<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Bahn Zeit Reise &#187; Wende</title>
	<atom:link href="http://www.bahn-zeit-reise.de/tag/wende/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.bahn-zeit-reise.de</link>
	<description>Bahncard100-Reisen zu Orten der Erinnerung oder Sehnsucht von Ideengebern</description>
	<lastBuildDate>Tue, 10 Sep 2013 19:42:57 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.0.1</generator>
		<item>
		<title>9. Oktober: Bautzen und letzte Rückfahrt</title>
		<link>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/10/09/9-oktober-bautzen-und-letzte-ruckfahrt/</link>
		<comments>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/10/09/9-oktober-bautzen-und-letzte-ruckfahrt/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 09 Oct 2011 20:42:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
				<category><![CDATA[eigenes Ziel]]></category>
		<category><![CDATA[Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Begegnung]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebnis]]></category>
		<category><![CDATA[Highlight]]></category>
		<category><![CDATA[Historisch]]></category>
		<category><![CDATA[Hotel]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[MitteSüd]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtbild]]></category>
		<category><![CDATA[Touristisch]]></category>
		<category><![CDATA[Turm]]></category>
		<category><![CDATA[Wende]]></category>
		<category><![CDATA[Zugbegleiter]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bahn-zeit-reise.de/?p=4732</guid>
		<description><![CDATA[Bautzen: Stadtführung und Türme, leicht aufregendes Ende der Rückfahrt über Mitternacht und Empfang zurück Die letzte Nacht des Reisejahres ist vorbei, das Hotel Alte Gerberei ist mit dem Appartment über das gesamte Dachgeschoss und direkt an der Spree ein Höhepunkt. &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/10/09/9-oktober-bautzen-und-letzte-ruckfahrt/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bautzen: Stadtführung und Türme, leicht aufregendes Ende der Rückfahrt über Mitternacht und Empfang zurück</strong></p>
<p>Die letzte Nacht des Reisejahres ist vorbei, das Hotel <a href="http://www.hotel-alte-gerberei.de/">Alte Gerberei</a> ist mit dem Appartment über das gesamte Dachgeschoss und direkt an der Spree ein Höhepunkt. Wir beeilen uns mit dem Packen und erreichen die Stadtführung im Zentrum. Es ist richtig kalt, vier Grad am Morgen, ohne Handschuhe geht es nicht, fast alle Kleidungsschichten sind im Einsatz. Wenn das Jahr noch weiterginge, wäre wieder die Winter-Packliste dran. Wir erfahren beim Rundgang einiges über Geschichte und Handel auf der Via Regia, die Tuchmacher und die Vergangenheit der zwei 1904 und 1906 eröffneten Gefängnisse, die während der NS-Zeit und in der DDR eine unrühmliche Rolle spielten und heute noch in der Welt mit dem Namen Bautzen in Verbindung gebracht werden. Mielkes Sondergewahrsam Bautzen II ist heute Gedenkstätte. Weiter auffallend sind die mehr als zehn Türme, Stadttürme, Rathausturm, Kirchtürme und alte und neue Wasserkunst, mechanische Pumpwerke mit Zwischenspeicher, um bis zum 19. Jahrhundert die auf dem Plateau liegende Stadt mit Spreewasser zu versorgen.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103744.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103744.jpg" alt="" title="DS103744" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4783" /></a> Fachwerk hat die Stadt übrigens keines, weil nach mehreren Stadtbränden der Holzbau verboten wurde<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103745.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103745.jpg" alt="" title="DS103745" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4784" /></a> und Brandmauern zwischen den Häusern vorgeschieben wurden. Zur Wende war die Altstadt nur noch gering bewohnt und verfiel, da keine funktionierende Entwässerung existierte, nach der Wende wurde viel investiert<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103758.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103758.jpg" alt="" title="DS103758" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4785" /></a> und restauriert, heute ist wieder Leben in die Altstadt zurückgekehrt,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103760.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103760.jpg" alt="" title="DS103760" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4786" /></a> es gibt 30 Lokale, Touristen und viele Bewohner, bis auf spezielle Problemfälle ist alles saniert und sieht als ganzes Stadtbild wirklich gut aus, wozu das malerische Spreetal<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103749.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103749.jpg" alt="" title="DS103749" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4787" /></a> deutlich beiträgt. In und um eine alte Kirchenruine<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103747.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103747.jpg" alt="" title="DS103747" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4788" /></a> am Hang hat sich ein fast genauso alter Friedhof ausgebreitet. Es gibt noch mehr Überraschungen am Reiseende: die spätgotische Kirche St. Petri ist Simultankirche;<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103762AL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103762AL.jpg" alt="" title="DS103762AL" width="187" height="280" class="alignleft size-full wp-image-4790" /></a> ein Geländer teilt sie, es gibt zwei Altäre und zwei Orgeln, und an der Trennstelle hat das Gebäude einen leichten Knick, beim Anbau konnte man wohl nicht ganz in der selben Richtung weiterbauen. Beim Aufstieg im Turm von St. Petri landen wir der einzigen noch bewohnten Türmerwohnung; Frau Kuschel hält am Wochenende am Nachmittag den Turm geöffnet, in der Woche steigen beide zur Arbeit in die Stadt hinab. Die Erzählungen zum Leben hier oben sind sehr interessant, ebenso der Turm<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103782F.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103782F.jpg" alt="" title="DS103782F" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4791" /></a> selber auf dem höchsten Punkt der Altstadt mit seinem verknoteten Holzgestühl und seinen acht kleinen, offenen blumengeschmückten Fenstern,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103774.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103774.jpg" alt="" title="DS103774" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4792" /></a> an denen die Türmerfamilie<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103778.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103778.jpg" alt="" title="DS103778" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-4793" /></a> alle zu sehenden Objekte beschriftet hat. Ähnlich gut ist die Sicht vom Reichenturm, nicht so hoch,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103793.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103793.jpg" alt="" title="DS103793" width="186" height="280" class="alignleft size-full wp-image-4794" /></a> aber mit offener Plattform, die beiden Strafanstalten, von weitem ansehnliche Gebäude,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103772.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103772.jpg" alt="" title="DS103772" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4795" /></a> sind gut zu erkennen. Wir drehen noch einige Kurven durch die Stadt und gehen über das 23 m hohe Viadukt der Friedensbrücke über die Spree,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103798.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103798.jpg" alt="" title="DS103798" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4796" /></a> das dem Durchgangsverkehr dient, und steigen dahinter die Treppe zum Hotel hinunter, vorbei an einem kleinen privaten Weingarten, und sammeln unser Gepäck ein.<br />
Gemütlich rollen wir zum Bahnhof, unser letzter Fußmarsch. Wir kaufen für die Rückfahrt ein und stellen uns zu den vielen Fahrgästen auf den Bahnsteig. Pünktlich geht es los zur letzten Reise unseres Projekts im komplett<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103802.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103802.jpg" alt="" title="DS103802" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4797" /></a> vollen Zug, wir sitzen dennoch gut. In Dresden steigen wir nicht wie vorgeschlagen in Neustadt um, sondern fahren bis Hauptbahnhof, das gibt mehrere Vorteile: keine Wartezeiten und leerer Zug, weil er von hier startet, und zweimal Elbbrücke mit Blick<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103807.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103807.jpg" alt="" title="DS103807" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4798" /></a> auf die Sehenswürdigkeiten. Im Zug ist viel Platz, wir sitzen in der Nähe des Bistros und essen erstmals im Zug zu Abend. Es wird immer früher dunkel, um 18:40 ist nicht mehr viel zu sehen. In Leipzig warten wir zehn Minuten auf Anschlussreisende; ob der nächste Zug in Frankfurt das auch tut? Wahrscheinlich ist das gar nicht nötig, in Eisenach sind es nur noch drei Minuten, und es werden weniger. Wir haben nette Kontakte mit dem Bistrochef und der Zugbegleiterin, jetzt wissen wir, dass unsere Bahncard bis zum Betriebsschluss gilt, also unsere Zeitrechnung: Der Tag endet nicht um Mitternacht, sondern mit dem Schlafengehen. Dafür steht der Anschlusszug mit +35 im Internet. Ob die Lounge in Frankfurt noch offen hat? Nein, nur bis 22 Uhr. Warmer Aufenthaltsort ist der S-Tiefbahnhof. Wir haben den RE fahren lassen, und der ICE hat jetzt +50, damit später in Mannheim als der RE und knapp für die nächste S-Bahn, verkalkuliert. Der ICE kommt dann wirklich und fährt schnellstmöglich, +51. Die Ansage sorgt wieder für etwas Aufregung: für die voraussichtliche Ankunft rechnen sie die fahrplanmäßige Fahrzeit drauf, zu spät für die S-Bahn, aber zum Glück fährt er die mir bekannte schnellstmögliche Zeit, holt also nochmal vier Minuten auf, und wir stehen in Mannheim sekundengenau pünktlich auf dem S-Bahn-Bahnsteig. Die hat aber wieder vier Minuten Verspätung, also das ganze Tempo unnötig. Mit der Bahn muss man manchmal einfach cool bleiben, die Minuten sind nicht immer voraussehbar.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103819TLAF.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103819TLAF.jpg" alt="" title="DS103819TLAF" width="221" height="280" class="alignright size-full wp-image-4799" /></a> So kommen wir mit etwas Aufregung und 34 Minuten später, um 0:37 in LU Mitte an.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103834DATL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103834DATL.jpg" alt="" title="DS103834DATL" width="187" height="280" class="alignleft size-full wp-image-4801" /></a> Vor unserer Wohnungstür eine Überraschung: Zwei Freundinnen und unsere Tochter haben den Wohnungseingang zum Empfang dekoriert! Und als weitere Überraschung finden wir in der Post von unserer Meisterkommentatorin Gabriele Heck einen Glückwunsch<div id="attachment_4831" class="wp-caption alignright" style="width: 217px"><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/GabiHeck_Glückwünsche.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/GabiHeck_Glückwünsche-207x300.jpg" alt="" title="GabiHeck_Glückwünsche" width="207" height="300" class="size-medium wp-image-4831" /></a><p class="wp-caption-text">Zum Ansehen 2x klicken, dann zurück</p></div> zum Projektabschluss und &#8220;Ersatzbahncards&#8221;.<div id="attachment_4832" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/GabiHeck_Bahncards.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/GabiHeck_Bahncards-300x200.jpg" alt="" title="GabiHeck_Bahncards" width="300" height="200" class="size-medium wp-image-4832" /></a><p class="wp-caption-text">Zum Ansehen 2x klicken, dann zurück</p></div> Wir setzen uns noch kurz hin und lassen etwas Revue passieren und denken über neue Pläne nach. Den Plan, Montag früh zum Kunden zu fahren, muss ich begraben, da würde ich nur schlafen. Jetzt haben (leider) erstmal die Alltagsstapel Vorrang. </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/10/09/9-oktober-bautzen-und-letzte-ruckfahrt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>8. Oktober: Görlitz und nach Bautzen</title>
		<link>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/10/09/8-oktober-gorlitz-und-nach-bautzen/</link>
		<comments>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/10/09/8-oktober-gorlitz-und-nach-bautzen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 09 Oct 2011 20:39:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
				<category><![CDATA[eigenes Ziel]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebnis]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[MitteSüd]]></category>
		<category><![CDATA[Shopping]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtbild]]></category>
		<category><![CDATA[Straßenbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Touristisch]]></category>
		<category><![CDATA[Turm]]></category>
		<category><![CDATA[Wein]]></category>
		<category><![CDATA[Wende]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bahn-zeit-reise.de/?p=4730</guid>
		<description><![CDATA[Görlitz: Stadtbesichtigung. Bautzen: erste Runde und sorbisches Abendessen Am Vormittag tröpfelt es etwas. Wir starten daher in der etwas ungewöhnlichen spätgotischen Dreifaltigkeitskirche direkt vor dem Haus mit mehreren Altären. In einem großen Weihnachtsladen gibt es Kunstgewerbe aus dem Erzgebirge und &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/10/09/8-oktober-gorlitz-und-nach-bautzen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Görlitz: Stadtbesichtigung. Bautzen: erste Runde und sorbisches Abendessen</p>
<p>Am Vormittag tröpfelt es etwas. Wir starten daher in der etwas ungewöhnlichen spätgotischen Dreifaltigkeitskirche direkt vor dem Haus mit mehreren Altären. In einem großen Weihnachtsladen gibt es Kunstgewerbe aus dem Erzgebirge und der Oberlausitz, wie die Räuchermännchen und die Herrnhuter Sterne. In einem Senfladen gibt es alle Spezialitäten aus Bautzen und dem Spreewald zum Probieren und Kaufen, dazu Thüringer Bratwürste. Wir sehen bei Tageslicht die besonders eindrucksvolle Barock-<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103694.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103694.jpg" alt="" title="DS103694" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4761" /></a> und Renaissance-Bebauung<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103691.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103691.jpg" alt="" title="DS103691" width="187" height="280" class="alignright size-full wp-image-4762" /></a> in Brüderstraße, Untermarkt<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103705.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103705.jpg" alt="" title="DS103705" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4763" /></a> und Neißstraße mit nochmaligem Blick<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103697.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103697.jpg" alt="" title="DS103697" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4764" /></a> auf die polnische Seite. Vom Ufer geht ein Treppenweg<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103703.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103703.jpg" alt="" title="DS103703" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4765" /></a> zu St. Peter und Paul, eine helle breite Halle mit besonders schönem Orgelprospekt<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS1037002.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS1037002.jpg" alt="" title="DS103700" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4768" /></a> und protestantischen Beichtstühlen. Von dort führt unsere Runde weiter zum Reichenbacher Turm, den wir diesmal besteigen und die Stadt überblicken,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103717.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103717.jpg" alt="" title="DS103717" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4769" /></a> auffallend der Kontrast der historischen Türme und der Plattenbauten<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103712ATL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103712ATL.jpg" alt="" title="DS103712ATL" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4770" /></a> auf dem Hang in Polen dahinter. Davor liegt die Kaisertrutz.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103720.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103720.jpg" alt="" title="DS103720" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4771" /></a> Wir wandern weiter durch die Fußgängerzone und die Straßburger Passage, deren Jugendstil-Architektur sehr stark von Kommerz-Werbung gestört wird. An Geschäften bietet die Innenstadt nichts besonderes, dafür dahinter ganze Stadtteile<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103724.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103724.jpg" alt="" title="DS103724" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4772" /></a> mit geschlossener Gründerzeit-Bebauung, die in der preußisch-schlesischen Zeit entstanden ist. In diesem Bereich steht auch die 1938<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103727.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103727.jpg" alt="" title="DS103727" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4773" /></a> nur leicht beschädigte Synagoge, die heute mangels jüdischer Gemeinde für vereinzelte kulturelle Veranstaltungen genutzt wird. Zum Abschluss besuchen wir ein Bio-Café in einer Nebenstraße, dann sammeln wir unser Gepäck ein. Wir sind beeindruckt von dem Flächendenkmal, das die große Görlitzer Innenstadt darstellt, und der Sanierungsleistung, die auch hier erbracht wurde, nachdem der Zustand in DDR-Zeiten sehr schlecht gewesen sein muss, da die Stadt wegen der Randlage vernachlässigt wurde, was wiederum dafür gesorgt hat, dass fast alles noch vorhanden war. Ausgelassen haben wir das zwei Kilometer südlich gelegene sicher sehenswerte Industriedenkmal Landskronbrauerei von 1869 mit einem 18 Meter tiefen Gärkeller, heute wieder Privatbrauerei und in der ganzen Region stark verbreitet, und das dort über die Neiße nach Polen führende Bahnviadukt.<br />
Wir fahren wieder mit der Straßenbahn zum Bahnhof, erreichen bequem den vorgesehenen vollen Zug und finden einen Platz für die halbe Stunde nach <strong>Bautzen</strong>. Hier ist der Bahnhof<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103737.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103737.jpg" alt="" title="DS103737" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4774" /></a> groß und leer, er liegt ähnlich weit draußen wie in Görlitz. Hier gibt es keinen so einfachen Nahverkehr, und unser Hotel liegt am Fuß der Altstadt an der Spree. Auf diesem Weg ist es eher grün, hier liegen größere Gebäude wie Schulen und Altenheime in Parks. Über Kopfsteinpflaster geht es an der neuen Wasserkunst hinunter in die Schlucht der Spree, rechts oberhalb hängt die Altstadt<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103666.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103666.jpg" alt="" title="DS103666" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4777" /></a> mit ihren Türmen und Mauern. Unser Hotel<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103740.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103740.jpg" alt="" title="DS103740" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4775" /></a> ist eine nach der Wende sanierte alte Gerberei, schön gelegen auf der anderen Spreeseite neben der kleinen Brücke mit Restaurant, Innenhof und Spreeterrasse. Wir beziehen unser Appartment unter dem Dach<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103659.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103659.jpg" alt="" title="DS103659" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4776" /></a> und recherchieren nach Restaurants. Wir stoßen auf das ganz junge Convivium Lausitz und den einzigen Slowfood-Förderer unter den Lokalen der Stadt, das sorbische Restaurant Wjelbik nahe dem Hauptmarkt. Das scheint uns der geeignete Höhepunkt für das letzte Essen des Reisejahres, also nichts wie hin. Wir werden schon draußen von einer Dame in sorbischer Tracht begrüßt, leider ist alles besetzt. Als wir von Slowfood berichten, lässt sich das differenzierter darstellen: ab 20 Uhr sieht sie Chancen. Wir nutzen die Zeit zu einem ersten Rundgang über den Burghügel. Die Stadt macht einen anderen Eindruck als Görlitz: Die Altstadt liegt auf einem felsigen Plateau über der Spree mit Mauern, die Gassen sind schmal und verwinkelt, Fachwerk ist nicht zu sehen, dafür kleinere Barockhäuser<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103670.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103670.jpg" alt="" title="DS103670" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-4778" /></a> und mittelalterliche Türme, wie Görlitz äußerst sehenswert. Im Spreebogen liegt oben der kleine Neubau des Burgtheaters,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103672.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103672.jpg" alt="" title="DS103672" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4779" /></a> an dessen Fassade hinter Glas die ursprünglich für das Sempers Dresdner Hoftheater vorgesehene Giebel-Figurengruppe von Rietschel aufgebaut ist. Überall finden wir hier Beschriftungen in deutsch und sorbisch: Straßenschilder, Gebäude, Lokale, noch viel umfangreicher als in Cottbus und im Spreewald. Wir treffen eine Nachtwächter-Führung, unterwegs kehren wir auf einen Aperitif ein, es wird uns zu kalt. Als wir danach im Restaurant <a href="http://www.wjelbik.de/sorbisches-restaurant-lausitz/wjelbik">Wjelbik</a> ankommen, ist gerade ein Tisch frei geworden. Der Service ist äußerst aufmerksam und erklärt alles, die Gerichte weichen etwas vom üblichen ab, Holunder und schwarze Johannisbeere kommen vor,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103675.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103675.jpg" alt="" title="DS103675" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4780" /></a> es gibt Hochzeitssuppe und vorzügliche Weine aus dem Elbgau, sowohl vom Müller-Thurgau als auch vom Bacchus bestelle ich nach. Abschließend bekommen wir ein Interview mit der Inhaberin Frau Mahling,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103684TLF.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103684TLF.jpg" alt="" title="DS103684TLF" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4781" /></a> die uns auch begrüßt hatte, mit sorbischen Einlagen, wir erfahren, dass sie bei einer Ausschreibung nach der Wende den Zuschlag für den Betrieb eines sorbischen Restaurants erhalten haben und seitdem mit der ganzen Familie den Betrieb stemmen, die Nachfolge ist auch geregelt, der Schwiegersohn hat als Koch unter anderem im Elsass gelernt, man kennt sich also aus. Das Ganze ist sehr stimmig, und die Preise für die Qualität wirklich nicht teuer. Sehr zufrieden über dieses weitere Highlight am Reiseende kehren wir ins Hotel zurück, schauen Ina Müller im Ersten und staunen erneut, wie dieses kleine Lokal in Hamburg, der Schellfischposten, den wir am 27. März besucht haben, in Szene gesetzt wird, dann schlafen wir.  </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/10/09/8-oktober-gorlitz-und-nach-bautzen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>7. Oktober: von Bärenstein nach Görlitz</title>
		<link>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/10/09/7-oktober-von-barenstein-nach-gorlitz/</link>
		<comments>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/10/09/7-oktober-von-barenstein-nach-gorlitz/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 08 Oct 2011 22:06:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
				<category><![CDATA[eigenes Ziel]]></category>
		<category><![CDATA[Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebnis]]></category>
		<category><![CDATA[Highlight]]></category>
		<category><![CDATA[Hotel]]></category>
		<category><![CDATA[MitteSüd]]></category>
		<category><![CDATA[Straßenbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Turm]]></category>
		<category><![CDATA[Wende]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bahn-zeit-reise.de/?p=4714</guid>
		<description><![CDATA[Bärenstein: Besuch beider Betriebsstellen der ehemaligen Früchteverwertung, Fahrt nach Görlitz und erster Stadtrundgang Wir hatten mit dem Hotel vereinbart, dass wir zum Bahnhof gefahren werden, daran kann man sich nicht so erinnern und sagt, man hätte viel zu tun, das &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/10/09/7-oktober-von-barenstein-nach-gorlitz/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bärenstein: Besuch beider Betriebsstellen der ehemaligen Früchteverwertung, Fahrt nach Görlitz und erster Stadtrundgang</strong></p>
<p>Wir hatten mit dem Hotel vereinbart, dass wir zum Bahnhof gefahren werden, daran kann man sich nicht so erinnern und sagt, man hätte viel zu tun, das ginge eigentlich nicht. Wir gehen zu Fuß in den Ort, bestehen aber darauf, dass das Gepäck zu einem bestimmten Zeitpunkt im Fremdenverkehrsbüro steht, das klappt dann auch. Man ist sehr auf Sauberkeit bedacht, sogar während des Frühstücks wird der Boden gewischt. Der Umgang mit dem Gast ist also gar nicht serviceorientiert, wir sind wohl eher ein Übernachtungsfall, vor 21 Jahren ist mir das öfter begegnet. Da gehen wir lieber woanders hin, auch wenn hier alles einigermaßen funktioniert hat. Wir steigen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103557.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103557.jpg" alt="" title="DS103557" width="187" height="280" class="alignleft size-full wp-image-4717" /></a> zunächst auf den Turm und genießen die Aussicht über den Wald auf die Kegelberge<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103548AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103548AT.jpg" alt="" title="DS103548AT" width="280" height="135" class="alignright size-full wp-image-4718" /></a> und in die Täler.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103552TL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103552TL.jpg" alt="" title="DS103552TL" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4719" /></a> Beim Abstieg sehen wir nochmals deutlich die einfachen Strukturen und Gebäude,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103583.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103583.jpg" alt="" title="DS103583" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4720" /></a> die hier stehen. Hier in dieser abgeschiedenen Randlage besteht offensichtlich kein Hang zum Repräsentieren,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103578.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103578.jpg" alt="" title="DS103578" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4721" /></a> und Oberwiesenthal strahlt hierhin wohl kaum aus, höchstens mit Wanderwegen. Heute ist es durch die Grenzöffnung nicht mehr so eng, Weipert auf tschechischer Seite hat allerdings keine bessere Ausstrahlung. In einem so engen Tal fallen die Industrieruinen, alte Schornsteine<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103579TL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103579TL.jpg" alt="" title="DS103579TL" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4722" /></a> und große, ungenutzte Bahnhöf<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103589.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103589.jpg" alt="" title="DS103589" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4723" /></a>e besonders störend auf, sie drücken für uns als Gäste geradezu die Stimmung, während sich die Einwohner sicher dran gewöhnt haben und eher die langsamen positiven Veränderungen wahrnehmen.<br />
Wir gehen zunächst Richtung BT2 der Früchteverwertung. Wir finden ihn an der Annaberger Straße<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103575.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103575.jpg" alt="" title="DS103575" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4724" /></a> direkt am Ortsausgang am steilen Hang. Der talseitige Teil des langgestreckten Gebäudes ist eingerissen, alles ist eingezäunt und Auffahrt und Gebäude verfallen. Meine Erinnerung sagt: hier war ich bestimmt nicht. Wir gehen zurück zum Standort des BT1, davon wissen wir jetzt mehr und gehen die Wiese hinauf. Dort finden wir noch asphaltierte Wegstrukturen im Gras und spärliche bauliche Reste. Beim Blick von oben hinunter<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103585.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103585.jpg" alt="" title="DS103585" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4725" /></a> kann ich mir vorstellen, wie rechts das quadratische kleine Verwaltungsgebäude, links am Hang die Produktion und unten gegenüber der Straße auf dem jetzigen Supermarkt-Parkplatz die Sammlung an IFA-Lastwagen als Ersatzteillager gestanden hat. Hier war es also, vor 14 Jahren wurde alles abgerissen. Ich habe damals schon gedacht: ob diese Betriebe gerade in der Branche je eine Chance haben? Die Technik vollkommen veraltet und dauernd kaputt, die Gebäude in schlechtem Zustand und wenig optimiert, viel mehr Personal als im Westen, eine viel höhere Dichte<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103591.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103591.jpg" alt="" title="DS103591" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4726" /></a> an Produktionsbetrieben und ein Handel, der vom Westen bestimmt wird: eigentlich ein Neuanfang mit Altlasten. Wir überblicken noch einmal den Ort, halten beim Gepäckabholen einen Schwatz mit Frau Richter von der Touristen-Info und bedanken uns fürs Aufbewahren. Wir steigen wieder in Tschechien ein, mit noch einem Fahrgast. Mit zwei kurzen und bequemen Umstiegen in Flöha und Dresden<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103605.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103605.jpg" alt="" title="DS103605" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4727" /></a> kommen wir nach <strong>Görlitz</strong>, der östlichsten Stadt Deutschlands, vor dem Krieg eine Stadt mit Zgorzelec auf der anderen Neißeseite in Polen und zu Schlesien gehörend. Die RE-Züge in dieser Gegend sind auf den kurvigen Hügelstrecken alles Neigetechnik-Dieseltriebwagen, das gibt oft ungewöhnliche Aussichten. Der Bahnhof ist innen belebt<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103609.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103609.jpg" alt="" title="DS103609" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4728" /></a> und in gutem Zustand mit sehr schöner Jugendstil-Hallendekoration. Vor dem Bahnhof, der über einen Kilometer südlich des historischen Zentrums liegt, ist fast alles sanierungsbedürftig, leerstehend oder in Sanierung, nach erneuter Gebietsreform und einem neuen Landkreis Görlitz wird hier ein ganzer Komplex zum Landratsamt. Es gibt noch zwei Straßenbahnlinien, wir fahren die Bahnhofstraße entlang, die von sanierungsbedürftig in Einkaufsstraße übergeht. Im Zentrum, am Demianiplatz, steigen wir aus.<br />
Der Weg zum Hotel mitten im Zentrum ist kurz, wir laden ab und suchen erstmal ein Café. Von dort aus steuern wir die ersten Ziele an. Das Jugendstil-Warenhaus<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103627.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103627.jpg" alt="" title="DS103627" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4741" /></a> wurde von Hertie betrieben und ist leider geschlossen; im Erdgeschoss ist noch eine Parfümerie, so dass ein Blick auf die Galerien und die Lichtkuppel möglich ist. Hoffentlich findet sich wieder ein Betreiber, das Gebäude wäre es wert.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103623.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103623.jpg" alt="" title="DS103623" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4744" /></a> Wir werfen einen Blick in die kreisrunde Kaisertrutz, das Wahrzeichen der Stadt, Kulturhistorisches Museum und Hauptort der sächsischen Landesausstellung zur Via Regia, der alten Handelsstraße, auf die wir verzichten, dafür ist unser einer Tag hier zu wenig. Bewusstes Weglassen kam im Reisejahr öfter vor, wir wollten ja viele Eindrücke gewinnen, da fiel bei Städten manche Sehenswürdigkeit weg, so auch in Bad Kösen die Plüschtierwelt der Spielzeugmanufaktur, wie unsere ungekrönte Kommentar-Königin Gabriele Heck messerscharf in ihrem Bad-Kösen-Kommentar festgestellt hat. Schließlich hatten wir die Bahncard100 und konnten beliebig fahren; länger an einem Ort bleiben können wir bei unseren zukünftigen Reisen. Wir gehen vorbei am Reichenbacher Turm,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103613DL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103613DL.jpg" alt="" title="DS103613DL" width="187" height="280" class="alignright size-full wp-image-4742" /></a> der kommt morgen dran, über den Obermarkt<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103618.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103618.jpg" alt="" title="DS103618" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4743" /></a> und die Nikolaivorstadt Richtung Altstadtbrücke; überall fallen die geschlossenen Straßenzüge mit meist restaurierter mehrstöckiger Barock- und Renaissance-Bebauung auf, besonders spektakulär um den Untermarkt,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103637.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103637.jpg" alt="" title="DS103637" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4745" /></a> um die Kirche St. Peter und Paul<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103639D.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103639D.jpg" alt="" title="DS103639D" width="187" height="280" class="alignright size-full wp-image-4746" /></a> und in der Neißstraße mit einigen schönen Innenhöfen, Geschäften wie dem Senfladen, und urigen Lokalen. Auf der anderen Neißeseite, heute die polnische Stadt Zgorzelec, ist nur die Uferstraße alt, teilweise wird auch auf alt neu gebaut. Hinter dieser Kulisse erheben sich erhöht wie eine Kulisse die Plattenbauten aus sozialistischer Zeit. Die beiden Restaurants in der Uferstraße sind voll; wir werden auf deutscher Seite im Bürgerstübl fündig und sind mit den schlesischen Spezialitäten sehr zufrieden. Ab 1815 gehörte Görlitz zu Schlesien, das prägt heute noch das Leben mit Gerichten, Kuchen und Büchern, zumal die schlesische Zeit mit der Entwicklung der Industrie einherging. Auch wenn hier noch etwa ein Viertel der Gebäude auf die Sanierung warten, sind wir höchst beeindruckt von der riesigen Fläche komplett historischer Bauten. Im Hotel bereiten wir uns auf die Details des morgigen Tages vor.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/10/09/7-oktober-von-barenstein-nach-gorlitz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>6. Oktober: von Bad Kösen nach Bärenstein</title>
		<link>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/10/07/6-oktober-von-bad-kosen-nach-barenstein/</link>
		<comments>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/10/07/6-oktober-von-bad-kosen-nach-barenstein/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 07 Oct 2011 13:19:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
				<category><![CDATA[eigenes Ziel]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebnis]]></category>
		<category><![CDATA[Heilbad]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[MitteSüd]]></category>
		<category><![CDATA[Wende]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bahn-zeit-reise.de/?p=4692</guid>
		<description><![CDATA[Bad Kösen: Ortsrundgang. Fahrt nach Bärenstein im Erzgebirge (Ziel von mir), Spurensuche Wir stehen etwas früher auf, damit wir Bad Kösen besichtigen können, bevor wir die einzige Bahnverbindung nach Bärenstein im Erzgebirge erreichen. Das 325 m lange und 13 m &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/10/07/6-oktober-von-bad-kosen-nach-barenstein/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bad Kösen: Ortsrundgang. Fahrt nach Bärenstein im Erzgebirge (Ziel von mir), Spurensuche</strong></p>
<p>Wir stehen etwas früher auf, damit wir Bad Kösen besichtigen können, bevor wir die einzige Bahnverbindung nach <strong>Bärenstein</strong> im Erzgebirge erreichen. Das 325 m lange und 13 m hohe Gradierwerk<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103482.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103482.jpg" alt="" title="DS103482" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4700" /></a> erscheint durch seine exponierte Lage 30 m über der Saale noch gewaltiger. Gleich hinter unserem Hotel erwartet uns ein einmaliges technisches Denkmal: Die zwei Meter Gefälle der von den Portaer Mönchen künstlich angelegten kleinen Saale in die große Saale<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103471.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103471.jpg" alt="" title="DS103471" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4695" /></a> werden mittels eines zwei Meter breiten Wasserrades<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103469.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103469.jpg" alt="" title="DS103469" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4696" /></a> auf ein 139 m langes doppeltes Holzgestänge<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103473.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103473.jpg" alt="" title="DS103473" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4697" /></a> von 1780 umgesetzt, das mit einer Periode von 24 Sekunden einen Meter hin- und her schwingt und die höhergelegene Pumpe<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103476LF.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103476LF.jpg" alt="" title="DS103476LF" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4698" /></a> im Soleschacht antreibt und oben im Gradierwerk das Wasser auf den Scheitel<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103481.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103481.jpg" alt="" title="DS103481" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4699" /></a> zum Verrieseln hochpumpt. Hier oben ergibt sich eine schöne Sicht auf Saale, Schiffe<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103486TL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103486TL.jpg" alt="" title="DS103486TL" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4701" /></a> und herbstliche Hänge mit Burgen, dahinter liegen die vier Kurkliniken<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103488.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103488.jpg" alt="" title="DS103488" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4702" /></a> von Bad Kösen, hier stehen auch die repräsentativen Häuser. Drei davon tragen Spuren von Käthe Kruse als Wohnhaus, Werkstatt und Ateliers, 1912 zog sie hierher und begann ihre Puppenherstellung zunächst für den Eigenbedarf, nach dem Erfolg in Ausstellungen auch gewerblich in immer größerem Stil. Nach dem Krieg hat sie dann die Produktion nach Donauwörth verlagert und ist mit 85 Jahren in Murnau gestorben, umringt von jeder Menge Enkeln und Urenkeln. Die denkmalgeschützte Puppensammlung im ebenso denkmalgeschützten romanischen Steinhaus zeigt alle ihre Puppenentwicklungen. Beim Umsteigen in Weißenfels<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103493T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103493T.jpg" alt="" title="DS103493T" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4703" /></a> werfen wir einen Blick auf die Saale, in Leipzig haben wir es etwas eilig, und in Chemnitz wird der gesamte Bahnhof mit einer riesigen flachen fabrikartigen Kopfbahnhofhalle mit dahinterliegenden Durchfahrtsgleisen komplett umgebaut und mit der Straßenbahn verknüpft. Wir erreichen unseren Zug der Erzgebirgsbahn, die durch bergige Landschaft<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103505.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103505.jpg" alt="" title="DS103505" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4704" /></a> mit vielen Felskanten, engen Tälern, Schlösschen und Flüssen über Flöha, Zschopau, Warmbad, Thermalbad Wiesenthal, Annaberg-Buchholz und Cranzahl, wo der Anschluss an die Schmalspurbahn nach Kurort Oberwiesenthal am Fichtelberg besteht, tunnelfrei nach Bärenstein fährt und auf der tschechischen Seite des Pöhlbaches in Vejprty (Weipert) endet. Wir nutzen erstmals einen Bahnhof im Ausland, um unser Ziel in Deutschland zu erreichen, von hier ist es zum Rathaus<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103523LT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103523LT.jpg" alt="" title="DS103523LT" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4705" /></a> von Bärenstein einen Kilometer näher. Dies ist das letzte Themenziel, das wir ansteuern, die VEB Früchteverwertung Bärenstein war der erste der drei Getränkebetriebe, in dem ich direkt nach der Währungsunion im Sommer 1990 mit meiner damaligen Firma eine komplette vernetzte kaufmännische EDV-Lösung installiert habe. Den tschechischen Bahnhofsstil kennen wir schon: noch größere ungenutzte Gebäude, kleine, einfache Bahnsteige, viele Gleise. In Weipert hatte man nach der Wende offensichtlich größere Pläne, die auf die Dauer nicht aufgegangen sind: zwei geschlossene Hotels, mehrere leerstehende Läden, abgewrackte Marktstände begegnen uns auf dem kurzen Weg. Die grenzüberschreitenden Märkte wie an der polnischen Grenze funktionieren hier nicht mehr richtig, nur einige Händler stehen direkt an der Straße. Auf der tschechischen Seite ist es städtischer,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103527.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103527.jpg" alt="" title="DS103527" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4710" /></a> es gibt Reihenbebauung und fünfstöckige Häuser, auf der deutschen Seite ist die Bebauung lockerer. Im Internet sehen wir, dass beide Orte eine gemeinsame, flussübergreifende Mitte planen. Schön kann man die Orte allerdings nicht nennen, in Bärenstein fallen allenfalls Rathaus, Schule und Kirche etwas auf, der Rest ist einfacher und teilweise nicht saniert, kein Wunder, nach dem Niedergang der DDR-Industrie sind hier nur erzgebirgisches Kunsthandwerk, etwas Tourismus und weniger als 50% der Bevölkerung übriggeblieben. Frau Richter im Reise- und Fremdenverkehrsbüro kümmert sich rührend um uns; die Standorte von zwei Betriebsteilen der Früchteverwertung werden klar, zwei Namen von damals fallen ihnen ein, und die Ortschronisten werden rausgesucht, mit Helmut Frank machen wir gleich einen Termin.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103531.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103531.jpg" alt="" title="DS103531" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4709" /></a> In dem Moment kommt Rosemarie Meyer vorbei, die im BT1 gearbeitet hat, jetzt wissen wir schon, dass die Verwaltung wohl eher im älteren BT1 war und komplett abgerissen ist, vom BT2 am Stadtrand sollen noch Grundmauern stehen. Auf dem Weg zu Herrn Frank steigen wir in den Hang zum Ort des BT1, dort steht ein Supermarkt; ich kanns nicht ganz mit meinen Erinnerungen in Einklang bringen. Helmut Frank<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103539.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103539.jpg" alt="" title="DS103539" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4706" /></a> empfängt uns munter und rüstig in seiner Wohnung im dritten Stock, er war zu DDR-Zeiten selbständiger Radio- und Fernsehmeister und lebte von Reparaturen, nach der Wende konnte er noch wenige Jahre ein Geschäft betreiben, bevor er in Rente ging. 2002 hat er mit anderen die 1200-seitige Chronik zum 475. Jubiläum des Ortes herausgebracht; er hat schon einen vierseitigen Abschnitt über den Betrieb herausgesucht und ausgedruckt. Daraus geht hervor, dass die Früchteverwertung zu DDR-Zeiten ein gut geführter Wachstumsbetrieb war, der sich deswegen im BT2, einer alten Brauerei, erweitert hatte. Nach der Wende wurde er privatisiert, mit den neuen Eigentümern ging es zunächst erfolgreich weiter, wir haben es so verstanden, dass nach den fünf Jahren Karenzzeit, die von der Treuhand für die Zuschüsse gesetzt waren, die neuen Eigentümer den Betrieb in Konkurs gehen ließen und verschwanden. Er kann uns genau die Grundstücke beschreiben, auch die Hausnummern sind klar, morgen schauen wir das noch genauer an. Kurz gehen wir auf die jetzige Situation und Entwicklung in Bärenstein ein, die er grundsätzlich positiv sieht, auch wenn einige Industrie nicht überlebt hat und viele abgewandert sind. Wir werden wie verabredet abgeholt und auf den Bärenstein,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103532.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103532.jpg" alt="" title="DS103532" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4707" /></a> einen 898 m hohen Basaltkegel 200m über dem Ort und weithin zu sehen, abgeholt, die Straße ist gleichmäßig steil und gut ausgebaut. Das alte Berghotel hat einen integrierten Aussichtsturm, der weithin sichtbar die Baumkronen überragt; unser Zimmer ist geräumig, aber einfacher als wir das vom Bild her erwartet hatten, der Preis ist allerdings auch entsprechend günstig. Ich rufe den früheren Betriebsleiter der Früchteverwertung an, an den sich Frau Meyer erinnert hat und dessen Name mir bekannt vorkommt; er ist einer der wenigen auf der Reise, der keine Auskunft geben will, was ich respektiere. Er dürfte allerdings auch einer der wenigen direkt Betroffenen sein, da er wahrscheinlich sowohl in den erfolgreichen DDR-Zeiten und bis zum Ende des Betriebes eine leitende Funktion hatte. Er macht einen verbitterten Eindruck und deutet an, dass er der Treuhand ein Gutteil Schuld am Niedergang gibt. Wir gehen zum Essen; der Service ist etwas wortkarg-sächsisch-nuschelnd und nicht besonders bemüht, das ist eher am unteren Ende der Skala und passt nicht zu den vielen Paketangeboten, die das Hotel anpreist. Seltsam mutet auch der Stil mit den bis auf einen reservierten Tischen an, obwohl keiner kommt, das ist uns schon am Dienstag im Staatsweingut passiert und erinnert mich an sozialistische Zeiten, alles keine Gründe wiederzukommen, auch wenn die Gegend für Wandern oder Winter durchaus interessant ist. Kaum sind wir auf dem Zimmer, zieht die erwartete Kaltfront mit Regen durch, es wird windig und kalt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/10/07/6-oktober-von-bad-kosen-nach-barenstein/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>26. September: über Senftenberg zurück</title>
		<link>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/09/26/26-september-uber-senftenberg-zuruck/</link>
		<comments>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/09/26/26-september-uber-senftenberg-zuruck/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 26 Sep 2011 18:02:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
				<category><![CDATA[eigenes Ziel]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Begegnung]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebnis]]></category>
		<category><![CDATA[Highlight]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[MitteNord]]></category>
		<category><![CDATA[Wende]]></category>
		<category><![CDATA[Zufall]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bahn-zeit-reise.de/?p=4452</guid>
		<description><![CDATA[Senftenberg: zweieinhalb Stunden Rundgang und Spurensuche (Ziel von mir), Rückfahrt nach Ludwigshafen Morgens verabschieden wir uns im Hotel. Das Zimmer war etwas größer als die einfachsten, aber nicht besonders ausgestattet, der Preis war im Vergleich hoch, das Frühstück ok, aber &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/09/26/26-september-uber-senftenberg-zuruck/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Senftenberg: zweieinhalb Stunden Rundgang und Spurensuche (Ziel von mir), Rückfahrt nach Ludwigshafen</strong></p>
<p>Morgens verabschieden wir uns im Hotel. Das Zimmer war etwas größer als die einfachsten, aber nicht besonders ausgestattet, der Preis war im Vergleich hoch, das Frühstück ok, aber nichts besonderes, höchstens die Spreewaldgurken und der Kürbis. Auch die Bedienung ist hier etwas rustikaler. Marlis sagt das dem Hotelier, der reagiert etwas ungehalten und arrogant; seine Argumente gelten für andere, preiswertere Gegenden viel stärker. Aber Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis, offensichtlich – wir haben es erlebt – ist der Spreewald sehr beliebt, und das Hotel liegt an der Anfahrtstraße zu den Kahnhäfen ganz in der Nähe der Parkplätze, also extrem günstig. Als wir dann gehen, merkt der Hotelier, das er wohl etwas übertrieben hat, und schenkt uns eine Packung Spreewaldgurken, immerhin!<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102877L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102877L.jpg" alt="" title="DS102877L" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4565" /></a> Heute ist es warm, der Himmel blau, so kommen wir nach Senftenberg,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102907.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102907.jpg" alt="" title="DS102907" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4575" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102878.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102878.jpg" alt="" title="DS102878" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4566" /></a> ein Ziel von mir, der zweite Ort, wo ich nach der Wende eine komplette Datenverarbeitung in einem Getränkebetrieb installiert habe. Heute morgen habe ich recherchiert und bin auf eine Seite mit den Getränkekombinaten in der Gegend gestoßen: VEB Getränkekombinat Cottbus, darin VEB Getränke Senftenberg, Betriebsteil I Abfüllbetrieb Spremberger Str. 15, und Betriebsteil II alkoholfreie Getränke Briesker Str. 15 (vormals A. Braunwarth &#038; Sohn KG, Fabrik alkoholfreier Getränke und Biergroßhandlung, 1976 enteignet). Der zweite Teil kommt mir bekannter vor, auf dem Stadtplan hatte ich die Straße schon vorher ins Auge gefasst, auch der Name Braunwarth könnte der der Inhaber nach der Wende gewesen sein. Damals war Senftenberg vom Braunkohleabbau in der DDR geprägt und schwer dreckig; anderes habe ich nicht mitbekommen. Beim Recherchieren bin ich auf viele neue Aspekte gestoßen, das fließt in den folgenden Bericht ein. Der Bahnhof ist groß und behindertengerecht, aber komplett leer, dafür ist davor ein Servicestore, der auch ganz offiziell Gepäckaufbewahrung macht. Als erstes suchen wir den Betriebsteil I auf. Dort erkennen wir gleich einen Hof voll Getränkekisten und ein modernes Gebäude, Getränkefachgroßhandel Schenker. Die Dame an der Pforte kann uns einiges erklären: Schenker hat das gleich nach der Wende übernommen und erweitert, ich kann mich hier an nichts erinnern, auch nicht die Straße, wir kommen überein, dass es der andere Betriebsteil sein muss, an dessen Stelle jetzt ein Pitstop stehen soll. Ich habe vom Theater &#8220;Neue Bühne&#8221; gelesen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102905.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102905.jpg" alt="" title="DS102905" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4576" /></a> und vom Bauhaus-Schulgebäude,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102890.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102890.jpg" alt="" title="DS102890" width="187" height="280" class="alignleft size-full wp-image-4567" /></a> beides ist am selben Platz in der Rathenaustraße auf dem Weg in die Innenstadt, das steuern wir zunächst an. Und: der Komplex ist von Bruno Taut gebaut, der uns schon in Hiddensee mit dem Karusel begegnet ist. Das Theater hat die Stadt dem sowjetischen Stadtkommandanten zu verdanken, der nach dem Krieg eine aktive Laienschauspieltruppe der Bergarbeiter vorgefunden hatte, und ihnen die Turnhalle der Rathenauschule aus Spielstätte zugeordnet hat. Daraus ist in der DDR ein Dreispartentheater mit professionellen Schauspielern geworden, nach der Wende konnte nur noch die Sparte Schauspiel erhalten werden; Senftenberg ist damit die kleinste Stadt Deutschlands mit einem Stadttheater mit eigenem Ensemble, erzählt uns der technische Direktor,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102885.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102885.jpg" alt="" title="DS102885" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4568" /></a> den wir auf dem Theatergelände treffen. Er zeigt uns die Bühne mit dem 250 Plätze fassenden Zuschauerraum, und das noch begeisterter, als er von unserem Projekt erfährt. Die Truppe spielt von 400 jährlichen Aufführungen über 100 auf anderen Bühnen, auch in Süddeutschland und der Schweiz. Viele namhafte Schauspieler haben hier gelernt. Er erzählt von der umfassenden Konversion in der Stadt von der Braunkohle weg zu neuen Technologien und Tourismus, die hart war und ist und einen deutlichen Einwohnerschwund gebracht hat; insgesamt sei sie aber gut gelungen und die Stadt heute ausgesprochen lebenswert. Das finden wir beim weiteren Durchgehen ebenfalls: Die Bahnhofstraße ist ungewohnt belebt und gut saniert, fast alle Läden sind besetzt und von besserem Niveau, die Stadt sieht einladend aus und ist gut beschildert. Fast alle, denen wir begegnen, strahlen Selbstbewußtsein und Offenheit aus, das spricht für das Lebensgefühl hier. Die Briesker Straße 15 kommt mir bekannter vor,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102893.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102893.jpg" alt="" title="DS102893" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4569" /></a> auch wenn dort der Pitstop steht; das Straßenbild passt eher, das Wohnhaus Braunwarth<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102894.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102894.jpg" alt="" title="DS102894" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4570" /></a> steht noch, wenn auch anders gestrichen und Anwaltskanzlei Braunwarth. Vom Betrieb steht nichts mehr; in der rückseitigen Sackgasse, die als Braunwarth-Anschrift ausgewiesen ist, treffen wir Frau Höna,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102898.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102898.jpg" alt="" title="DS102898" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4571" /></a> die hier ein Elektrogeschäft betreiben, sie erzählt uns, dass die Braunwarths es noch kurz mit dem Betrieb und den alten Maschinen versucht haben, das Gelände aber bald verkauft haben, nachdem klar war, dass die Einzelhandelsketten ihre Getränke nicht listen würden. Die Braunwarth-Nachkommen sind über ganz Deutschland verteilt, an einem Getränkemarkt weiter hinten in der Straße ist noch einer beteiligt. Auch sie berichtet von der positiven Entwicklung der Stadt; unsere Zeit wird knapp, wir hätten uns gern noch länger mit ihr unterhalten. Durch die gut erhaltenen Plattenbausiedlungen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102901.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102901.jpg" alt="" title="DS102901" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4572" /></a> gehen wir in die Innenstadt, der kleine runde Innenstadtkern ist malerisch, besonders um den Markt,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102903.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102903.jpg" alt="" title="DS102903" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4573" /></a> auch hier steht eine Postmeilensäule<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102904.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102904.jpg" alt="" title="DS102904" width="187" height="280" class="alignright size-full wp-image-4574" /></a> aus dem 18. Jahrhundert wie in Lübbenau, nahezu alles ist saniert, sogar in den Hinterhöfen, die Läden sind ansprechend, die Stadt ist für Montag mittag gut belebt. Nach unserem Eindruck ist das die in sich stimmigste und funktionierende Kleinstadt im Osten, die wir gesehen haben, dabei hatten wir gar keine Zeit, die touristischen Ziele wie das Schloss und den 13 km² großen See anzusehen. Der Besuch ist eine Überraschung, das hatte ich nicht erwartet. Ein wenig Angst haben die Bewohner allerdings wegen des steigenden Grundwasserspiegels nach Beendigung des Braunkohlentagebaus; der füllt zwar ihren See, vielleicht aber bald auch ihre Keller. Die recht knappen Bahnanschlüsse in Falkenberg<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102909.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102909.jpg" alt="" title="DS102909" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4577" /></a> und Leipzig klappen gut, wir fahren durch Naumburg, das letzte Ziel unserer Ideengeber, das auf der letzten Fahrt drankommt, und das Weingebiet Saale-Unstrut,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102915A.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102915A.jpg" alt="" title="DS102915A" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4578" /></a> eine schöne Landschaft. Irgendwann bemerken wir, dass an der Tischgruppe links ein guter Bekannter aus Ludwigshafen sitzt, wir begrüßen uns herzlich.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102921.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102921.jpg" alt="" title="DS102921" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4579" /></a> Mit dem Beginn von Hessen dämmert es, reibungslos kommen wir von dieser vorletzten und längsten Reise wieder in Ludwigshafen an.<br />
Diese erstaunlich häufigen Begegnungen reißen nicht ab; zwei Tage später auf dem Weg zur Arbeit nach Frankfurt nimmt unsere Ideengeberin Yvette, die schon einige Kommentare geschrieben hat, ihre Reservierung nach Berlin neben mir ein.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/09/26/26-september-uber-senftenberg-zuruck/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>24. September: Über Frankfurt/Oder und Cottbus nach Lübbenau</title>
		<link>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/09/25/24-september-uber-frankfurtoder-und-cottbus-nach-lubbenau/</link>
		<comments>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/09/25/24-september-uber-frankfurtoder-und-cottbus-nach-lubbenau/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Sep 2011 08:15:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
				<category><![CDATA[eigenes Ziel]]></category>
		<category><![CDATA[Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[MitteNord]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtbild]]></category>
		<category><![CDATA[Turm]]></category>
		<category><![CDATA[Wende]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bahn-zeit-reise.de/?p=4439</guid>
		<description><![CDATA[Fahrt von Bad Freienwalde nach Lübbenau im Spreewald mit Stadtrundgängen in Frankfurt/Oder und Cottbus Wir stehen früher auf, der Bahntakt von zwei Stunden sorgt dafür, wir wollen schließlich noch was sehen. Blauer Himmel begrüßt uns, der Chef des Hauses erklärt &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/09/25/24-september-uber-frankfurtoder-und-cottbus-nach-lubbenau/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fahrt von Bad Freienwalde nach Lübbenau im Spreewald mit Stadtrundgängen in Frankfurt/Oder und Cottbus</strong></p>
<p>Wir stehen früher auf, der Bahntakt von zwei Stunden sorgt dafür,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102628.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102628.jpg" alt="" title="DS102628" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4496" /></a> wir wollen schließlich noch was sehen. Blauer Himmel begrüßt uns, der Chef des Hauses erklärt uns die Wintersportaktivitäten des Ortes im Skispringen, er hat den Verein gegründet. Neben den vier Schanzen, die wir gestern abend gesehen haben, gibt es die Planung für zwei Großschanzen, die ist immer noch aktuell. Fünfmal in der Woche wird auf den Schanzen trainiert, Schnee braucht man dazu nicht: Keramik-Anlaufspur, Matten-Landebereich, Rasenauslauf. Die letzte Sprungveranstaltung war am 21. August. Heute geht es nach Lübbenau im Spreewald. Die Umsteigestationen bieten sich für Stadtrundgänge an: <strong>Frankfurt/Oder</strong> und Cottbus. Frankfurt präsentiert sich nicht besonders attraktiv: Gründerzeithäuser, zu 70% saniert, nur in der Süd-Vorstadt und hinter dem Bahnhof, da findet gerade ein &#8220;Altstadt&#8221;-Fest statt, eher müde und klein. Die Stadt selbst wird überragt von großen Plattenbauten,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102649.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102649.jpg" alt="" title="DS102649" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4497" /></a> der Stadtkern war zu 93% zerstört, der Wiederaufbau sind Blocks<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102639.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102639.jpg" alt="" title="DS102639" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4498" /></a> und Reihenhäuser.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102669.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102669.jpg" alt="" title="DS102669" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4506" /></a> Die Straßen sind großzügig, aber unbelebt,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102635.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102635.jpg" alt="" title="DS102635" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4507" /></a> und das an einem Samstag-Mittag. Nur einzelne Bauwerke ragen heraus: Das Hochhaus Oderturm<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102633.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102633.jpg" alt="" title="DS102633" width="187" height="280" class="alignright size-full wp-image-4499" /></a> hat ein Aussichtsrestaurant im 24. Stock, das Rathaus<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102638.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102638.jpg" alt="" title="DS102638" width="187" height="280" class="alignleft size-full wp-image-4500" /></a> eine sehr schöne Backstein-Fassade, die 1991 wiedergegründete Europa-Universität Viadrina nutzt alte Gebäude als Hauptgebäude und Bibliothek, und eine echte Sehenswürdigkeit ist die größte Backsteinkirche des Nordens, St. Marien, die nach dem Krieg eine Ruine<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102637.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102637.jpg" alt="" title="DS102637" width="187" height="280" class="alignright size-full wp-image-4501" /></a> war und 1974 von der Stadt gepachtet und als Soziokulturelles Zentrum restauriert wurde. Durch die Leere<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102662L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102662L.jpg" alt="" title="DS102662L" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4502" /></a> kommen die Säulen und die Halle der gotischen Kirche monumental zur Geltung, auch wenn das Dach heute aus Holz ist. Der Chor und die Sakristei<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102664.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102664.jpg" alt="" title="DS102664" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4503" /></a> sind vom Gewölbe und vom Anstrich her original restauriert, die drei großen Bleiglasfenster<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102659.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102659.jpg" alt="" title="DS102659" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4504" /></a> im Chor von 1360 (Schöpfung, Christus, Antichrist) wurden im Krieg ausgebaut und sind ab 2002 aus St. Petersburg zurückgekehrt. Vom Turm, in dessen wöchentlicher Öffnungszeit wir zufällig vorbeikommen,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102656.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102656.jpg" alt="" title="DS102656" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4505" /></a> haben wir besten Rundblick,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102646.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102646.jpg" alt="" title="DS102646" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4510" /></a> auch über die Oder nach Polen.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102684AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102684AT.jpg" alt="" title="DS102684AT" width="280" height="178" class="alignright size-full wp-image-4511" /></a> Wir machen einen erneuten Ausflug nach Polen, in den früheren Frankfurter Stadtteil Dammvorstadt auf der Ostseite der Oder. Hier gehts zwar auch um Handel für deutsche Besucher, jedoch nicht in der drastischen Form der Polenmärkte. Vor der Brücke liegen die toten Gebäude der Grenzkontrollen, auf der anderen Seite<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102677.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102677.jpg" alt="" title="DS102677" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4512" /></a> einerseits malerische Straßen, wobei die Häuser nicht in bestem Zustand sind, die Balkone sind teilweise durch Holzfachwerk gestützt, andererseits hochmoderne Neubauten für Einkaufszentren, Behörden und den polnischen Teil der Europa-Universität. Die Universität ist sicher ein wichtiger Aspekt für die Stadt, da sie den demografischen Problemen entgegenwirkt, und weil sie Gebäude nutzt, die sonst keiner brauchen würde.<br />
Nach gut drei Stunden fahren wir weiter nach <strong>Cottbus</strong>. Der Empfang ist mies: Der Bahnhofsausgang ist kompliziert über zwei Unterführungen und wir kommen auf der Stadt-abgewandten Seite heraus, mit Blick auf Einkaufscenter und Bürogebäude, der Nahverkehr fährt selten, die Hauptstraße in die Stadt ist eine einzige Baustelle,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102696P.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102696P.jpg" alt="" title="DS102696P" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4513" /></a> die baulichen Zustände an der Bahnhofstraße sind zunächst schlecht. Schon am ungewöhnlichen, wuchtigen Staatstheater<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102699LP.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102699LP.jpg" alt="" title="DS102699LP" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4514" /></a> in reinem Jugendstil, das mit viel Platz auf dem Schillerplatz steht, bessert sich die Optik, es ist von abwechslungsreichen Gründerzeithäusern in gutem Zustand umgeben. Im Bereich der Altstadt gefällt uns die Stadt immer besser, hier herrscht Leben, auf den Straßen und in den Cafés<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102706L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102706L.jpg" alt="" title="DS102706L" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4515" /></a> ist was los, besonders auf dem Altmarkt, der Restaurierungszustand ist gut, aber nicht unnatürlich. Wir sehen schöne Backsteinkirchen und -türme.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102704.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102704.jpg" alt="" title="DS102704" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4516" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102713L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102713L.jpg" alt="" title="DS102713L" width="187" height="280" class="alignright size-full wp-image-4517" /></a> Alle öffentlichen Gebäude sind zusätzlich sorbisch beschriftet. Die durchfließende Spree sorgt für einige Parks im Stadtgebiet, auf der nächsten Spreeinsel steht das Kunstmuseum<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102721L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102721L.jpg" alt="" title="DS102721L" width="187" height="280" class="alignleft size-full wp-image-4518" /></a> im ehemaligen Dieselkraftwerk, einem hallenartigen, imposanten Backsteinbau, der mit moderner Museumsarchitektur konkurrieren kann. Gelesen habe ich vom <a href="http://www.weltspiegel-cottbus.de/">Filmtheater Weltspiegel</a>, einem Jugendstilbau, der auf dem Weg zum Bahnhof liegt. Wir steuern passend durch Nebenstraßen, und treffen auf ein beeindruckendes Gebäude<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102722PT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102722PT.jpg" alt="" title="DS102722PT" width="187" height="280" class="alignright size-full wp-image-4519" /></a> mit gebogener Front, ganz frisch restauriert und wieder Kino, an dessen Bar wir den ersehnten Sekt bekommen. Im ersten Stock können wir alte Fotos sehen und die baulichen Zwischen- und Verfallsstufen sehen, heute ist die Fassade wieder sehr nahe am Original, und wir erfahren einiges über das Haus und die Cottbusser Kulturszene. Durch dieses unerwartete Highlight am Ende der Runde geht unsere Restzeit schnell um. In der Dämmerung fahren wir die restlichen Kilometer<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102727.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102727.jpg" alt="" title="DS102727" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4520" /></a> nach <strong>Lübbenau</strong> an den Südwestrand des Spreewaldes. Hier ist das Hotel komplett ausgebucht. Wir essen gut, es gibt viel zu tippen. Morgen ist der Spreewald dran, wir wissen nur noch nicht wie.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/09/25/24-september-uber-frankfurtoder-und-cottbus-nach-lubbenau/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>23. September: Oderbruch</title>
		<link>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/09/25/23-september-oderbruch/</link>
		<comments>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/09/25/23-september-oderbruch/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Sep 2011 08:09:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
				<category><![CDATA[eigenes Ziel]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Dorf]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebnis]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrrad]]></category>
		<category><![CDATA[Heilbad]]></category>
		<category><![CDATA[Highlight]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[MitteNord]]></category>
		<category><![CDATA[Oderbruch]]></category>
		<category><![CDATA[Shopping]]></category>
		<category><![CDATA[Wende]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bahn-zeit-reise.de/?p=4437</guid>
		<description><![CDATA[Oderbruch: Radtour durch das Oderbruch mit Polenmarkt und Dörfern. Bad Freienwalde: Rundgang durch Schlosspark, Kurviertel und Sprungschanzen Morgens bekomme ich heraus, wie das Wlan-Profil manuell einstellbar ist, das interessiert auch den Hotelier. Es nutzt mir im Zimmer allerdings nichts, der &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/09/25/23-september-oderbruch/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Oderbruch: Radtour durch das Oderbruch mit Polenmarkt und Dörfern.<br />
Bad Freienwalde: Rundgang durch Schlosspark, Kurviertel und Sprungschanzen</strong></p>
<p>Morgens bekomme ich heraus, wie das Wlan-Profil manuell einstellbar ist, das interessiert auch den Hotelier. Es nutzt mir im Zimmer allerdings nichts, der Empfang ist zu schlecht. Wir haben Fahrräder vom Hotel, zunächst passt es Marlis nicht, da ohne Rücktritt, aber sie laufen leicht und sie gewöhnt sich dran. Auf Nebenwegen entlang der Hauptstraße nach Polen fahren wir mit Rückenwind am Nordhang, der das Oderbruch begrenzt, über Schiffsmühle und Altenglietzen durch ruhige und recht ursprüngliche, verschlafene Dörfer entlang der Alten<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102506TL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102506TL.jpg" alt="" title="DS102506TL" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4470" /></a> und Stillen Oder nach Hohenwutzen. Dort führt die Brücke<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102520.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102520.jpg" alt="" title="DS102520" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4471" /></a> zu unserem zweiten Abstecher nach <strong>Polen</strong>: vorbei an Komplexen von verlassenen Grenzkontrollgebäuden nähern wir uns einer Kulisse von nicht mehr<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102519AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102519AT.jpg" alt="" title="DS102519AT" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4472" /></a> genutzten Industrieanlagen, die den Rahmen für einen umfänglichen Polenmarkt bilden.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102522.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102522.jpg" alt="" title="DS102522" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4473" /></a> Hier gibts fast alles, von Zigaretten über Baumarktartikel,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102528.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102528.jpg" alt="" title="DS102528" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4474" /></a> Klamotten und Gartenkitsch, Gemüse und Raubkopien. Vielleicht ein Drittel billiger als bei uns, ob das das Qualitätsrisiko aufwiegt? Nur der Sprit ist eindeutig 40 Cent billiger, die Reservekanister gibts auch in Massen, schließlich kann man sonst mit einem Tank nur 20 € sparen, weiter als 20 km sollte man dafür nicht fahren, von der Zeit abgesehen. Der bizarre Eindruck reicht uns bald, viel los ist hier auch nicht. Wahrscheinlich lief das früher besser, allerdings dürfte die sowieso strukturschwache grenznahe deutsche Region mit den Märkten ihre Probleme haben. Wir rauschen bei Rückenwind am deutschen Oderufer<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102545AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102545AT.jpg" alt="" title="DS102545AT" width="280" height="113" class="alignright size-full wp-image-4477" /></a> meist auf dem Deich<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102539.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102539.jpg" alt="" title="DS102539" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4475" /></a> Richtung Zollhaus. Die Landschaft links ist von der grün gesäumten Oder und den Hügeln am polnischen Ufer bestimmt, rechts im Bruch ist sie von Landwirtschaft<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102544.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102544.jpg" alt="" title="DS102544" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4478" /></a> geprägt und gegliedert von schönen Alleen,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102547.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102547.jpg" alt="" title="DS102547" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4479" /></a> kleinen Dörfern und Flussläufen. Entstanden ist das durch die Begradigung und Umlegung der Oder von der westlichen auf die östliche Seite des Urstromtales und Durchbruch bei Hohenwutzen unter dem alten Fritz ab 1747; mit der folgenden Eindeichung wurde das Tal trockengelegt, die ersten Kolonistendörfer stammen von 1753. Durchzogen wird der ganze Bruch von der mäandernden Alten Oder und vielen toten Seitenarmen. Wir überqueren die alte Eisenbahnbrücke nach Polen; die Strecke ab Wrietzen ist nach dem Krieg abgebaut worden, heute wird die Trasse als Radweg genutzt, die Brücke ist gesperrt und wurde bisher nur bei grenzübergreifenden Marathonläufen wieder genutzt. Wir erreichen Zollbrücke,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102554.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102554.jpg" alt="" title="DS102554" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4480" /></a> bestehend aus einigen Häusern, einem Deichdurchlass, einem Ausflugs-Gasthaus mit Fremdenzimmern, hier sammeln sich die Radfahrer und Autoausflügler. Wir essen Kleinigkeiten, leider sind alle Bedienungen eher unfreundlich. Auf der anderen Straßenseite ist ein neuer Komplex, das Dammhaus, mit Kunst und Gastronomie, sieht anspruchsvoll aus, ist aber geschlossen. Auf dem Weg ins Bruch liegt das Theater am Rand,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102566.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102566.jpg" alt="" title="DS102566" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4481" /></a> ein in der Gegend mittlerweile recht bekanntes Theaterprojekt mit einem alten Fachwerkhaus als Eingang und Zelten und einer einfachen gezimmerten Freilichtbühne im Garten. Wir fahren weiter nach Neulietzegöricke, einem der ersten Dörfer im Oderbruch, man erkennt oft noch den ersten Haustyp<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102574.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102574.jpg" alt="" title="DS102574" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4482" /></a> in unterschiedlichem weiteren Ausbau<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102572.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102572.jpg" alt="" title="DS102572" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4483" /></a> und mit Hofgebäuden,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102571.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102571.jpg" alt="" title="DS102571" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4484" /></a> man arbeitete wohl auf staatlichen Domänen. Über kleine ruhige Wege, jetzt mit etwas Gegenwind, der Marlis zu schaffen macht, passieren wir Altreetz und kommen nach Altranft, alles sehr verschlafene Orte. Unterwegs fahren wir an Rübenhaufen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102588.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102588.jpg" alt="" title="DS102588" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4485" /></a> vorbei und werden mit der aktuellen Landwirtschaft<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102592.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102592.jpg" alt="" title="DS102592" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4486" /></a> konfrontiert, offensichtlich ist Maisernte. Die Felder werden komplett maschinell abgeerntet und die ganzen Pflanzen gehäckselt, dauernd begegnen wir den Riesenschleppern<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102594.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102594.jpg" alt="" title="DS102594" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4487" /></a> mit großen Anhängern, die die Schnitzel abtransportieren. Die rasen dermaßen über die schmalen Wege,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102596.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102596.jpg" alt="" title="DS102596" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4488" /></a> manchmal mit Kopfsteinpflaster, dass wir öfter anhalten und uns vorsichtshalber in die Wiese verdrücken.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102608.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102608.jpg" alt="" title="DS102608" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4489" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102612.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102612.jpg" alt="" title="DS102612" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4490" /></a> In Altranft ist ein kleines Schlösschen mit Freilichtmuseum, das sehen wir um die Uhrzeit nur am Rande. Der Radweg an der Straße nach Bad Freienwalde fährt sich trotz welligem Gelände am Bruchrand flott. Im Ort angekommen, entscheiden wir uns, das Besichtigungsprogramm hier zu Fuß zu machen, unten am Schlosspark stellen wir die Räder ab. Am Hang im schönen Park liegt das kleine, 1798 errichtete Schloss mit Teehaus, dessen Park von Lenné gestaltet ist und das bis zu seinem Tod Walter Rathenau gehörte. Durch steile Straßen mit schönen, leider verfallenden Villen und Treppenabstieg durch Wald erreichen wir das in einem Taleinschnitt abseits liegende <strong>Kurviertel</strong>, der gepflegte Kurpark mit Teich bildet die Verbindung zum Ortsrand, imposant sind die sich an den Parkseiten gegenüberstehenden alten, sanierten Gebäude des Kurmittelhauses<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102619.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102619.jpg" alt="" title="DS102619" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4491" /></a> und des Kurhauses<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102618.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102618.jpg" alt="" title="DS102618" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4492" /></a> mit Wandelhalle, dahinter liegt, von bewaldeten Bergen mit altem Aussichtsturm eingeschlossen, die moderne Kurklinik. Hier geht es hauptsächlich um orthopädische Probleme, die Beweglichkeit ist oft eingeschränkt, mit der Stadt selbst hat das Kurviertel also wenig zu tun. Über den Turmrundweg – hier kann man ein Turmdiplom erwandern – durch Wald und über Treppen erreichen wir die Sportstadien und die <strong>Sprungschanzen</strong>. Es ist erstaunlich, dass sich an so einem niedrig gelegenen Ort eine solche Wintersport-Tradition gehalten hat. Das liegt wohl am kontinentalen Klima und der geschickten Hanglage. Die vier Schanzen bieten alles von ganz klein bis groß;<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102621L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102621L.jpg" alt="" title="DS102621L" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4493" /></a> die Landehänge sind mit grünen Matten belegt, die Auslaufzonen mit Rasen bewachsen. Die Geräte im Auslaufbereich scheinen Schneekanonen zu sein. Wir können uns nicht ganz vorstellen, das man ohne weitere Präparation im Sommer darauf springen kann. Das bekommen wir sicher noch raus; groß steht hier die Anschrift des Wintersportvereins – unser Hotel. Die direkte Straße von hier führt seitlich auf den Kurpark am Kurmittelhaus; die verfallenden Villen und Häuser, oft als Pensionen gekennzeichnet, verweisen auf bessere Zeiten. Die direkte, leicht abfallende Straße vom Kurpark in den Ort scheint dagegen eine der attraktivsten Wohngegenden zu sein; hier sind die Häuser und Villen, oft in schöner Hanglage, fast alle in gutem Zustand. Wir kommen in der Dämmerung an unsere Fahrräder und fahren mit Licht zum Hotel und beenden damit unsere bisher längste Fahrradtour. Wir kaufen im Kaufland gegenüber unseren Getränkebedarf und gehen ins Restaurant der Hotelchefin daneben, einen runden wintergartenartigen Nachwendebau mit vielen Plätzen, heute, im Gegensatz zu gestern, leer. Die  Gerichte sind zwar einfach, aber phantasievoll zusammengestellt, wir sind zufrieden. Einmalig ist, dass wir bei einer so niedrigen Rechnung sowohl einen Gruß aus der Küche als auch einen Schnaps aufs Haus bekommen. </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/09/25/23-september-oderbruch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>13. August: Rundgang in Wismar</title>
		<link>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/08/15/13-august-rundgang-in-wismar/</link>
		<comments>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/08/15/13-august-rundgang-in-wismar/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 15 Aug 2011 16:58:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
				<category><![CDATA[eigenes Ziel]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Begegnung]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebnis]]></category>
		<category><![CDATA[Highlight]]></category>
		<category><![CDATA[Historisch]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[NordKüste]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtbild]]></category>
		<category><![CDATA[Turm]]></category>
		<category><![CDATA[Wende]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bahn-zeit-reise.de/?p=3748</guid>
		<description><![CDATA[Wismar: Kirchen, Karstadt, Sektkellerei, Stadt Heute haben wir uns entschieden, Wismar zu entdecken, weil am Samstag die Geschäfte offen sind. Schon die Breite Straße mit dem Hotel ist malerisch. Im Vorbeigehen ist uns das Gebäude der früheren Löwenapotheke aufgefallen, heute &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/08/15/13-august-rundgang-in-wismar/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wismar: Kirchen, Karstadt, Sektkellerei, Stadt</p>
<p>Heute haben wir uns entschieden, <strong>Wismar</strong> zu entdecken, weil am Samstag die Geschäfte offen sind. Schon die Breite Straße<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99835.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99835.jpg" alt="" title="DSC99835" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3824" /></a> mit dem Hotel<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99833.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99833.jpg" alt="" title="DSC99833" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3823" /></a> ist malerisch. Im Vorbeigehen ist uns das Gebäude der früheren Löwenapotheke<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99847.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99847.jpg" alt="" title="DSC99847" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3827" /></a> aufgefallen, heute Café und Weinhandlung,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99838L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99838L.jpg" alt="" title="DSC99838L" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3825" /></a> spontan gehen wir hinein und treffen die Architektin und Inhaberin Doreen Rump. Alles ist sehr schlicht und stimmig gestaltet, und einige uns bekannte Pfälzer Winzer sind vertreten. Das gefällt uns gut, so kommen wir gleich ins Gespräch. Dazu gesellt sich noch Dr. Zielenkiewitz,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99843L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99843L.jpg" alt="" title="DSC99843L" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3826" /></a> der Präsident der Bürgerschaft. Wir erfahren viel über die Sprengung des kriegsbeschädigten Kirchenschiffs der Marienkirche Anfang der 60er in einer Nacht- und Nebel-Aktion, Weltkulturerbe-Status der Stadt, verschiedene Ausstellungen, das Zeughaus, Seilschaften und den Stolz der Bürger auf ihre Stadt, den wir in LU vermissen. Das ist ein fulminanter Tages-Start. Richtung Marktplatz<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99848.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99848.jpg" alt="" title="DSC99848" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3828" /></a> kommen wir am Karstadt-Stammhaus vorbei. 1881 ist Rudolph Karstadt mit dem neuen Anspruch angetreten: alles unter einem Dach, günstigst zu Festpreisen, aber nur gegen bar. Heute ist es ein eher kleines Kaufhaus, es dürfte nach der Wende wieder von Karstadt übernommen und saniert<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99854.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99854.jpg" alt="" title="DSC99854" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3829" /></a> worden sein. Es soll ein altes Kontor geben, das finden wir erst auf Nachfrage in einer hinteren Ecke, eher eine lieblose Altmöbelansammlung als ein Museum. Auf dem riesigen quadratischen Marktplatz mit seinen schmucken Giebelhäusern verliert sich ein eher kleiner Wochenmarkt, das ganze Ensemble, aus dem das Backsteinhaus des alten Schweden<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99867.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99867.jpg" alt="" title="DSC99867" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3830" /></a> und die Wasserkunst besonders hervorsticht, zeugt allerdings von dem Reichtum der Hanse. Durch kleine Straßen gehen wir zur Hanse-Sektkellerei, deren Gewölbe<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99874.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99874.jpg" alt="" title="DSC99874" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3831" /></a> sich unter einem hässlichen Neubau am Rande der historischen Innenstadt versteckt. Das alte Gewölbesystem selbst ist beeindruckend, hier werden hauptsächlich Marken des heutigen Stammhauses Schloss Wachenheim angeboten, eine spezielle Hanse-Abfüllung reift sogar hier vor Ort. Zu DDR-Zeiten wurde hier Wein zu verschiedenen Cuvees mit Phantasienamen verschnitten. Wir sind in einer kurzen ruhigen Zeit zwischen Bustouren und Touristengruppen da, so bekommen wir exklusive Proben und Erläuterungen der Verkäuferin. Durch andere Straßen erreichen wir den malerischen Fürstenhof, heute Amtsgericht. Das macht das Weltkulturerbe aus: in der fast kreisrunden Altstadt von etwa einem Kilometer Durchmesser, um die eine Ringstraße entlang der früheren Stadtbefestigung führt, hat jede Straße ein fast geschlossenes historisches Ambiente zu bieten, wenig Fachwerk, viel Backstein, schöne Giebel,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99911.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99911.jpg" alt="" title="DSC99911" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3832" /></a> kein übertriebener Kontrast zwischen poppiger Übersanierung und dazwischenliegenden Abbruchhäusern. Hier wartet zwar auch noch manches, aber nicht in übelstem Zustand. Und es gibt viel guterhaltenes Kopfsteinpflaster der grobesten Sorte. In einem netten Cafégarten machen wir Pause, dann nehmen wir uns die Kirchen vor: Wir beginnen mit dem übriggebliebenen wuchtigen, quadratischen, über 80 Meter hohen Turm von St. Marien. Ein Film erläutert anschaulich die damalige Baudurchführung, manches davon haben wir noch nicht so anschaulich gesehen: die Grundriss-Konstruktion mit großen Schnurzirkeln, die Herstellung der Formsteine mit Schablonen, der Gerüstbau, das Hochziehen schwerer Teile mit Tretrad-angetriebenen Seilwinden. Am Platz steht noch das beeindruckende Gebäude des Archidiakonats,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99899.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99899.jpg" alt="" title="DSC99899" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3841" /></a> zwischendurch immer mal ein unsaniertes Gebäude.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99966.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99966.jpg" alt="" title="DSC99966" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-3842" /></a> Das Zeughaus muss für Montag bleiben, wenn die Bibliothek geöffnet ist. In der mächtigen, an Rostock erinnernden Kirche St. Georgen ist ein Konzert, wir können nur durchs Fenster in den fast fertig wiederaufgebauten Innenraum schauen. Die heute evangelische Heiligen-Geist-Kirche ist aus einem Siechenhaus gewachsen und bildet mit diesen Nebengebäuden einen schönen Innenhof.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99914.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99914.jpg" alt="" title="DSC99914" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3833" /></a> Der quaderförmige Innenraum mit der alles frei überspannenden Holzdecke,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99916.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99916.jpg" alt="" title="DSC99916" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3834" /></a> die die bei einer Pulverexplosion um 1700 zerstörte Gewölbedecke ersetzt hat, deren Spannbalken noch etwas unmotiviert und unsymmetrisch unter der Decke hängen, birgt viele interessante Details, die etwas vom Kirchen-Üblichen abweichen. Der Küster Rüdiger Röpke spricht uns an und gibt uns umfassende Erläuterungen, leider begrenzt durch die Öffnungszeit der Wismar-Ausstellung unter dem Rathaus, in die wir wenigstens kurz reinschauen wollen. Hier gibt es Vitrinen mit Dokumenten, Sammlerstücken und Texttafeln besonders über die Hansezeit, recht anschaulich dargestellt, der kurze Überblick reicht uns. Beeindruckend ist auch die wuchtige, hohe Nikolaikirche<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99922.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99922.jpg" alt="" title="DSC99922" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3835" /></a> aus Backstein, die uns an Stendal erinnert. Mit Mühe erreichen wir die Turmführung auf St. Marien, für die wir uns eingetragen haben. Man ist sekundengenau gestartet, lässt uns netterweise aber zwei Minuten später noch hinterher. Die Sicht aus dem Turm<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99944.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99944.jpg" alt="" title="DSC99944" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3836" /></a> ist zwar schlecht,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99954T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99954T.jpg" alt="" title="DSC99954T" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3837" /></a> und in die Uhrspitze darf nur der Uhrmacher, die Holztreppenkonstruktion im riesigen offenen Quadrat des Turminneren mit den langen gotischen Fenstern und dem 750 Jahre alten, komplett originalen Glockenstuhl<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99951.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99951.jpg" alt="" title="DSC99951" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3838" /></a> samt Glocken ist sehenswert genug. Neben dem gesprengten Kirchenschiff, dessen Grundriss 1,50 Meter hoch<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99947T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99947T.jpg" alt="" title="DSC99947T" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3839" /></a> gegenwärtig als Mahnmal wieder den bisherigen Parkplatz ersetzt, steht die Notkirche,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99902L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99902L.jpg" alt="" title="DSC99902L" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3840" /></a> eine in drei Modelltypen von Otto Bartning entworfene und in 43 Exemplaren gebaute, sehr preiswerte, leicht vor Ort zusammenbaubare Holzbogenkonstruktion, die mit Trümmersteinen ausgefacht wurde, und, wie viele Provisorien, heute noch hält. Auf das von Dr. Zielenkiewitz erwähnte Konzert der &#8220;Herren&#8221;, das gleich in dieser Kirche stattfindet, verzichten wir nach dem langen Tag, was sich im Endeffekt als nicht so schlau erweist. Wir streben statt dessen gleich seine Restaurantempfehlung, den Ziegenkrug, an, leider hoffnungslos auf längere Zeit ausgebucht, im nächsten gefällt uns das Schnitzel-orientierte Angebot nicht, wir landen im &#8220;Zum Weinberg&#8221;, einem Muss für Touristen mit seinem 650 Jahre alten Innenraum und leider auch darauf abgestellter Speisekarte, Fisch nur als langweilige, wenig regionale Filets. In der Not wähle ich kalte eingelegte saure Heringe, die ich mit dem Wein zusammen nicht vertrage. Es liegt mir jedenfalls im Magen, ich bin schlapp, und in der Nacht dreht sich alles um. Wären wir ins Konzert gegangen, hätte danach der Zigenkrug Platz gehabt, der Text wäre vielleicht noch am Abend entstanden, und ich hätte nicht bis Montag abend mit meinem Magen gekämpft. Hätte &#8230; Wir sind ja positiv verwöhnt im Bahn-Reise-Jahr, aber es kann ja nicht alles optimal laufen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/08/15/13-august-rundgang-in-wismar/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>12. August: Waren, Fahrt nach Wismar</title>
		<link>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/08/14/12-august-waren-fahrt-nach-wismar/</link>
		<comments>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/08/14/12-august-waren-fahrt-nach-wismar/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 13 Aug 2011 22:36:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
				<category><![CDATA[eigenes Ziel]]></category>
		<category><![CDATA[Begegnung]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebnis]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wende]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bahn-zeit-reise.de/?p=3737</guid>
		<description><![CDATA[Waren: Suche nach der Getränkeproduktion (Ziel: von mir), Weiterfahrt nach Wismar Schon früh ruft die Stadtarchivarin Frau Linne an und nennt die Ernst-Alban-Straße 9 als vermutlichen Standort der Getränkeabfüllung, die allerdings höchstens bis 1995 existiert hat. Unterlagen hat sie keine. &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/08/14/12-august-waren-fahrt-nach-wismar/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Waren: Suche nach der Getränkeproduktion (Ziel: von mir), Weiterfahrt nach Wismar</strong></p>
<p>Schon früh ruft die Stadtarchivarin Frau Linne an und nennt die Ernst-Alban-Straße 9 als vermutlichen Standort der Getränkeabfüllung, die allerdings höchstens bis 1995 existiert hat. Unterlagen hat sie keine. Wir frühstücken gut mit vielen anderen Gästen zusammen, mit Blick in den Garten,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99718.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99718.jpg" alt="" title="DSC99718" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3795" /></a> den wir nach dem Auscheck besichtigen. Das Lebenshilfswerk Waren hat ab 2001 hinter dem Hotel eine Gärtnerei mit Baumschule und Pflanzenverkauf errichtet, in der Behinderte ausgebildet werden. Das Gelände der ehemaligen Stadtgärtnerei wurde integriert, dadurch stand eine Halbinsel im Tiefwarensee zur Verfügung. Entstanden ist ein wunderschöner Garten mit einer geordneten barocken Abteilung, in die die Zitrusfrüchte integriert sind, ein englischer Gartenteil mit Hecken, Rosen und freigelegtem altem Baumbestand und langer Uferlinie, ein Heide- und ein Blumengarten. Dazu kommt ein kleines, jedoch sehr variantenreiches Kakteen-Schauhaus<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99723.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99723.jpg" alt="" title="DSC99723" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3796" /></a> und Orchideen. Dieser Garten ist an sich schon einen Besuch wert. Vom Plateau der Feuertreppe genießen wir einen besseren Blick über den See.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99733TAF.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99733TAF.jpg" alt="" title="DSC99733TAF" width="280" height="138" class="alignleft size-full wp-image-3797" /></a> Mit nur wenig leichtem Regen schaffen wir die nächste Etappe: Am Bahnhof schließen wir unser Gepäck ein und gehen durch die Wohnsiedlungen von Waren-West ins Gewerbegebiet. Wir passieren die Westsiedlung, die der Berliner Architekt Günther Paulus 1936 bis 1941 um den Friedrich-Engels-Platz<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99745.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99745.jpg" alt="" title="DSC99745" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3798" /></a> für die deutschen Werksangehörigen eines Rüstungsbetriebes erbaut hat. Es sind schöne Backsteinhäuser, deren Vorgärten und Bürgersteige heute noch akkurat gepflegt werden, was uns sogar live vorgeführt wird. Im Blockinneren gibt es Kleingärten<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99748.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99748.jpg" alt="" title="DSC99748" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3799" /></a> mit Schuppen, dann folgen einige Straßen mit meist älteren, ebenfalls gut erhaltenen Einfamilienhäusern.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99750.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99750.jpg" alt="" title="DSC99750" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3800" /></a><br />
Jetzt gelangen wir in die Ernst-Alban-Straße. Es hat sich viel verändert, etliche Hallen sehen neuer aus, viele sind mindestens saniert und neu verkleidet, damit kaum wiedererkennbar. Vor allem ist das Umfeld aufgeräumter, die Außenflächen sind sauber oder begrünt,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99752.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99752.jpg" alt="" title="DSC99752" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3801" /></a> Straßen und Bürgersteige ausgebaut. Nur einzelne Hallen sind unverkennbar DDR-Hinterlassenschaft. Wir kommen an der Nr. 9 vorbei, wo heute die Warener Waschfee sitzt, die von der Stadtarchivarin Frau Linne als ehemaliger Standort der Getränkeproduktion genannt wurde. Hinten am Wendehammer, am nächsten an der Bahn gelegen, befindet sich auf einem Gelände ein Getränkemarkt mit zwei weiteren alten Hallen.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99764.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99764.jpg" alt="" title="DSC99764" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3802" /></a> Da ich mich an den Wendehammer erinnern kann, gehen wir hier erstmal stöbern. Die Inhaberin des Getränkemarktes denkt mit uns nach, kennt aber die Geschichte des Geländes nicht so genau und vermutet, dass es nicht in Frage kommt, weil die bis vor kurzem in anderen Hallen existierende Mosterei schon zu DDR-Zeiten produzierte, was uns andere später bestätigen. Dafür nehmen wir Original Mecklenburger Fassbrause<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99759.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99759.jpg" alt="" title="DSC99759" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3803" /></a> der kleinen Vielanker Brauerei, eine typische DDR-Limo, zum Probieren mit. Wir laufen um die Hallen bis zum Bahndamm,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99765TA.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99765TA.jpg" alt="" title="DSC99765TA" width="280" height="113" class="alignright size-full wp-image-3804" /></a> als auf der eingleisigen Strecke ein kleiner Triebwagen der ODEG, die wir schon aus Joachimsthal kennen, vorbeifährt; das dürfte genau der Zug sein, den wir zwei Stunden später nehmen wollen. Der Hof besteht aus großen, nicht ganz ebenen Betonplatten, die Wege aus Betonfertigteilen, erkennbar an den versenkten Eisenhaken,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99769TF.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99769TF.jpg" alt="" title="DSC99769TF" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3805" /></a> alles noch DDR-Hinterlassenschaft. Gegenüber liegt die große Fischverarbeitung der Firma Friedrichs aus Hamburg, zu deren Büro werden wir weiterverwiesen. Die Damen lassen sich gerne bei der Mittagspause stören, tatsächlich kann sich eine Mitarbeiterin, die schon lange hier im Gewerbegebiet arbeitet, an die Getränkeproduktion im Gebäude der Waschfee erinnern. Zur benachbarten, etwas abgerupft und verlassen aussehenden Disko<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99758.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99758.jpg" alt="" title="DSC99758" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3806" /></a> nebenan können die Damen berichten, dass das nur am Tag so aussieht; morgens begegnen sie manchmal noch den letzten Gästen. Wir ziehen weiter zur Waschfee. Vorbei an einem kleinen als privat gekennzeichneten Gebäude und nach Blicken in die Halle mit großen Mangelanlagen finden wir hinten im noch original betonierten Hof, in dem links ein Metallbaubetrieb werkelt, von hinten den Aufgang ins Büro über der Halle. So ganz klickt es bei mir noch nicht. Hier oben sind alle Räume für die Mitarbeiter. Wir werden in die Verwaltung verwiesen, dort wird gleich der Inhaber und Geschäftsführer Wolfgang Woiterski eingeschaltet, der von unseren Forschungen sehr angetan ist und viel berichten kann. Im Gespräch schließt sich die Geschichte: Er selbst<div id="attachment_3807" class="wp-caption alignleft" style="width: 290px"><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99777AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99777AT.jpg" alt="" title="DSC99777AT" width="280" height="242" class="size-full wp-image-3807" /></a><p class="wp-caption-text">zwei Mathematiker</p></div> ist wie ich Diplom-Mathematiker, damit hätte er in der DDR in die Wissenschaft gehen sollen, die EDV war eher für die anderen Naturwissenschaftler vorgesehen. Er fühlte sich jedoch als Praktiker und landete schon um 1975 in der Wäschereibranche. Nach der Wende leitete er einen kleineren Wäschereibetrieb in der Rosenthalstraße in Waren. Den Betrieb konnte er vor der Eingliederung in eine größere Einheit durch die Treuhand retten, indem er ihn selbst übernahm. Das kleinere zentrumsnahe Gelände konnte er gut verkaufen und damit von Coca-Cola 1993 den mittlerweile ausgeräumten Betrieb kaufen. Den Betrieb müßte ich damals als AFG unter Geschäftsführer Weiß kennengelernt haben, er hatte sich wohl schon gleich nach der Wende aus dem VEB Getränkekombinat Neubrandenburg gelöst. Coca-Cola hat den Betrieb bald übernommen, sicher von vornherein mit dem Ziel, die Produktion zu konzentrieren, die Mitarbeiter wurden großzügig mit bis zu 100.000 DM abgefunden, heute wird nur noch in Bad Doberan abgefüllt. Die Anlagen waren noch nicht alt, das Gebäude wurde 1982 vom Landbaukombinat errichtet. Er führt uns durch einige Räume, frühere Labore, zeigt alte Fliesen, Holz-Deckentäfelung<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99774L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99774L.jpg" alt="" title="DSC99774L" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3808" /></a> und eine DDR-Spezialkonstruktion: die tragenden Beton-Fensterrahmen,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99784T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99784T.jpg" alt="" title="DSC99784T" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3809" /></a> auf denen die Dachträger aufliegen. Es gibt also für das Dach keinen umlaufenden Ringanker, die Fenster lassen sich zu vertretbaren Kosten nicht verändern. Insgesamt hat er hier kostenbewusst erweitert und übrige Hallen weiterverkauft, sicher das Geheimnis, wie er den Übergang geschafft hat. Sein Betrieb ist von 600 auf 2200 Tonnen Jahreswaschleistung gewachsen, er führt noch einen größeren Betrieb in Stralsund und gehört zu einem deutschlandweit anbietenden Wäschereiverbund. In der Halle<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99783T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99783T.jpg" alt="" title="DSC99783T" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3810" /></a> musste er einen neuen Boden legen, der alte war durch Mengen von Glassplittern unbenutzbar. Das habe ich damals mitbekommen: die Anlagen waren in schlechtem Zustand, es gab oft Bruch. Als ich nach dem kleinen Eingangshäuschen frage, hilft Herr Woiterski meiner Erinnerung auf die Sprünge: Das war nicht die Verwaltung, sondern das Pförtnerhaus,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99786.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99786.jpg" alt="" title="DSC99786" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3811" /></a> dort hing eine große alte Telefonzentrale, und ich kann mich dunkel erinnern, dass der Pförtner mir eine Verbindung in den Westen herstellen musste, als ich auftretende Probleme klären musste. Wir verabschieden uns begeistert, mehr ist aus meiner Erinnerung nicht herauszuholen. Damals war ich schließlich nur auf die Arbeit konzentriert, Fotos habe ich keine gemacht, und viel Zeit, Waren anzusehen, hatte ich bestimmt nicht, übernachtet habe ich sicher in einem Ferienheim. Da sieht heute alles ganz anders aus: Waren weist 25 Hotels und Pensionen aus, dazu noch jede Menge Ferienwohnungen und Privatzimmer. Bei leichtem Regen durchqueren wir die Plattenbausiedlungen im Westen, die großenteils saniert und wärmegedämmt sind, beim Rest läuft<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99790.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99790.jpg" alt="" title="DSC99790" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3812" /></a> die Sanierung<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99794T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99794T.jpg" alt="" title="DSC99794T" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3813" /></a> und teilweise der Rückbau an. Am Volksbad am Müritzufer entscheide ich mich, nicht zu baden, es ist zwar warm genug, aber in keiner Weise attraktiv bei feuchtem, trübem Wetter. Vorbei an Ufervillen in unterschiedlichem Zustand gehen wir Richtung Altstadt. Kurz vor dem neuen Naturmuseum Müritzeum fängt es heftig an zu regnen, wir kehren kurz ein und stellen fest, dass es in den nächsten Stunden ähnlich nass<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99802T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99802T.jpg" alt="" title="DSC99802T" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3814" /></a> bleiben wird, und machen uns daher auf die letzten Meter Richtung Bahnhof. Auch wenn wir einiges ausgelassen haben, sind wir sehr angetan von Waren, das sich bei unserem Kurzbesuch in überwiegend sehr gutem Zustand präsentiert hat, und der Mecklenburgischen Seenplatte. Es sind allerdings auch sichtbar große Summen investiert worden. Am Nachmittag fahren wir auf der eingleisigen Bahnstrecke über Parchim gemächlich mit Blick auf Wiesen und Wälder mit viel Regen und Rehen nach <strong>Ludwigslust</strong>,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99812.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99812.jpg" alt="" title="DSC99812" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3815" /></a> das sich auf einem kurzen Rundgang während der Umsteigezeit ebenfalls als interessant zeigt, auch wenn wir es nicht bis zum Schloss und in die Altstadt schaffen. In <strong>Wismar</strong> angekommen, bekommen wir auf dem Weg<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99824.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99824.jpg" alt="" title="DSC99824" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3816" /></a> ins Hotel und beim Rundgang in der Dämmerung schon einen guten Eindruck von Altstadt<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99829TA.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99829TA.jpg" alt="" title="DSC99829TA" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3817" /></a> und Hafen,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99832LA.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99832LA.jpg" alt="" title="DSC99832LA" width="280" height="112" class="alignright size-full wp-image-3818" /></a> den wir morgen vertiefen werden. Wir essen im Hotel; ich bin begeistert vom der gleich zweifach auf meinem Teller liegenden Ostseeflunder mit Speckwürfeln, die sich bestens zerlegen lässt. Heute abend kommt die Müdigkeit, mit der ich gestern gerechnet hatte, der Bericht zum umfangreichen Tag bleibt bis morgen liegen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/08/14/12-august-waren-fahrt-nach-wismar/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>11. August: nach Waren (Müritz)</title>
		<link>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/08/12/11-august-nach-waren-muritz/</link>
		<comments>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/08/12/11-august-nach-waren-muritz/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 12 Aug 2011 07:28:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
				<category><![CDATA[eigenes Ziel]]></category>
		<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[MitteNord]]></category>
		<category><![CDATA[Wende]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bahn-zeit-reise.de/?p=3734</guid>
		<description><![CDATA[Waren (Müritz): Bahnfahrt über Berlin, Hotel am Tiefwarensee, Fischessen am Müritz-Hafen Heute starten wir nach Waren (Müritz), ins Zentrum der Mecklenburgischen Seenplatte. Die Idee stammt von mir. 1990, direkt nach der Wende, als ich noch mit eigener Firma Software entwickelt &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/08/12/11-august-nach-waren-muritz/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Waren (Müritz): Bahnfahrt über Berlin, Hotel am Tiefwarensee, Fischessen am Müritz-Hafen</strong></p>
<p>Heute starten wir nach <strong>Waren (Müritz)</strong>, ins Zentrum der Mecklenburgischen Seenplatte. Die Idee stammt von mir. 1990, direkt nach der Wende, als ich noch mit eigener Firma Software entwickelt sowie ERP-Software eingerichtet und geschult habe, habe ich drei DDR-Getränkehersteller mit kompletten EDV-Lösungen ausgestattet, einer davon Zweigbetrieb des VEB Getränkekombinats Neubrandenburg mit Sitz in Waren. Das war eine verrückte Zeit, mit einem Lieferwagen voll mit Hardware fuhr ich los, schließlich durfte nichts fehlen, und alle nötigen Informationen mussten dabei sein, vor Ort konnte man nichts besorgen, und Telefonieren ging nur manchmal, mit Drehwählscheiben und Handvermittlung. In den ehemaligen VEBs, die sich am neuen Markt positionieren mussten, gab es neugierige Mitarbeiter und erbarmungswürdig desolate Technik. Ob diese Betriebe überleben würden, konnte ich nicht beurteilen; ohne geeignete EDV jedenfalls schon gar nicht. Im Internet konnte ich keine Spuren der Firma mehr finden, Unterlagen habe ich keine mehr. Ein Anruf beim Stadtarchiv in Waren auf  der Fahrt liefert erste Anhaltspunkte, mal sehen, was ich wiederfinde.<br />
Der Fahrplan liefert wie üblich in den Osten verschiedenste, fast gleichlange Verbindungen. Mich interessiert eine über Lüneburg und kleine Oststrecken, mit fünfmal Umsteigen. Kurz vor Göttingen, wo wir hätten umsteigen müssen, wird klar, dass die zehn Minuten Verspätung des zweiten Zuges zu Anschlussproblemen in Lüneburg führen würden, und damit auf den selten befahrenen Nebenstrecken zu deutlichen Verspätungen. Also entscheiden wir, die langweiligere und einfachere Variante über Berlin zu nehmen, mit der Bahncard 100 sind solche Wechsel kein Thema. Auch diese Verbindung dauert länger als üblich, weil im Sommer wegen Baustellen 40 Minuten Verzögerung in den Fahrplan eingebaut sind. Unterwegs nehme ich Kontakt mit dem Stadtarchiv auf und frage nach Spuren der Getränkeproduktion. Die Straße kann Frau Linne mir schon nennen, für Weiteres will sie morgen früh anrufen. Der Zug kommt dann zwar deutlich früher in Berlin an, es reicht aber nicht, um einen Zug früher im Takt zu erreichen. Wir machen eine Kaffeepause im Berliner Hauptbahnhof;<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99700.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99700.jpg" alt="" title="DSC99700" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3764" /></a> den nächsten RE nehmen wir nicht, weil der kurzfristig etwas Verspätung ausweist, was das Umsteigen in Neustrelitz gefährdet. Kurz danach fährt ein ICE, mit dem kommen wir ohne Umsteigen und nur geringfügig später an. Wir haben ein schönes Hotel am Tiefwarensee, nah am Zentrum und doch ruhig, bestens renoviert in einer alten Villa mit Blick auf den See,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99712.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99712.jpg" alt="" title="DSC99712" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3767" /></a> zugehörig zu einer Lebenshilfe-Einrichtung.<br />
Wir gehen Richtung Altstadt und zum Hafen an der Müritz. Hier wurde einiges Geld investiert, schöne Häuser, Renaissance-Rathaus,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99705.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99705.jpg" alt="" title="DSC99705" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3766" /></a> viel neues Kopfsteinpflaster, viele Lokale, und an Häusern in der Fußgängerzone auf die Fassade gemalte Läden,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99704T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99704T.jpg" alt="" title="DSC99704T" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3765" /></a> sowas haben wir noch nie gesehen. Am Hafen liegen jede Menge Yachten, es gibt viele gut besuchte Strandcafes, fast wie in Südfrankreich, nur dass es etwas kühler und feuchter ist. Wir finden ein empfohlenes Fischrestaurant, ich esse eine Maräne, ein Süßwasserhering, geschmackvoll, schön kross, gut zu demontieren. Danach sind alle Gäste wieder auf den Yachten verschwunden, es regnet etwas. Wir gehen zum Hotel zurück. Ich bin wach und tippe den ganzen Text von heute, das geht diesmal wohl, weil ich heute morgen länger ausschlafen konnte.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/08/12/11-august-nach-waren-muritz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
