorgen, er wurde dann ganz abgerissen, auch von den zwei nördlichen Blöcken gibt es nur noch Teile als Ruinen. Danach waren einzelne Jugendlager dran. Die NVA hat einige Blöcke als Kaserne genutzt; zu DDR-Zeiten war die ganze Nehrung zwischen Sassnitz und Binz gesperrt. Eine nach der Wende von der DDR gegründete Stiftung konnte ein heute noch bestehendes <a href="http://www.prora.eu">Dokumentationszentrum</a> einrichten, das neben Prora und den KdF-Aktivitäten auch die Hintergründe der sozialen Konzepte des Nationalsozialismus beleuchtet. <a rel="attachment wp-att-874" href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/07/7-januar-prora-und-sellin/dsc86439/"><img class="alignright size-full wp-image-874" title="DSC86439" src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86439.jpg" alt="" width="280" height="186" /></a>In diesem Zentrum haben wir eine sehr informative Führung von Sabine Sakuth mitgemacht und einen Film über die Entstehungsgeschichte gesehen. Der ganze Komplex ist wirklich im wahrsten Sinne des Wortes unheimlich beeindruckend. Nicht umsonst nennt das Dokumentationszentrum seine Ausstellung &#8220;MACHTUrlaub&#8221;. Ansonsten ist von den Privatisierungsaktivitäten noch ein offenes Museum übrig geblieben, das sich zu 80% der NVA in Prora widmet und uns eher den Eindruck einer Militaria-Sammlung vermittelt, mit vielen bunten, aber nicht besonders hintergründigen eingeschweißten Textplakaten. Im obersten Stock gehört dazu ein <a rel="attachment wp-att-868" href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/07/7-januar-prora-und-sellin/dsc86400/"><img class="alignleft size-full wp-image-868" title="DSC86400" src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86400.jpg" alt="" width="280" height="186" /></a>an dieser Stelle eher unplatziert wirkendes &#8220;Wiener Kaffeehaus&#8221; mit Selbstbedienung und <a rel="attachment wp-att-869" href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/07/7-januar-prora-und-sellin/dsc86407/"><img class="alignright size-full wp-image-869" title="DSC86407" src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86407.jpg" alt="" width="280" height="186" /></a>Ostseeblick. Alle anderen Museumsversuche haben aus verschiedensten Gründen nicht überlebt. Nur eine Großdisko und die Beschäftigungs-Agentur Rügen sind noch im Hauptgebäude. Der ganze Komplex steht unter Denkmalsschutz und mittlerweile sind alle Teile verkauft. Im Sommer soll in einem Drittel des nördlichsten Blocks wieder eine Jugendherberge eröffnen, und ein auf einem Block in großen Plakaten angekündigtes Hotel- und Eigentumswohnungsprojekt soll mit dem Umbau beginnen. Man wird sehen. Sicher ist nur: Der Strand ist lang und man versenkt erstmal ordentlich Geld, der Erfolg ist ungewiss. Jetzt jedenfalls ist meist nur noch die Rohbausubstanz vorhanden, Fenster sind, soweit vorhanden, meist eingeschlagen, das untere Stockwerk verrammelt, nutzbare Installationen sind nicht mehr vorhanden, und an den Fassaden sind etliche Putz- und Feuchtigkeitsschäden zu sehen.<br />
<a rel="attachment wp-att-870" href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/07/7-januar-prora-und-sellin/dsc86444l/"><img class="alignleft size-full wp-image-870" title="DSC86444L" src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86444L.jpg" alt="" width="186" height="280" /></a>In der Dunkelheit stapfen wir dann zur Hauptstraße und fahren mit dem Bus nach <strong>Sellin</strong>. Dort gehen wir die fast ausgestorbene Prachtstraße Wilhelmstraße entlang, bergauf gesäumt von vielen großen Villen. Auf dem Weg merken wir uns ein Restaurant. Am Ende der Straße blicken wir von der Steilküste hinunter auf den Strand und die romantisch beleuchtete Seebrücke, auf der gleich am Anfang mit einem Restaurant im Bäderstil steht. An der Spitze ist mittlerweile eine Tauchglocke für Touristen installiert. Die Seebrücke in Sellin haben uns die Ideengeber Horst und Martina mit auf den Weg gegeben, allerdings bei Sonne im Sommer &#8211; da ist sie weiß, hell und unbeleuchtet.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86446A.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86446A.jpg" alt="" title="DSC86446A" width="640" height="280" class="aligncenter size-full wp-image-1948" /></a><br />
Der gebratene Boddenzander in der &#8220;Kajüte&#8221; ist hervorragend und preiswert. Der Bus fährt pünktlich zurück. Im Hotel beende ich diesen Text, den ich beim Bier begonnen habe.</p>
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		<title>6. Januar: Binz und Jagdschloss Granitz</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Jan 2011 22:40:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wanderung am Strand und im leichten Schneefall nach Granitz (Ziel: Lore Metzger), Rückfahrt mit dem Rasenden Roland Beim späten Aufstehen regnet es leicht. Wir befürchten, dass es nichts wird mit Rügen im Schnee, aber nach kurzer Zeit geht es in &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/06/6-januar-binz-und-granitz/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wanderung am Strand und im leichten Schneefall nach Granitz (Ziel: Lore Metzger), Rückfahrt mit dem Rasenden Roland</strong></p>
<p>Beim späten Aufstehen regnet es leicht. Wir befürchten, dass es nichts wird mit Rügen im Schnee, aber nach kurzer Zeit geht es in Schnee über, was uns sehr freut. Wir machen uns also auf nach Granitz. <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/06/6-januar-binz-und-granitz/dsc86173ai/" rel="attachment wp-att-853"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86173AI.jpg" alt="" title="DSC86173AI" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-853" /></a>Wir gehen direkt am Strand entlang. Die zwei Zentimeter Schnee sorgen für einen komplett weißen Strand, auch die <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/06/6-januar-binz-und-granitz/dsc86187/" rel="attachment wp-att-854"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86187.jpg" alt="" title="DSC86187" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-854" /></a>vielen angeschwemmten Eisschollen sind schneebedeckt. Es sieht sehr komisch aus: wie weißer Sand. Es gibt auch weiße Sandbänke, dazwischen schwimmen kleine Eisschollen, Enten, auch einzelne Möwen und Schwäne sind unterwegs. Manche Ensembles sehen aus wie <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/06/6-januar-binz-und-granitz/dsc86220/" rel="attachment wp-att-855"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86220.jpg" alt="" title="DSC86220" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-855" /></a>Polarmeer mit Eisbergen in Miniatur. Und auf dem Strand läuft es sich wunderbar, der Sand unter der dünnen Schneeschicht ist hart gefroren. Das scheint eine Hauptattraktion jetzt auf Rügen zu sein: richtig viele Leute wandern auf dem Strand entlang. Beim späten Frühstück ist es überraschend belebt. Die Kulisse ist beeindruckend: <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/06/6-januar-binz-und-granitz/dsc86190/" rel="attachment wp-att-856"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86190.jpg" alt="" title="DSC86190" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-856" /></a>die weiße, ornamental-filigrane Baderarchitektur, die durch die fein beschneite Kiefernreihe mit ihren vielen Verästelungen durchscheint, ergibt ein äußerst malerisches, aber gar nicht kitschiges Bild ab, das durch den Schleier des leichten Hochnebels mit Schneetreiben noch verstärkt wird. Dazu gibt es noch Strandwanderer mit weißen Hunden! Auf der <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/06/6-januar-binz-und-granitz/dsc86215/" rel="attachment wp-att-857"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86215.jpg" alt="" title="DSC86215" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-857" /></a>Seebrücke merken wir die Spuren des kurzen Regens: die Planken sind unter dem Schnee mit einer dünnen Eisschicht bedeckt. In Abständen stehen die weißen Strandwachhäuschen der DLRG, die hier gegründet wurde. Wir entdecken weiter hinten ein <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/06/6-januar-binz-und-granitz/dsc86236/" rel="attachment wp-att-858"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86236.jpg" alt="" title="DSC86236" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-858" /></a>architektonisch auffälliges, neueres Exemplar von 1979 (Entwurf Dietrich Otto): wie ein Ufo schwebt es in Schalenbauweise rundum verglast auf einer gerundeten Mittelstütze. Nebenbei testen wir den neuen Sturmregenschirm bei dem etwas böigen Wind: er lässt sich wunderbar leicht halten, da könnte sogar ich zum Regenschirmnutzer werden.<br />
Am Ende des Strandes begeben wir uns in den überraschend hügeligen und steilen Buchenwald Richtung <strong>Jagdschloss Granitz</strong>: die Fürsten von Putbus haben hier ab dem 18. Jahrhundert den Wald zu ihrem Jagdgehege ausgebaut. Durch den noch tief verschneiten und jetzt auch überall frisch weißen Winterwald erreichen wir das Jagdschloss über Treppen auf dem über 100m hohen Hügel. Rügen im Winterkleid ist gelungen; herzlichen Dank an unsere Ideengeberin Lore Metzger für das außergewöhnliche Erlebnis.<br />
Das <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/06/6-januar-binz-und-granitz/dsc86301/" rel="attachment wp-att-859"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86301.jpg" alt="" title="DSC86301" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-859" /></a>Schloss wurde 1851 im neoklassizistischen Stil mit quadratischem Grundriss, vier zinnenbewehrten Rundtürmen an den Ecken und einem alles überragenden Turm in der Mitte erbaut und ist viel größer, als ich es erwartet hatte. Wir besichtigen das Schloss: sehr schöne Holzböden, <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/06/6-januar-binz-und-granitz/dsc86265/" rel="attachment wp-att-860"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86265.jpg" alt="" title="DSC86265" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-860" /></a>sehr viele und auch große Geweihe, die sogar in Stühlen und Tischen als Beine verarbeitet sind. Dazu die Geschichte des Schlosses und seines Erbauers, dem Fürsten Wilhelm Malte I. Durch den zentralen Turm ergibt sich ein <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/06/6-januar-binz-und-granitz/dsc86286/" rel="attachment wp-att-861"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86286.jpg" alt="" title="DSC86286" width="186" height="280" class="alignleft size-full wp-image-861" /></a>tolles Treppenhaus: in der Mitte erhebt sich der hohle Rundturm mit weitem Durchmesser und einer frei in der Außenwand verankerten Wendeltreppe mit den ersten industriell aus Gusseisen gefertigten Stufen und ausgestanzten Ornamenten. Leider können wir nur durch die Fenster schauen, auf die Aussichtsplattform dürfen wir wegen Glatteis nicht, die Sicht ist allerdings auch eher neblig.<br />
Im Kellergewölbe wurde nach der Wende eine urige Gaststätte eingerichtet, in der &#8220;Mägde&#8221; bedienen. Durch Wandgemälde von mittelalterlichen Gelagen und Tischen aus alten Schiffsplanken sieht man den Räumlichkeiten ihr geringes Alter nicht an.<br />
Wir wandern dann in der Dämmerung auf recht glatter Straße, zum Glück mit unseren Schuhspikes, bergab zum Haltepunkt Garftitz der Rügener Bäderbahn, einer Schmalspur-Dampfbahn, die auch im Winter immerhin alle zwei Stunden nach Fahrplan zwischen Putbus und Göhren fährt. <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86329.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86329.jpg" alt="" title="DSC86329" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-964" /></a>Ein kleiner Schneemann (endlich!) wartet mit uns vor dem Wartehäuschen. Die <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/01/06/6-januar-binz-und-granitz/dsc86340/" rel="attachment wp-att-862"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC86340.jpg" alt="" title="DSC86340" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-862" /></a>herannahende Bahn erkennen wir an einer hinten im Wald aufsteigenden Wolkenreihe. Der Zug mit fünf Wagen, offenen Einstiegsplattformen und Übergängen und einem Gepäckanhänger für Fahrräder kommt mit einer gewaltigen Dampfwolke auf dem Bahnsteig an. Der Schaffner verpasst uns die Fahrkarten aus einem hochmodernen mobilen Fahrkartendrucker, &#8220;weil das so vorgeschrieben ist, rechtlich ist der Rasende Roland eine S-Bahn des Landes Mecklenburg-Vorpommern&#8221;. Was es alles gibt, und das Ganze mit einer Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. 12 Minuten später erreichen wir den &#8220;Kleinbahnhof Binz&#8221;, wo schon der Gegenzug auf die freie Schiene wartet. Im Bahnhof gibt es die ausgesprochen originelle Kneipe &#8220;Rasender Roland&#8221;, eingerichtet mit Bahnabteilen der 3. (Holz-)Klasse, alten Koffern und vielen anderen historischen Accessoires. Wir trinken Glühwein und Sanddornpunsch, Marlis interviewt die als Schaffnerin verkleidete Bedienung. Dann wandern wir in den Ort hinein und durch die schöne, aber ausgestorbene Hauptstraße mit hohen Schneewällen, bis wir merken, dass hier fast alle Geschäfte schon um 17 Uhr schließen. Ziemlich platt schleppen wir uns noch in die Sauna und erholen uns dabei. Heute belassen wir es beim hauseigenen Restaurant, meine &#8220;Sanddornspätzle mit Bisdamitzer Käse&#8221; sind eine ausgesprochen leckere Spezialität.</p>
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		<title>30. Dezember: Tagesreise Aachen</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Dec 2010 22:58:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Tagestrip zum Geburtstag meines Bruders in Aachen mit viel Schnee, Bahn-Überraschungen Heute nutzen wir die Bahncard 100, um meinen Bruder erstmals zu seinem Geburtstag in Aachen zu besuchen. Die Hinfahrt klappt fast gut, acht Minuten später in Mannheim wegen Türstörung, &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2010/12/30/714/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Tagestrip zum Geburtstag meines Bruders in Aachen mit viel Schnee, Bahn-Überraschungen</strong></p>
<p>Heute nutzen wir die Bahncard 100, um meinen Bruder erstmals zu seinem Geburtstag in Aachen zu besuchen. Die <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2010/12/DSC86013.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-720" title="DSC86013" src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2010/12/DSC86013.jpg" alt="" width="280" height="187" /></a>Hinfahrt klappt fast gut, acht Minuten später in Mannheim wegen Türstörung, 19 Minuten in Köln wegen der 200 km/h-Winterbegrenzung. Der <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2010/12/DSC86014.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-721" title="DSC86014" src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2010/12/DSC86014.jpg" alt="" width="280" height="187" /></a>RE nach Aachen hat dieselbe Verspätung, es passt daher noch, und Rolf kann zum Treffen passend informiert werden. In <strong>Aachen</strong> sind noch mindestens 20 cm Schnee vorhanden, und den Straßenrandhaufen ist anzusehen, dass es vor einer Woche fast 40 cm waren. Die Sonne scheint, es sind optimale Bedingungen, um die <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2010/12/DSC86030.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-723" title="DSC86030" src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2010/12/DSC86030.jpg" alt="" width="280" height="187" /></a>neue Wohnung, die wir noch nicht kennen, zu sehen. <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2010/12/DSC86026.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-722" title="DSC86026" src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2010/12/DSC86026.jpg" alt="" width="280" height="187" /></a>Rolf freut sich sehr über den Besuch. Zum Kaffee treffen wir einige Freunde, und danach sehen wir noch die Bilder aus Essen, wo wir ja das Haus, in der wir von 1953 bis 1965 als Kinder wohnten, besucht haben. Eine Überraschung sind auch noch die Bilder, Tondokumente, Kalender und Filme aus Bremerhaven und dem Alfred-Wegener-Institut, das wir für ihn besucht hatten. Er zeigt uns dafür Bücher von der &#8220;Polarstern&#8221;, dem eisgängigen Forschungsschiff des AWI. In den drei Reihenhäusern, zu denen ihre Wohnung gehört, hat sich mit ihrem Einzung eine Bewohner-Konstellation ergeben, dass sich daraus ein Wohnprojekt fürs Alter ergeben könnte. Hier geschieht dann fast von selbst, was Marlis in unserem Hochhaus in Ludwigshafen mühsam zu initiieren versucht. Der Besuch hat auch Folgen: Rolf erinnert uns so hartnäckig an unsere alte Absicht, auf konsequenten Ökostrom wechseln zu wollen, dass wir das dann umgehend wahr gemacht haben. Die letzten politischen Entwicklungen liefern ja auch neue Argumente für diese Entscheidung.<br />
Die Rückfahrt verläuft etwas spannender als die Hinfahrt. Eine Stunde vorher ist alles noch als pünktlich verzeichnet, auf dem Weg zum Bahnhof fehlen plötzlich alle Angaben. In <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2010/12/DSC86046L.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-724" title="DSC86046L" src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2010/12/DSC86046L.jpg" alt="" width="280" height="187" /></a>Aachen-Rothe Erde fährt pünktlich statt unserem Zug ein Thalys durch, dann hat unserer +5 im Internet und kommt dann auch. Der ICE in Aachen Hbf ist immer noch ohne Angabe, wir rennen, da es theoretisch nur noch zwei Minuten sind. Auf dem Bahnsteig sind es dann +40, im Internet kommen jetzt +20, die wachsen. Wir nehmen dann, damit wir wenigstens sitzen, den pünktlichen RE nach Köln, der ICE ist dann auch nicht früher dort, und wir nehmen ihn ab Köln. Bis Frankfurt Flughafen sieht es so aus, als wenn gleich zwei passend verspätete ICE nach Mannheim erreicht werden. Im letzten Moment wächst unsere Verspätung auf 55 Minuten, das Gleis wird so umgelegt, dass Bahnsteigwechsel nötig wird, und die Anschlüsse sind im Internet verschwunden. Danach käme lange nichts. Während ich im letzten Moment den nächsten Bahnhof, Frankfurt Hbf, abfragen will, kommt die Ansage, dass auf dem anderen Bahnsteig der eine Zug doch noch wartet, und wir sehen ihn beim Einfahren stehen. Also doch raus und schnell rüber. Dabei sind wir aber nicht allein. Also war nicht soviel Eile nötig. In Mannheim reichts noch gerade für einen pünktlich dastehenden RB. Als der dann nicht losfährt, merken wir, dass neben uns auf dem S-Bahn-Gleis 1 eben eine S-Bahn losfährt. Die war verspätet, aber damit nicht so verzeichnet, also habe ich sie übersehen. Wir fahren aber gleich danach, die zusätzlichen zwei Minuten sind eher eine lustige Randbemerkung. Wir sind jedenfalls mit den zusammen 62 Minuten Verspätung heute noch recht zufrieden. Zu bedauern sind eher die Zugbegleiter, die bekommen alles ab, was sie nicht verantworten, und bringen täglich Verspätung mit nach Hause. Bewundernswert war aber heute ein Schaffner im ICE, der mit den Kindern am Nebentisch spielte und auch noch Kinderfahrkarten zum Spielen verteilte und auch abknipste. Danach war alles Gemecker vorbei.</p>
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		<title>21. Dezember: Wolfsburg und zurück</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Dec 2010 21:39:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wolfsburg: Schwimmbad im zugefrorenen Mittellandkanal, Kunstmuseum mit Giacometti, Umgang mit Bahn und Schnee auf der Rückfahrt nach LU Ich gehe morgens bei minus 11 Grad nochmal schwimmen. Es kommt mir nicht mehr so furchtbar kalt vor, vielleicht weil es hell &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2010/12/21/21-dezember-wolfsburg-und-zuruck/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wolfsburg: Schwimmbad im zugefrorenen Mittellandkanal, Kunstmuseum mit Giacometti, Umgang mit Bahn und Schnee auf der Rückfahrt nach LU</strong></p>
<p>Ich gehe morgens bei <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2010/12/DSC85863.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2010/12/DSC85863.jpg" alt="" title="DSC85863" width="280" height="210" class="alignleft size-full wp-image-684" /></a>minus 11 Grad nochmal <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2010/12/DSC85879.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2010/12/DSC85879.jpg" alt="" title="DSC85879" width="280" height="210" class="alignright size-full wp-image-685" /></a>schwimmen. Es kommt mir nicht mehr so furchtbar kalt vor, vielleicht weil es hell ist und die <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2010/12/DSC85886P.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2010/12/DSC85886P.jpg" alt="" title="DSC85886P" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-686" /></a>Sonne etwas scheint. Seltsam ist nur, dass der Griff der Badeleiter beim Aussteigen klebt. Nach unvermeidlich ausgiebigem Frühstück verlassen wir gegen 12 Uhr diesen noblen Ort. Vor dem Hotel haben sie tatsächlich die ganze Vorfahrt schnee- und eisfrei geräumt, auch die anderen Wege in der Autostadt. Es gibt noch einen Abschiedsglühwein und einen Ladenbesuch, ansonsten lassen wir die Autostadt links liegen, die haben wir schon vor zwei Jahren besichtigt.<br />
Auf der Brücke über den <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2010/12/DSC85906T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2010/12/DSC85906T.jpg" alt="" title="DSC85906T" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-687" /></a><strong>Mittellandkanal</strong> sehen wir einem Frachter zu, wie er sich durch die mittlerweile ganz geschlossene Decke aus Eisbrocken schiebt, das geht erstaunlicherweise. Irgendwann friert das alles zusammen. Alles ist weiß, es sieht so friedlich aus. Im <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2010/12/DSC85913T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2010/12/DSC85913T.jpg" alt="" title="DSC85913T" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-688" /></a>Bahnhof steht ein ICE2 etwas versetzt schon seit 3 Stunden, später sehen wir ihn etwas rangieren, noch später steht ein Werkstattzug mit einigen Arbeitern davor, am Abend ist er weg.<br />
Am Bahnhof versuchen wir, die Koffer einzuschließen. In der Schließfachanlage sind nur fünf von neun großen Schließfächern nutzbar, und die sind alle voll. Die neue Anlage ist angekündigt, aber nicht für ein Datum. Tourist-Info, Bahnhofsservice und Reisezentrum dürfen kein Gepäck aufbewahren. Wir werden also nur Marlis Koffer und Rucksack los, ich nehme meine Sachen mit auf den Rundgang. Dafür wird alles gut konserviert, die Anlage ist draußen.<br />
Wir machen einen Rundgang durch das nahegelegene Designer-Outlet, beide finden wir ein Teil. <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2010/12/DSC85917T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2010/12/DSC85917T.jpg" alt="" title="DSC85917T" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-689" /></a>Ansonsten ist es dort wenig belebt zwischen den Schneeflächen.<br />
Mit dem Bus fahren wir zum <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2010/12/DSC85920TPA.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2010/12/DSC85920TPA.jpg" alt="" title="DSC85920TPA" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-690" /></a><a href="http://www.kunstmuseum-wolfsburg.de">Kunstmuseum</a>. Dort gibt es die vielfach positiv besprochene Retrospektive zu Giacomettis reiferem Werk. Die Statuen nehmen sich ihren Raum, sie haben eine Aura, heißt es und wurde auch von Giacometti so beschrieben. Erstmals versucht eine Ausstellung  auf diesen Aspekt einzugehen und präsentiert ganz kleine Statuen in einem einzelnen, durch Architektur und Licht im unbestimmten auslaufenden Raum. Das geht vielleicht auch nur hier in Wolfsburg mit der freien, hohen Halle mit komplett variabler Trennwand-Konzeption. Das Raumschaffende der Statuen lässt sich tatsächlich nachzuvollziehen, es ist ein großartiges Erlebnis.<br />
Wir können die Ausstellung in Ruhe nach unserem Bedarf genießen, die Bahn hat ihre <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2010/12/DSC85952A.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2010/12/DSC85952A.jpg" alt="" title="DSC85952A" width="280" height="185" class="alignright size-full wp-image-691" /></a>Verspätungen mit uns abgestimmt und den um 17:40 nach Mannheim durchgehenden ICE schrittweise um 60 Minuten nach hinten verlegt. An der Anzeigetafel in der Bahnhofshalle ist zwar nur von 45 Minuten die Rede, aber die Internet-Auskunft stimmt. Dafür wollte das Internet die Halte Braunschweig und Hildesheim ausfallen lassen und Hannover-Messe einschieben, was der Ansage im Zug widerspricht. Bald darauf erscheinen Braunschweig und Hildesheim im Internet wieder, aber an Hannover-Messe wird hartnäckig festgehalten, real fährt er dort aber nicht hin. Dafür wird die Verspätung wahrheitsgemäß erhöht: schon in Braunschweig hat er fast 80 Minuten. Na gut, uns ist es einigermaßen egal, wir müssen ja nicht mehr umsteigen, und die ersten 60 Minuten davon haben wir für uns genutzt, am Ende sind es 115 Minuten. Nun ja, die Bahn redet also doch vom Wetter, im Fernverkehr gibt es verbreitet Verspätungen, einige auch 120 Minuten, einzelne Züge fallen auch ganz aus oder fahren kürzere Strecken, vor allem fahren sie langsamer. Ohne mobiles Internet ist es jedenfalls unerfreulich, und Platzreservierung kann man sich gleich ganz schenken. Wir haben diese Fahrt aber ohne wesentliche Probleme, dafür mit sehr schönen Winterstimmungen zuende gebracht.<br />
Bei der Ankunft in Ludwigshafen haben wir zum ersten Mal auf diesem Reiseabschnitt Regen und keinen Frost.</p>
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