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	<title>Bahn Zeit Reise &#187; Historisch</title>
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		<title>9. Oktober: Bautzen und letzte Rückfahrt</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Oct 2011 20:42:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bautzen: Stadtführung und Türme, leicht aufregendes Ende der Rückfahrt über Mitternacht und Empfang zurück Die letzte Nacht des Reisejahres ist vorbei, das Hotel Alte Gerberei ist mit dem Appartment über das gesamte Dachgeschoss und direkt an der Spree ein Höhepunkt. &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/10/09/9-oktober-bautzen-und-letzte-ruckfahrt/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bautzen: Stadtführung und Türme, leicht aufregendes Ende der Rückfahrt über Mitternacht und Empfang zurück</strong></p>
<p>Die letzte Nacht des Reisejahres ist vorbei, das Hotel <a href="http://www.hotel-alte-gerberei.de/">Alte Gerberei</a> ist mit dem Appartment über das gesamte Dachgeschoss und direkt an der Spree ein Höhepunkt. Wir beeilen uns mit dem Packen und erreichen die Stadtführung im Zentrum. Es ist richtig kalt, vier Grad am Morgen, ohne Handschuhe geht es nicht, fast alle Kleidungsschichten sind im Einsatz. Wenn das Jahr noch weiterginge, wäre wieder die Winter-Packliste dran. Wir erfahren beim Rundgang einiges über Geschichte und Handel auf der Via Regia, die Tuchmacher und die Vergangenheit der zwei 1904 und 1906 eröffneten Gefängnisse, die während der NS-Zeit und in der DDR eine unrühmliche Rolle spielten und heute noch in der Welt mit dem Namen Bautzen in Verbindung gebracht werden. Mielkes Sondergewahrsam Bautzen II ist heute Gedenkstätte. Weiter auffallend sind die mehr als zehn Türme, Stadttürme, Rathausturm, Kirchtürme und alte und neue Wasserkunst, mechanische Pumpwerke mit Zwischenspeicher, um bis zum 19. Jahrhundert die auf dem Plateau liegende Stadt mit Spreewasser zu versorgen.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103744.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103744.jpg" alt="" title="DS103744" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4783" /></a> Fachwerk hat die Stadt übrigens keines, weil nach mehreren Stadtbränden der Holzbau verboten wurde<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103745.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103745.jpg" alt="" title="DS103745" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4784" /></a> und Brandmauern zwischen den Häusern vorgeschieben wurden. Zur Wende war die Altstadt nur noch gering bewohnt und verfiel, da keine funktionierende Entwässerung existierte, nach der Wende wurde viel investiert<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103758.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103758.jpg" alt="" title="DS103758" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4785" /></a> und restauriert, heute ist wieder Leben in die Altstadt zurückgekehrt,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103760.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103760.jpg" alt="" title="DS103760" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4786" /></a> es gibt 30 Lokale, Touristen und viele Bewohner, bis auf spezielle Problemfälle ist alles saniert und sieht als ganzes Stadtbild wirklich gut aus, wozu das malerische Spreetal<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103749.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103749.jpg" alt="" title="DS103749" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4787" /></a> deutlich beiträgt. In und um eine alte Kirchenruine<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103747.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103747.jpg" alt="" title="DS103747" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4788" /></a> am Hang hat sich ein fast genauso alter Friedhof ausgebreitet. Es gibt noch mehr Überraschungen am Reiseende: die spätgotische Kirche St. Petri ist Simultankirche;<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103762AL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103762AL.jpg" alt="" title="DS103762AL" width="187" height="280" class="alignleft size-full wp-image-4790" /></a> ein Geländer teilt sie, es gibt zwei Altäre und zwei Orgeln, und an der Trennstelle hat das Gebäude einen leichten Knick, beim Anbau konnte man wohl nicht ganz in der selben Richtung weiterbauen. Beim Aufstieg im Turm von St. Petri landen wir der einzigen noch bewohnten Türmerwohnung; Frau Kuschel hält am Wochenende am Nachmittag den Turm geöffnet, in der Woche steigen beide zur Arbeit in die Stadt hinab. Die Erzählungen zum Leben hier oben sind sehr interessant, ebenso der Turm<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103782F.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103782F.jpg" alt="" title="DS103782F" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4791" /></a> selber auf dem höchsten Punkt der Altstadt mit seinem verknoteten Holzgestühl und seinen acht kleinen, offenen blumengeschmückten Fenstern,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103774.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103774.jpg" alt="" title="DS103774" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4792" /></a> an denen die Türmerfamilie<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103778.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103778.jpg" alt="" title="DS103778" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-4793" /></a> alle zu sehenden Objekte beschriftet hat. Ähnlich gut ist die Sicht vom Reichenturm, nicht so hoch,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103793.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103793.jpg" alt="" title="DS103793" width="186" height="280" class="alignleft size-full wp-image-4794" /></a> aber mit offener Plattform, die beiden Strafanstalten, von weitem ansehnliche Gebäude,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103772.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103772.jpg" alt="" title="DS103772" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4795" /></a> sind gut zu erkennen. Wir drehen noch einige Kurven durch die Stadt und gehen über das 23 m hohe Viadukt der Friedensbrücke über die Spree,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103798.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103798.jpg" alt="" title="DS103798" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4796" /></a> das dem Durchgangsverkehr dient, und steigen dahinter die Treppe zum Hotel hinunter, vorbei an einem kleinen privaten Weingarten, und sammeln unser Gepäck ein.<br />
Gemütlich rollen wir zum Bahnhof, unser letzter Fußmarsch. Wir kaufen für die Rückfahrt ein und stellen uns zu den vielen Fahrgästen auf den Bahnsteig. Pünktlich geht es los zur letzten Reise unseres Projekts im komplett<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103802.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103802.jpg" alt="" title="DS103802" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4797" /></a> vollen Zug, wir sitzen dennoch gut. In Dresden steigen wir nicht wie vorgeschlagen in Neustadt um, sondern fahren bis Hauptbahnhof, das gibt mehrere Vorteile: keine Wartezeiten und leerer Zug, weil er von hier startet, und zweimal Elbbrücke mit Blick<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103807.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103807.jpg" alt="" title="DS103807" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4798" /></a> auf die Sehenswürdigkeiten. Im Zug ist viel Platz, wir sitzen in der Nähe des Bistros und essen erstmals im Zug zu Abend. Es wird immer früher dunkel, um 18:40 ist nicht mehr viel zu sehen. In Leipzig warten wir zehn Minuten auf Anschlussreisende; ob der nächste Zug in Frankfurt das auch tut? Wahrscheinlich ist das gar nicht nötig, in Eisenach sind es nur noch drei Minuten, und es werden weniger. Wir haben nette Kontakte mit dem Bistrochef und der Zugbegleiterin, jetzt wissen wir, dass unsere Bahncard bis zum Betriebsschluss gilt, also unsere Zeitrechnung: Der Tag endet nicht um Mitternacht, sondern mit dem Schlafengehen. Dafür steht der Anschlusszug mit +35 im Internet. Ob die Lounge in Frankfurt noch offen hat? Nein, nur bis 22 Uhr. Warmer Aufenthaltsort ist der S-Tiefbahnhof. Wir haben den RE fahren lassen, und der ICE hat jetzt +50, damit später in Mannheim als der RE und knapp für die nächste S-Bahn, verkalkuliert. Der ICE kommt dann wirklich und fährt schnellstmöglich, +51. Die Ansage sorgt wieder für etwas Aufregung: für die voraussichtliche Ankunft rechnen sie die fahrplanmäßige Fahrzeit drauf, zu spät für die S-Bahn, aber zum Glück fährt er die mir bekannte schnellstmögliche Zeit, holt also nochmal vier Minuten auf, und wir stehen in Mannheim sekundengenau pünktlich auf dem S-Bahn-Bahnsteig. Die hat aber wieder vier Minuten Verspätung, also das ganze Tempo unnötig. Mit der Bahn muss man manchmal einfach cool bleiben, die Minuten sind nicht immer voraussehbar.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103819TLAF.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103819TLAF.jpg" alt="" title="DS103819TLAF" width="221" height="280" class="alignright size-full wp-image-4799" /></a> So kommen wir mit etwas Aufregung und 34 Minuten später, um 0:37 in LU Mitte an.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103834DATL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103834DATL.jpg" alt="" title="DS103834DATL" width="187" height="280" class="alignleft size-full wp-image-4801" /></a> Vor unserer Wohnungstür eine Überraschung: Zwei Freundinnen und unsere Tochter haben den Wohnungseingang zum Empfang dekoriert! Und als weitere Überraschung finden wir in der Post von unserer Meisterkommentatorin Gabriele Heck einen Glückwunsch<div id="attachment_4831" class="wp-caption alignright" style="width: 217px"><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/GabiHeck_Glückwünsche.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/GabiHeck_Glückwünsche-207x300.jpg" alt="" title="GabiHeck_Glückwünsche" width="207" height="300" class="size-medium wp-image-4831" /></a><p class="wp-caption-text">Zum Ansehen 2x klicken, dann zurück</p></div> zum Projektabschluss und &#8220;Ersatzbahncards&#8221;.<div id="attachment_4832" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/GabiHeck_Bahncards.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/GabiHeck_Bahncards-300x200.jpg" alt="" title="GabiHeck_Bahncards" width="300" height="200" class="size-medium wp-image-4832" /></a><p class="wp-caption-text">Zum Ansehen 2x klicken, dann zurück</p></div> Wir setzen uns noch kurz hin und lassen etwas Revue passieren und denken über neue Pläne nach. Den Plan, Montag früh zum Kunden zu fahren, muss ich begraben, da würde ich nur schlafen. Jetzt haben (leider) erstmal die Alltagsstapel Vorrang. </p>
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		<title>5. Oktober: Naumburg</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Oct 2011 21:49:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Naumburg: Besuch der Landesausstellung &#8220;Der Meister von Naumburg&#8221; Heute ist der blaue Himmel weg, da passt es, dass wir uns in Naumburg die Landesausstellung Sachsen-Anhalt &#8220;Der Naumburger Meister&#8221; vorgenommen haben. Nach fünf Minuten Bahnfahrt sind wir dort. Der Weg ins &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/10/06/5-oktober-naumburg/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Naumburg: Besuch der Landesausstellung &#8220;Der Meister von Naumburg&#8221;</strong></p>
<p>Heute ist der blaue Himmel weg, da passt es, dass wir uns in <strong>Naumburg</strong> die Landesausstellung Sachsen-Anhalt &#8220;Der Naumburger Meister&#8221; vorgenommen haben. Nach fünf<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103398.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103398.jpg" alt="" title="DS103398" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4675" /></a> Minuten Bahnfahrt sind wir dort. Der Weg ins Zentrum ist mit zwei Kilometern ungewöhnlich lang, aber es gibt eine originelle Möglichkeit, ihn zu überbrücken: Naumburg hat als einzige Kleinstadt noch eine Straßenbahn,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103402.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103402.jpg" alt="" title="DS103402" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4677" /></a> 1991 schon mal eingestellt, 2007 wieder im Halbstundentakt, manchmal auch  öfter in Betrieb genommen, offenbar eine Touristenattraktion. Gefahren wird mit alten kleinen Wagen aus DDR-Zeit,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103406.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103406.jpg" alt="" title="DS103406" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4678" /></a> in Restaurierung befinden sich welche von 1928. Der Fahrer kümmert sich rührend um die Schulklasse und sagt alle Stationen an. Naumburg ist entlang der<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103413.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103413.jpg" alt="" title="DS103413" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4679" /></a> Hauptwege gut restauriert, es gibt in manchen Ecken jedoch noch einigen Verfall,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103423.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103423.jpg" alt="" title="DS103423" width="186" height="280" class="alignleft size-full wp-image-4681" /></a> beispielsweise im Bereich der Judengasse.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103416.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103416.jpg" alt="" title="DS103416" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-4680" /></a> Wir starten mit der Stadtkirche St. Wenzel am Markt.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103428.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103428.jpg" alt="" title="DS103428" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4682" /></a> Hier gibt es ein Mittags-Orgelkonzert auf der von J.S.Bach persönlich abgenommenen Hildebrandt-Orgel,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103433L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103433L.jpg" alt="" title="DS103433L" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4683" /></a> das besuchen wir mit 250 anderen, der Klang ist wunderbar transparent. Danach besteigen wir den Turm mit langer, schmaler, steiler Wendeltreppe und geräumiger, aber wie überall nicht mehr genutzter Türmerwohnung und bestem Rundblick<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103441.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103441.jpg" alt="" title="DS103441" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4684" /></a> über Markt,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103437F.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103437F.jpg" alt="" title="DS103437F" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4685" /></a> Dom<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103445T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103445T.jpg" alt="" title="DS103445T" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4686" /></a> und Stadt. Im Schlösschen am Marktplatz beginnt die Ausstellung &#8211; wegen Fotografierverbot ist der Text unbebildert &#8211; mit vielen Ausstellungsstücken gotischer Baukunst aus der Zeit des Meisters zwischen 1225 und 1270. Statuen, Kapitellen und anderen bildhauerischen Objekten, meist aus Kirchen, geliehen aus Museen aus ganz Europa; Originalsteine, wenn an den Objekten schon Kopien eingebaut sind, sonst Abgüsse. Daran wird sein Arbeitsstil entlang seines Weges von Reims über Mainz zu seinem Hauptwerk, dem Westchor des Naumburger Domes – daher der Ersatzname -, bis nach Meißen verfolgt. Seinen Namen und sonstige biografische Daten kennt man nicht; klar ist aber, dass er sowohl Architektur und Bildhauerei beherrschte und vom Erzbischof von Mainz nach Deutschland geholt wurde. Sein Markenzeichen sind überzeugend natürlich wirkende Figuren und Zusammenstellungen von Mimik, Gestik, Bewegung und Kleidung, wie man sie bisher nicht gekannt hatte und in der Romanik auch nicht üblich waren. Hinzu kommt in der Gotik die Verwendung von Schablonen und Zeichnungen, es gibt erste Musterbücher. Dadurch verbreitet sich der gotische Stil ausgesprochen schnell in Europa und wird bis 1500 immer weiter entwickelt. In einem Film wird ein Überblick über die damaligen Kirchenbauten gegeben. Wir wechseln zum Hauptausstellungsort, dem viertürmigen Dom<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103449.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103449.jpg" alt="" title="DS103449" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4689" /></a> mit Kreuzgang, Dompark<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103447.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103447.jpg" alt="" title="DS103447" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4687" /></a> und verbundener Marienkirche, etwas außerhalb des Innenstadtringes. Dort werden die besonderen Teile des Westchors genauer betrachtet, der Westchor selbst ist Teil der Ausstellung. Er ist durch den Meister an die ursprünglich spätromanische Kirche angebaut worden und durch einen ungewöhnlichen Lettner abgeteilt. Im Fries ist mit lebendig wirkenden Szenen und Figuren die Passionsgeschichte dargestellt, der Eingang wird vom Kreuz unterteilt. Der Chor selbst ist eine kleine Kirche, am Ende fünf originale hohe Glasfenster, ein hölzernes Chorgestühl mit steinernen Baldachinen, und auf einer umlaufenden Brüstung keine Heiligen, sondern Stifter von damals; diese Tatsache führte zu Gerüchten um den Meister unter dem Titel &#8220;Ketzer von Naumburg&#8221; und er wurde mit den Waldensern in Verbindung gebracht. Wahrscheinlich war der Grund für diese Ausgestaltung jedoch ein Beschluss der Auftraggeber aufgrund der politischen Machtverhältnisse. Diese Gruppe aus zwölf lebensgroßen Figuren ist der künstlerisch wertvollste Teil, er wurde aber erst im 19. Jahrhundert von der Kunstwelt rezipiert. Goethe hatte einst die Kirche besichtigt und darüber geschrieben; er fand sie dunkel und feucht, den Lettner fand er merkwürdig und hat erst gar nicht in den Westchor geschaut. Im Ostchor machen wir dann doch ein Foto.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103451F.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103451F.jpg" alt="" title="DS103451F" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4688" /></a> Unter den Figuren wurde die Markgräfin Uta<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103463W.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103463W.jpg" alt="" title="DS103463W" width="186" height="280" class="alignleft size-full wp-image-4690" /></a> mit ihrer strengen, klaren Erscheinung Projektionsfläche deutscher und arischer Phantasien und zu verschiedenen Zwecken im 19. und 20. Jahrhundert vereinnahmt, obwohl man außer der Optik der Statue nichts von Uta wußte und weiß. Es wurden über sie Bücher und Theaterstücke geschrieben, Soldaten zum Durchhalten ermuntert und ähnliche demagogische Akte mehr. Man ritt und reitet auf dem Uta-Kult. Dies wird auf der letzten Station im Stadtmuseum in einer Ausstellung der Uta-Produkte eindrucksvoll präsentiert. Insgesamt haben wir eine spannende Geschichte betrachtet und einiges neues erfahren. Das Land hat hier keinen Aufwand gescheut, das Publikum honoriert das offensichtlich. Die Idee, am Nachmittag nach Freyburg/Unstrut weiterzufahren, das Gebäude der Rotkäppchen-Sektkellerei anzusehen und im Ort zu essen, lassen wir angesichts der unerwartet interessanten Ausstellung fallen. Statt dessen kehren wir nach Schließung der Museen am Markt in Naumburg ein, laufen im Dunkeln zum Bahnhof zurück und befassen uns mit Vorbereitungen der nächsten Tage und den ins Zimmer eingedrungenen Mücken.</p>
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		<title>4. Oktober: Schulpforte</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Oct 2011 07:09:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Fahrt über Erfurt mit Stadtdurchgang nach Bad Kösen, von dort Wanderung nach Schulpforte (Ziel: Sabine Sahling) mit Besichtigung der Schulanlage und der Bibliothek und Rückweg entlang der Saale mit Einkehr im Staatsweingut. Heute morgen dürfte der letzte Schwimmbadbesuch des Reisejahres &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/10/05/4-oktober-schulpforte/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fahrt über Erfurt mit Stadtdurchgang nach Bad Kösen, von dort Wanderung nach Schulpforte (Ziel: Sabine Sahling) mit Besichtigung der Schulanlage und der Bibliothek und Rückweg entlang der Saale mit Einkehr im Staatsweingut.</strong></p>
<p>Heute morgen dürfte der letzte Schwimmbadbesuch des Reisejahres gewesen sein. Beim Frühstück kommt zum zweiten Mal nach Marlishausen die Thüringer Allgemeine, morgen gibt es einen kleinen Artikel. Dann machen wir uns auf den Weg zum letzten Ziel einer Ideengeberin, Sabine Sahling. In <strong>Erfurt</strong><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103258.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103258.jpg" alt="" title="DS103258" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4649" /></a> haben wir fast eine Stunde Aufenthalt, es gelingt, das Gepäck einzuschließen und mit der Straßenbahn zum Domplatz zu fahren, die baulich und von den Geschäften her sehr schöne und belebte Innenstadt bis zur Krämerbrücke<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103261TF.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103261TF.jpg" alt="" title="DS103261TF" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4650" /></a> zu durchqueren und vom Anger die Straßenbahn zurück zu nehmen. Das geht nur mit dichtem und übersichtlichem Nahverkehr. Die diesmal sieben Minuten Verspätung stören uns nicht, für Anschlussreisende in Weimar wird allerdings daraus eine Stunde. In <strong>Bad Kösen</strong> erreichen wir den südlichsten Zipfel von Sachsen-Anhalt, wir gehen durch den zentralen Kurpark<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103267AL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103267AL.jpg" alt="" title="DS103267AL" width="280" height="121" class="alignleft size-full wp-image-4652" /></a> – die reifen Kastanien prasseln auf uns nieder &#8211; auf der Westseite der Saale über die denkmalgeschützte Steinbrücke mit Blick auf das Gradierwerk<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103270DF.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103270DF.jpg" alt="" title="DS103270DF" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4653" /></a> oben auf dem Berg in unser Hotel, zentral gelegen gegenüber Touristinfo, Edeka und Feuerwehr. Hier verzichten wir auf ein Zimmer mit Blick über die Saale auf die Weinberge, denn da sind die überall hörbare Bundesstraße und die Bahnstrecke dazwischen. Das Haus ist auch eine Konditorei, so starten wir erst nach einem Stück Torte durch Kleingartenanlagen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103276.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103276.jpg" alt="" title="DS103276" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4654" /></a> entlang der kleinen Saale – einem künstlichen Bachlauf zur Versorgung des Klosters Porta &#8211; um die besondere Weinlage<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103282.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103282.jpg" alt="" title="DS103282" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4655" /></a> Köppelberg herum zum Ziel, der Landesschule Pforta in <strong>Schulpforte</strong>, eröffnet 1543 nach der Säkularisierung des 1137 gegründeten Zisterzienserklosters und noch heute Internatsschule. Im Komplex mit Torhaus<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103288PL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103288PL.jpg" alt="" title="DS103288PL" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4656" /></a> an der Straße gibt es gotische, neugotische<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103293.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103293.jpg" alt="" title="DS103293" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4657" /></a> und Renaissance-Gebäude<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103299.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103299.jpg" alt="" title="DS103299" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4658" /></a> sowie romanische Reste,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103361.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103361.jpg" alt="" title="DS103361" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4666" /></a> das zentrale Schulgebäude<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103295PL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103295PL.jpg" alt="" title="DS103295PL" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4659" /></a> stammt von 1870, der neben der Kirche vorhandene Kreuzgang<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103319.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103319.jpg" alt="" title="DS103319" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-4665" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103318.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103318.jpg" alt="" title="DS103318" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4660" /></a> des Klosters wurde mehrfach um- und überbaut,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103329.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103329.jpg" alt="" title="DS103329" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4661" /></a> um Platz für das Internat zu schaffen. Ein großer Schulpark mit einer riesigen Platane<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103338.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103338.jpg" alt="" title="DS103338" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4667" /></a> liegt hinter dem Komplex, auf dem Friedhof gibt es noch Gräber aus der Zeit der Zisterzienser und eine Totenleuchte von 1268. Die Schule wird von begabten Schülern aus ganz Deutschland von der neunten Klasse bis zum Abitur besucht, Fichte, Klopstock und Nietzsche waren hier, wie Gedenktafeln<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103306.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103306.jpg" alt="" title="DS103306" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4662" /></a> am Eingang nachweisen. Der Komplex ist mit seiner immer wieder den Bedürfnissen angepassten Baustruktur<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103333.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103333.jpg" alt="" title="DS103333" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4663" /></a> äußerst beeindruckend; ein Förderverein betreibt ein Besucherzentrum, verleiht Audioführungen und betreut die Kirche, das früher zur Schule gehörende Staatsweingut Kloster Pforta betreibt eine Vinothek. Unsere Ideengeberin hat uns auf die historische Bibliothek hingewiesen, die keine Besuchszeiten hat; per Email gelang es nicht, einen Termin zu vereinbaren, telefonisch vom Besucherzentrum bekommen wir die Gelegenheit, kurz danach die Bibliothekarin Petra Dorfmüller in den Räumen der Bibliothek von 1570, die etwas 80000 Bände umfasst, zu treffen. Die hohen Regale stammen von 1860. Heute kommen nur noch Bücher über Schulpforte hinzu, die Biblothek dient ausschließlich der Forschung. Für die Lehre steht eine weitere Schülerbibliothek zur Verfügung. Wir sind beeindruckt und erfreut, dass wir ausnahmsweise einen Blick hineinwerfen dürfen, die Bibliothek gehört nicht zum normalen Rundgang, Fotos sind nicht erwünscht. Das erinnert uns stark an die Gräfliche Bibliothek in Laubach, die wir im Mai besucht haben, die allerdings mehrfach größer ist. Die Namensverwirrung mit Porta, Pforte, Pforta kommt übgrigens aus der Vermischung des Lateinischen mit dem Deutschen; das End-A klingt schicker und wird daher auch gern an die Pforte gehängt. Wir laufen weiter durch die Schule und begegnen munteren Schülerscharen, die fast alle grüßen. Heutzutage nimmt die Schule Jungen und Mädchen auf, es herrscht ein hohes Maß an Selbstverwaltung, die Keilglocke<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103324.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103324.jpg" alt="" title="DS103324" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-4664" /></a> für die Zeiteinteilung wird allerdings immer noch von Hand geläutet, von Schülern der 9. und 10. Klasse. Zwischendurch machen wir eine Weinprobe in der Vinothek, die uns aus der Pfalz bekannten Weinsorten finden wir gut, aber nicht herausragend, der Sekt gefällt uns, wir bestellen etwas. Nach Abgabe der hilfreichen Audioguides besuchen wir erneut die Kirche, eine schlichte gotische, ungeschmückte, allerdings sehr große Halle;<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103367T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103367T.jpg" alt="" title="DS103367T" width="186" height="280" class="alignleft size-full wp-image-4668" /></a> die Geschichte der Zisterzienser wird auf Tafeln erklärt. Wir wohnen der letzten Probe des 50-köpfigen Chors vor dem Konzert am Abend bei, entscheiden aber, nicht zu bleiben, da wir dann nichts mehr von der Umgebung mitbekommen. Das Staatsweingut Kloster Pforta mit 50 Hektar Rebfläche hat seinen Sitz am weithin sichtbaren Nordhang der Saale zwischen Schulpforte und Bad Kösen, also nehmen wir den kleinen Umweg auf die andere Saaleseite in der Abendsonne, dabei treffen wir auf der Brücke Mitarbeiter der Wasserwacht bei Abseilübungen. Am Beginn der Weinberge nutzen wir die Gelegenheit, hochzusteigen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103383AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103383AT.jpg" alt="" title="DS103383AT" width="187" height="280" class="alignright size-full wp-image-4669" /></a> und im Abendlicht über das weite Saaletal auf Schulpforte zurückzublicken, man wirbt mit &#8220;Welterbe-Antragsgebiet&#8221;. Über uns thront der weithin sichtbare Schriftzug &#8220;SAALE-UNSTRUT-Wein&#8221;,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103396TF.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103396TF.jpg" alt="" title="DS103396TF" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4670" /></a> den wir auf der letzten Rückfahrt gesehen haben, dort wollten wir nochmal hin, und schon sind wir, ohne das so zu planen, genau da. Den Weg säumt hier ein Lehrpfad mit bestimmt 20 Traubensorten, ich merke mir die hier ursprünglichen, den blauen Silvaner und den roten Traminer, Weißweine, die wir gleich danach in der Gastwirtschaft des Staatsweingutes probieren, der letztere gefällt uns besonders gut. Später forschen wir nach, es ist der einzige, den die BASF-Kellerei aus diesem Gebiet im Angebot hat. Wir essen gut über der Saale, in der Ebene rauschen die Züge entlang, es wird dunkel. Wir sind noch rechtzeitig gekommen, nach uns schließt das Lokal regulär, die Zeiteinteilung ist uns gelungen. Im Dunkeln laufen wir weiter durch Ausläufer von Bad Kösen und kommen nicht allzu spät im Hotel an, ich hole fast mit den Texten auf.</p>
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		<title>3. Oktober: Jonastal</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 19:35:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jonastal: Landschaft und Stollenbau im Dritten Reich (Ziel von Marlis) Als wir an Marlis&#8217; Geburtstag im Februar fünf Kilometer östlich von Arnstadt in Marlishausen waren, haben wir im Bergwerk Merkers erfahren, dass es ausgerechnet hier, sechs Kilometer westlich, ein Jonastal &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/10/04/3-oktober-jonastal/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jonastal: Landschaft und Stollenbau im Dritten Reich (Ziel von Marlis)</strong></p>
<p>Als wir an Marlis&#8217; Geburtstag im Februar fünf Kilometer östlich von Arnstadt in Marlishausen waren, haben wir im Bergwerk Merkers erfahren, dass es ausgerechnet hier, sechs Kilometer westlich, ein <strong>Jonastal</strong> gibt. Spontan nehmen wir das Tal in unsere Zielliste auf, für den Sommer. Jetzt ist es dran, und wir wohnen im Süden von Arnstadt,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103165LP.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103165LP.jpg" alt="" title="DS103165LP" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4627" /></a> sozusagen mitten zwischen Vor- und Nachnamen. Das Tal wird einerseits beschrieben durch die Geografie: Einschnitt des Flüsschens Wilde Weisse in die Ohrdrufer Platte aus Muschelkalk zwischen Crawinkel und Arnstadt mit knapp 200 Meter Gefälle. Andererseits hatte es eine furchtbare Rolle im Dritten Reich: Das spärlich besiedelte Tal eignete sich mit der Schlucht in der Mitte gut für die wahnsinnigen Stollenbauwerke im zweiten Weltkrieg, wie wir schon eines in Hersbruck bei Nürnberg kennengelernt haben. Das Wetter ist wunderbar, wir leihen Fahrräder vom Hotel. In der sogar heute geöffneten Touristinfo am Markt<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103167P.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103167P.jpg" alt="" title="DS103167P" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4629" /></a> bekommen wir eine geeignete Karte, als nächstes besuchen wir den Jonastalverein, der sich mit der Bewahrung und Aufarbeitung der Geschichte des Tales befasst. Der Verein nutzt für seine dokumentarische Ausstellung zusammen mit dem Museumsbahnverein den alten Lokschuppen mit Dampfloks am Nordrand der Stadt, zu Fuß wäre das ein sehr großer Umweg gewesen. Im Keller läuft ein erschütternder 30-Minuten-Film mit umfangreichem Originalmaterial aus der Zeit von November 1944, als die Stollenbauarbeiten begannen, bis April 1945, der Räumung, sowie den ersten Nachkriegsjahren. Um den Truppenübungsplatz herum gab es schon immer Kasernen und Munitionsfabriken – Arbeitsplätze für die Bevölkerung -, besonders um Ohrdruf und Crawinkel; vom dortigen Bahnhof wurden Gleisanschlüsse gelegt. Hier an diesem zentralen, abgelegenen Ort wollte Hitler sein letztes Führerhauptquartier anlegen. Das KZ Buchenwald wurde um das Außenlager S III erweitert, viele Zwangsarbeiter wurden hier eingesetzt, mussten im Winter bei Schnee in Zelten oder Baracken ohne Heizung und ausreichendes Essen leben und mit Feldbahnloren oder zu Fuß in die Schächte einrücken, bei jedem Einsatz blieben Tote aus Erschöpfung und damit zusammenhängenden Misshandlungen zurück. Viele, die das überlebt haben, sind dann während der Räumung beim Marsch nach Buchenwald umgekommen, am Ende waren es etwa 5000. Es ist uns nach wie vor unvorstellbar, wie Menschen so mit anderen Menschen umgehen können oder sie einfach als minderwertig erklären und daraus die Rechtfertigung für solche Behandlung ziehen können. Umso wichtiger ist es, dass ein Verein dafür sorgt, dass diese Taten nicht vergessen werden. Wir sehen einige Pläne der Bahnen und Stollenanlagen und ein großes Modell, dann machen wir uns auf den Weg<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103175AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103175AT.jpg" alt="" title="DS103175AT" width="280" height="74" class="alignleft size-full wp-image-4630" /></a> um Arnstadt herum ins Tal.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103177.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103177.jpg" alt="" title="DS103177" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4631" /></a> Die Wilde Weisse ist ein kleines, ausgetrocknetes Bachtal, das nur bei Hochwasser Wasser führt, kleine alte Betonbrücken verengen die Durchfahrt auf zwei Meter. Auf der Straße ist etwas Verkehr,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103183.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103183.jpg" alt="" title="DS103183" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4632" /></a> in Grüppchen kommen Autos, Fahrräder und Motorräder; viele MZ und noch ältere Modelle, sogar eine NSU von 1928, sind unterwegs, das liegt wohl am Feiertag und speziellen Veranstaltungen. Die Streckenführung macht ihrem Namen Jonastal alle Ehre, sie ist optimal, heute auch beim Wetter, an Marlis angepasst. Auf den 15 km nach <strong>Crawinkel</strong> steigt die Straße ganz gleichmäßig und windgeschützt mit durchschnittlich 1,5% an, gut befahrbar, der Lohn kommt netterweise auf der Rückfahrt. Das Tal ist leicht bewaldet, zwischendurch Wiesen, Felder, Apfelbäume, vieles schon herbstlich gefärbt und sonnenbeschienen. Die Hänge kommen näher und werden höher, der Muschelkalk<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103192.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103192.jpg" alt="" title="DS103192" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4633" /></a> schaut in größer werdenden Flächen heraus. Wir passieren das Denkmal zu den Ereignissen, auf dem Nebenhang durch die Dörfer Espenfeld und Gossel läuft der Bach-Radweg. Dann kommen die steilsten und höchsten Hänge,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103200.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103200.jpg" alt="" title="DS103200" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4634" /></a> obendrauf noch heute Militärgelände. Hier wurden etwa 25 Stollen in den Berg getrieben; Eingänge sind kaum mehr zu erkennen;<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103212.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103212.jpg" alt="" title="DS103212" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4636" /></a> über die eingeschnittene Kante<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103204.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103204.jpg" alt="" title="DS103204" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4635" /></a> ist in den Jahrzehnten einiges Geröll gerutscht, nur in einzelnen Fällen ist noch der obere, verschlossene Rest einsehbar. Das Plateau, auf dem die Feldbahnen gefahren sind, kann man sich noch vorstellen, das Betonfundament der Kompressorstation<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103196.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103196.jpg" alt="" title="DS103196" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4637" /></a> und Reste von Kies-Verladeeinrichtungen sind zu sehen. Vieles werden die Nazis beim Rückzug selbst zerstört haben, deswegen ist der Verfall weit forgeschritten. Der Jonastalverein hat einen Rundweg angelegt, auf dem mit Tafeln geschichtsträchtige Punkte mit historischen Fotos erläutert werden. Betroffen verlassen wir diesen Teil und wenden uns der Landschaft zu;<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103206.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103206.jpg" alt="" title="DS103206" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4638" /></a> das Tal erweitert sich wieder und steigt an,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103215.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103215.jpg" alt="" title="DS103215" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4639" /></a> bis kurz vor Crawinkel das Plateau erreicht ist. In dem kleinen, ruhigen, nicht touristischen Ort mit dörflichem Charakter ziehen wir über den Marktplatz, finden die Gemeindeschenke allerdings nicht einladend, das zweite Lokal ist zu, im dritten<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103232.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103232.jpg" alt="" title="DS103232" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4640" /></a> werden wir freundlichst bedient und bekommen was zu trinken, das wir auf der sonnigen Bank auf dem gegenüberliegenden Platz zu uns nehmen. Dann machen wir uns auf den Rückweg,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103236.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103236.jpg" alt="" title="DS103236" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4641" /></a> Marlis lässts gemächlich rollen, Treten ist in der Richtung fast überflüssig, ich nehme einen Abstecher über den hier beginnenden Kamm mit Blick über das Plateau bis zum Thüringer Wald und durch das nächste Dorf Gossel, da kann ich mich auf einigen Hügeln und einer Kopfsteinabfahrt austoben. Wir treffen uns an der Straße<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103242.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103242.jpg" alt="" title="DS103242" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4642" /></a> und rollen gemütlich<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103249.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103249.jpg" alt="" title="DS103249" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4643" /></a> mit den letzten Sonnenstrahlen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103253AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103253AT.jpg" alt="" title="DS103253AT" width="280" height="117" class="alignleft size-full wp-image-4644" /></a> nach Arnstadt, dabei machen wir unser Foto mit den Fahrrädern und dem Jonastal-Straßenschild. Bei der Durchfahrt durch das Zentrum schauen wir nach geeigneten Abendlokalen; da wir nichts berauschendes finden, kehren wir wieder in der Brauerei ein, die heutige Bockbier-Anstichkarte bietet neue Abwechslung. So bleibt noch etwas Zeit zum Texten und Bearbeiten von Fotos. </p>
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		<title>2. Oktober: über die Wartburg nach Arnstadt</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Oct 2011 09:01:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Fahrt über Eisenach nach Arnstadt mit Besichtigung der Wartburg Der Himmel ist gnadenlos blau, am Vormittag starten wir aufgeregt in Ludwigshafen zur letzten Reise, wie immer durch Mannheim. Die Route des ICE ist geplant verändert; wegen Bauarbeiten läuft es dieses &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/10/03/2-oktober-uber-die-wartburg-nach-arnstadt/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fahrt über Eisenach nach Arnstadt mit Besichtigung der Wartburg</strong></p>
<p>Der Himmel ist gnadenlos blau, am Vormittag<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103081AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103081AT.jpg" alt="" title="DS103081AT" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4606" /></a> starten wir aufgeregt in Ludwigshafen zur letzten Reise, wie immer<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103084T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103084T.jpg" alt="" title="DS103084T" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4607" /></a> durch Mannheim. Die Route des ICE ist geplant verändert; wegen Bauarbeiten läuft es dieses Wochenende<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103089.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103089.jpg" alt="" title="DS103089" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4608" /></a> über <strong>Frankfurt-West</strong><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103095.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103095.jpg" alt="" title="DS103095" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-4609" /></a> und Gießen nach Kassel. In Bachs Geburtsstadt <strong>Eisenach</strong> machen wir einen Zwischenstopp, beim letzten Stadtbesuch hat es nicht für die <strong>Wartburg</strong> gereicht, heute ist das Wetter auch viel geeigneter. Die Stadtbusse fahren in Eisenach am Sonntag selten; wir machen nicht lange rum und starten zu Fuß, nach einer flotten Dreiviertelstunde durch die volle,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103103.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103103.jpg" alt="" title="DS103103" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4610" /></a> verkaufsoffene Fußgängerzone sind wir oben.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103108D.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103108D.jpg" alt="" title="DS103108D" width="187" height="280" class="alignright size-full wp-image-4611" /></a> Hier ist es belebt, aber nicht überfüllt, die Anlage selbst ist frei zugänglich und lange offen. Die charakteristischen Fachwerkgänge<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103115FP.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103115FP.jpg" alt="" title="DS103115FP" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4612" /></a> erkennen wir sofort, den Rest nicht. Die Anlage thront auf einer 200 Meter über Eisenach liegenden Bergspitze mit besonders heute phantastischer Sicht in alle Richtungen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103112TL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103112TL.jpg" alt="" title="DS103112TL" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4613" /></a> und direkt auf den Großen Inselsberg. Die Ursprünge stammen aus dem 11. Jahrhundert von Ludwig dem Springer,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103118.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103118.jpg" alt="" title="DS103118" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4615" /></a> ein entsprechend restaurierter Wohnraum im italienisch angehauchten Palas kommt in der Führung sogar vor. Besonders auffällig sind der zweite<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103122.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103122.jpg" alt="" title="DS103122" width="187" height="280" class="alignright size-full wp-image-4616" /></a> Wohnraum im selben Grundriss, jedoch komplett ausgekleidet mit Glasmosaiken zum Leben der heiligen Elisabeth, die von hier aus im 12. Jahrhundert nach Marburg gegangen und mit 24 Jahren gestorben ist, sowie der Sängersaal und der reich dekorierte Rittersaal<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103131AL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103131AL.jpg" alt="" title="DS103131AL" width="187" height="280" class="alignleft size-full wp-image-4617" /></a> aus dem 19. Jahrhundert, bei dessen Architektur Franz Liszt mitgewirkt hat, so dass er einen hervorragenden Ruf als Konzertsaal hat. Zu Luthers Zeit als Junker Jörg war die Burg in großen Teilen verfallen,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103133.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103133.jpg" alt="" title="DS103133" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4618" /></a> sie eignete sich daher bestens als Versteck, da dort niemand suchte. Wir sehen seine Stube mit dem mittlerweile komplett von Touristen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103135TL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103135TL.jpg" alt="" title="DS103135TL" width="187" height="280" class="alignleft size-full wp-image-4619" /></a> abgekratzten Tintenfleck, wo er das neue Testament übersetzt hat. Die Wartburg hat etwas Spezielles, wenn nicht Einmaliges: Die Anlage ist in keiner Weise geordnet oder stilrein, eher eine Sammlung von Ideen und Bedarf<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103142PL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103142PL.jpg" alt="" title="DS103142PL" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4620" /></a> jeweiliger Generationen. Die Lage auf dem 400 Meter hohen Felsen ist exponiert, und es fanden geschichtsträchtige Ereignisse statt: Elisabeth von Thüringen, Minnesänger, Luther, Goethe, Wartburgfest, Liszt, Wagner.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103152.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103152.jpg" alt="" title="DS103152" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4622" /></a> Mit dieser Geschichte ist es nicht verwunderlich, dass die Burg im 19. Jahrhundert schon als nationales Denkmal galt und praktisch neu mit alten Bezügen aufgebaut wurde. In der Vorburg ist mittlerweile ein Nobelhotel ansässig, über den Parkplatz und den Burgweg gehen wir durch bergige, gut erhaltene Villenviertel,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103157.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103157.jpg" alt="" title="DS103157" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4623" /></a> die uns an das Briller Viertel in Wuppertal erinnern, zum Bahnhof zurück. Planmäßig erreichen wir, jetzt schon im Dunkeln, <strong>Arnstadt</strong>-Süd und gehen direkt zum überraschend großen Komplex des Brauhaus-Hotels. Hier wurden nach der Wende die historischen Backsteingebäude der Felsenkellerbrauerei zu einem Park mit Brauerei, Biergarten, Hotel, Stadthalle und Saunapark ausgebaut, schön am Hang gelegen. In der großen Brauerei-Gaststätte ist noch richtig was los, natürlich essen wir hier, das Zentrum kennen wir ja schon, und auf zwei Kilometer Fußweg sind wir nicht besonders scharf. Wie üblich bin ich am ersten Reisetag früh müde und schlafe erstmal eine Runde. Um Mitternacht ist dann Anstoßen dran, in dieser Gegend natürlich mit Rotkäppchen trocken, sonst nicht gerade unsere Hausmarke: Wir haben uns vor 16 Jahren kennengelernt!</p>
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		<title>4. September: Regensburg</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Sep 2011 20:51:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Regensburg: Stadtrundgang Heute lassen wir es ruhiger angehen. Regensburg besuchen wir aus eigenem Interesse, ohne konkrete Aufgaben. Wir haben nichts Spezielles vorbereitet. Wir starten mit Ausschlafen, Texten, Lesen und Frühstücken in einem zum gegenüberliegenden Dom passenden Raum. Gegen Mittag laufen &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/09/04/4-september-regensburg/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regensburg: Stadtrundgang</strong></p>
<p>Heute lassen wir es ruhiger angehen. Regensburg besuchen wir aus eigenem Interesse, ohne konkrete Aufgaben. Wir haben nichts Spezielles vorbereitet. Wir starten mit Ausschlafen, Texten, Lesen und Frühstücken<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101261FT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101261FT.jpg" alt="" title="DS101261FT" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4123" /></a> in einem zum gegenüberliegenden Dom<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101256FT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101256FT.jpg" alt="" title="DS101256FT" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4124" /></a> passenden Raum. Gegen Mittag laufen wir los, ich habe von einem früheren Kurzbesuch eine grobe Idee der Stadt. Zwischendurch schauen wir Schaufenster an, es gibt originelle Geschäfte, wenn auch nichts, was wir unbedingt haben wollen, die Ziele für Montag lassen also auf sich warten. Bei dem heute noch schönen Wetter gehts gleich zur Steiernen Brücke, das Muss in Regensburg. Die Donaubrücke aus dem 12. Jahrhundert war damals die Brücke schlechthin, ein technisches Wunderwerk, und das Vorbild für die Prager Karlsbrücke 200 Jahre später. Sicher ist sie auch ein wesentlicher Aspekt für den Weltkulturerbe-Status seit 2006. Dazu passend gibt es im alten rechten Brückenhaus eine Ausstellung in historischem Ambiente mit groben Balkendecken und -stützen mit allen Hintergründen in modernster Präsentation. Das ist auch wichtig; die Stadtprospekte sind unvollständig, uneinheitlich und nicht immer richtig, da gibt es bessere Beispiele. Eine Stadt mit der Wirtschaftskraft und den Tourismusmassen sollte mehr hinbekommen. Zu Füßen des Gebäudes an der Donau liegt die &#8220;Wurstkuchl&#8221;,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101269.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101269.jpg" alt="" title="DS101269" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4126" /></a> ein kleines Gebäude, das schon beim Brückenbau als Kantine gedient haben soll, und nur hausgemachte kleine Bratwürste auf Kraut serviert,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101268.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101268.jpg" alt="" title="DS101268" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4127" /></a> natürlich mit Bier oder Wein. Sowas geht nur hier mit dem historischen Hintergrund. Von der Brücke<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101271.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101271.jpg" alt="" title="DS101271" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4128" /></a> ergibt sich ein malerischer Blick auf die Altstadtfront am Donauufer,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101278.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101278.jpg" alt="" title="DS101278" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4129" /></a> auf der anderen Seite liegt der zum Erbe gehörende Stadtteil Stadtamhof, früher sicher Auslagerungsbereich für Spital und ähnliches, vielleicht auch Wohngebiete, heute eine Insel durch den nördlich verlaufenden Schleusenkanal, der für die Schiffbarkeit der Donau über Regensburg hinaus und den Main-Donau-Kanal nötig war. Wir gehen zurück über die Donauinseln und den Eisernen Steg von 1901<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101287DTA.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101287DTA.jpg" alt="" title="DS101287DTA" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4130" /></a> mit erneutem Altstadtblick. Durch stille Altstadtgassen im Westen kommen wir zum Stadttheater, hier beginnt die belebte Zone mit Kneipen, Läden, Sehenswürdigkeiten und geschlossenem Altstadtbild. Regensburg kommt zugute, dass es hier nie Brände oder Zerstörungen gab, daher gibt es sogar noch Reste aus der Römerzeit. Die Stadt war immer weltlich orientiert, auf Handel ausgerichtet und früh protestantisch; hier wurden Kaiser gekrönt, und von 1663 bis 1806 tagte hier der immerwährende Reichstag, dessen Entscheidungen der Kaiser nicht übergehen konnte. Nach Besuch am alten Rathaus steigen wir auf den einzigen Aussichtsturm der Stadt, den der Dreieinigkeitskirche, immerhin hoch genug, um über die Dächer zu schauen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101307.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101307.jpg" alt="" title="DS101307" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4143" /></a> und die vielen alten Wohn-<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101303.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101303.jpg" alt="" title="DS101303" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4132" /></a> und Kirchentürme zu sortieren. Im Innenhof der Kirche entdecken wir eine der interessantesten Sehenswürdigkeiten, den Friedhof der Gesandten<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101313.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101313.jpg" alt="" title="DS101313" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-4134" /></a> des immerwährenden Reichstags, bestehen aus einer Wand mit 20 großen Epitaphen. Einen Besuch des früheren Klosters und heutigen Schlosses und Kommerz-Zentrums der Thurn und Taxis schenken wir uns, wir streifen weiter durch die Gassen, besuchen ein Café und besichtigen die prächtige, innen barocke<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101324.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101324.jpg" alt="" title="DS101324" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4136" /></a> Alte Kapelle und den Dom, dessen gotischer Bau im 13. Jahrhundert begann und bis ins 19. Jahrhundert andauerte, als dessen zwischenzeitlich barocke Innenausstattung  wieder purifiziert wurde, um als einzige große gotische Kirche in Bayern herzuhalten. Sie ist innen beeindruckend,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101331.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101331.jpg" alt="" title="DS101331" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4137" /></a> jedoch sehr dunkel; das liegt an vielen, oft über 600 Jahre alten tief farbigen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101345P.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101345P.jpg" alt="" title="DS101345P" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4141" /></a> Kirchenfenstern, die in der Sonne wie Leuchtkästen strahlen, und den dunklen Steinen. Zum Abschluss kehren wir in der Wurstkuchl ein<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101338.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101338.jpg" alt="" title="DS101338" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4138" /></a> und können bei Bratwurst und Kraut ausländischen Touristen zuschauen, was denen so zur Handhabung von Würstchen, Kraut, Brötchen und Senf einfällt. In der Dämmerung streifen wir durch die restlichen Gassen,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101344.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101344.jpg" alt="" title="DS101344" width="186" height="280" class="alignleft size-full wp-image-4140" /></a> bis es anfängt zu regnen. Zur Geschichte von Regensburg wollen wir nichts weiter berichten, dazu kann man genug in Führern und Wikipedia nachlesen; wir wollten eher die Atmosphäre spüren. Die ist angenehm locker in lebendigem historischem Ambiente, das nicht überrenoviert ist, mit einer Stadt, die auch heute wirtschaftlich erfolgreich ist. Es geht hier eher um das ganze Stadtbild und die historische Aussage als um spezielle herausragende Sehenswürdigkeiten, von der steinernen Brücke<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101343.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101343.jpg" alt="" title="DS101343" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4139" /></a> mal abgesehen. Andererseits merken wir: es fehlt der Reiz der Aufgaben unserer Ideengeber oder auch eigener Erinnerungen. Da haben wir keine Fragestellungen, die außergewöhnliche Begegnungen und Erlebnisse induzieren und die Orte eher nebenbei, aber intensiver und aus anderem Blickwinkel näherbringen. So bleiben uns nur das Rumsuchen in touristischen Informationen und mehr oder weniger gut gewählte Spazierwege, auch mal entspannend, das ganze Reisejahr hätte das sicher nicht getragen.</p>
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		<title>1. September: Passau</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Sep 2011 07:13:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Passau (Ziel: Ursula Gottschling): Schiffsfahrt, Stephansdom mit Orgelkonzerten, Altstadt, Klostersuche Ich nutze morgens das Schwimmbad, das zwar nicht mehr ganz modern, aber geräumig und in gutem Zustand ist, das wird meine nächsten Tage sicher auch eröffnen. Beim Frühstück fehlt nichts. &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/09/03/1-september-passau/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Passau (Ziel: Ursula Gottschling): Schiffsfahrt, Stephansdom mit Orgelkonzerten, Altstadt, Klostersuche</strong></p>
<p>Ich nutze morgens das Schwimmbad, das zwar nicht mehr ganz modern, aber geräumig und in gutem Zustand ist, das wird meine nächsten Tage sicher auch eröffnen. Beim Frühstück fehlt nichts. Der Wetterbericht zeigt keinen Tropfen für Passau, ich lasse den Regenschirm da. Wir wollen vor dem Mittagskonzert die Drei-Flüsse-Schiffsfahrt machen, aber irgendwo<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100945T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100945T.jpg" alt="" title="DS100945T" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4056" /></a> vertrödeln wir zwei Minuten, um 11:01 ist das Schiff beim Ablegen.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100950.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100950.jpg" alt="" title="DS100950" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4057" /></a> Wir disponieren um und zielen auf das Dreiflüsseeck. Auf dem Weg kommen wir am Kloster Niedernburg vorbei. Unsere Ideengeberin Ursula Gottschling hat uns von ihrer Behelfsgrundschule 1949/50 in einem Kloster erzählt, wir vermuten das hier, weil hier ein Gymnasium im Komplex ist. An der Pforte sitzt eine sehr nette Schwester, die eine Grundschule glaubhaft verneint, zumal sie uns sagen kann, wo die Nibelungenhalle, die der Schilderung nach gegenüber steht, gestanden hat: auf dem Nibelungenplatz. Das nehmen wir uns für später vor. Auch die Gassen hier in der Spitze sind historisch; der recht einheitliche barocke Inn-Salzach-Stil dürfte aus der Zeit nach dem Stadtbrand 1662 stammen. Die Spitze ist eine baumumrandete Rasenfläche, am Donaufer liegen bis vorne die großen Donau-Kreuzfahrtschiffe, die wir aus Mannheim kennen, sie befahren also alle den Rhein-Main-Donau-Kanal. Sehr schön ist das höhere Tempo und die momentan graue Farbe des Inn zu erkennen, die Wasserfarben mischen sich langsam. Es ist eine imposante Ecke, die durch die Vesten Oberhaus oben am anderen Donauufer, Niederhaus<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100955.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100955.jpg" alt="" title="DS100955" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4058" /></a> unten auf der gegenüberliegenden felsigen Mündungsspitze der braunen Ilz und die umliegenden steilen Hänge bestimmt wird. Wir promenieren ein Stück am Inn<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100960.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100960.jpg" alt="" title="DS100960" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4060" /></a> entlang und dann in die Gassen hoch auf den 30 Meter hohen Domhügel, das geistige Zentrum der Passauer Fürstbischöfe bis 1803. Immerhin kommen wir zum täglichen Mittagskonzert im Stephansdom pünktlich; von anwesenden mindestens 400 Zuhörern sind wir überrascht und finden gerade so einen akzeptablen Platz unter der Kanzel. Mehr erfahren wir bei der Einführung: fünf Orgeln,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100965.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100965.jpg" alt="" title="DS100965" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4061" /></a> drei hinten, eine in der Mitte auf dem Dach mit einem Klangloch in der Decke, eine vorn im Altarraum,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100966.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100966.jpg" alt="" title="DS100966" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-4062" /></a> alle spielbar von einem Tisch ergeben mit 17974 Pfeifen die größte Orgel der Welt in einer katholischen Kirche. Der Klang ist mächtig und beeindruckend, die ganze Kirche ist erfüllt. Wir schließen sofort die Kirchenführung mit Anneliese Hertel an. Sie erklärt noch mehr zur Orgel: die längste Pfeife 11,3m und 16 Hz, die kürzeste 6mm und 16 kHz. Die Deckengemälde wurden haltbar in den nassen Putz &#8220;al fresco&#8221; gemalt und stellen insgesamt eine bildliche Armenbibel für Leseunkundige dar, bei der die Farben inhaltliche Bedeutungen hatten. Die Kanzel mit allen Figuren ist, wie vieles, mit Blattgold überzogen,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100971.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100971.jpg" alt="" title="DS100971" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4063" /></a> dafür wurden nur 300 g Gold benötigt. Stuckherstellung, weinende Engel,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100969.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100969.jpg" alt="" title="DS100969" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4064" /></a> die Größe der gemalten Gesichter und die notwendige Perspektive beim Malen in den Kuppeln werden anschaulich erläutert. Das geschieht mit Funkkopfhörern, ist interessant und hochprofessionell. Wir nehmen den zweiten Anlauf zur Schiffsfahrt, diesmal klappt es, dafür fängt es an zu tröpfeln, und der Regenradar deutet an, dass Passau noch länger am Rand des südlichen Regengebiets liegen wird. Da war es doch nicht so schlau, den Regenschirm zu Hause zu lassen, das kriege ich auch deutlich gesagt, obwohl Marlis ihren regenfesten Mantel mit hat und nur ich nass werde. Die Blicke vom Schiff auf Stadt,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100980.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100980.jpg" alt="" title="DS100980" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4065" /></a> Kreuzfahrtschiffe, Mündungsspitze und Festungen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100990T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100990T.jpg" alt="" title="DS100990T" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4066" /></a> sowie die Wallfahrtskirche Mariahilf mit ihrem überdachten Treppenaufgang<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100957.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100957.jpg" alt="" title="DS100957" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4067" /></a> sind ausgesprochen malerisch, imposant die Mischung der drei Wassermassen. Wir kommen rechtzeitig zur Stadtführung, die macht jetzt der Ehemann der Kirchenführerin, Hilmar Hertel. Er erzählt uns einiges über Fürstbischöfe, Stadtbrand, Rathaus, Salzhandel und die schon immer intensiven Beziehungen zu Österreich und Italien, alles wegen dem Regen eher aus Torbögen, die Herr Hertel alle kennt. Bei der Säkularisierung 1803 landete Passau dann eher unfreiwillig in Bayern, jetzt sei man aber aktiv bayrisch. Das hört man, es klingt allerdings nicht ganz so wie in Oberbayern, wir sind eben in Niederbayern, mit Hang zu Österreich. Die Führung begleitet er mit gelungenen, trockenen, zum Thema passenden Sprüchen. Alles erzählt er, ohne mit der Wimper zu zucken wie als Abschied zum Regen: &#8220;Petrus ist ein alter Mann, er kann das Wasser nicht mehr halten&#8221;. Jetzt greifen wir erstmal eine Empfehlung auf für ein Café, der Kuchen ist gut, das Ambiente weniger. Das Wetter bessert sich, wir machen uns auf zum Kloster St. Nikola.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101010.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101010.jpg" alt="" title="DS101010" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4069" /></a> An der Pforte sitzt eine alte Schwester, sie kann sich nicht vorstellen, dass hier Anfang der 50er provisorisch eine Grundschule untergebracht war. Wir halten es trotzdem für wahrscheinlich, alles passt: das Kloster, draußen die moderne grüne Platzanlage, der Klostergarten, war vorher Parkplatz, an der Stelle des &#8220;Stadtturm&#8221;,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101026TP.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101026TP.jpg" alt="" title="DS101026TP" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4072" /></a> einem neunstöckigen Verwaltungsbau, und der Einkaufsgalerie Nibelungencenter stand bis 2005 die Nibelungenhalle von 1935 im Nazi-Stil, bekannt für Veranstaltungen der CSU und NPD. Heute ist der Eingang<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101008.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101008.jpg" alt="" title="DS101008" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4068" /></a> zum Kloster gleichzeitig Eingang der Universität, die sich weiter am Fluss Inn entlangzieht, und oberhalb liegt die Passauer Löwenbrauerei. Wir gehen weiter zum damaligen Wohnhaus unserer Ideengeberin, zur Spitalhofstr. 11, nur einen Kilometer von hier, dort ist ein entsprechend altes Haus,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101021.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101021.jpg" alt="" title="DS101021" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4070" /></a> aber nur zwei Stockwerke hoch, gehört dem früheren Blumenladen Merkbach gegenüber, das passt nicht, bestätigen uns Anwohner. Dahinter hat früher noch ein Haus gestanden, auch nicht höher. Im weiteren Verlauf der Straße gibt es Reihenbebauung<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101023.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101023.jpg" alt="" title="DS101023" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4071" /></a> in der passenden Höhe, da könnte es dann aber jedes Haus sein. Mehr Daten haben wir nicht, also belassen wir es bei Fotos. Ansonsten ist die Gegend hier eher einfache Wohngegend ohne Besonderheiten und ohne den Charme der Innenstadt. Wir gehen flott zurück zum Dom, wir wollen das wöchentliche Abendkonzert um 19:30 hören und einen guten Platz bekommen. Das gelingt uns, in der Wartezeit wächst der Text. Diesmal spielt der Domorganist Ludwig Ruckdeschel zusammen mit dem Posaunisten Paul Zauner neben klassischen Orgelstücken Improvisationen. Wir sind begeistert und vertieft in die Musik, die Orgel erfüllt die ganze Kirche mit einer gewaltigen Dynamik, die Posaune setzt interessante Akzente. Zum Essen haben wir uns die Stiftschenke ausgesucht. Die Historie des Hauses reicht bis 1358, die Einrichtung ist alt und stilvoll-gemütlich, die Stube gut gefüllt, die Speisekarte regional, die Weine aus eigenen Gütern in Österreich, die Bedienung aufmerksam. Wir haben gerade bestellt, da nehmen am Tisch gegenüber die Solisten des Abends mit Familie Platz, wir erkennen sie aus dem Programmheft und am Posaunenkasten. Der Sohn des Posaunisten interessiert sich für meine Forelle<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101028.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101028.jpg" alt="" title="DS101028" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4073" /></a> Wiener Art, die auf dem Bauch auf dem Teller steht, so kommen wir in Kontakt. Nach dem Essen setzen wir uns auf einen Wein rüber, es entwickeln sich spannende Gespräche über unser Projekt, wir erfahren, wie Herr Ruckdeschel zum Organistenberuf und nach Passau gekommen ist, es geht um religionsphilosophische Fragen, und wir erfahren vom &#8220;INNtöne.com Jazzfestival &#8211; Jazz am Bauernhof von Paul Zauner&#8221;, das hört sich spannend an, wir nehmen das auf unsere Agenda. Marlis sammelt Autogramme ein, ein echtes Schmankerl für unsere Ideengeberin, die letztendlich die Begegnung ermöglicht hat. Glücklich über diese bereichernde Begegnung verabschieden wir uns und beenden spät diesen insgesamt sehr gelungenen Tag. Da lässt es sich verschmerzen, dass die Texte des Tages mal wieder liegen bleiben – irgendwann habe ich immer alles wieder aufgeholt. </p>
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		<title>22. August: Alfeld und zurück</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Aug 2011 16:05:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Alfeld: Besichtigung Weltkulturerbe Fagus-Werk (Ziel: Marlis &#038; Joachim), getrennte Rückfahrt Die Fagus-Werke in Alfeld haben wir gemeinsam auf unsere Liste gesetzt, als wir die Fotoausstellung dieses 100 Jahre alten Industriebaus, dem ersten von Walter Gropius, bei unserem Besuch im Bauhaus-Archiv &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/08/22/22-august-alfeld-und-zuruck/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Alfeld: Besichtigung Weltkulturerbe Fagus-Werk (Ziel: Marlis &#038; Joachim), getrennte Rückfahrt</strong></p>
<p>Die Fagus-Werke in Alfeld haben wir gemeinsam auf unsere Liste gesetzt, als wir die Fotoausstellung dieses 100 Jahre alten Industriebaus, dem ersten von <strong>Walter Gropius</strong>, bei unserem Besuch im Bauhaus-Archiv Berlin gesehen haben. Nach kurzem Frühstück<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100631T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100631T.jpg" alt="" title="DS100631T" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3915" /></a> rollen wir schwungvoll den Berg runter am Bahnhof vorbei zum <strong>Fagus-Werk</strong> und dürfen bei der Pförtnerin unser Gepäck unterstellen. <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100637.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100637.jpg" alt="" title="DS100637" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-3916" /></a>Die Werksgebäude fallen sofort angenehm auf: Die leichten, großen Stahlfensterfronten<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100643.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100643.jpg" alt="" title="DS100643" width="186" height="280" class="alignleft size-full wp-image-3917" /></a> in Anthrazit mit Backsteinen in Ocker<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100639P.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100639P.jpg" alt="" title="DS100639P" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3918" /></a> findet man heute noch modern und angenehm. Die besondere Leichtigkeit kommt durch das Aufsetzen der Fenster auf die Front und die stützenfreien Ecken; die tragende Stahlstützenkonstruktion liegt dahinter und fällt in weiß nicht auf.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100648.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100648.jpg" alt="" title="DS100648" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3920" /></a> Alle Gebäude sind funktional und zueinander passend ausgeführt. Der Gründer, Carl Benscheid, verstand sich ausgesprochen gut mit dem jungen Gropius und hat gedanklich besonders bezüglich der funktionalen Abläufe intensiv am Bau mitgewirkt. Die von ihm gegründete Schuhleistenproduktion<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100669.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100669.jpg" alt="" title="DS100669" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3921" /></a> besteht immer noch und beliefert namhafte Schuhhersteller; da heute Kunststoff statt Buche<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100654.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100654.jpg" alt="" title="DS100654" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3922" /></a> verwendet wird, hat sich die Produktion verändert, aus der Sägerei ist ein Konstruktionsbüro für den später dazugekommenen Bau von Holzbearbeitungsmaschinen geworden, die fünfstöckige, in verputztem Fachwerk mit durchlässigen Holzböden<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100663.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100663.jpg" alt="" title="DS100663" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3923" /></a> ausgeführte Holzlagerung und Trocknung ist jetzt komplett Ausstellung zu Architektur, Schuhleistenproduktion, Schuhmode und Weltkulturerbe.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100670.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100670.jpg" alt="" title="DS100670" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3924" /></a> Seit den 80er Jahren haben die Nachfahren die Gebäude systematisch restauriert. Wir bekommen außerdem einen kurzen Einblick in die Produktion. Wir haben nur zweieinhalb Stunden für das Gelände, es reicht knapp. Wir kehren im Café mit einfachem Mittagstisch in der früheren Turbinenhalle<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100645.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100645.jpg" alt="" title="DS100645" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3926" /></a> ein und schauen uns noch genauer auf dem Gelände und im Haupttreppenhaus<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100641.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100641.jpg" alt="" title="DS100641" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3927" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100703.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100703.jpg" alt="" title="DS100703" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3928" /></a> um, in dem die klare Formensprache von Gropius in Fenstern,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100692.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100692.jpg" alt="" title="DS100692" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3929" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100694.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100694.jpg" alt="" title="DS100694" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3930" /></a> Möbeln<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100704.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100704.jpg" alt="" title="DS100704" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3931" /></a> und Treppengeländern,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100646.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100646.jpg" alt="" title="DS100646" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-3932" /></a> alles nahezu original, bestens deutlich wird. Hiermit endet der gemeinsame Teil dieses vielleicht intensivsten Reiseabschnittes, Marlis fährt nach Norden über Hannover<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100711.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100711.jpg" alt="" title="DS100711" width="187" height="280" class="alignleft size-full wp-image-3933" /></a> und mit nochmaligem Besuch ihrer Schwester in Dortmund zurück, ich wähle den direkten Weg nach Süden und nutze die Ruhe auf der sattsam bekannten Strecke, um mit den Texten des Abschnitts fertigzuwerden.</p>
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		<title>21. August: Altena, über Föckinghausen nach Alfeld</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Aug 2011 08:02:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Altena: Ortsrundgang (Ziel: Marlis) und Burgbesichtigung mit Jugendherbergsmuseum, Stopp in Bestwig mit Aufstieg nach Föckinghausen (Ziel: von mir) und Fahrt nach Alfeld Wir haben erstaunlich gut geschlafen, es ist nachts richtig kalt geworden, morgens ist es trübe und Regen setzt &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/08/22/21-august-altena-uber-fockinghausen-nach-alfeld/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Altena: Ortsrundgang (Ziel: Marlis) und Burgbesichtigung mit Jugendherbergsmuseum, Stopp in Bestwig mit Aufstieg nach Föckinghausen (Ziel: von mir) und Fahrt nach Alfeld</strong>  </p>
<p>Wir haben erstaunlich gut geschlafen, es ist nachts richtig kalt geworden, morgens ist es trübe und Regen setzt ein. Wir bekommen ein einfaches Frühstück serviert, für den Preis war alles in Ordnung und irgendwie ausgefallen originell und griechisch herzlich. Der Regen wird nicht mehr zunehmen und bald vorbei sein, also starten wir:<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100527.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100527.jpg" alt="" title="DS100527" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3943" /></a> der Einfachheit halber mit allem Gepäck, rauf auf die Burg Altena,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100529.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100529.jpg" alt="" title="DS100529" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3944" /></a> unser Hotel ist genau am Fuß der Auffahrt, und runter wollen wir direkt zum Bahnhof. Also teilen wir es so auf, dass wir beide gleich schnell sind: Ich ziehe beide Koffer, und Marlis fotografiert.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100535.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100535.jpg" alt="" title="DS100535" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3941" /></a> So laufe ich gleichmäßig gemächlich vor mich hin und brauche keine Rücksicht zu nehmen, Marlis fotografiert und holt wieder auf.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100532.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100532.jpg" alt="" title="DS100532" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3942" /></a> Draht und die lange Tradition der Drahtproduktion bestimmt die Stadt, in Geländern, Skulpturen, Symbolen. Das Drahtmuseum lassen wir links liegen; mit der Kombi-Eintrittskarte der Burg könnten noch in Jahrzehnten reingehen! Die Burg aus dem 12. Jahrhundert<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100542.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100542.jpg" alt="" title="DS100542" width="187" height="280" class="alignleft size-full wp-image-3940" /></a> mit wechselvoller Geschichte ist in bestem Zustand, kein Wunder nach den vielen Bestimmungen und der Bedeutung: hier wurde 1909 vom Altenaer Lehrer Schirrmann die erste Jugendherberge gegründet, Ausgangspunkt für die ganze weltweite Bewegung.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100566.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100566.jpg" alt="" title="DS100566" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3937" /></a> Entsprechend ist dieser Teil der Museumsräume der für uns interessanteste. Alles ist recht dunkel, die Matratzen der Stockbetten sind strohgefüllt, im Schlafraum für Jungen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100572L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100572L.jpg" alt="" title="DS100572L" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3938" /></a> sind etwa 30 Betten, lange Tische im Aufenthaltsraum. Im Film werden die für die jeweiligen Zeiten als Errungenschaften geltenden Dinge erwähnt, wie hygienisch geflieste Waschräume mit fließend kaltem Wasser. Die anderen Räume durchgehen wir schnell: Jagd, Waffen, Rüstungen, Stadtbrände und ähnliches, nichts besonders neues, aber gut gemacht und vielfältig. 2013 soll durch einen alten Luftschutzstollen ein Erlebnisfahrstuhl vom Lenneufer direkt in den Burghof gebaut werden. Von den Wehrgängen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100563.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100563.jpg" alt="" title="DS100563" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3939" /></a> bieten sich tolle Blicke in die schmalen, steilen Sauerlandtäler, in denen die Altenaer Häuser abenteuerlich am Hang kleben. Wir gehen von der Burg ins Nebental herunter,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100580.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100580.jpg" alt="" title="DS100580" width="186" height="280" class="alignleft size-full wp-image-3936" /></a> dort sind einige einfache Hanghäuser mit kleinen, steilen Vorgärten und vielen Treppen. Damit ist Marlis zufrieden, sie war als Kind 1954 in einem solchen Haus bei der Familie ihres Kindermädchens, leider gibt das einzige Foto, das sie davon hat, keine klaren Details wieder, die Schlüsse auf den Ort zulassen. Wir passieren einige Drahthersteller<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100584.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100584.jpg" alt="" title="DS100584" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3935" /></a> und kommen auf die Brücke über die Lenne und die Bahn mit nochmals bester Sicht hoch auf die Burg. Gegenüber vom Bahnhof ist eine bekannte Konditorei, die heute offen hat, wir decken uns mit Torte ein und nehmen dann den Zug nach Hagen, wo wir nach <strong>Bestwig</strong> umsteigen. Hier reicht es für genau zwei Stunden Unterbrechung: Etwa zwei Kilometer nördlich, auf der anderen Seite der Ruhr den Hang hoch, liegt <strong>Föckinghausen</strong>, ein Dörfchen mit wenigen Häusern, wo ich in meiner Essener Zeit, also vor 1965, ein- oder zweimal als Schüler in Ferien war. Das Bild des U-förmigen, dunkelbraunen, einstöckigen Holzbaues habe ich heute noch im Kopf, wohl weil mir eine Postkarte vor Augen schwebt, die es in einem meiner alten Alben geben müsste. Im Internet ist mir ein Caritasheim begegnet, kurz vor Ankunft in Google Maps noch ein Schullandheim. Die Wege in den Karten von Google Maps und Nokia sind recht umständlich; auf denen haben wir in der Zeit zu Fuß keine Chance. Also Augen auf nach Plänen am Bahnhof: Da hängt ein Stadtplan, da sieht man zwei nahe Brückchen über die Ruhr, das fotografiere ich ab, da entlang wäre die Entfernung machbar. Ein Taxi ist vor dem Bahnhof auch nicht zu sehen, hier hätten wir das gemacht. Das Gepäck werden wir in der Bahnhofsbäckerei los, die junge Dame hilft uns gerne, wir dürfen es auch noch in ihrer Aufräumzeit abholen, bestens. Also laufen wir los, wir sehen keinen Weg und folgen zwei Minuten einer Straße, die nicht ganz passt, da kommt uns ein Paar mit Kinderwagen entgegen, die fragen wir und bekommen kompetente Antwort: hinter uns am Bahnübergang<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100553.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100553.jpg" alt="" title="DS100553" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3945" /></a> gibt es einen unauffälligen Weg durch Fabrikzäune und einen Mustergarten, der neuerdings auf die Brücke führt. Wir bedanken uns und bekommen beste Wünsche für das &#8220;sportliche Unterfangen&#8221;. Wir finden den Weg,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100596TA.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100596TA.jpg" alt="" title="DS100596TA" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3946" /></a> den Aufstiegsbeginn und ein Wanderzeichen mit Ziel Föckinghausen. Nach kurzer Zeit stimmt die fotografierte Karte nicht mehr, eine Baustraße zur Autobahnbaustelle durchschneidet alles, das Wanderzeichen können wir zum Glück verfolgen, nach kurzem Weg auf der Straße biegt es in einen Feldweg, der genau in die richtige Richtung steil bergauf<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100547.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100547.jpg" alt="" title="DS100547" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3947" /></a> führt. Wir gehen sehr schnell und schwitzen, wir wollen auf dem Hinweg keine vermeidbare Zeit verlieren, damit wir nicht unverrichteter Dinge abbrechen müssen. Nach genau 30 Minuten strammer Wanderung – ich ermittle hinterher 2,5 km und 170m Steigung, eine für uns stramme Leistung  – kommen wir genau am westlichen Dorfrand aus dem Wald, und da liegt er,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100597LA.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100597LA.jpg" alt="" title="DS100597LA" width="450" height="175" class="alignright size-full wp-image-3957" /></a> ich erkenne ihn sofort: der U-förmige Holzbau, es ist das Schullandheim des Pestalozzi-Gymnasiums Unna. Während wir begeistert fotografieren,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100599DL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100599DL.jpg" alt="" title="DS100599DL" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3949" /></a> treffen wir eine Hausangestellte, die uns sagt, das das Gymnasium schon seit 1958 der Träger ist, und viele Klassen und Gruppen aus der Umgegend schon seit damals hierher kommen, ich war also dabei, es war kein Kinderheim. Nur ein zentraler Eingangs- und Aufenthaltsanbau ist dazugekommen, der Sportplatz ist neu angelegt. Wir dürfen sogar in ein Zimmer schauen:<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100602.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100602.jpg" alt="" title="DS100602" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-3950" /></a> Viererzimmer mit zwei Stockbetten und Waschräume, freundlich gemacht, aber einfach, so ähnlich dürfte es schon vor 50 Jahren gewesen sein. In der Viertelstunde, die wir Zeit haben, bekommen wir noch alte Postkarten gezeigt, sie erzählt uns, dass auch Ehemaligentreffen von heute 70-jährigen hier stattfinden.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100606PAT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100606PAT.jpg" alt="" title="DS100606PAT" width="280" height="213" class="alignleft size-full wp-image-3951" /></a> Wir sind total stolz darauf, dass uns das gelungen ist, und laufen in Ruhe wieder nach Bestwig runter. Die Bäckerei hat zwar offiziell schon geschlossen, in der Aufräumzeit bekommen wir noch einen Kaffee und die zwei in der Theke verbliebenen Stücke Käsekuchen. Jetzt folgt die nächste spannende Aktion: viermal umsteigen nach Alfeld, davon dreimal knapp. Der Zug nach Warburg hat sechs Minuten Verspätung, da haben wir allerdings länger Zeit; in Altenbeken, Holzminden und Kreiensen läuft alles auf die Minute pünktlich, wir fahren durch schönes Bergland mit Flüssen und einigen Fachwerkörtchen. In <strong>Alfeld</strong> starten wir gleich mit Gepäck in die Innenstadt, um noch was zu essen, und werden am Marktplatz im italienisch bewirtschafteten Ratskeller fündig, dem einzigen wirklich noch belebten Ort, wo wir wunderbar draußen sitzen können, es ist heute abend ungewöhnlich warm. Danach gehts in die Gegenrichtung, hinter dem Bahnhof den Berg rauf. Die Karte kennt die Hausnummer nicht; wir dürfen immer weiter steigen, bis wir am Ende der Straße am Waldrand angekommen sind. Im Hintergrund ist Wetterleuchten zu sehen, da kommt was. Auf dem Zimmer angekommen, donnert es schon.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100629.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100629.jpg" alt="" title="DS100629" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3952" /></a> Wir haben einen Balkon mit Dachvorsprung, wir können uns trotz einsetzendem Regen raussetzen, Alfeld liegt uns mit beleuchtetem Kirchturm zu Füßen. So werden wir für den mühsamen Aufstieg belohnt, es folgt ein wahres Feuerwerk von Gewitter, auch die gegenüberliegenden Leineberge werden hell erleuchtet. Ein krönender Abschluss dieses intensiven Tages um Mitternacht!</p>
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		<title>13. August: Rundgang in Wismar</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Aug 2011 16:58:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wismar: Kirchen, Karstadt, Sektkellerei, Stadt Heute haben wir uns entschieden, Wismar zu entdecken, weil am Samstag die Geschäfte offen sind. Schon die Breite Straße mit dem Hotel ist malerisch. Im Vorbeigehen ist uns das Gebäude der früheren Löwenapotheke aufgefallen, heute &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/08/15/13-august-rundgang-in-wismar/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wismar: Kirchen, Karstadt, Sektkellerei, Stadt</p>
<p>Heute haben wir uns entschieden, <strong>Wismar</strong> zu entdecken, weil am Samstag die Geschäfte offen sind. Schon die Breite Straße<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99835.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99835.jpg" alt="" title="DSC99835" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3824" /></a> mit dem Hotel<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99833.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99833.jpg" alt="" title="DSC99833" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3823" /></a> ist malerisch. Im Vorbeigehen ist uns das Gebäude der früheren Löwenapotheke<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99847.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99847.jpg" alt="" title="DSC99847" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3827" /></a> aufgefallen, heute Café und Weinhandlung,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99838L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99838L.jpg" alt="" title="DSC99838L" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3825" /></a> spontan gehen wir hinein und treffen die Architektin und Inhaberin Doreen Rump. Alles ist sehr schlicht und stimmig gestaltet, und einige uns bekannte Pfälzer Winzer sind vertreten. Das gefällt uns gut, so kommen wir gleich ins Gespräch. Dazu gesellt sich noch Dr. Zielenkiewitz,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99843L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99843L.jpg" alt="" title="DSC99843L" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3826" /></a> der Präsident der Bürgerschaft. Wir erfahren viel über die Sprengung des kriegsbeschädigten Kirchenschiffs der Marienkirche Anfang der 60er in einer Nacht- und Nebel-Aktion, Weltkulturerbe-Status der Stadt, verschiedene Ausstellungen, das Zeughaus, Seilschaften und den Stolz der Bürger auf ihre Stadt, den wir in LU vermissen. Das ist ein fulminanter Tages-Start. Richtung Marktplatz<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99848.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99848.jpg" alt="" title="DSC99848" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3828" /></a> kommen wir am Karstadt-Stammhaus vorbei. 1881 ist Rudolph Karstadt mit dem neuen Anspruch angetreten: alles unter einem Dach, günstigst zu Festpreisen, aber nur gegen bar. Heute ist es ein eher kleines Kaufhaus, es dürfte nach der Wende wieder von Karstadt übernommen und saniert<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99854.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99854.jpg" alt="" title="DSC99854" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3829" /></a> worden sein. Es soll ein altes Kontor geben, das finden wir erst auf Nachfrage in einer hinteren Ecke, eher eine lieblose Altmöbelansammlung als ein Museum. Auf dem riesigen quadratischen Marktplatz mit seinen schmucken Giebelhäusern verliert sich ein eher kleiner Wochenmarkt, das ganze Ensemble, aus dem das Backsteinhaus des alten Schweden<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99867.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99867.jpg" alt="" title="DSC99867" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3830" /></a> und die Wasserkunst besonders hervorsticht, zeugt allerdings von dem Reichtum der Hanse. Durch kleine Straßen gehen wir zur Hanse-Sektkellerei, deren Gewölbe<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99874.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99874.jpg" alt="" title="DSC99874" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3831" /></a> sich unter einem hässlichen Neubau am Rande der historischen Innenstadt versteckt. Das alte Gewölbesystem selbst ist beeindruckend, hier werden hauptsächlich Marken des heutigen Stammhauses Schloss Wachenheim angeboten, eine spezielle Hanse-Abfüllung reift sogar hier vor Ort. Zu DDR-Zeiten wurde hier Wein zu verschiedenen Cuvees mit Phantasienamen verschnitten. Wir sind in einer kurzen ruhigen Zeit zwischen Bustouren und Touristengruppen da, so bekommen wir exklusive Proben und Erläuterungen der Verkäuferin. Durch andere Straßen erreichen wir den malerischen Fürstenhof, heute Amtsgericht. Das macht das Weltkulturerbe aus: in der fast kreisrunden Altstadt von etwa einem Kilometer Durchmesser, um die eine Ringstraße entlang der früheren Stadtbefestigung führt, hat jede Straße ein fast geschlossenes historisches Ambiente zu bieten, wenig Fachwerk, viel Backstein, schöne Giebel,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99911.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99911.jpg" alt="" title="DSC99911" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3832" /></a> kein übertriebener Kontrast zwischen poppiger Übersanierung und dazwischenliegenden Abbruchhäusern. Hier wartet zwar auch noch manches, aber nicht in übelstem Zustand. Und es gibt viel guterhaltenes Kopfsteinpflaster der grobesten Sorte. In einem netten Cafégarten machen wir Pause, dann nehmen wir uns die Kirchen vor: Wir beginnen mit dem übriggebliebenen wuchtigen, quadratischen, über 80 Meter hohen Turm von St. Marien. Ein Film erläutert anschaulich die damalige Baudurchführung, manches davon haben wir noch nicht so anschaulich gesehen: die Grundriss-Konstruktion mit großen Schnurzirkeln, die Herstellung der Formsteine mit Schablonen, der Gerüstbau, das Hochziehen schwerer Teile mit Tretrad-angetriebenen Seilwinden. Am Platz steht noch das beeindruckende Gebäude des Archidiakonats,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99899.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99899.jpg" alt="" title="DSC99899" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3841" /></a> zwischendurch immer mal ein unsaniertes Gebäude.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99966.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99966.jpg" alt="" title="DSC99966" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-3842" /></a> Das Zeughaus muss für Montag bleiben, wenn die Bibliothek geöffnet ist. In der mächtigen, an Rostock erinnernden Kirche St. Georgen ist ein Konzert, wir können nur durchs Fenster in den fast fertig wiederaufgebauten Innenraum schauen. Die heute evangelische Heiligen-Geist-Kirche ist aus einem Siechenhaus gewachsen und bildet mit diesen Nebengebäuden einen schönen Innenhof.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99914.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99914.jpg" alt="" title="DSC99914" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3833" /></a> Der quaderförmige Innenraum mit der alles frei überspannenden Holzdecke,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99916.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99916.jpg" alt="" title="DSC99916" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3834" /></a> die die bei einer Pulverexplosion um 1700 zerstörte Gewölbedecke ersetzt hat, deren Spannbalken noch etwas unmotiviert und unsymmetrisch unter der Decke hängen, birgt viele interessante Details, die etwas vom Kirchen-Üblichen abweichen. Der Küster Rüdiger Röpke spricht uns an und gibt uns umfassende Erläuterungen, leider begrenzt durch die Öffnungszeit der Wismar-Ausstellung unter dem Rathaus, in die wir wenigstens kurz reinschauen wollen. Hier gibt es Vitrinen mit Dokumenten, Sammlerstücken und Texttafeln besonders über die Hansezeit, recht anschaulich dargestellt, der kurze Überblick reicht uns. Beeindruckend ist auch die wuchtige, hohe Nikolaikirche<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99922.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99922.jpg" alt="" title="DSC99922" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3835" /></a> aus Backstein, die uns an Stendal erinnert. Mit Mühe erreichen wir die Turmführung auf St. Marien, für die wir uns eingetragen haben. Man ist sekundengenau gestartet, lässt uns netterweise aber zwei Minuten später noch hinterher. Die Sicht aus dem Turm<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99944.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99944.jpg" alt="" title="DSC99944" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3836" /></a> ist zwar schlecht,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99954T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99954T.jpg" alt="" title="DSC99954T" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3837" /></a> und in die Uhrspitze darf nur der Uhrmacher, die Holztreppenkonstruktion im riesigen offenen Quadrat des Turminneren mit den langen gotischen Fenstern und dem 750 Jahre alten, komplett originalen Glockenstuhl<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99951.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99951.jpg" alt="" title="DSC99951" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3838" /></a> samt Glocken ist sehenswert genug. Neben dem gesprengten Kirchenschiff, dessen Grundriss 1,50 Meter hoch<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99947T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99947T.jpg" alt="" title="DSC99947T" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3839" /></a> gegenwärtig als Mahnmal wieder den bisherigen Parkplatz ersetzt, steht die Notkirche,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99902L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99902L.jpg" alt="" title="DSC99902L" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3840" /></a> eine in drei Modelltypen von Otto Bartning entworfene und in 43 Exemplaren gebaute, sehr preiswerte, leicht vor Ort zusammenbaubare Holzbogenkonstruktion, die mit Trümmersteinen ausgefacht wurde, und, wie viele Provisorien, heute noch hält. Auf das von Dr. Zielenkiewitz erwähnte Konzert der &#8220;Herren&#8221;, das gleich in dieser Kirche stattfindet, verzichten wir nach dem langen Tag, was sich im Endeffekt als nicht so schlau erweist. Wir streben statt dessen gleich seine Restaurantempfehlung, den Ziegenkrug, an, leider hoffnungslos auf längere Zeit ausgebucht, im nächsten gefällt uns das Schnitzel-orientierte Angebot nicht, wir landen im &#8220;Zum Weinberg&#8221;, einem Muss für Touristen mit seinem 650 Jahre alten Innenraum und leider auch darauf abgestellter Speisekarte, Fisch nur als langweilige, wenig regionale Filets. In der Not wähle ich kalte eingelegte saure Heringe, die ich mit dem Wein zusammen nicht vertrage. Es liegt mir jedenfalls im Magen, ich bin schlapp, und in der Nacht dreht sich alles um. Wären wir ins Konzert gegangen, hätte danach der Zigenkrug Platz gehabt, der Text wäre vielleicht noch am Abend entstanden, und ich hätte nicht bis Montag abend mit meinem Magen gekämpft. Hätte &#8230; Wir sind ja positiv verwöhnt im Bahn-Reise-Jahr, aber es kann ja nicht alles optimal laufen.</p>
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