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	<title>Bahn Zeit Reise &#187; Schwaben</title>
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	<description>Bahncard100-Reisen zu Orten der Erinnerung oder Sehnsucht von Ideengebern</description>
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		<title>4. Juni: Augsburg, nach Bad Reichenhall</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Jun 2011 07:29:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Rundgang Augsburg mit Fuggerei, Fahrt nach Bad Reichenhall Wir lassen uns Zeit bei gutem Frühstück und Sonne auf dem Balkon. Mit der Straßenbahn fahren wir direkt zur Fuggerei, der ältesten Sozialsiedlung der Welt, 1521 von Jakob Fugger gestiftet und bis &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/06/06/4-juni-augsburg-nach-bad-reichenhall/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Rundgang Augsburg mit Fuggerei, Fahrt nach Bad Reichenhall</strong></p>
<p>Wir lassen uns Zeit bei gutem Frühstück und Sonne auf dem Balkon. Mit der Straßenbahn fahren wir direkt zur <strong>Fuggerei</strong>,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96455.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96455.jpg" alt="" title="DSC96455" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3013" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96460.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96460.jpg" alt="" title="DSC96460" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3014" /></a> der ältesten Sozialsiedlung der Welt, 1521 von Jakob Fugger gestiftet und bis heute von der Fuggerstiftung finanziert und unterhalten. Vorgesehen sind die Wohnungen für &#8220;ehrbare katholische Bedürftige&#8221;, beispielsweise Handwerker, die durch Krankheit zeitweise ihren Beruf nicht ausüben können, bis sie wirtschaftlich wieder auf den Beinen sind, oder wenn viele Kinder zu ernähren haben. Die 60 qm-Wohnungen in den zweistöckigen Reihenhäuschen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96466.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96466.jpg" alt="" title="DSC96466" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3015" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96468.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96468.jpg" alt="" title="DSC96468" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3016" /></a> waren und sind einfach, aber recht modern eingerichtet und sind laufend erweitert und nach Kriegszerstörungen wieder aufgebaut worden. Heute umfasst die abgeschlossene Siedlung 140 Wohnungen in 67 Häusern.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96475.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96475.jpg" alt="" title="DSC96475" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3017" /></a> Die Bewohner zahlen nur eine symbolische Miete. Vor dem zweiten Weltkrieg wurde ein Erdbunker eingebaut, in dem heute eine Ausstellung ist. Es gibt eine Musterwohnung aus heutiger Zeit und eine ursprüngliche; auch die später dazugekommene Kirche ist zu besichtigen. Jeder Bewohner betet heute noch täglich drei Gebete im Andenken an die Stifter.<br />
Wir schließen einen Gang durch die Innenstadt an. Die Fuggerkapelle in der evangelischen St. Anna-Kirche ist wegen Sanierung leider nicht zu besichtigen, nur die Goldschmiedekapelle mit Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert ist zugänglich, und der Kreuzgang<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96489.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96489.jpg" alt="" title="DSC96489" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3018" /></a> ist sehr interessant. In der Fußgängerzone gibt es Denkmäler,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96490.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96490.jpg" alt="" title="DSC96490" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3019" /></a> die auf die Persönlichkeiten der Fuggerzeit hinweisen. Der Damenhof in den Fuggerhäusern<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96493.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96493.jpg" alt="" title="DSC96493" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3020" /></a> ist malerisch und eine gelungene Kulisse für das dortige Café unter den Arkaden und im Hof. Im Handwerkerviertel finden wir kleine verwinkelte Gassen,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96494.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96494.jpg" alt="" title="DSC96494" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3021" /></a> Wassergräben und keine Läden, hier wohnt es sich angenehm ruhig. So haben wir zumindest einen kleinen Eindruck dieser zweitältesten Stadt Deutschland, vor über 2000 Jahren von den Römern gegründet, gewonnen.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96497.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96497.jpg" alt="" title="DSC96497" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3022" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96500.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96500.jpg" alt="" title="DSC96500" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3023" /></a> Da der ICE unserer ursprünglich vorgesehenen Verbindung über 80 Minuten Verspätung hat, planen wir schon in der Stadt auf die nächste mit RE und Schülerverkehr<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96504.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96504.jpg" alt="" title="DSC96504" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3025" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96507L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96507L.jpg" alt="" title="DSC96507L" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3026" /></a> um und kehren gemütlich ein, bevor wir unser Gepäck aus dem Hotel holen. Dann gehts über München mit Weißwurststopp<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96508L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96508L.jpg" alt="" title="DSC96508L" width="186" height="280" class="alignleft size-full wp-image-3027" /></a> in den äußersten Südosten. Bald sind die Alpen zu sehen,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96511.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96511.jpg" alt="" title="DSC96511" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3028" /></a> am Chiemsee schon sehr deutlich. Heute ist es gut warm geworden, erstmalig bieten sich kurze Hosen an. Die Züge heute sind wieder recht voll, aber zum brauchbaren Sitzen reichts. Die Hotelbuchung in <strong>Bad Reichenhall</strong> über HRS hat sich geändert, das Hotel hatte überbucht, und HRS hat uns unsere teurere, zweite Wahl zum ursprünglichen Preis vermittelt. Vor Ort stellen wir fest, dass das ein 70er-Jahre-Terrassenbau der bayrischen Sparkassenorganisation ist, sehr exakt und sauber geführt, mit Aussicht vom vierten Stock über Bad Reichenhall, Predigtstuhl und Hochstaufen, eine gute Wahl. Die Häuser in den Straßenzügen neben der Innenstadt sind meist älter, villenartig, in großen Gärten, gepflegt. Im Kurbereich mit großzügigem Park mischen sich fragwürdige übertriebene Bauten der 70er und 80er<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96637.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96637.jpg" alt="" title="DSC96637" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3182" /></a> wie die Kurverwaltung mit stattlichen Bauten von ca. 1900, die Fußgängerzone ist für so eine eher kleine Stadt sehr groß mit vielen ansehnlichen Geschäften. Am Rathaus essen wir deftig in der Brauhausgaststätte der Reichenhaller Brauerei. Langsam verdichtet sich die Idee, wie es die nächsten Tage mit Wandern laufen könnte; das Wetter ist allerdings nicht eindeutig, wir können nur von Tag zu Tag entscheiden.</p>
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		<title>1. Juni: nach Sigmaringen</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Jun 2011 11:17:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Fahrt nach Sigmaringen (Ziel: Linn Schöllhorn), bei Assheuers und durch Schloss und Park Wir wollen starten, aber irgendwelche Technik-Baustellen gibts immer, unser Festnetzanschluss ist seit gestern gestört, heute morgen soll was gesucht werden. Bis zur geplanten Abfahrt tut sich nichts, &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/06/03/1-juni-nach-sigmaringen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fahrt nach Sigmaringen (Ziel: Linn Schöllhorn), bei Assheuers und durch Schloss und Park</strong></p>
<p>Wir wollen starten, aber irgendwelche Technik-Baustellen gibts immer, unser Festnetzanschluss ist seit gestern gestört, heute morgen soll was gesucht werden. Bis zur geplanten Abfahrt tut sich nichts, wir fahren. Die Telefone sind auf die Handys umgeleitet. Entweder kriegen das die Kinder geregelt, oder es bleibt. Wir fahren jedenfalls, lästig ist nur, dass so unterwegs mehr Telefonunterbrechungen bei uns ankommen und beim Erleben stören können. Es ist heute trübe und kühl, regnet aber (noch) nicht. Die Züge sind voll, jede Menge Kurzurlauber, nicht nur nach Stuttgart, sondern auch weiter über Tübingen auf die Alb, es gelingt uns aber, gute Sitzplätze zu finden. Auf den Höhen ist alles grün<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96037.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96037.jpg" alt="" title="DSC96037" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2960" /></a> und wolkenverhangen. Außer 20 Minuten Verzögerung am Ende durch ein Problem am entgegenkommenden Zug auf eingleisiger Strecke passiert nichts außergewöhnliches. Wir lesen und schreiben. Unsere Ideengeberin Linn Schöllhorn schickt uns in ihr Elternhaus und zu ihren Eltern nach <strong>Sigmaringen</strong>, wo wir von ihrem Vater am Bahnhof empfangen werden. Schon auf dem kurzen Weg zur Wohnung erreicht uns die Geschichte Sigmaringens und der Hohenzollern  mit Volldampf, Hans-Bernd war abgeordneter Geschichtslehrer am örtlichen privaten Gymnasium des Erzbistums Freiburg, 37 Jahre lang und sehr gerne.<br />
Wir erreichen den außergewöhnlichen Wohnort, an dem Linn aufgewachsen ist. Zum weiteren Bericht merke ich gleich an: alle geschichtlichen Daten und Begriffe sind ohne Gewähr, aus dem Gedächtnis. Korrekturen nehme ich gern entgegen.<br />
Das Gebäude ist ein öfter erweitertes Nebengebäude mit 680 Jahren Geschichte des Nonnenklosters Hedingen, früher ein Vorort des damals ca. 1000 Einwohner zählenden Sigmaringen. Vor 34 Jahren haben Assheuers zufällig die freigewordene Wohnung hier entdeckt und sind sofort umgezogen, Linn war da gerade geboren. Mit der Zeit und entsprechendem Kinderzuwachs konnten sie sich auf zwei weitere Wohnungen in dem hohenzollernschen Haus ausbreiten, so dass genug Platz für alle und auch zeitweise Zwischenstationen von Familienmitgliedern war. Wir sehen den Wohnungen an, dass sie so lange und intensiv eingewachsen sind: Überall sind nette Nischen, Sitzgruppen, Ruheplätze,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96044L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96044L.jpg" alt="" title="DSC96044L" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2962" /></a> hängen Bilder, liegen Sammlerstücke, ohne dass es unaufgeräumt aussieht. Die Mauern sind fast meterdick, geheizt wird mit Gasöfen und gelegentlich auch mit uralten Kohleöfen. Die Atmosphäre erinnert etwas an Wohngemeinschaften der siebziger Jahre in den Altbauten in Darmstadt. Wir werden herzlichst von Linns Mutter Margarete empfangen, eine Freundin aus der Schweiz und die Nichte Eileen sind da, es gibt selbstgemachten Erdbeerkuchen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96041L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96041L.jpg" alt="" title="DSC96041L" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2964" /></a> und Dampfnudeln satt. Margarete ist Kunstlehrerin, jetzt an der staatlichen Gewerbeschule, und unterrichtet auch Pädagogik. Sie strahlt geradezu ansteckende Dynamik und Lebensfreude aus. Ich bin mir noch nirgends so selbstverständlich willkommen vorgekommen. Wir unterhalten uns gleich intensiv über unsere Reisen. An den Außenwänden des U-förmigen Hauses haben wir schon bei der Ankunft die Rosen gesehen, die Linn erwähnt hat. Wir haben die richtige Zeit getroffen: die Rosen blühen in allen Farben. Auch die Linde von 1868 steht mächtig in vollem Grün im Garten. Die Fotos lassen wir uns für morgen, da soll es sonniger werden. Das Sitzen im Garten bietet sich nicht so an, statt dessen läuft Hans-Bernd mit uns durch den langen Garten (auch Prinzengarten) zum Schloss. Dieser sehr schöne, im englischen Stil angelegte Schlosspark mit alten Bäumen, Hügeln und einem Teich mit vielen blühenden Seerosen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96059.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96059.jpg" alt="" title="DSC96059" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2965" /></a> verbindet Schloss und Prinzenhaus<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96061.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96061.jpg" alt="" title="DSC96061" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2966" /></a> mit der Klosterkirche Hedingen, die heute den Hohenzollern gehört und in deren Gruft etliche Hohenzollern beerdigt sind. Die Kirche<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96098PT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96098PT.jpg" alt="" title="DSC96098PT" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2967" /></a> wird nur zu besonderen Gelegenheiten geöffnet, sie steht direkt vor dem Wohnhaus, mit dem sie teilweise verbunden ist. Ursprünglich war es ein Nonnenkoster, das wegen &#8220;sittlicher Verwahrlosung&#8221; 1680 aufgelöst wurde, danach kamen Franziskaner. Unter dem Garten dürften noch Gräber liegen. Von 1818 bis 1890 war der Komplex Gymnasium.<br />
Im Schloss<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96076.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96076.jpg" alt="" title="DSC96076" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2968" /></a> sehen wir eine Ausstellung über die Hohenzollern und ihre Bedeutung und der Sigmaringens in der großen Politik. Für Sigmaringen begann es mit der Erbteilung des Hohenzollern-Gebietes 1576 in Hechingen, Sigmaringen und Haigerloch. Von September 1944 bis April 1945 war das Schloss exterritoriales Gebiet als Sitz der französischen Vichy-Regierung unter Petain. Wir sind bei der letzten Schlossführung<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96073.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96073.jpg" alt="" title="DSC96073" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2969" /></a> dabei, auf einem roten Teppich geht es durch viele beeindruckende Räume mit Originaleinrichtung. Durch die Fenster blickt man auf die unten vorbeifließende Donau. Größere Teile des Schlosses sind nach einem Brand um 1900 neu aufgebaut worden, damals haben die Hohenzollern Strom und Zentralheizung sowie Bäder vorgesehen und teilweise auch im älteren Schlossteil nachgerüstet. Herausragend sind Ankleide, Herrenzimmer, Ahnengalerie und die speziellen Einrichtungen, die jeweils für ein Mitglied der Familie nachgerüstet wurden. Hans-Bernd ergänzt die Ausführungen der jungen Führerin mit etlichen geschichtlichen Details und Hintergründen. Zum Schluss bekommen wir eine große Waffen- und Rüstungssammlung zu sehen. Über die Pfarrkirche<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96085L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96085L.jpg" alt="" title="DSC96085L" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2971" /></a> mit einem heute noch benutzten Taufkissen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96083.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96083.jpg" alt="" title="DSC96083" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2972" /></a> und die kleine, hügelige Altstadt vorbei am Rathaus<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96091PAT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96091PAT.jpg" alt="" title="DSC96091PAT" width="280" height="191" class="alignleft size-full wp-image-2973" /></a> gehen wir durch den Park<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96097.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96097.jpg" alt="" title="DSC96097" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2974" /></a> zurück, vorbei an der zugewucherten Rodelstrecke<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96093.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96093.jpg" alt="" title="DSC96093" width="186" height="280" class="alignleft size-full wp-image-2975" /></a> aus Linns Kindheit. Das beim Übergang von draußen nach drinnen beschlagene Objektiv<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96106.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96106.jpg" alt="" title="DSC96106" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2976" /></a> liefert malerische Verläufe. Es folgt ein üppiges Abendessen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96110.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96110.jpg" alt="" title="DSC96110" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2977" /></a> an einem anderen Tisch. Wir werden weiter zu unseren Reiseerlebnissen befragt, bei der Frage nach dem komischsten Erlebnis müssen wir echt nachdenken. Erst jetzt beim Schreiben fältt es mir wieder ein: das war der Winterabend in und ab Koblenz mit dem 1€-Brötchen im Bahnhof und die Begegnung mit den Zugbegleitern im IC. Nach intensiven Gesprächen über Reisen, Schule und Vergangenheit ziehen wir uns um Mitternacht in die obere Wohnung zurück, die wir ganz für uns haben. </p>
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		<title>14. April: Ausflug nach Stuttgart</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Apr 2011 21:49:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Tagesfahrt nach Stuttgart zur SlowFood-Messe Erster Abschnitt in der zweiten Hälfte! Die Halbzeit haben wir auf der &#8220;Langen Nacht der Museen&#8221; Rhein-Neckar mit dem Tandem gefeiert. Nach einem Jahr Pause besuchen wir wieder die jährlich wiederkehrende Slowfood-Messe in Stuttgart. Am &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/04/18/14-april-ausflug-nach-stuttgart/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Tagesfahrt nach Stuttgart zur SlowFood-Messe</strong></p>
<p>Erster Abschnitt in der zweiten Hälfte! Die Halbzeit haben wir auf der &#8220;Langen Nacht der Museen&#8221; Rhein-Neckar mit dem Tandem gefeiert.<br />
Nach einem Jahr Pause besuchen wir wieder die jährlich wiederkehrende Slowfood-Messe in <strong>Stuttgart</strong>. Am Bahnhof schauen wir kurz auf die Stuttgart21-Szene.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92935AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92935AT.jpg" alt="" title="DSC92935AT" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-2283" /></a><br />
Heute, am ersten Messetag, ist von 14 bis 22 Uhr geöffnet, das passt uns gut.<br />
Wie in Stuttgart üblich finden mehrere kleine Messen gleichzeitig statt,  jede mit mindestens einer Messehalle,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92937D.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92937D.jpg" alt="" title="DSC92937D" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2284" /></a> alle mit einer Eintrittskarte. Was nur auf den ersten Blick ein Vorteil ist: wenn einen die bevorzugte Messe wirklich interessiert, hat man für die anderen an dem Tag sowieso keine Zeit mehr.<br />
Am Eingang staut es sich etwas; die meisten Besucher haben zwar die neumodischen Online-Tickets mit Barcode zu Hause ausgedruckt, aber die Scanner-Drehkreuze sind gesperrt, es wird von Hand gescannt, entsprechend groß sind die Menschentrauben. Wir werden gleich vor dem Eingang von einem Stuttgarter Slowfooder begrüßt, der in der Vinothek mithilft; wir kennen uns von einer Piemontreise im vorigen Jahr. In der ersten halben Halle<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92943.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92943.jpg" alt="" title="DSC92943" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2285" /></a> gibt es interessante, meist internationale Produkte:<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92957.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92957.jpg" alt="" title="DSC92957" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2286" /></a> Schüttelbrot aus Meran, italienische Trüffel, Allgäuer Bergkäse. In der Vinothek<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92952.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92952.jpg" alt="" title="DSC92952" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2287" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92968.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92968.jpg" alt="" title="DSC92968" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2288" /></a> nehmen wir an einen Geschmackserlebnis teil: Käse und Wein. Es gibt harmonische, spannende, aber auch einseitige Kombinationen.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92969.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92969.jpg" alt="" title="DSC92969" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2289" /></a> Besonders gut kommen prägnante Weißweine mit reiferen Weichkäsen. Als nächste Veranstaltung folgt eine Blindverkostung von fünf Weizenbieren,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92992.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92992.jpg" alt="" title="DSC92992" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2290" /></a> die sehr unterschiedlich schmecken. Problemlos erkennen wir die zwei nicht kurzzeiterhitzten Biere, darunter das BergBräu des Vortragenden. Interessant ist immer wieder die geschmackliche Bandbreite beim Weizenbier; das gibt <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93005.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93005.jpg" alt="" title="DSC93005" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2292" /></a>es beim Pils und Export so nicht.<br />
Beschwingt<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92978.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92978.jpg" alt="" title="DSC92978" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2291" /></a> starten wir die nächste Etappe, die uns in die zweite Halle und zuerst zum Stand von SlowFood führt. Auch in dieser Halle gibt es viele engagierte Genussmittelproduzenten;<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93037.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93037.jpg" alt="" title="DSC93037" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2293" /></a> was auffällt, ist, dass von Messe zu Messe die angebotenen Produkte einen immer höheren Verarbeitungsgrad haben, was mir nicht so gefällt, auch wenn die Basis immer hochwertig und oft sogar biologisch ist. Wir probieren etliches, kaufen aber aus Transportgründen – wir sind ja in unserem Reisejahr nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs &#8211; erst am Ende der Messe besondere Kleinigkeiten wie Auerochsenfleich und Mini-Schüttelbrote. Auffallend ist, dass die Messe an einem Donnerstag, vor allem am Abend und an der langen Tafel<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93008.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93008.jpg" alt="" title="DSC93008" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2294" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93030DA.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93030DA.jpg" alt="" title="DSC93030DA" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2295" /></a> schon sehr gut bevölkert ist; das haben wir so noch nicht erlebt.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93041.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC93041.jpg" alt="" title="DSC93041" width="186" height="280" class="alignleft size-full wp-image-2296" /></a> Vielleicht mag es an der speziell propagierten &#8220;Nacht der Sinne&#8221; von 19 bis 22 Uhr mit Beleuchtung zum Flanieren auch in den anderen Hallen liegen. Das hat offenbar viele jüngere Menschen, auch mit kleinen Kindern angezogen. Kurz vor zwölf treffen wir wieder in LU ein.</p>
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		<title>11. Februar: Weißenhorn</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Feb 2011 10:38:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Fortsetzung Weißenhorn: Besuch Montessori-Schule, Claretiner-Kolleg, historisches Stadttheater Gestern haben wir die Details von Bernhards Theaterspiel gefunden, heute gehen wir allen Spuren praktisch nach. Wir mit unserem Projekt sind hier mit hohem Interesse aufgenommen worden, entsprechend unerwartet voll präsentiert sich unser &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/02/12/11-februar-weisenhorn/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fortsetzung Weißenhorn: Besuch Montessori-Schule, Claretiner-Kolleg, historisches Stadttheater</strong></p>
<p>Gestern haben wir die Details von Bernhards Theaterspiel gefunden, heute gehen wir allen Spuren praktisch nach. Wir mit unserem Projekt sind hier mit hohem Interesse aufgenommen worden, entsprechend unerwartet voll präsentiert sich unser Terminkalender. Zwischen die Termine schieben wir abschnittsweise den Stadtrundgang<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88743.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88743.jpg" alt="" title="DSC88743" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1360" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88827.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88827.jpg" alt="" title="DSC88827" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1361" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88593.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88593.jpg" alt="" title="DSC88593" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1359" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88603T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88603T.jpg" alt="" title="DSC88603T" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1371" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88819.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88819.jpg" alt="" title="DSC88819" width="186" height="280" class="alignleft size-full wp-image-1376" /></a> und das Betrachten der Säulen zur Stadtgeschichte anhand der Flyer, in denen wir wieder die Handschrift von Wolfgang Ott, dem Leiter des Heimatmuseums, wiedererkennen. Beides finden wir sehr lohnend und vorbildlich: Entwicklungen, Stationen und geschichtliche Einbettung der Stadt werden knapp, aber präzise, vollständig und ohne Beschönigungen in anschaulicher und gestalterisch ansprechender Weise dargestellt.<br />
Wir besuchen die <a href="http://www.msswh.de/">Montessori-Schule</a>, die es seit 2006 in den früheren Schulräumen des Claretiner-Kollegs gibt, und die sich laufend durch obere Klassen erweitert, so wie die Schüler älter werden. In jeder Klasse sind drei Jahrgangsstufen vereint, jede Klasse hat zwei Räume<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88633.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88633.jpg" alt="" title="DSC88633" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1362" /></a> und eine Küchenzeile. Die Klassen haben sich jeweils eigene Regeln<div id="attachment_1363" class="wp-caption alignright" style="width: 138px"><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88635A.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88635A-128x300.jpg" alt="" title="DSC88635A" width="128" height="300" class="size-medium wp-image-1363" /></a><p class="wp-caption-text">Zum Lesen anklicken, dann zurück</p></div> gegeben, und es gibt etwa zehn Dienste, die reihum immer von zwei Schülern wahrgenommen werden. Der Unterricht richtet sich nach den bayerischen Lehrplänen, jeder Schüler erhält Wochenpläne und verwaltet Tagespläne, bestimmt aber die Lerngruppe und aktuelle Lernthemen selbst. Jede Klasse mit max. 25 Schülern wird dabei von zwei Pädagogen betreut. Dazu gibt es noch Fachlehrer. Englisch wird ab der ersten Klasse spielerisch mit eingeflochten. Die Eltern arbeiten intensiv beim Ausbau der Schule mit. Es ist eine Ganztagsschule, es gibt keine Hausaufgaben. Alles geschieht ohne Noten, es gibt Beurteilungen. Nur für die Abschlüsse gibt es Übersetzungen in Noten. Bei Verpflegung und Veranstaltungsräumen arbeiten sie eng mit den Claretinern zusammen. Für die Schule dürften die freigewordenen Räume der Claretiner ein Glücksfall gewesen sein.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88626A.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88626A.jpg" alt="" title="DSC88626A" width="280" height="216" class="alignleft size-full wp-image-1364" /></a> Die private Initiative musste so nicht so viel investieren und konnte viel schneller mit dem Betrieb starten. Wir erleben auch noch Schulbetrieb; die Atmosphäre erscheint uns sehr angenehm und offen, und die Kinder äußerst motiviert.<br />
Mittags treffen wir uns mit der Illertisser Zeitung. Der Kontakt stammt von der Schwabenbühne, die wir heute abend im Theater besuchen. Davor gelingt noch ein Blick in die Stadthalle,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88676.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88676.jpg" alt="" title="DSC88676" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1365" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88590A.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88590A.jpg" alt="" title="DSC88590A" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1366" /></a> als wir Handwerker an der sonst geschlossenen Halle treffen. Noch einmal gehen wir zu den Gebäuden des <a href="http://www.claretiner-weissenhorn.de/">Claretiner-Kollegs</a>, diesmal treffen wir den Superior der Weißenhorner Bruderschaft, Pater Georg Hopf CMF<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88740.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88740.jpg" alt="" title="DSC88740" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1372" /></a> (die Abkürzung des Ordens in der katholischen Welt: Cordis Mariae Filii – Söhne des Herzens Mariens). Bis 2002 haben die Padres hier die Internatsschule betrieben, an der Bernhard knapp zwei Jahre um 1965 als 13-jähriger war und immer mit der Bahn von Neustadt nach Weißenhorn fuhr, gerade noch bevor die Stichstrecke Senden-Weißenhorn stillgelegt wurde. Sie soll in den nächsten Jahren wieder für den Personenverkehr eröffnet werden. Die Claretiner sind ein aus Spanien stammender Missionsorden, der in Deutschland einige Standorte hat, und dessen Padres vor Ort meist in der Pastoralarbeit mitwirken, hier auch als Pfarrer in kleinen Gemeinden und als Religionslehrer. Der Standort<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88607.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88607.jpg" alt="" title="DSC88607" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1374" /></a> hat seit den 60er Jahren einen gewaltigen Wandel durchgemacht und sich an heutige Verhältnisse angepasst. Seit 1988 wird mit der Diözese eine Jugendbegegnungsstätte betrieben, die sehr aktiv Freizeiten im kirchlichen Bereich durchführt. Der Schulbetrieb als Progymnasium (bis zur zehnten Klasse) mit Internat wurde bis 2002 aufrechterhalten, bis die schrumpfende Bruderschaft diese Aufgabe nicht mehr leisten konnte. <div id="attachment_1424" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/02/12/11-februar-weisenhorn/claretinerrechnung1964zeugnis1965/" rel="attachment wp-att-1424"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/ClaretinerRechnung1964Zeugnis1965-300x257.jpg" alt="" title="ClaretinerRechnung1964Zeugnis1965" width="300" height="257" class="size-medium wp-image-1424" /></a><p class="wp-caption-text">Zum Lesen anklicken, dann zurück</p></div>Von Bernhard haben wir noch ein Zeugnis und eine Rechnung der Schule von damals bekommen. Nach der Zwischennutzung durch ein örtliches Gymnasium kam dann die Montessori-Schule. Wir sehen alles: die alte und die neuere Turnhalle, Schlafsäle und Schlafräume, Waschräume, Spinde auf dem Flur, heute neu strukturierte Zimmer für die Gäste der Jugendbegegnungsstätte und auch andere Bereiche, die noch auf einen Umbau und eine neue Nutzung warten. Es gibt Aufenthalts-, Studier- und Meditations- und Speiseräume sowie eine große Küche, die für die Padres, die Begegnungsstätte und die Schule, kocht. Beeindruckend ist die neu gestaltete herzförmige Kapelle.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88689.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88689.jpg" alt="" title="DSC88689" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1373" /></a> Sie ist zur vielfältig nutzbaren Veranstaltungshalle umgebaut worden, mit allen Medienanschlüssen und Einbauten. Konzerte, Seminare, Vorträge und Kirchenbetrieb sind möglich. Die Spitze ist mit Vorhang abgetrennbar als Kapelle für die aktuell acht Padres. Auch die Schule nutzt den Raum. Die ganze Umnutzung und auch die Zusammenarbeit der Nutzer erscheint uns als eine beispielhafte Synergie.<br />
Wir beenden den Stadtrundgang<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88751.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88751.jpg" alt="" title="DSC88751" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1377" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88763.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88763.jpg" alt="" title="DSC88763" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1378" /></a> und haben dann im <strong>Stadttheater</strong> eine Verabredung mit dem Hausmeister. Das Gebäude ist die Zehntscheuer der Fugger aus dem 16. Jhd., im 19.Jhd. wurde sie frei, und um 1876 konnten sich ein Theaterverein und die Kolpingbrüder durchsetzen, und das Gebäude wurde zum Theater umgebaut:<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88775.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88775.jpg" alt="" title="DSC88775" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1379" /></a> 100 Plätze unten, 45 Plätze oben auf einer umlaufenden Empore und eine Bühne<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88782.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88782.jpg" alt="" title="DSC88782" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1380" /></a> mit etwas Technik, rote Polster, graues Holz mit Bemalung und Deckengemälde, beschriftete Eingänge.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88778.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88778.jpg" alt="" title="DSC88778" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1381" /></a> Dahinter noch der Versammlungsraum von Kolping. Das Erdgeschoss unter dem Theaterrraum war früher Schuppen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88821.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88821.jpg" alt="" title="DSC88821" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1382" /></a> für Feuerwehr und Segelflieger. Nach der Sanierung 1976 wurde daraus ein richtiges Foyer mit Garderobe,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88805.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88805.jpg" alt="" title="DSC88805" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1383" /></a> seitdem wird es regelmäßig bespielt: Von Mundartkomödien bis Kammeropern geben regionale freie und feste Theater Gastspiele. Wir können alles betrachten und hinter die Kulissen schauen.<br />
Sehr angeregt unterhalten wir uns mit dem 2. Vorsitzenden der <a href="http://www.schwabenbuehne-illertissen.de/">Schwabenbühne Illertissen</a>, Wolfgang Tupeit, der uns Karten für heute abend zurückgelegt hat, und sich mit vollem Engagement um seine Gruppe kümmert: von Online-Eintrittskarten über alle sozialen Netzwerke bis zum Jahresheft und dem Kartenverkauf an der Kasse. Im neuen Jahresheft will er uns drinhaben und fotografiert uns auf der Bühne. Es folgt das Theaterstück: &#8220;Der Raub der Sabinerinnen&#8221; in schwäbischer Mundart mit zwölf Darstellern. Es ist ein echter Genuss: jeder Zuschauer hat einen guten Platz &#8211; auch mit Sicht auf alle anderen Zuschauer. Der Stoff mit heftigen Verwicklungen, Ausreden-Konstruktionen und Missverständnissen, die sich alle am Ende auflösen, wird engagiert und sehr lustig gespielt. Man merkt, wieviel Spaß auch die Zuschauer dabei haben. Und das drei Stunden lang für einen Einheitspreis von 9,50€! Ein Theatererlebnis der besonderen Art für Großstädter, die riesige, teure Profi-Theater gewohnt sind. Wir lassen den Abend im Gasthaus unseres <a href="http://www.der-loewen.de/">Hotels zum Löwen</a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88577A.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88577A.jpg" alt="" title="DSC88577A" width="280" height="226" class="alignright size-full wp-image-1375" /></a> ausklingen. Hier hat alles gestimmt und zusammengepasst: großes helles ruhiges Zimmer mit Sicht, Schreibtisch für zwei, Sitzecke, gutes Essen, sehr aufmerksames Personal und eine Leitung, die sich noch ausgesprochen stark für unser Projekt interessiert hat.</p>
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		<title>10. Februar: nach Weißenhorn</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Feb 2011 21:46:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Fahrt nach Weißenhorn (Ziel: Bernhard Wadle-Rohe). Fund im Stadtarchiv. Besuch Heimatmuseum. Heute hat das zweite Drittel des Reisejahrs begonnen! Mit vier Umstiegen, zwei Bussen und drei Bahnen fahren wir nach Bayern, aber immer noch Oberschwaben: nach Weißenhorn. Ideengeber Bernhard Wadle-Rohe &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/02/10/10-februar-nach-weisenhorn/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fahrt nach Weißenhorn (Ziel: Bernhard Wadle-Rohe). Fund im Stadtarchiv. Besuch Heimatmuseum.</strong></p>
<p>Heute hat das zweite Drittel des Reisejahrs begonnen!<br />
Mit vier Umstiegen, zwei Bussen und drei Bahnen fahren wir nach Bayern, aber immer noch Oberschwaben: nach <strong>Weißenhorn</strong>. Ideengeber Bernhard Wadle-Rohe schickt uns hierher. Die Sonne  begrüßt uns heute schon während der Bahnfahrt. Der Ort zeigt sich mit einer engen Altstadt, an deren Rändern aber stattliche alte Gebäude stehen: Stadttore, Kirchen, Handelshäuser. Ab dem 16. Jahrhundert gehörte die Stadt lange Zeit den Fuggern<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88484PAT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88484PAT.jpg" alt="" title="DSC88484PAT" width="197" height="280" class="alignleft size-full wp-image-1333" /></a> und war ein Handelszentrum.<br />
Im 19. Jahrhundert entstand hier ein Stadttheater, das kleinste Bayerns. Bernhard hatte das Theater erwähnt, als er von seiner ersten Theaterrolle in seiner Zeit am Claretinerkolleg berichtete. Er meinte, dass damals die Presse dabei war. Marlis hat das Stadtarchiv kontaktiert, wir können in den alten Ausgaben Neu-Ulmer Zeitung stöbern. Er war von 1964 bis 1966 hier, und an dem streng katholischen Internat waren die Theateraufführungen die einzigen Möglichkeiten, aus dem Internat in die Stadt zu kommen. Im Archiv werden wir von Wolfgang Ott begrüßt, seit 20 Jahren Leiter des Heimatmuseums, Tourismus und Archiv macht er auch noch. Die Wälzer liegen bereit,<div id="attachment_1339" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88505PAT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88505PAT-300x238.jpg" alt="" title="DSC88505PAT" width="300" height="238" class="size-medium wp-image-1339" /></a><p class="wp-caption-text">Zum Lesen anklicken, dann zurück</p></div> wir dürfen mit den sechs dicken Halbjahresbänden der Neu-Ulmer Zeitung in den Sitzungssaal. Wir müssen nach Wahrscheinlichkeit vorgehen und nehmen uns 1965 vor. Schon im Juli werden wir fündig: die Aufführung einer Theatergruppe des Claretinerkollegs in der Stadthalle wird besprochen, und in dem Stück &#8220;Der Spielhansl&#8221; kommen die kleinen Teufelchen vor, von denen er einen gespielt hat. Es war also nicht im Stadttheater. Wir rufen ihn an, und alles passt. So haben wir eine Geschichte richtig aufgeklärt und nehmen Fotos der Artikel mit.<div id="attachment_1340" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88508PAT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88508PAT-300x202.jpg" alt="" title="DSC88508PAT" width="300" height="202" class="size-medium wp-image-1340" /></a><p class="wp-caption-text">Zum Lesen (mehrfach) anklicken, dann zurück</p></div> Wir blättern noch bis Ende Oktober, finden aber nichts vom Stadttheater. Laut <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Historisches_Stadttheater_Weißenhorn">Wikipedia</a> wurde es bis 1951 als Kino genutzt und ab 1977 wieder neu renoviert für regelmäßige Aufführungen. In Bernhards Zeit ist es wohl nur gelegentlich genutzt worden; es war sowieso immer ein Gastspieltheater, da kann er als junger Schüler gar nicht mitgespielt haben. Morgen besuchen wir das Theater, dann werden wir mehr von dessen besonderer Geschichte erfahren.<br />
Das Blättern in den Zeitungen selbst ruft auch bei uns Erinnerungen wach:<div id="attachment_1334" class="wp-caption alignright" style="width: 247px"><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88510A.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88510A-237x300.jpg" alt="" title="DSC88510A" width="237" height="300" class="size-medium wp-image-1334" /></a><p class="wp-caption-text">Zum Lesen anklicken, danach zurück</p></div> Die alte Typografie, alles schwarz-weiß, kleine Rubriken, wenig Veranstaltungen, gelbes, intensiv alt riechendes Papier, nette Zeichnungen im Stil der 60er Jahre.<br />
Wir interviewen Wolfgang Ott zum Abschluss, ein Foto lässt er nicht zu,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88501T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88501T.jpg" alt="" title="DSC88501T" width="186" height="280" class="alignleft size-full wp-image-1344" /></a> als Motiv bietet er seine Bavaria-Figur mit Tirolerhut an. Dann gehts nach seiner Empfehlung ins <a href="http://weissenhorner-heimatmuseum.de/">Heimatmuseum</a>. Dort gibt es aktuell eine Sonderausstellung zum Handel mit Gewürzen. Wir besichtigen aber nur die ständigen Teile, das ist schon sehr viel und anschaulich aufgemacht, Herr Ott hat nicht zuviel versprochen. Heutiger Zustand und Größe sind sein Werk aus den 90er Jahren,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88538.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88538.jpg" alt="" title="DSC88538" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1345" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88543PAT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88543PAT.jpg" alt="" title="DSC88543PAT" width="280" height="253" class="alignright size-full wp-image-1346" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88554.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88554.jpg" alt="" title="DSC88554" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1347" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88553.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88553.jpg" alt="" title="DSC88553" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1348" /></a> und den schon damals geplanten zweiten Bauabschnitt im benachbarten Alten Rathaus für die Kunst wird er jetzt wohl auch realisieren können, die Verwaltung ist im Moment vorübergehend in einer alten Landwirtschaftsschule außerhalb der Innenstadt untergebracht und wird in zwei Jahren in die größeren Fuggerhäuser neben der Kirche ziehen, die momentan renoviert werden. Nach dem intensiven Forschungsnachmittag lassen wir den Tag<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88563.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88563.jpg" alt="" title="DSC88563" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1352" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88559.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88559.jpg" alt="" title="DSC88559" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1353" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88566.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88566.jpg" alt="" title="DSC88566" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1354" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88531.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88531.jpg" alt="" title="DSC88531" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1355" /></a> nach einem kurzen Gang durch die Hauptstraße im sehr geschmackvoll und modern eingerichteten Café Brenner ausklingen.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88571.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88571.jpg" alt="" title="DSC88571" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1356" /></a> Nachher gehen wir wieder hervorragend schwäbisch, diesmal im bayerischen Schwaben, essen: Zwiebelhackbraten mit Krautspätzle.  </p>
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		<title>9. Februar: nach Ummendorf</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Feb 2011 22:25:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Fahrt nach Ummendorf (Ziel: Reinhard Mundt). Sehr angenehme Kontakte, viel erfahren. Verändertes und Unverändertes gefunden. Gute schwäbische Küche. Eigentlich dachten wir, heute morgen könnten wir in Ruhe starten, aber dann gab&#8217;s noch Anrufe und Emails, und wieder wurde es knapp. &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/02/09/9-februar-nach-ummendorf/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fahrt nach Ummendorf (Ziel: Reinhard Mundt). Sehr angenehme Kontakte, viel erfahren. Verändertes und Unverändertes gefunden. Gute schwäbische Küche.</strong></p>
<p>Eigentlich dachten wir, heute morgen könnten wir in Ruhe starten, aber dann gab&#8217;s noch Anrufe und Emails, und wieder wurde es knapp. Die Bahnfahrt klappt gut, alles ist pünktlich, auch wenn der ICE ein verkürzter Ersatzzug ist. Die Busse in Biberach sind etwas unübersichtlich, es gibt 20 Bussteige, der Fahrplan weist den Bus 253 auf Steig 18 aus. An dem Steig steht nur ein Schulbus ohne Nummer, und der ist es, nicht der Bus 253 auf Steig 20. Die Fahrten sind an verschiedene Unternehmen vergeben, und gerade mittags sind 99% der Mitfahrer Schüler. Entsprechend voll wird es an den zwei Schulhaltestellen. Wir müssen eben immer erkundigen und fix dabei sein.<br />
Der Gasthof Gaum liegt am nördlichen Ortsrand von <strong>Ummendorf</strong>, am früheren Bahnhof, nahe einem Badesee. Wir sind in einem neuen Anbau,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88318P.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88318P.jpg" alt="" title="DSC88318P" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1279" /></a> die meisten Zimmer sind für Familien mit Kinder-Hochbett ausgestattet. Wir ziehen los, es ist noch stark hochneblig, nicht so gut für den Aussichtshügel. Unser Ideengeber, Reinhard Mundt, hat von 1957 bis 1960 hier gelebt, &#8220;die schönsten Jahre seiner Jugend&#8221;, und war danach wohl nicht mehr hier. Zunächst suchen wir das damalige Wohnhaus auf.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88335.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88335.jpg" alt="" title="DSC88335" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1280" /></a> Es erinnert stark an die 50er Jahre und ist wohl nur unterhalten, aber nicht umgebaut oder großartig modernisiert worden. Für Reinhard ist es bestimmt wiederzuerkennen. Der Garten wird offensichtlich als Kinderspielplatz genutzt. Das ganze Viertel Hochstaad scheint aus der Zeit zu stammen, es sind lauter kleine Einfamilienhäuschen in allen Zuständen, von Original bis total umgebaut. Das Viertel ist wahrscheinlich für die Arbeiter des gegenüberliegenden Werkes der Firma Himmelsbacher entstanden. Heute ist das Firmengelände ein Bundeswehr-Luftwaffenstützpunkt.<br />
Der Blick vom Wohnhaus nach Südwesten in freie Felder existiert nicht mehr.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88334.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88334.jpg" alt="" title="DSC88334" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1281" /></a> Dort ist in den 60er/70er Jahren ein komplettes Wohnviertel mit Mehrfamilienhäusern entstanden. Bis zur Sicht ins freie Feld laufen wir 400 Meter.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88341.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88341.jpg" alt="" title="DSC88341" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1282" /></a> Auch im Hochnebel ist die Weite, die von flachen Hügelketten begrenzt wird, zu erkennen.<br />
Wir gehen weiter in die Ortsmitte. Den Schwenk der Hauptstraße ziert ein Schlecker-Laden. Gegenüber liegt zentral ein schöner Demeter-Hof mit Hofladen und Kühen und Schweinen im Hof. Es gibt einzelne Läden im Ort: Elektro, Apotheke, Netto,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88353.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88353.jpg" alt="" title="DSC88353" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1284" /></a> mehrere Bäckereien und einige Gasthöfe. Wir erreichen Reinhards zweiten Erinnerungsort: den Platz<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88361.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88361.jpg" alt="" title="DSC88361" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1285" /></a> um die große, innen sehr schöne, helle barocke<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88394.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88394.jpg" alt="" title="DSC88394" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1286" /></a> katholische Kirche mit angrenzendem Friedhof. Gegenüber sehen wir das Rathaus, das hat, im Gegensatz zu den meisten Geschäften und dem Ummendorfer Bräuhaus, genau am Mittwoch Nachmittag geöffnet. Marlis hatte schon in einem Schaukasten entdeckt, dass es Postkarten im Rathaus gibt. Wir treffen Irmgard Ströbele im Einwohnermeldeamt. Sie ist hier geboren und schon fast 40 Jahre im Rathaus. Sie kann uns vieles erzählen. Hier erfahren wir die schwäbische Sparsamkeit; sie rät uns, welche Postkarten wir nicht kaufen müssten. Früher waren im Erdgeschoss des Rathauses Schulräume, im Nebengebäude, das zum Schloss gehört, eher ein Kindergarten. Gegenüber neben der Kirche hat auch ein Schulhaus gestanden, das aber abgerissen wurde. Das dürfte das gewesen sein, in dem Reinhard unterrichtet wurde. Dort ist jetzt ein Parkplatz und eine Erweiterung des Friedhofs. Das Schloss, ein auffälliger heller Rechteckbau,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88382.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88382.jpg" alt="" title="DSC88382" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1287" /></a> erstrahlt in neuem Glanz; er wird von einer Fachhochschule und anderen Veranstaltern genutzt. Obendrauf ist tatsächlich, wie von Reinhard beschrieben und von Frau Ströbele bestätigt, ein Storchennest, und zwei Störche<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88376A.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88376A.jpg" alt="" title="DSC88376A" width="187" height="280" class="alignleft size-full wp-image-1288" /></a> sitzen drin. Genau jetzt um 15 Uhr lichtet sich der Hochnebel, so dass schöne Bilder in der Sonne gelingen.<br />
Der Ort ist bis auf einzelne verfallende Höfe<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88349.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88349.jpg" alt="" title="DSC88349" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1283" /></a> sehr gepflegt und großzügig geräumig.<br />
In der nahegelegenen Bäckerei stärken wir uns; während wir rausschauen, sehen wir, dass die Sonne sich schon wieder verschleiert. Also schnell<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88410.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88410.jpg" alt="" title="DSC88410" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1289" /></a> zum letzten Ziel: dem Aussichtshügel mit Kreuz.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88415.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88415.jpg" alt="" title="DSC88415" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1290" /></a> Wir wissen schon, dass er Prälatenhöhe heißt. Dass er für Reinhard als Kind eine besondere Bedeutung hatte, ist klar: wir blicken die Straße entlang von seinem Wohnhaus nach Osten<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88416T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88416T.jpg" alt="" title="DSC88416T" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1291" /></a> und sehen in der Verlängerung genau den weißen Sockel mit dem Kreuz auf dem Hügel. Wir erklimmen ihn über matschige Wiesen – das macht das wärmere Wetter. Der Sockel steht auf einem Plateau, hier soll mal eine Burg gestanden haben. Die Sicht ist trotz Hochnebel noch da: Etwas verscheiert sehen wir Ummendorf,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88429T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88429T.jpg" alt="" title="DSC88429T" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-1292" /></a> die umliegenden Hügelketten und im Norden das alte Themalbad Jordanbad, das schon sehr lange existiert und ein Zweigbetrieb von Pfarrer Kneipps Kurbetrieben war. Pfarrer Seb. Kneipp ist auch der 1899 errichtete Sockel gewidmet.<br />
Beim Abstieg kommen wir an großen Haufen von Reisig, Paletten und anderem Altholz vorbei. Wie wir erfahren, wird hier schon für das Hexenfeuer während der alemannischen Fasnacht gesammelt. An einem Bauernhof zeigen sich zwei Ziegen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88446.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88446.jpg" alt="" title="DSC88446" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1293" /></a> sehr interessiert an uns. Vorbei an der baufälligen Johanneskapelle, gehen wir<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88451.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88451.jpg" alt="" title="DSC88451" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1294" /></a> nach einem Blick in den Bräuhaushof zum Gasthaus Adler, dem ältesten am Platz, innen urgemütlich und schwäbisch, mit sehr netter Bedienung und hervorragender schwäbischer Küche: Maultaschen aus ganz dünnem, sehr schön angebratenem Teig mit äußerst feiner und geschmackvoller Füllung, dazu der sehr angenehm säuerliche Kartoffelsalat. Die Restaurantleiterin, Verena Branz, liest uns Sprüche von der Wand vor; so kommen wir immer mehr ins Gespräch, und sie versorgt uns mit weiteren Informationen zur Barockstraße und der Umgebung. Auch der Wirt zeigt sich; es klärt sich, warum es heute ab 19:30 so leer wird: Fußball!<br />
Aufgefallen sind uns hier die aufgeschlossenen, sehr auskunftsfreudigen und lustigen Frauen, es fing schon im Bus an, über die Bäckereien, das Rathaus bis in die Gasthöfe.<br />
Und der Gastwirt: seine Schilder lässt er draußen, hier wurde vor 50 Jahren das letzte Mal was entwendet.</p>
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		<title>21. Oktober: Bildechingen</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Oct 2010 14:19:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marlis Jonas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ziel Ideengeber]]></category>
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		<description><![CDATA[Stuttgart 21 auf dem Weg nach Horb, Wanderung nach Bildechingen auf den Friedhof (Ziel: Julia), Kirchenführung mit der Küsterin Endlich geht es wieder los, ich konnte den Reisestart schon gar nicht mehr abwarten. Das Kofferpacken am Vorabend geht mir schon &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2010/10/24/21-oktober-bildechingen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Stuttgart 21 auf dem Weg nach Horb, Wanderung nach Bildechingen auf den Friedhof (Ziel: Julia), Kirchenführung mit der Küsterin</strong></p>
<p>Endlich geht es wieder los, ich konnte den Reisestart schon gar nicht mehr abwarten.<br />
Das Kofferpacken am Vorabend geht mir schon leichter von der Hand.<br />
&#8220;Reisen macht süchtig&#8221; schreibt Klaus Kufeld in seinem Kommentar – ich bin es jetzt schon.<br />
Wir rennen mal wieder, um die S-Bahn vor unserer Haustür in LU-Mitte zu erreichen, da gibt es noch Verbesserungsmöglichkeiten!<br />
Heute hat das Reiseabenteuer erst so richtig begonnen, denn nach Horb am Neckar, genauer nach Bildechingen, wären wir ohne Julias Erinnerungsort wohl nie gekommen! Nach Köln reisen kann  jeder, das fällt einem schon eher ein (allerdings kaum Köln-Ehrenfeld).<br />
In <strong>Stuttgart</strong> erreichen wir wegen 8 Minuten Verspätung nicht unseren Anschlusszug nach Horb am Neckar. Darüber sind wir gar nicht traurig, denn für <strong>Stuttgart 21</strong> vor Ort interessieren sich nicht nur wir, auch Katharina und andere hatten nachgefragt – Bahnfahren für ein Jahr ohne Auseinandersetzung mit diesem Großprojekt geht nicht! Auf den Gleisen und in der Bahnhofshalle wirkt alles so wie immer, aber das ändert sich, als wir zum Nordausgang gehen: neben Gleis 1 scheint es ziemlich offen, da steht ein Bauzaun, und ein Security-Herr beobachtet uns beim Fotografieren. Draußen, wo bisher der Nordflügel stand, <a rel="attachment wp-att-159" href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2010/10/24/21-oktober-bildechingen/dsc82711/"><img class="alignleft size-full wp-image-159" title="DSC82711" src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2010/10/DSC82711.jpg" alt="" width="320" height="213" /></a>empfängt uns ein langes Gitter, behängt mit teils sehr persönlichen Statements, samt vieler Menschen, die diese Mitteilungen lesen, und ein Infozelt. Am Hauptgebäude fällt der Anschluss des abgerissenen Flügels  wenig auf. Direkt vor dem Hauptbahnhof auf dem Mittelstreifen sehen wir einen großen Blumenschmuck mit Kerzen, wohl ein Verkehrsunfall. Am Schlossgartenflügel im Süden angelangt, beeindruckt uns die Größe des Flügels, der abgerissen werden soll. Das Gebäude sieht so aus, als steht es schon länger leer. Im Schloßgarten erkennen wir, nur aus der Ferne betrachtet, einige Zelte und Protestwände entlang der gefällten Bäume.<br />
Wieder im Zug: die Zeit im Schweizer IC mit herrlich schwiezerdütsch sprechendem Begleitpersonal vergeht so schnell, dass wir fast den Ausstieg in Horb am Neckar verpassen. Am gegenüberliegenden Bahngleis steht eine rote &#8220;Kulturbahn&#8221; – was es so alles im Ländle gibt. Auch hier ist eine Bahnhofsbaustelle – am Zaun wird für die Teilnahme am Protest gegen Stuttgart 21 geworben.<br />
Die Stadt <strong>Horb</strong> empfängt uns romantisch mit Dorfmitte samt Kirche <a rel="attachment wp-att-160" href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2010/10/24/21-oktober-bildechingen/dsc82749/"><img class="alignleft size-full wp-image-160" title="DSC82749" src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2010/10/DSC82749.jpg" alt="" width="320" height="213" /></a>am gegenüberliegenden Berghang mit einem so kleinen Neckar, dass wir das zuerst für irgendeinen Bach halten, aber dann eines besseren belehrt werden. Wir haben wieder schönes Herbstwetter.<br />
Das neu renovierte Hotel Goldener Adler liegt an der stark befahrenen B14 Richtung Stuttgart, unser Zimmer zum Glück nach hinten raus. Wir sehen auch im weiteren Verlauf des Tages sehr viele große LKW&#8217;s auf den Landstraßen.<br />
Bevor wir zu Julias besonderem Ort, dem Friedhof in Bildechingen aufbrechen, statten wir noch dem ansehnlichen bergigen Ortszentrum samt Kirche einen Besuch ab, samt Café Kipp mit Sonnenterrasse hoch über dem Neckar.<br />
Nun geht es über mehr als vier Kilometer, zumeist bergauf, vorbei an Vororten mit Einfamilienhäusern, über Gewerbeparks mit Baumärkten und Kreisverkehren, endlich hinaus aufs freie Feld, schon mit weitem Blick auf <strong>Bildechingen</strong>. Bei einem Wegkreuz zwischen zwei Bäumen  &#8211; Naturdenkmal! &#8211; nehmen wir die direkte Blickachse zur <a rel="attachment wp-att-161" href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2010/10/24/21-oktober-bildechingen/dsc82827/"><img class="alignleft size-full wp-image-161" title="DSC82827" src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2010/10/DSC82827.jpg" alt="" width="320" height="213" /></a>Wallfahrtskirche &#8220;Zur schmerzhaften Mutter Gottes&#8221; (das erfahren wir erst später von der Küsterin) wahr, die direkt am Friedhof steht. Schafe grasen auf der Weide. Bildechingen wirkt verschlafen, leer und hatte früher sicher mal viele landwirtschaftliche Betriebe. Ein großer leerer Linienbus ohne erkennbares Ziel kreist herum. Ohne Mühe finden wir den Friedhof, auf dem Julias Großeltern ihre letzte Ruhe gefunden haben. Von hier aus geht der Blick weit &#8220;über die freie Landschaft&#8221;, ganz so wie Julia es beschrieben hat. <a rel="attachment wp-att-162" href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2010/10/24/21-oktober-bildechingen/dsc82857/"><img class="alignright size-full wp-image-162" title="DSC82857" src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2010/10/DSC82857.jpg" alt="" width="320" height="213" /></a>Wirklich ein &#8220;ganz besonderer Ort&#8221;, der sich uns heute im buntem Herbstlaub und abendlicher Sonne zeigt. Auf der Grabsteinkante liegen viele Steine, auf den anderen Grabsteinen nicht. Ich lege eine Blume dazu.<br />
In der am Friedhof liegenden Wallfahrtskirche treffen wir die Küsterin, die uns in schwäbischem Dialekt die Kirche und den direkt angegliederten Neubau von 1962, eine Doppelkirche, die auch zusammen genutzt werden kann, erklärt. Sie kannte sogar noch Julias Großeltern persönlich, was für ein Glück! Sie erklärt uns auch, wie es zu dem Ortsnamen kam, mehr kann man sich gar nicht wünschen. Und sie ließ sich sogar noch per Sprachaufzeichnung ausgiebig interviewen. Ich bin restlos glücklich, auch darüber, dass ich den Mut aufgebracht habe, sie dazu zu überreden.<br />
Und jetzt kommt Joachims Glück: der Rückweg bei untergehender Sonne und niedrigen Temperaturen hätte sich noch weit über eine Stunde ausgedehnt, wenn da nicht die Bushaltestelle &#8220;Rathaus&#8221; in der Ortsmitte gewesen wäre. Joachim geht vor, studiert den Plan: alle ein bis zwei Stunden einer, er liest den nächsten: 17:25, schaut auf die Uhr: 17:25, dreht sich um – da steht der Bus, er hat sich angeschlichen. Er nimmt uns als einzige Fahrgäste gerne auf und läßt uns in der Ortsmitte Horb wieder raus. Auf den Fahrpreis gibt’s sogar Bahncard-Rabatt. Joachim bekommt einen zufällig entdeckten, als absolut wasserdicht angepriesenen, hier handgearbeiteten Filzhut für unser weiteres Reisejahr verpasst, Foto im Einsatz folgt. Der Panama-Hut kann also für den Winter zu Hause bleiben.<br />
Beim Zwiebelrostbraten im Goldenen Adler zum Abend ist die lautstarke Diskussion einer schwäbischen Altherrenrunde über Stuttgart 21 unüberhörbar.<br />
Das Hotel gefällt uns, es ist sehr stimmig und designorientiert eingerichtet.<br />
Julia, wir danken dir für diesen ereignisreichen Tag!</p>
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