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	<title>Bahn Zeit Reise &#187; S-Bahn</title>
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	<description>Bahncard100-Reisen zu Orten der Erinnerung oder Sehnsucht von Ideengebern</description>
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		<title>17. September: Berlin</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 08:15:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Berlin: taz-Genossenschaftsversammlung (Ziel von mir) und taz-Panter-Preis In unserem denkmalgeschützten, schick ausgebauten Hotel schlafen wir gut und lange, der Blick reicht in den weiten, ruhigen Hinterhof. Wir haben kein Frühstück gebucht, da der Aufpreis recht happig ist. Statt dessen gehen &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/09/19/17-september-berlin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Berlin: taz-Genossenschaftsversammlung (Ziel von mir) und taz-Panter-Preis</strong></p>
<p>In unserem denkmalgeschützten,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101969.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101969.jpg" alt="" title="DS101969" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4331" /></a> schick ausgebauten Hotel<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101972.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101972.jpg" alt="" title="DS101972" width="187" height="280" class="alignright size-full wp-image-4332" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102007FA.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102007FA.jpg" alt="" title="DS102007FA" width="187" height="280" class="alignleft size-full wp-image-4338" /></a> schlafen wir gut und lange, der Blick reicht in den weiten,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101963.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101963.jpg" alt="" title="DS101963" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4330" /></a> ruhigen Hinterhof. Wir haben kein Frühstück gebucht, da der Aufpreis recht happig ist. Statt dessen gehen wir oben ins KaDeWe. Die Auswahl ist riesig, die Abrechnung unübersichtlich, die Gäste alle Touristen. Danach gehts zu meinem Wunschziel: Fast 20 Jahre lese ich die <strong>taz</strong>, schon immer wollte ich den Betrieb mal von innen sehen. In der Heinrich-Böll-Stiftung versammeln sich die Teilnehmer der Genossenschaftsversammlung; Marlis nutzt die Zeit in Berlin-Mitte,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101979.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101979.jpg" alt="" title="DS101979" width="187" height="280" class="alignright size-full wp-image-4333" /></a> schaut sich den Touristenrummel<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102001.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102001.jpg" alt="" title="DS102001" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4334" /></a> am ehemaligen Checkpoint Charlie<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102004.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102004.jpg" alt="" title="DS102004" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4335" /></a> an, trifft auf eine Demo<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101994.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101994.jpg" alt="" title="DS101994" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4336" /></a> und geht über den Gendarmenmarkt.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101998.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101998.jpg" alt="" title="DS101998" width="187" height="280" class="alignleft size-full wp-image-4337" /></a> Die Versammlung ist mit etwa 300 Genossen gut besucht und alle Stühle genau voll, die Präsentationen sind gut vorbereitet, manche inhaltliche Stellungnahme von RedakteurInnen, besonders von Ulrike Herrmann, beeindruckt aufgrund ihrer scharfen Analyse. Die Diskussionsbeiträge sind auf hohem Niveau, der Umgang ist erstaunlich offen, hilfsbereit und solidarisch, die Leitung durch den Aufsichtsrat Hermann-Josef Tenhagen souverän. Es ist ein echtes Erlebnis, richtig spannend. Marlis stößt zum Buffet wieder dazu, danach geht es zur Verleihung des <a href="http://www.taz.de/taz-Panter-Preis-Verleihung-2011-/!78293/">taz-Panter-Preises</a> für Helden des Alltags ins gegenüberliegende Deutsche Theater von 1850.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102015.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102015.jpg" alt="" title="DS102015" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4341" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102016.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102016.jpg" alt="" title="DS102016" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4342" /></a> Hier sind es bestimmt 500 Gäste. Aus den vielen eingesandten Projekten sind sechs zur Präsentation ausgewählt; ausgefallen begleitet von der Band Erdmöbel präsentieren zwei ModeratorInnen, Katrin Bauerfeind und Gereon Asmuth von der taz, der das übrigens mindestens genauso gut macht, die Protagonisten,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102020AL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102020AL.jpg" alt="" title="DS102020AL" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4343" /></a> Jurymitglieder halten die Laudatio auf die zwei Preisträger &#8211; der Jury und der Leserwahl. Über die Projekte berichtet die taz ausführlich; auch uns hat das Preisträger-Projekt von Kazim Erdogan zur Kommunikation türkischstämmiger Männer sehr beeindruckt. Die kurzweilige Veranstaltung mit niveauvollen Redebeiträgen klingt mit einer Party<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102027.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102027.jpg" alt="" title="DS102027" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4344" /></a> im ganzen Haus aus, es macht Spaß, die Gäste zu beobachten, allein schon der Kleidungsstil ist lockerer, manchmal auch gewagter, als wir es von solchen Veranstaltungen gewohnt sind. Gegen Mitternacht verlassen wir das Fest, die S-Bahn ärgert uns noch etwas mit ihrem Baustellen-Pendelverkehr zwischen Zoo und Friedrichstraße, genau auf unserer Strecke. Etwas uneins sind wir uns heute abend schon, ich wäre noch länger geblieben, ich bin auf Veranstaltungen gern lange und finde es am Ende, unter dem harten Kern, immer am interessantesten, Marlis ist müde. Die Situation hatten wir länger nicht, heute lösen wir sie nicht besonders elegant, ich lasse mir etwas die Laune verderben und gehe mit. Bestimmt finden wir da in Zukunft souveränere Lösungen. Immerhin kommen wir bald ins Bett, bestimmt nicht verkehrt für morgen.</p>
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		<title>16. September: Über Köln und Stendal nach Berlin</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Sep 2011 23:36:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Berlin: Anfahrt mit einer Trauerfeier in Köln und Treffen mit Onkel Klaus in Stendal Heute am Abend haben wir auf dem Weg nach Berlin einen Zwei-Stunden-Stopp in Stendal bei Marlis&#8217; Onkel Klaus eingeplant. Vorher wollten wir im Kunstmuseum Wolfsburg die &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/09/17/16-september-uber-koln-und-stendal-nach-berlin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Berlin: Anfahrt mit einer Trauerfeier in Köln und Treffen mit Onkel Klaus in Stendal</strong></p>
<p>Heute am Abend haben wir auf dem Weg nach Berlin einen Zwei-Stunden-Stopp in Stendal bei Marlis&#8217; Onkel Klaus eingeplant. Vorher wollten wir im Kunstmuseum Wolfsburg die Ausstellung zu Henri Cartier-Bresson ansehen, daraus wird leider nichts. Statt dessen fahren<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101951TA.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101951TA.jpg" alt="" title="DS101951TA" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4325" /></a> wir früher los und machen einen Umweg über Köln aus tragischem Anlass: wir besuchen die Trauerfeier<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101898.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101898.jpg" alt="" title="DS101898" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4323" /></a> für einen unserer Ideengeber, dessen Ziel wir schon besucht haben, und der plötzlich und unerwartet in unserem Alter verstorben ist. Marlis übernimmt das Fotografieren, wir hören Redner, die mit ihm in verschiedenen Lebensabschnitten besonderen Kontakt hatten. Nach der Grablegung verabschieden wir uns, damit wir Onkel Klaus noch erreichen. Die Bahn spielt heute fast vorbildlich mit;<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101950L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101950L.jpg" alt="" title="DS101950L" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4324" /></a> nur in Stendal sind wir 13 Minuten zu spät, in Köln und Berlin zu früh. Das Treffen mit Klaus im Bahnhof Stendal<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101959L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101959L.jpg" alt="" title="DS101959L" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4326" /></a> ist wie immer munter, er bringt mit 85 immer noch bessere schlagfertige Sprüche als fast alle, und ist nach einer Kur wieder fit und das alte Urviech,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101960AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101960AT.jpg" alt="" title="DS101960AT" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4327" /></a> zum Bahnhof ist er mit dem Fahrrad gekommen, obwohl er nach eigenem Bekunden faul ist. Im Dunkeln kommen wir in <strong>Berlin</strong> an, der mittlerweile bekannte Supermarkt am Bahnhof Zoo hat noch für die Getränkeversorgung auf, und in der Hotellounge nahe KaDeWe ist je später, umso mehr los, offensichtlich sind wir in Berlin vor der Wahl. Wir halten es bei einem lustigen Fernsehfilm noch länger aus, morgen starten wir nicht ganz so früh.</p>
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		<title>23. Juli: Berlin</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jul 2011 09:09:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Berlin: KaDeWe und zufällige Begegnung mit einem Ideengeber Wir schlafen wirklich aus, besser gesagt Marlis, ich tippe schon mal alle ausstehenden Texte fertig. Dann nutzen wir die Frühstückszeit bis zwölf voll aus. Im Hugendubel schauen wir uns Reisebücher von Verlagen &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/07/25/23-juli-berlin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Berlin: KaDeWe und zufällige Begegnung mit einem Ideengeber</strong></p>
<p>Wir schlafen wirklich aus, besser gesagt Marlis, ich tippe schon mal alle ausstehenden Texte fertig. Dann nutzen wir die Frühstückszeit bis zwölf voll aus.<br />
Im Hugendubel schauen wir uns Reisebücher von Verlagen an, die sich mit ähnlichen Stoffen wie unserem Projekt befassen und finden das in der Literaturabteilung; die Einordnung wird noch schwierig. Ein Reiseführer wird aus unserem Stoff jedenfalls nicht. Wir ziehen weiter. Hare Krishna<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC99006.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC99006.jpg" alt="" title="DSC99006" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3607" /></a> zieht vorbei, auch sonst ist richtig viel los, in so einer großen Stadt haben weniger Leute ein Auto, der Einkauf im Zentrum oder vor Ort in den Stadtteilen spielt eine viel größere Rolle. Wir gehen ins KaDeWe,  immer wieder beeindruckend: obwohl Kaufhaus mit Lebensmitteln, Interieur, Kleidung und Accessoires ist in den einzelnen Bereichen die Auswahl gigantisch und qualitätvoll. Es macht Spaß, sich hier umzusehen, wir wissen jetzt, was die Herbstmode bringt (nichts spannendes!), und finden Artikel, die wir sonst nicht mal mit mühsamem Suchen bekommen. Und dann ein echter Zufall: An der Rolltreppe im ersten Stock treffen wir völlig überraschend unseren Ideengeber Ulrich,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC99026.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC99026.jpg" alt="" title="DSC99026" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3608" /></a> für den wir am 9.3. in Wittenberg waren, er wohnt in Berlin. Wir verabreden uns sofort für einen Kaffee im sechsten Stock und tauschen uns angeregt über das Projekt und die Jahre seit dem Geburtstag, an dem wir das Projekt veröffentlicht und uns zum letzten Mal gesehen haben, aus. So hat der Nachmittag eine unerwartete Wendung genommen.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC99030.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC99030.jpg" alt="" title="DSC99030" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3610" /></a> Wir nehmen uns nichts mehr vor, außer den Test des Wellnessbereichs im Hotel. Die Sauna ist sehr kompakt, das Dampfbad kocht gut durch. Wir genießen diese Einlage, stellen aber fest, dass wir, besonders im Reisejahr, solche Ausstattung im Hotel nicht brauchen. Wir schaffen es locker, unsere Zeit mit Unternehmungen zu füllen, ohne dass wir uns erholen müssen, dazu reicht uns das Ausschlafen. Jedenfalls strengt das Reisen weniger an als der Alltag, ich habe mich in dem Dreivierteljahr langsam, aber stetig erholt und fühle mich fit wie seit Jahren nicht mehr. Für den Abend<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC99037.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC99037.jpg" alt="" title="DSC99037" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3611" /></a> haben wir wieder ein Restaurant in der Nähe der Hackeschen Höfe<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC99040.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC99040.jpg" alt="" title="DSC99040" width="187" height="280" class="alignleft size-full wp-image-3612" /></a> reserviert, dort essen wir gut.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC99045.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC99045.jpg" alt="" title="DSC99045" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3613" /></a> Im Hotel bereiten wir uns auf das morgige Seminar vor, da gilt es, trotz Sonntag etwas früher aufzustehen.  </p>
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		<title>22. Juli: Berlin</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Jul 2011 10:41:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Berlin: Rundreise mit Bahnen, Schiff und zu Fuß durch West-Berlin (Ziel: Bernd Pfütze) Morgens regnet es aus gleichmäßig grauem Himmel. Wir lassen uns nicht beirren und treffen uns mit Bernd Pfütze auf dem S-Bahnsteig im Bahnhof Zoo. Er hat uns &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/07/23/3560/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Berlin: Rundreise mit Bahnen, Schiff und zu Fuß durch West-Berlin (Ziel: Bernd Pfütze)</strong></p>
<p>Morgens regnet es aus gleichmäßig grauem Himmel. Wir lassen uns nicht beirren und treffen uns mit Bernd Pfütze<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98855.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98855.jpg" alt="" title="DSC98855" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3583" /></a> auf dem S-Bahnsteig im Bahnhof Zoo. Er hat uns eine besondere Idee hinterlassen: Er will uns durch sein &#8220;altes&#8221; West-Berlin führen, von 1959 bis 1969 hat er, nach der Übersiedlung aus Dresden, hier gelebt, bevor er zum Studium in Heidelberg endgültig Richtung Pfalz wechselte. Wir fahren zum Wannsee, dort hat er eine Rundfahrt auf den Seen vorgesehen. Es regnet bei 15° immer noch, wenn auch erträglich.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98863.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98863.jpg" alt="" title="DSC98863" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3584" /></a> Ergebnis: keiner der vielen Touristen, die wir in Berlin gesehen haben, will auf dem Wannsee fahren, es wird aber eine Mindestbelegung von 15 Fahrgästen vorausgesetzt. So ist heute morgen noch kein Schiff ausgelaufen, nur die BVG-Fähre nach Kladow fährt stündlich. So kann es eben immer Überraschungen geben. Uns machts nichts, wir kennen alles nicht, wir überlegen, was wir jetzt machen. Bernd ist erleichtert, dass wir das locker nehmen; wir sind uns zwar schon oft begegnet, haben aber noch nie was miteinander unternommen. Um 12:30 fährt sicher ein Schiff, weil eine Gruppe angemeldet ist. Bernd kommt auf die Idee, bis dahin die Liebermann-Villa<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98870.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98870.jpg" alt="" title="DSC98870" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3585" /></a> zu besuchen, ich schaue nach, wo sie ist, das passt. Es ist ein Spaziergang durch die alten Villenviertel am Wannsee, die Uferseite ist fast komplett von Yachtclubs, Segler- und Angelvereinen mit großen alten Gebäuden und Yachthäfen belegt, alles mit alten Bäumen zugewachsen. Auf der anderen Straßenseite wechseln alte<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98875T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98875T.jpg" alt="" title="DSC98875T" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3586" /></a> mit neuen Villen ab. Bis zur Nazizeit hat Liebermann seine Villa genutzt, dann kam eine wechselvolle Geschichte mit verschiedenen Nutzungen. In den 90er Jahren gelang es einem Verein, die Villa als Museum zurückzugewinnen, mittlerweile ist auch der Garten ins Ausstellungsprogramm einbezogen. Uns reicht es nur zu einem Blick in den Shop. Über einen Parallelweg gehen wir durch diese grüne und bestimmt ziemlich teure Gegend am Rande des früheren West-Berlin zurück zum Anleger. Das Schiff wartet,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98884.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98884.jpg" alt="" title="DSC98884" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3587" /></a> die Kassierin erkennt uns nicht wieder und verkauft uns die gewünschten Karten nach Potsdam; dass noch ein Schiff für die 7-Seen-Rundfahrt zur selben Zeit genügend Fahrgäste hat, verrät sie nicht, sonst hätten wir vielleicht das genommen. Na gut, die Strecke nach Potsdam kennt Bernd auch nicht, ging ja früher gar nicht. Wir fahren dicht an den bewaldeten Ufern entlang, oft sind Villen und kleine Schlösser<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98900.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98900.jpg" alt="" title="DSC98900" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3588" /></a> zu sehen. Gegenüber liegt das große Strandbad, mit Sandstrand, Strandkörben<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98889AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98889AT.jpg" alt="" title="DSC98889AT" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3589" /></a> und Sonnenterrassen. Wir passieren Kladow,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98902ATL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98902ATL.jpg" alt="" title="DSC98902ATL" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3590" /></a> die Pfaueninsel<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98903AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98903AT.jpg" alt="" title="DSC98903AT" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3592" /></a> und Cecilienhof,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98904.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98904.jpg" alt="" title="DSC98904" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3591" /></a> wo im August 1945 das Potsdamer Abkommen der drei Aliierten USA, Sowjetunion und Großbritannien geschlossen wurde. Gerade an den Ufern nahe Potsdam hat sich viel verändert, altes<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98917.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98917.jpg" alt="" title="DSC98917" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3593" /></a> ist restauriert, Lücken sind modern bebaut,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98922T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98922T.jpg" alt="" title="DSC98922T" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3594" /></a> ein Spazierweg am Ufer wurde freigelassen. Wegen Wind sind die Außendecks auf dem Schiff<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98906.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98906.jpg" alt="" title="DSC98906" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3595" /></a> geschlossen, innen sehen wir auch gut und können uns besser unterhalten. In Potsdam durchqueren wir die neue Rathausgalerie, die noch einige freie Läden hat, zum Bahnhof. Wir entschließen uns, am Bellevue auszusteigen und ins <a href="http://www.hansaviertel.eu/">Hansaviertel</a> zu gehen, da steht die <a href="http://www.adk.de/de/orientierung/hanseatenweg/">Akademie der Künste</a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98934AL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98934AL.jpg" alt="" title="DSC98934AL" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3596" /></a> von 1960, wo Bernd viele Aufführungen besucht hat, und drumherum zur IBA 1957 eine Mustersiedlung mit Sozialwohnungen von namhaften internationalen Architekten auf kriegszerstörtem Gelände erbaut wurde. Mittlerweile ist die Siedlung sehr zugewachsen, alle Bäume sind so groß, dass die Gebäude teilweise schwer als Gesamtobjekt wahrnehmbar sind. Ein Bürgerverein widmet sich der Erhaltung und der Beseitigung des bestehenden Sanierungsstaus, führt Führungen durch und betreibt in einem Weinladen eine Information, wo wir uns mit einem Plan versorgen. Besonders auffällig sind die Gebäude von Schwippert,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98932.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98932.jpg" alt="" title="DSC98932" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3597" /></a> Eiermann, Niemeyer und Gropius.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98970.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98970.jpg" alt="" title="DSC98970" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3598" /></a> Die Akademie der Künste ist wegen Sanierung bis August eine unbetretbare Baustelle, das <a href="http://www.grips-theater.de/">Grips-Theater</a> im Einkaufszentrum<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98946L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98946L.jpg" alt="" title="DSC98946L" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3599" /></a> hat Sommerpause, alles wesentliche Orte aus Bernds Erinnerung. So gibt es einige Gründe, das Viertel nochmal zu besuchen. Wir laufen weiter durch die Grünanlagen, deren Wege seit 30 Jahren ein Gaslaternen-Freilichtmuseum darstellen, in dem auch Mannheim und Frankenthal vertreten sind, und über die Schleusen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98976.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98976.jpg" alt="" title="DSC98976" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3600" /></a> des Landwehrkanals zum Bahnhof Zoo. Dort fällt uns auf, dass man dabei ist, die Gebäudereihe vom alten Kino Zoopalast<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98980.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98980.jpg" alt="" title="DSC98980" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3601" /></a> und weiter an der Budapester Straße abzureißen, und auch sonst viele Gebäude in der Umgebung Neubauten sind. Unsere Erfahrung mit dem Café Kranzler<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC99055T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC99055T.jpg" alt="" title="DSC99055T" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-3602" /></a> bestätigt er, so hätten wir den Haken an diesen Sehnsuchtspunkt gestern auch ohne Besuch setzen können. Der alte Turm der Gedächtniskirche ist zur Restaurierung so eingerüstet,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC99009.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC99009.jpg" alt="" title="DSC99009" width="187" height="280" class="alignleft size-full wp-image-3615" /></a> dass er fast wie ein Hochhaus aussieht. Wir besichtigen die noch vorhandene Vorhalle der alten und das Innere der neuen Kirche<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98984.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98984.jpg" alt="" title="DSC98984" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3603" /></a> und begegnen so wieder Egon Eiermann und seinen Glasfenstern. Dies sind also die Orte, die die Touristen, denen es am Wannsee zu feucht war, aufsuchen, es ist hier recht voll. Nach diesem durch Wetter anders als von Bernd geplanten und dadurch vielleicht noch interessanter verlaufenen Tag trennen wir uns hier in der Nähe unseres Hotels. Wir telefonieren hinter einigen Locations, die uns zum Essen einfallen, her, aber – Freitag-Abend – alles schon reserviert. Wir fahren wie gestern zum Hackeschen Markt und drehen eine Runde über Hamburger Straße und Auguststraße und werden in der Rosenthaler Straße in einem einfachen, ebenfalls gut besuchten Lokal fündig und sind mit den überbackenen Speisen ganz zufrieden. Unsere fälligen Einkäufe lassen sich in den Kiezmärkten hier sogar am späteren Abend gut erledigen. Wir kehren ins Hotel<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98999A.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98999A.jpg" alt="" title="DSC98999A" width="187" height="280" class="alignleft size-full wp-image-3604" /></a> zurück. Im Zimmer wird noch etwas getippt, morgen können wir ausschlafen und dann das wohl beste Frühstück des Reisejahres bis zwölf genießen.</p>
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		<title>30. April: Wanderung rund um Kniebis und zurück</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Apr 2011 18:52:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In Kniebis Heimatpfad rund um den Ort, Fahrt von Freudenstadt über Offenburg zurück Wir fahren nach dem Frühstück mit dem Bus bis zum oberen Ortsende von Kniebis. Von dort wollen wir den Kniebiser Heimatpfad rund um den Ort wandern. In &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/04/30/30-april-wanderung-rund-um-kniebis-und-zuruck/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In Kniebis Heimatpfad rund um den Ort, Fahrt von Freudenstadt über Offenburg zurück</strong></p>
<p>Wir fahren nach dem Frühstück mit dem Bus bis zum oberen Ortsende von Kniebis. Von dort wollen wir den Kniebiser Heimatpfad rund um den Ort wandern. In der Info-Hütte – EU-gefördert – wird einiges über Landwirtschaft und Landschaftspflege erklärt, und es gibt eine riesige Auswahl von Prospekten zu Wandern im Winter und Sommer und auch zu den Orten, die wir gestern besucht haben. Wir starten,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93995.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93995.jpg" alt="" title="DSC93995" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2480" /></a> und gleich fällt auf: nach dem Regen gestern ist alles wie Teerwege, Blätter, Pflanzen, voll mit Marlis &#8220;Feinden&#8221;, den Pollen. Überall sind Schichten und Ränder wie von gelbem Zementstaub zu sehen. Und in der Luft fliegen die Pollen ebenso heftig; vor schwarzem Hintergrund sieht man sie.<br />
Der Heimatpfad ist ein sehr gut gepflegter, oft sogar speziell angelegter und teilweise mit Holzschnipseln gestreuter Weg, so dass er sich sehr weich gehen lässt. Überall sind Infotafeln angebracht, viele Pflanzen im &#8220;Aufgehstadium&#8221; sind zu sehen wie sich entrollende Farne,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC94007.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC94007.jpg" alt="" title="DSC94007" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2481" /></a> aufgehende Blüten<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC94016.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC94016.jpg" alt="" title="DSC94016" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2482" /></a> und flächenweise Heidelbeersträucher mit kleinen, schon etwas rötlichen Beeren. Teilweise stehen Holz-Tierfiguren im Wald. Insgesamt ist es etwas übertrieben, für Kinder aber bestimmt lustig. Sonnige Abschnitte wechseln mit schattigen Waldstücken.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC94013.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC94013.jpg" alt="" title="DSC94013" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-2483" /></a> An einer Stelle gibt es einen großartigen Blick über den Elbtalsee, einem Gletscher-Karsee,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC94011.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC94011.jpg" alt="" title="DSC94011" width="186" height="280" class="alignleft size-full wp-image-2484" /></a> weiter bis zum &#8220;Sterne&#8221;-Dorf Baiersbronn-Mitteltal 400 Meter weiter unten. Ich sitze auf einer Bank in der lauen Frühlingssonne am Ortsrand von Kniebis und tippe. Über sonnige Wiesen und lichte Waldstücke geht es durchs Ortszentrum, wo der Maibaum<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC94037.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC94037.jpg" alt="" title="DSC94037" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2486" /></a> präpariert wird und die Wäsche<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC94036.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC94036.jpg" alt="" title="DSC94036" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2487" /></a> trocknet. Zur Halbzeit kehren wir ein bei Kaffee und Kuchen. Kirche und Klosterruine haben wir schon gesehen, hoch gehts und per Fußgängerbrücke<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC94040.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC94040.jpg" alt="" title="DSC94040" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2488" /></a> über die Schwarzwaldhochstraße, von wo sich ein Blick auf die Appartmenthäuser und die Gebäude des früheren Kindersanatoriums von gestern bietet. An der Südostecke des Weges an der Abendwieshütte ist ein Ort der Besinnung eingerichtet; laut Tafel 50 dürfte das der Kopf der Kniebieser Großsprungschanzen gewesen sein, die hier von 1948 bis 1972 gestanden haben. Sicher waren das die &#8220;riesigen Holzsprungschanzen&#8221;, von denen Oliver in seiner Erinnerung berichtet hat. Das nächste Stück ist ein Pfad entlang der früheren Grenze zwischen Württemberg<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC94054.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC94054.jpg" alt="" title="DSC94054" width="186" height="280" class="alignleft size-full wp-image-2489" /></a> und Baden mit über 300 Jahre alten Grenzsteinen. Im Anschluss folgen viele Beispiele und Erläuterungen zu heimischen Bäumen und Sträuchern.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC94062.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC94062.jpg" alt="" title="DSC94062" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2490" /></a> Am Naturfreundehaus und nachfolgenden Häusern gibt es Solarstromerzeugung und Anti-Atomkraft-Plakate. Das letzte Eckchen des Rundweges kürzen wir etwas ab, so reicht es zu einer Einkehr auf der Terrasse der Kniebishütte mit Gaisburger Marsch-Eintopf<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC94066.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC94066.jpg" alt="" title="DSC94066" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2491" /></a> und Blick auf eine Gewitterfront im Süden,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC94069.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC94069.jpg" alt="" title="DSC94069" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2492" /></a> bevor wir den letzten Bus nach Freudenstadt erreichen. Alles in allem ist dieser &#8220;Premium&#8221;-Wanderweg doch informativ und abwechslungsreich. Von den Fahrplan her wäre es knapp möglich: Gepäck holen, Bus zum Hauptbahnhof, OSB nach Offenburg. Das wollen wir nicht testen, wir gönnen uns eine Stunde mehr und den Gang zum Hauptbahnhof, damit wir noch mehr von Freudenstadt sehen. Das erweist sich als gut: leider hat Marlis ihre Kamera beim Gepäckabholen stehengelassen, nach einigen Minuten merkt sie es und wir können sie locker holen gehen. In der Bahnhofstraße sehen wir einige schöne<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC94076.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC94076.jpg" alt="" title="DSC94076" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2493" /></a> mit den kleinen gestrichenen Holzschindeln verkleidete Häuser,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC94074.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC94074.jpg" alt="" title="DSC94074" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2494" /></a> die offenbar nicht im Krieg zerstört wurden. Wir steigen in die OSB (Ortenau-S-Bahn, dieselbetrieben, neues Modell, kennen wir von Prenzlau und Joachimsthal) über Alpirsbach und Hausach nach Offenburg, wieder eine richtige Schwarzwaldstrecke. Glück gehabt, hinter Alpirsbach regnet es, überall steigt Dunst<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC94081.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC94081.jpg" alt="" title="DSC94081" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2495" /></a> auf, die Straßen sind nass. In Schiltach<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC94078.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC94078.jpg" alt="" title="DSC94078" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2496" /></a> fällt unser Blick auf malerisch den Hang hoch gestapelte Fachwerkhäuser.</p>
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		<title>29. April: nach Freudenstadt und Kniebis</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Apr 2011 18:48:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[nach Kniebis: mit der S-Bahn durchs Murgtal nach Freudenstadt mit Kurzstopp in Gernsbach, erster Ausflug auf den Kniebis (Ziel: Oliver Schäfer) Wir starten schon um halb elf, wir wollen uns die Möglichkeit offenhalten, kurz nach eins den Bus von Freudenstadt &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/04/30/29-april-nach-freudenstadt-und-kniebis/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>nach Kniebis: mit der S-Bahn durchs Murgtal nach Freudenstadt mit Kurzstopp in Gernsbach, erster Ausflug auf den Kniebis (Ziel: Oliver Schäfer)</strong></p>
<p>Wir starten schon um halb elf, wir wollen uns die Möglichkeit offenhalten, kurz nach eins den Bus von Freudenstadt nach Kniebis zu bekommen, der nächste geht erst drei Stunden später. Diesmal macht uns die Bahn einen Strich durch die Rechnung: S-Bahnen warten nicht, die Anschlüsse sind knapp, und der ICE nach Karlsruhe sammelt kurz vor Mannheim eine Viertelstunde Verspätung wegen einer Weichenstörung ein. Ich drehe alles hin und her: egal auf welchem Weg, rechtzeitig für den Kniebis-Bus in Freudenstadt anzukommen geht nicht; die direkte Bahn fährt eben nur stündlich. Das S-Bahn-System Karlsruhe ist übrigens in ganz Deutschland eine Besonderheit: die Züge sehen eher aus wie große Straßenbahnen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93882.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93882.jpg" alt="" title="DSC93882" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2461" /></a> und fahren in Karlsruhe und Heilbronn auch so mitten durch die Städte, können aber auch auf das Schienennetz der Bahn wechseln. Wir nehmen die nächste halbstündige S-Bahn dazwischen, die schon mal ins Murgtal bis Forbach fährt. Unterwegs recherchiere ich mit Wikipedia und den Karten auf meinem Handy, welcher Zwischenhalt am interessantesten ist und der Bahnhof nah genug an der Innenstadt. Heraus kommt Gernsbach, nach einer halben Stunde gehts dann weiter nach Freudenstadt. Der Zwischenstopp hat sich gelohnt: direkt an der historischen Altstadt, sehr authentische Mischung aus Sandstein, Fachwerk,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93868.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93868.jpg" alt="" title="DSC93868" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2462" /></a> Barock und Gotik mit Rathaus und alten Gebäuden direkt an der Murg. Auch die Fachwerk-Zehntscheuern sehen wir, von denen man offensichtlich nicht genau weiß, was man damit machen soll. Bei pünktlichen Zügen hätten wir das nicht gesehen! Leider hole ich mir dabei einen dicken Schmierfleck auf meiner neuen Outdoor-Hose, als ich beim Aussteigen aus der S-Bahn ein Fahrrad berühre, genau zwischen Kettenblatt und Ständer, bei bestens geschmierter Kette. Da werden zu Hause meine Fleckentfernungskünste gefordert sein, solange muss das warten. Die Fahrt mit der S41 von Rastatt bis Freudenstadt ist wirklich ein Erlebnis: sehr schöne Landschaft, zum Greifen nah: schmale Täler, manchmal sogar Schluchten, steile Hänge, eingleisige Tunnel, das alles sehr unmittelbar und auch mit Blick nach vorn über die Schulter des Fahrers, echter Straßenbahncharakter im S-Bahn-Tempo mit vielen Haltestellen. Wir lesen uns etwas in Freudenstadt ein: schon immer planvoll angelegt, am Ende des zweiten Weltkrieges niedergebrannt. Beim schon bis 1950 erfolgten gut geförderten Aufbau konnten sich Pläne nach der Heimatschutzarchitektur durchsetzen; so entstand der riesige quadratische Marktplatz, 216 x 219 m, der größte Deutschlands, wieder neu, umsäumt von Gebäuden mit schönen breiten Arkaden,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93884.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93884.jpg" alt="" title="DSC93884" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2463" /></a> die noch viele kleine Läden beherbergen. In einer Ecke des Platzes liegt die evangelische Kirche<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93898.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93898.jpg" alt="" title="DSC93898" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2464" /></a> als eine von zwei Winkelkirchen in Deutschland, mit zwei Schiffen rechtwinklig zueinander, nur der Pfarrer konnte beide der früher getrennt sitzenden Geschlechter sehen. An der gegenüberliegenden Platzecke liegt das Rathaus,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93887.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93887.jpg" alt="" title="DSC93887" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-2465" /></a> und mitten auf dem großen Platz sehr schöne Blumenbeete, allerdings durchkreuzt von dicken Straßen. Umliegend gibt es noch zwei Straßen, deren Häuser den Brand überlebt haben, weil man mit dem Inhalt der Abortgruben gelöscht hat. Dort stehen kleine Fachwerk-Giebelhäuser, die frontseitig mit kleinen Holzschindeln verkleidet sind. Nachdem wir uns mit Material aus der Touristinfo eingedeckt haben, nehmen wir den Bus nach Kniebis, den Ort, den uns Oliver Schäfer genannt hat: 1972 war er dort als Achtjähriger während eines Umzugs der Eltern für sechs Wochen in einem Kindersanatorium, was damals noch von den Krankenkassen bezahlt wurde. Wir haben von Oliver alte Schwarzweiß-Fotos vom Blick aus dem Fenster, die er damals aufgenommen hat, und eine Skizze aus dem Internet erhalten; die Anschrift haben wir von Anja Richmann vom Stadtarchiv Freudenstadt bekommen, außerdem eine Postkarte und eine Anzeige des Hauses,<div id="attachment_2473" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/Kniebis_Kindersan_WerbungAdressbuch1956w.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/Kniebis_Kindersan_WerbungAdressbuch1956w-300x106.jpg" alt="" title="Kniebis_Kindersan_WerbungAdressbuch1956w" width="300" height="106" class="size-medium wp-image-2473" /></a><p class="wp-caption-text">Für größere Darstellung anklicken</p></div> das damals unter der Leitung von Oberin Rochlitz stand, und einen Zeitungsartikel über den ärztlichen Leiter Dr. Stoßberg, der aus Recklinghausen stammte und noch nach Verkauf der Gebäude etwa 1976 lange als angesehener Land- und Kinderarzt in Kniebis wirkte. Das waren äußerst wichtige Informationen. Über die heutige Nutzung lag dem Archiv nichts vor, das erforschen wir heute. Allerdings gehörte früher der nördliche Teil von Kniebis zu Baiersbronn; erst 1972 ist Kniebis komplett zu Freudenstadt gekommen.<br />
Der Busausstieg Kniebis-Dorf ist direkt am Anfang des Kohlwaldweges. Wir schauen uns zuerst die Busrückfahrzeiten und die Klosterruine<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93911.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93911.jpg" alt="" title="DSC93911" width="186" height="280" class="alignleft size-full wp-image-2466" /></a> am Forbach, an der wir gerade stehen, an. Aufwärts geht es den Weg hoch, mit Schild &#8220;Haus Kohlwald Kinderkur&#8221;, klingt nach Auflösung der Fragen. In der Gegend der Hausnummer 22 sehen wir nur Wiese, direkt danach stehen wir vor Wohnhausreihen und einem zehnstöckigen Appartmenthaus, beides hier ziemlich deplatziert, mit Nummer 30 bis 36. Wir sind wohl vorbei. Wir gehen den Berg ganz hoch bis zum Bebauungsende.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93924.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93924.jpg" alt="" title="DSC93924" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-2467" /></a> Erst kommt ein größeres Haus &#8220;Waldfrieden am Kohlwald – Reha für Drogenabhängige&#8221;; wie wir bald erfahren, war das die Kinderkur der AOK Wiesbaden. Also weiterforschen. Am Waldrand treffen wir Stammgäste, die wissen schon mehr, und halten es für möglich, dass es ein &#8220;Tannenhof&#8221; unterhalb der Appartments gewesen sein könnte, und verweisen uns auf Alt-Anwohner, die Marlis auch gleich in ihrem Garten kontaktiert und interviewt. Die erzählen uns einiges über Kniebis als angenehmen Wohnort und den Fremdenverkehr, von dem der Ort überwiegend lebt. Die Position des Hauses wird bestätigt, wir machen uns also auf den Weg zurück und finden jetzt auch zurückgesetzt mit Eingang von hinten das Haus &#8220;Kohlwaldweg 20&#8243; mit großem Holzschild &#8220;Tannenhof&#8221;.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93939.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93939.jpg" alt="" title="DSC93939" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2468" /></a> Das ist sicher die ehemalige Nr. 22, bei genauer Betrachtung sind Fenster und Giebel aus unseren Vorlagen noch zu erkennen. Nach hinten ist an- und weitergebaut worden bis zum früheren zweiten Haus<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93933.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93933.jpg" alt="" title="DSC93933" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2469" /></a> des Kindersanatoriums. Dieser Umbau zu einer Appartmentanlage<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93929.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93929.jpg" alt="" title="DSC93929" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2470" /></a> ist wahrscheinlich gleich nach dem Verkauf des Sanatoriums Ende der 70er Jahre geschehen, als auch die Ferienwohnungen weiter oben gebaut wurden. Wir haben es also gefunden, und beim Umrunden entdecken wir die Positionen und Blicke<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93940.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93940.jpg" alt="" title="DSC93940" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2471" /></a> aus unseren Vorlagen, die sich durch Anbauten, Verlegung der Eingänge,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93936.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93936.jpg" alt="" title="DSC93936" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2472" /></a> neue Bäume und verfallene Zäune jedoch massiv verändert haben. Die Feuerwehr rückt zu einer Freitagabend-Übung an und reinigt mit großem Vergnügen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93952.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93952.jpg" alt="" title="DSC93952" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2478" /></a> Gullys und Solaranlagen. Wir sind zufrieden mit den Ergebnissen, passend fängt es an zu regnen. Wir haben noch etwas Zeit und sehen die evangelische Kirche von außen an. Da steht ein Schild: Geöffnet, besichtigen Sie unsere Osterstationen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93968A.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93968A.jpg" alt="" title="DSC93968A" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2475" /></a>. Sehr schön sind mit kleinen Stofffiguren in handgeschneiderter Kleidung Szenen vom Einzug nach Jerusalem über Abendmahl, Kreuzigung und Erscheinung am See Genezareth dargestellt und in einem Begleitheft beschrieben. Zum Abschließen kommt Sabine Bohnet,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93962.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93962.jpg" alt="" title="DSC93962" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2474" /></a> eine der Initiatorinnen, die uns äußerst nett Erläuterungen zu den Darstellungen, der Kirche und dem Gemeindeleben gibt, und auch Vermutungen zur Holzsprungschanze aus Olivers Text hat. Dem werden wir morgen auf unserer Wanderung nachgehen. Der Regen ist vorbei, er hat die Blütenpollen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93972.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93972.jpg" alt="" title="DSC93972" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2476" /></a> zu ganzen Seen zusammengeschwemmt. Der Bus kommt, und in Freudenstadt gehen wir durch zwei nicht kriegszerstörte Straßen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93978.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93978.jpg" alt="" title="DSC93978" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2477" /></a> mit kleinen Giebelhäusern zum &#8220;Hotel Bären&#8221;, wo wir schwäbischen Wurstsalat und hausgemachten &#8220;Waldarbeiter&#8221;-Flammkuchen essen. Noch Postkartenschreiben und Prospekte blättern, dann schlafen wir ein.</p>
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		<title>23. April: Ausflug nach Landau</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Apr 2011 19:27:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<category><![CDATA[S-Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtbild]]></category>
		<category><![CDATA[SüdWest]]></category>

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		<description><![CDATA[Landau: Ausstellung, Stadterkundung Durch Felder und Weinberge fahren wir am Mittag nach Landau. In unserer Gegend ist die Natur am weitesten, wärmer und sonniger ist es höchstens in Freiburg. Vorbei am ZOB (Zentraler Omnibus-Bahnhof, ist uns schon oft begegnet und &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/04/25/23-april-ausflug-nach-landau/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Landau: Ausstellung, Stadterkundung</strong></p>
<p><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93678T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93678T.jpg" alt="" title="DSC93678T" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2404" /></a>Durch Felder<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93680T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93680T.jpg" alt="" title="DSC93680T" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2405" /></a> und Weinberge<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93686ATL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93686ATL.jpg" alt="" title="DSC93686ATL" width="280" height="121" class="alignleft size-full wp-image-2406" /></a> fahren wir am Mittag nach <strong>Landau</strong>. In unserer Gegend ist die Natur am weitesten, wärmer und sonniger ist es höchstens in Freiburg. Vorbei am ZO<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93691.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93691.jpg" alt="" title="DSC93691" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2407" /></a>B (Zentraler Omnibus-Bahnhof, ist uns schon oft begegnet und gibt es mittlerweile in fast allen Städten mit Zentrumsfunktion für das Umland) laufen wir über die Ringstraßen zur Städtischen Galerie Landau in der Villa Streccius, an der auch der Kunstverein beteiligt ist. Dort sehen wir uns die Fotoausstellung &#8220;Der zweite Blick&#8221; an. Es geht um Situationen, die erst eindeutig erscheinen, aber durch kleine Unstimmigkeiten genauer hinschauen lassen, um dann dem eigentlichen Inhalt näherzukommen. Zwei Positionen gefallen uns ganz gut, der Rest erscheint uns eher langweilig oder künstlich statt künstlerisch. Der Übergang gute Fotografie zu künstlerischer Fotografie ist eben schwierig, fließend und ein Stück weit Anschichtssache und von genauem Hinsehen abhängig. Wir schlendern weiter durch die Stadt. Sie hatte ab 1688 eine von Vauban errichtete Festung, wobei auch die mittelalterliche Stadt niederbrannte und gerade Straßen und Bauquadrate entstanden. 1871 wurde die Festung geschleift, bis dahin war die Stadt mal unter französischer und mal unter deutscher Herrschaft. Starke Spuren hat die Zeit um 1900 mit vielen großen Sandstein-Gebäuden und Bürgerhäusern hinterlassen, als Landau reiches Zentrum des Pfälzischen Weinhandels war. Hier ist besonders die 1907 eröffnete Jugendstil-Festhalle<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93694TDA.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93694TDA.jpg" alt="" title="DSC93694TDA" width="280" height="107" class="alignleft size-full wp-image-2408" /></a> zu nennen, die heute noch Haupt-Veranstaltungshalle ist. Nach dem ersten und zweiten Weltkrieg war Landau französische Garnisonsstadt. Aus der Südwestdeutschen Gartenschau 1949 in Landau entwickelte sich die Bundesgartenschau, so gibt es hier viele Grünanlagen, ein Reptilium und einen kleinen Zoo. Seit 1990 ist Landau eine der kleinsten Universitätsstädte. Die Konversion militärischer Gebäude spielt heute noch eine deutliche Rolle.<br />
Wir haben uns Landau noch nie so genau angesehen. Trotz gerader Straßen wirkt es durch die abwechslungsreichen Fassaden<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93702P.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93702P.jpg" alt="" title="DSC93702P" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-2409" /></a> interessant, es gibt eine große Fußgängerzone mit vielen Geschäften, auch etwas Leerstand. Die Strecke zum Bahnhof wird boulevard-artig ausgebaut. Ein gewisses französisches Flair ist unverkennbar. Vergeblich suchen wir ein Café mit gutem Kuchen.<br />
Als wir schon aufgegeben haben, treffen wir auf die kleine Rösterei Parezzo hinter dem Marktplatz,  die französische Törtchen von Rebert<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93707.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93707.jpg" alt="" title="DSC93707" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2410" /></a> aus Wissembourg führt, so dass der Tag angemessen abgerundet werden kann.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93710AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93710AT.jpg" alt="" title="DSC93710AT" width="280" height="102" class="alignright size-full wp-image-2411" /></a> Auf der Rückfahrt können wir den Spargelstechern zusehen. Kurz danach landen wir wieder in unserem Heimatbahnhof.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93716.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93716.jpg" alt="" title="DSC93716" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2412" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93719.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93719.jpg" alt="" title="DSC93719" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2413" /></a></p>
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		<title>18. April: Königswinter, nach Koblenz</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Apr 2011 23:00:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ziel Ideengeber]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[S-Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Schiff]]></category>
		<category><![CDATA[West]]></category>

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		<description><![CDATA[Königswinter(Ziel: Heide): Drachenburg, Drachenfels, Fähre, S-Bahn. Fahrt nach Koblenz. Wir wissen noch nicht richtig, wie wir den Tag einteilen, und holen erstmal mit dem Texteschreiben auf. Die Sonne scheint, das wird den ganzen Tag so bleiben. So lassen wir es &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/04/20/18-april-konigswinter-nach-koblenz/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Königswinter(Ziel: Heide): Drachenburg, Drachenfels, Fähre, S-Bahn. Fahrt nach Koblenz.</strong></p>
<p>Wir wissen noch nicht richtig, wie wir den Tag einteilen, und holen erstmal mit dem Texteschreiben auf. Die Sonne scheint, das wird den ganzen Tag so bleiben. So lassen wir es langsam angehen und machen uns auf den Weg auf den Drachenfels. Die nette grüne Zahnradbahn aus dem 19. Jahrhundert besichtigen wir, nehmen aber doch die Füße. Wir fahren ja genug Bahn, und sie wird uns beim Aufstieg noch öfter begegnen.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93357TFA.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93357TFA.jpg" alt="" title="DSC93357TFA" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2343" /></a> Steil, aber kurz mit häufigen Rheinblicken steigen wir auf, kehren direkt hinter der hässlichen Nibelungenhalle<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93350.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93350.jpg" alt="" title="DSC93350" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2342" /></a> &#8211; zu Wagners 100. Geburtstag errichtet, heute Reptilienzoo und andere Kinderbelustigung &#8211; in einem Weinlokal mit sonniger Terrasse ein und erreichen kurz darauf das Schloss Drachenburg.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93371.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93371.jpg" alt="" title="DSC93371" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2345" /></a> Das wurde 1883 in gerade mal zwei Jahren gebaut von einem Bankier, der in Paris bei Aktienspekulationen reich geworden war. Wahrscheinlich aus persönlichen Gründen hat er nie selbst dort gewohnt.<br />
Die Erben haben es verkauft, es blieb zunächst in der Familie, später war es Schule, Lazarett, Eisenbahner-Ausbildungsstätte. Nach längerem Leerstand übernahm es ein Privatmann. Von dem hat es das Land Nordrhein-Westfalen gekauft und seit den 90er Jahren aufwendig rekonstruiert und restauriert. Der Park<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93369LA.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93369LA.jpg" alt="" title="DSC93369LA" width="236" height="280" class="alignright size-full wp-image-2346" /></a> ist noch nicht ganz fertig, und die durch Kriegsbeschuss verloren gegangenen bunten Glasfenster warten auf Spender. Wir machen eine Führung mit, die uns die ganze Geschichte in rheinischem Dialekt erzählt, wie die Beschaffung der fehlenden passenden Möbel; die originalen wurden großenteils von den Zwischenbesitzern verkauft. Decken,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93373.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93373.jpg" alt="" title="DSC93373" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2347" /></a> Kuppeln und Türme, alles wurde wiederhergestellt. Zur Führung gehört ein Gang durch die Privaträume im 1. Stock mit prächtigen Schlaf- und Speisezimmern;<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93379.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93379.jpg" alt="" title="DSC93379" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2348" /></a> hier gibt es heute auch zwei Trauzimmer.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93383.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93383.jpg" alt="" title="DSC93383" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2349" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93401.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93401.jpg" alt="" title="DSC93401" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2350" /></a> Der letzte Besitzer soll sogar vorgehabt haben, das Schloss weiß zu streichen, als rheinisches (kleines) Neuschwanstein.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93397L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93397L.jpg" alt="" title="DSC93397L" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2351" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93402.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93402.jpg" alt="" title="DSC93402" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2352" /></a> Nach kleinen Steigungen kommen wir auf der Drachenfelsruine an, außer ein paar Mauern ragt ein Turmrest weithin sichtbar empor,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93410.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93410.jpg" alt="" title="DSC93410" width="186" height="280" class="alignleft size-full wp-image-2353" /></a> es gibt eine tolle Rundumsicht mit Godesburg, Kölner Dom und Siebengebirge, und das bei strahlend blauem Himmel. Das ganze Ensemble aus Rhein, Zahnradbahn, Drachenburg,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93419TL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93419TL.jpg" alt="" title="DSC93419TL" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2354" /></a> Nibelungenhalle und Drachenfels mit dem Rundumblick ist offenbar so romantisch und beliebt, dass die Stadt Königswinter jetzt die ganze Achse vom Rhein bis zur Bahn und das Restaurant auf dem Drachenfels aufwändig modernisiert. Der Felsen unter der Ruine wurde schon früher mit etlichen Stahl- und Betonankern gesichert, nachdem er durch die Steinbrüche unterhalb brüchig geworden war. In Königswinter fährt sogar ein Gartenbähnchen vom Rheinanleger, wo auch die S-Bahn hält, zur Zahnradbahn, natürlich gibts passende Kombitickets. Und alles am Weg rüstet schon für den richtigen Saisonstart am Karfreitag, für den Rhein in Flammen am 7. Mai kann man überall auf Schiffen und Lokalen mit Blick reservieren, die Ufer werden beleuchtet und überall gibts Uferfeste. Wir gehen denselben Weg wieder runter. So haben wir wenigstens etwas von der Romantik mitbekommen, die Heide beim ersten Treffen mit ihrem jetzigen Mann beim Rhein in Flammen hier erlebt hat.<br />
Wir haben noch etwas Zeit. Damit wir wenigstens etwas Schiff fahren, nehmen wir die Fähre nach Godesberg hin und gleich wieder zurück. Da kommt gerade die S-Bahn 66. Mit der fahren wir zwei Stationen zur nächsten Ausweichstelle in Rhöndorf am Rhein entlang. Die Gegenbahn kommt passend, nur müssen wir auf die andere Seite, und die Schranke geht runter. Zum Glück öffnet sie noch, bevor unsere Bahn fährt, und wir erreichen sie geradeso. Sonst wäre es knapp bis zum geplanten Zug geworden.<br />
Dafür lasse ich in Koblenz meinen bewährten Strohhut gegen die Sonne im Zug liegen; ich hatte ihn nicht wie üblich ins Gepäck gesteckt. Als ich das 10 Minuten später merke, ist der Zug weg. Pech, jetzt muss ich das Fundsystem der Bahn bemühen. Und bei der BUGA morgen wird er mir fehlen.<br />
In Koblenz beziehen wir unser schönes Hotel am Bahnhof und laufen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93441.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93441.jpg" alt="" title="DSC93441" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2355" /></a> in die Innenstadt, die ganz im Zeichen der BuGa steht, zum Essen. Am Münzplatz finden wir was passendes. Dann heisst es etwas Tippen und Schlafengehen, die blöde Erkältung ist schließlich immer noch nicht ganz weg.</p>
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		<title>17. April: Köln, nach Königswinter</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Apr 2011 22:04:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Erlebnis]]></category>
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		<category><![CDATA[West]]></category>

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		<description><![CDATA[Köln: Besuch des Kolumba-Museums. Fahrt nach Königswinter: verkaufsoffener Sonntag, Rheinufer Diesmal kein Hotelfrühstück, so können wir länger schlafen und frühstücken gegen Mittag auf dem Alten Markt in einer Kölner Kaffeebud, einem Frühstücksimbiss, einfach, gut, flott und preiswert. Nach Durchquerung der &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/04/19/17-april-koln-nach-konigswinter/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Köln: Besuch des Kolumba-Museums. Fahrt nach Königswinter: verkaufsoffener Sonntag, Rheinufer</strong></p>
<p>Diesmal kein Hotelfrühstück, so können wir länger schlafen und frühstücken gegen Mittag auf dem  Alten Markt in einer Kölner Kaffeebud, einem Frühstücksimbiss, einfach, gut, flott und preiswert. Nach Durchquerung der Fußgängerzone<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93197AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93197AT.jpg" alt="" title="DSC93197AT" width="280" height="93" class="alignleft size-full wp-image-2357" /></a> sind wir um 12 im <a href="http://www.kolumba.de/">Diözesanmuseum Kolumba</a>, das wir seit seiner Eröffnung 2007 im Fokus haben, nachdem die Architektur des Neubaus von Peter Zumthor so hoch gelobt wurde. Von außen ist das Gebäude unscheinbar, es sieht aus wie ein Block aus beigem Backstein, in manchen Bereichen mit Löchern, oben einzelne große Fenster, drei Ecken etwas höher, zwei Eingangsöffnungen. Auffällig sind nur die in die Wände integrierten gotischen Grundmauern.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93201.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93201.jpg" alt="" title="DSC93201" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2358" /></a> Im Innern setzt sich diese einfache Klarheit fort: ineinander übergehende Raumquader aus Sichtbeton,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93256TL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93256TL.jpg" alt="" title="DSC93256TL" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2359" /></a> von denen Seitenraumquader mit kleiner Stufe abgehen. Die glattgeschliffene Betonbodenplatte scheint wie eingelegt zu sein: an den Wänden ist immer eine schmale Fuge. So hat man das Gefühl, drin zu schweben. Licht von außen kommt erst im zweiten Stock: raumhohe breite Lücken im Beton<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93241.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93241.jpg" alt="" title="DSC93241" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2360" /></a>, auf die die Fenster ohne Unterteilungen von außen aufgesetzt sind, vermitteln den Eindruck, unmittelbar draußen zu stehen, und eröffnen auch den Blick auf den Dom. Im Erdgeschoss ist die Ruine der kriegszerstörten St.-Kolumba-Kirche und das Ausgrabungsfeld<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93214.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93214.jpg" alt="" title="DSC93214" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2361" /></a> in deren Innern ins Gebäude als Raum hinter einer Art Tresortür integriert, auch die darin direkt nach dem Krieg errichtete Kapelle &#8220;Madonna in den Trümmern&#8221; ist umbaut und durch den anderen Außeneingang als Kirche begehbar. Die Ruine der Sakristei<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93220.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93220.jpg" alt="" title="DSC93220" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2362" /></a> liegt außerhalb offen und ist durch eine kleine Tür erreichbar. Das L-förmige Gebäude umfasst einen schlichten Innenhof<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93238.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93238.jpg" alt="" title="DSC93238" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2363" /></a> mit geschottertem Boden, einzelnen Bäumchen, ein paar Stühlen und einer liegenden Skulptur. Innen gibt es keinen ausladenden Museumsshop, nur eingelassene Holzregale mit Büchern und Karten und keinerlei Plakatierung.<br />
Die ersten und letzten Raumquader des Rundgangs, Garderobe und Leseraum, sind komplett in edlen, stark gemaserten Hölzern ausgekleidet; Schränke und Regale sind in die Wände eingelassen. Die Ausstellungspräsentation ist sparsam, nur ein Stück oder Zyklus auf einer Wand<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93259.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93259.jpg" alt="" title="DSC93259" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2364" /></a> sowie einzelne Vitrinen. Als einzige Beschriftung gibt es Raum- und Vitrinen-Nummern. Der Besucher bekommt ein Heft, das die Werke in den Räumen beschreibt. Es ist die dritte Jahrespräsentation der Sammlung: Bis zu zweitausend Jahre Entstehungsabstand stehen in jedem Raum gegenüber, es reicht von römischer Zeit bis in die Gegenwart. Von etlichen Künstlern findet man Werke in verschiedenen Räumen. Das ganze Museum – Gebäude wie Sammlung &#8211; in seiner edlen, eventfreien, genialen Schlichtheit erzeugt eine andachtsvolle, staunende Stimmung, ein absolut einzigartiges Erlebnis, das wir so noch in keinem Kunstmuseum hatten. Soweit wir Erwartungen hatten, sind sie komplett übertroffen worden. Dieses Museum ist ein Muss!<br />
Wir beginnen nichts Neues mehr in Köln, sondern fahren direkt nach <strong>Königswinter</strong>, das uns Heide genannt hat: romantisches erstes Treffen beim Rhein in Flammen. Der ist in drei Wochen; wir wollen der Romantik bei Frühlingssonne nachspüren. Beim Gang durch die Hauptstraße in der Altstadt<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93279.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93279.jpg" alt="" title="DSC93279" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2366" /></a> treffen wir auf einen verkaufsoffenen Sonntag;<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93269.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93269.jpg" alt="" title="DSC93269" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2365" /></a> wir essen Waffeln, die ein Verein serviert. Es gibt leerstehende Läden wie in jedem Ort, der nahe einer Großstadt liegt und gut angebunden ist. Hier fährt der Zug nach Köln, die S-Bahn nach Bonn, und der Hauptort Königswinter hat kaum 5000 Einwohner; die Gesamtgröße von 40.000 erreicht die Stadt durch 8 ähnlich große Stadtteile, von denen die meisten im Siebengebirge liegen. Unser Hotel befindet sich direkt am Rheinufer an den Fähranlegern;<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93282.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93282.jpg" alt="" title="DSC93282" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2367" /></a> der Blick geht auf Rhein und die Drachenburg mit Drachenfels. Die schöne Uferpromenade ist platanengesäumt,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93290.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93290.jpg" alt="" title="DSC93290" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2368" /></a> außerhalb der Hotel- und Restaurantzone stehen viele Villen in Parks,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93297.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93297.jpg" alt="" title="DSC93297" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2369" /></a> auch der Petersberg mit dem Gästehaus der Bundesregierung ist zu sehen. Den Tourismus gibts hier seit den Dampfschiffen 1826, als die Briten die Rheinromantik entdeckten, mit der rechtsrheinischen Eisenbahn ab 1870 wurde der Aufenthalt für breitere Schichten möglich. Heute wohnen hier viele, die in Bonn arbeiten, gleichzeitig gehört es zu den Bonner Naherholungsgebieten. Wir essen im &#8220;Alten Fährhaus&#8221; an der Promenade und sind dann bald müde. Am Fenster bietet uns der Vollmond<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93325LA.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93325LA.jpg" alt="" title="DSC93325LA" width="280" height="146" class="alignleft size-full wp-image-2370" /></a> beim Aufgang noch ein einmaliges, kurzes Schauspiel hinter dem Drachenfels.</p>
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		<title>27. März: Hamburg</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Mar 2011 10:47:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Führung im Botanischen Garten, Besuch im Schulauer Fährhaus mit Willkomm-Höft (Ziel: Sybille Burmeister und Klaus), Speicherstadt mit Elbphilharmonie, Schellfischposten Trotz langer Nacht und längerer Frühstückszeit können wir nicht ausschlafen, die Zeitumstellung hat die Stunde gefressen. Dafür bleibts endlich länger hell, &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/03/29/27-marz-hamburg/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Führung im Botanischen Garten, Besuch im Schulauer Fährhaus mit Willkomm-Höft (Ziel: Sybille Burmeister und Klaus), Speicherstadt mit Elbphilharmonie, Schellfischposten</strong></p>
<p>Trotz langer Nacht und längerer Frühstückszeit können wir nicht ausschlafen, die Zeitumstellung hat die Stunde gefressen. Dafür bleibts endlich länger hell, was uns sehr entgegen kommt. Marlis hat mit einer Bekannten aus der Spaziergangsforschung, Annette Huber, die im <strong>Botanischen Garten</strong> aktiv ist, eine Führung vereinbart. Wir treffen uns mit ihr am Eingang des Gartens in Klein-Flottbek. Wir beginnen mit dem Loki-Schmidt-Haus, dem neuen Museum für Nutzpflanzen. Uns überzeugen die Präsentation und auch die Architektur des würfelförmigen, außen blau gefliesten Gebäudes. Der Garten ist sehr weitläufig.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91707TF1.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91707TF1.jpg" alt="" title="DSC91707TF" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2048" /></a> Viele Beete warten noch auf den Frühling, einzelne Bäume blühen schon.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91718.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91718.jpg" alt="" title="DSC91718" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2049" /></a> Wir erfahren, dass aus Geldmangel immer mehr Gärtner eingespart werden müssen, statt dessen werden Ein-Euro-Kräfte und ehrenamtliche Mitarbeiter eingesetzt.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91722.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91722.jpg" alt="" title="DSC91722" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2050" /></a> Der frühere Standard kann damit nicht mehr ganz gehalten werden. Annette betreut einen Bereich im Nutzpflanzengarten.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91734.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91734.jpg" alt="" title="DSC91734" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2051" /></a> Alles Material wird gestellt, im Rahmen der Vorgaben kann sie dort frei werkeln. Nur das Gießen übernimmt bei Bedarf die Gartenverwaltung. Es macht ihr sehr viel Spaß. Und für uns ist es ein Erlebnis, so viel über den Betrieb eines Botanischen Gartens zu erfahren, auch nachdem wir in Bonn schon in einem unterwegs waren.<br />
Die Sonne scheint ungetrübt, es ist immer noch recht kühl. Wir fahren mit der S-Bahn weiter nach Wedel und gehen durch den Ortskern<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91746.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91746.jpg" alt="" title="DSC91746" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2052" /></a> zum <strong>Schulauer Fährhaus</strong> von 1864. Hierhin schicken uns gleich zwei Ideengeber: Marlis&#8217; Onkel Klaus, den wir schon in Stendal besucht haben, war hier gleich nach der Wende, er hatte von der Schiffsbegrüßungsanlage &#8220;<strong>Willkomm Höft</strong>&#8221; schon in der DDR gehört. Sybille Burmeister war mit ihrer Oma jeden Sommer dort mit Genuss Kaffeetrinken. Die Lage ist hervorragend: Etwas erhöht und um 14 Uhr genau querab zur Sonne. Viele Hamburger genießen hier die Sonne am ersten Sonntag im Frühling.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91770PL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91770PL.jpg" alt="" title="DSC91770PL" width="280" height="212" class="alignright size-full wp-image-2053" /></a> Die Bänke sind besetzt, Auf der großen Terrasse werden die Plätze immer rarer, und auch der kleine Strand in der Nähe ist schon bevölkert.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91764.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91764.jpg" alt="" title="DSC91764" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2054" /></a> Wir essen Windbeutel und Kaiserschmarrn. Dann begeben wir uns auf Entdeckungsgang durchs Gebäude. Das Buddelschiffmuseum schenken wir uns. Eindrucksvoll sind die Fotos der Sturmfluten 1962 und 1976;<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91787PAT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91787PAT.jpg" alt="" title="DSC91787PAT" width="280" height="192" class="alignright size-full wp-image-2056" /></a> beide Male wurde ein Großteil der Terrasse weggerissen. Bei der zweiten, viel höheren Flut gab es wegen verbessertem Hochwasserschutz nur noch Sachschaden.<br />
Als wir vor dem Raum des Willkommenskapitäns<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91784.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91784.jpg" alt="" title="DSC91784" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2057" /></a> stehen, werden wir hereingebeten. Er erklärt uns gern seine ehrenamtlichen Tätigkeit, zeigt uns das Bedienpult der Anlage, die Kassetten mit den Nationalhymnen und die über 16.000 Karteikarten von Seeschiffen mit deren Daten. Da gerade kein Schiff kommt, und die Gäste draußen schon fragen, wird kurzerhand wieder das Unterseeboot der Schweizer Gebirgsjäger angekündigt, mit Nationalhymne und Dippen der Flaggen. Ob das alle merken? Die Anlage gibt es seit 1952; große Lautsprecher am Ufer sorgen dafür, dass auf den Schiffen die Melodien auch ankommen, die großen Containerschiffe werfen ein deutliches Echo zurück. Die Schiffsdaten werden im Anschluss verlesen, das hören nur die Gäste im Lokal.  Marlis kauft Postkarten und interviewt den Kapitän, der nie zur See gefahren ist, aber schon immer schiffsbegeistert war. Wir staunen noch über den jetzt trockenliegenden Jachthafen mit den hohen Stangen, an denen die Anlege-Pontons sich frei mit Ebbe und Flut senken können.<br />
Auf dem Panoramaweg Richtung Hamburg<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91802.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91802.jpg" alt="" title="DSC91802" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2058" /></a> sehen wir Schiffe auslaufen. Gut kann man die flachen Binnen&#8221;schiffchen&#8221;, die wir von Ludwigshafen kennen, von den hohen, riesigen Seeschiffen unterscheiden; nur solche werden begrüßt und verabschiedet. Genau zur Abfahrt erwischen wir den Bus 189 auf der Elbestraße. Durch Landschaft, Gewerbe und Villenviertel geht es zur S-Bahn Blankenese, mit der wir bis zu den Landungsbrücken fahren. Dort gehen wir auf dem Hochwasserdamm, der gleichzeitig Promenade für die Hamburger entlang des Hafens mit Anlegern für viele Barkassen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91814.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91814.jpg" alt="" title="DSC91814" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2061" /></a> ist, Richtung Speicherstadt. Hier ragt spitz die <strong>Elbphilharmonie</strong><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91809.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91809.jpg" alt="" title="DSC91809" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2060" /></a> empor. Die Glasverkleidung ist schon großenteils dran, der Speicher-Unterbau ist komplett verhangen, drei Baukrane überragen alles. Einzelne Glasteile fehlen noch, die vorhandenen sind extravagant bedruckt und haben teilweise Öffnungen und Wölbungen. Schattenspiele vermitteln teilweise den Eindruck, als hätte es da gebrannt, beim Näherkommen löst sich das auf.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91824.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91824.jpg" alt="" title="DSC91824" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2062" /></a> Vom Wasser aus ist der Eindruck sicher imposant, und man kann sich vorstellen, dass sich Hamburg hier ein Wahrzeichen setzen und den Vergleich mit Kopenhagen, Oslo und Sidney antreten will; deswegen scheuen die Politiker hier wohl auch keine (Mehr)Kosten. Wir recherchieren: es gibt zwar schon Elbphilharmonie-Konzerte, aber an verschiedenen Orten in der Stadt. Das Gebäude selbst soll jetzt 2013 fertig werden. In der Abendsonne<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91838T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91838T.jpg" alt="" title="DSC91838T" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2063" /></a> befassen wir uns mit der Umgebung: im Bereich der U-Hochbahn-Station wird die Promenade für Millonen von Zaha Hadid neu gestaltet. Man spart an nichts: das Gebäude selbst ist von Herzog&#038;de Meuron geplant. Die Speicherstadt hat im Westteil<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91827.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91827.jpg" alt="" title="DSC91827" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2064" /></a> viele Neubauten mit Büros, Lofts und Gastronomie; direkt oberhalb der Hafenfähre Sandtorhöft trinken wir etwas bei untergehender Sonne. Leider haben wir den Fahrplan nicht genau genug gelesen, ab jetzt fährt die Fähre nur noch ab Landungsbrücken, wir haben die letzte noch gesehen. So gehts per S und U zur Königstraße und die Treppen hinunter Richtung Fischmarkt, dort suchen wir den &#8220;Schellfischposten&#8221;,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91841T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91841T.jpg" alt="" title="DSC91841T" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2065" /></a> das Lokal der ARD-Nachtsendung von Ina Müller. Es ist noch viel kleiner als es im Fernsehen scheint. Von den vier Tischen wird einer für uns frei, dann gibts nur noch die lange Theke und einen großen Außenbereich, für den es zu kalt ist. Das Lokal bezeichnet sich als die älteste Fischerkneipe, es ist komplett mit alten Utensilien und Zetteln aller Art<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91845T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91845T.jpg" alt="" title="DSC91845T" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2066" /></a> und einer Musikbox vollgehängt und recht urig. Es geht hier eher ruhig und nett zu. Die Wirtsleute sind in Urlaub, die bodenständige Vertretung macht alles allein, eher wortkarg, aber doch originell. Es gibt nur Kleinigkeiten zu essen, und die sehr preiswert; uns reichen Matjes auf Schwarzbrot und Würstchen mit Kartoffelsalat. Dann fahren wir zurück ins Hotel, noch müde von der letzten Nacht.    </p>
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