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	<title>Bahn Zeit Reise &#187; Bayern</title>
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	<description>Bahncard100-Reisen zu Orten der Erinnerung oder Sehnsucht von Ideengebern</description>
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		<title>13.-15. Oktober: erste Reise danach</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Oct 2011 00:10:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Fürstenfeldbruck und Ulm Anlässlich unseres Hochzeitstages probieren wir aus, wie es sich ohne Bahncard100 und ohne Ideengeber anfühlt, und wenn wir uns nichts besonderes vornehmen. Marlis kennt das optisch schöne, sprich modern und ohne Düdelei eingerichtete Hotel Fürstenfelder in Fürstenfeldbruck, &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/10/16/13-15-oktober-erste-reise-danach/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fürstenfeldbruck und Ulm</strong></p>
<p>Anlässlich unseres Hochzeitstages probieren wir aus, wie es sich ohne Bahncard100 und ohne Ideengeber anfühlt, und wenn wir uns nichts besonderes vornehmen. Marlis kennt das optisch schöne, sprich modern und ohne Düdelei eingerichtete Hotel Fürstenfelder in <strong>Fürstenfeldbruck</strong>, das hat sie sich ausgesucht. Wir fahren mit Fahrkarte und Bahncard50, den Zirkus mit den Sparpreisen geben wir uns nicht, danach suche ich erst gar nicht. Wir genießen die freie Zugwahl, auch wenn wir auf der Hinfahrt fast den gewählten Zug nehmen, mit Verlängerung zum Münchner Isartor und Einkäufen. Die Fahrt klappt übrigens hin und zurück wunderbar. In <strong>München</strong> nehmen wir ein Partner-Tagesticket; auch das hätten wir uns sparen können, hätte ich gleich beim Fahrkartenkauf Umweg über München-Isartor eingegeben, das hätte das gleiche gekostet wie die direkte Strecke via München-Pasing. Bei Fahrkarten gibt es eben mehr zu beachten und auch Gestaltungsmöglichkeiten, für die Geografie hilft die VCD-Fahrplankarte. Das Wetter erinnert an den Anfang des Reisejahres: knackig blauer Himmel, am Tag in der Sonne mit richtiger Kleidung angenehm, nachts Rauhreif, im wesentlichen abgespeckte Winter-Packliste. Das Gepäck ist leichter: kleine Kamera, kein Stativ, kein Fotodrucker, weniger Netzteile, auf den kleinen Computer will ich nicht verzichten. Ich nehme meinen schicken Arbeitsrucksack, Folge ist, dass wir nützliches wie Lampe und Schraubenzieher vermissen. Es lohnt sich also doch, die bewährte Checkliste weiter zu nutzen! In Fürstenfeldbruck essen wir zweimal wunderbar in den Gasthäusern im Klosterkomplex Fürstenfeld, dem etwas gehobenen Bio-Restaurant Fürstenfelder und dem deftig bayrischen, bestens geführten und organisierten Klosterstübl, von dem wir begeistert sind, nicht zuletzt wegen der hausgemachten Windbeutel und der Ammersee-Renke. Der ganze Klosterkomplex, 1267 von den Zisterziensern gegründet, Ende des 17. Jahrhunderts auf Veranlassung des Münchner Hofes in höfischem Prunk barock neu gebaut, 1803 säkularisiert, ist äußerst sehenswert, heute mit Polizeifachhochschule, Stadtmuseum, Veranstaltungszentrum, Klosterladen und der integrierten, mit der wuchtigen, 43m hohen Barockfassade<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103858TLDP.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103858TLDP.jpg" alt="" title="DS103858TLDP" width="187" height="280" class="alignleft size-full wp-image-4810" /></a> dominierenden Klosterkirche. Die üppige Innenausstattung hat leichten Rokoko-Einfluss, die Asam-Brüder haben maßgeblich mitgewirkt. Wir lassen uns Zeit, machen einen Spaziergang durch das übersichtliche Zentrum Fürstenfeldbrucks und über die Wehre der Amper und ihrer Verzweigungen durch die Amperauen bis zur Bahnbrücke und zum Minigolfplatz. Eigentlich ist er seit zwei Wochen in der Woche geschlossen, was noch nicht allgemein bekannt ist. Die Betreiber sind jedoch mit Umbauarbeiten beschäftigt;<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103851.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103851.jpg" alt="" title="DS103851" width="187" height="280" class="alignright size-full wp-image-4811" /></a> nach einem netten Schwätzchen bekommen wir alles Nötige und einen Besen für das Laub und dürfen dafür umsonst spielen, solange jemand da ist, wir schaffen eine komplette Runde, eine echt lustige Veranstaltung nach Jahrzehnten Minigolf-Abstinenz. So gehen wir den Tag locker an und haben etwas Zeit zum Lesen, es geht also auch gemütlich. In Fürstenfeldbruck wollen wir nicht mühsam nach weiteren möglichen Unternehmungen suchen, so kommt die Idee, einfach auf der Rückfahrt eine Unterbrechung einzulegen, eine Normalfahrkarte erlaubt das ja. Wir steuern also Ulm an, noch nie richtig angesehen und im Reisejahr nur zum Umsteigen genutzt. In Pasing auf dem Bahnsteig wieder ein Zufallstreffen: Daumanns aus Ludwigshafen stehen da, Rückfahrt aus dem Urlaub in Murnau mit Essen im Sternen in Seehausen, unser Aufenthalt im Reisejahr lässt grüßen. In <strong>Ulm</strong> gleich das Gepäck ins Schließfach, wie immer reicht ein Großes. Ulm macht uns viel mehr Spaß als erwartet: kompakte volle Fußgängerzone direkt ab Bahnhof mit schönen Geschäften, die Ulmer Neue Mitte mit dem neuen Museum Weishaupt<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103903.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103903.jpg" alt="" title="DS103903" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4815" /></a> – allerdings ohne Besuch -, Abschluss im zwar nicht lupenrein alten, aber malerischen und winkligen Gerberviertel mit vielen vollen Kneipen um das Flüsschen Blau, das hier mit zwei Armen mündet. Wir essen zünftig Schwäbisch im Zunfthaus der Schiffleute. Mittendrin liegt der Besuch des Ulmer Münsters,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103876.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103876.jpg" alt="" title="DS103876" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4812" /></a> dessen spektakuläre Daten uns erst vor Ort klar werden: höchster Kirchturm der Welt mit 161 Metern,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103881.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103881.jpg" alt="" title="DS103881" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4813" /></a> höchste Aussichtsplattform nach 768 Stufen auf 141 Metern, zwar gotisch,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103889.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103889.jpg" alt="" title="DS103889" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4816" /></a> aber nach dem Geldmangel im 16. Jahrhundert 300 Jahre Baupause bis 1843. Der Turm wird 1890 fertig, 10 Jahre nach dem Turm des gotischen Kölner Domes mit ähnlicher Baugeschichte, der &#8220;nur&#8221; 157 Meter hoch ist mit Plattform auf 97 Metern. Die engen Wendeltreppen sind voll in den Bau integriert, ab der ersten Plattform laufen vier Treppen außen luftig an den Turmecken,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103909.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103909.jpg" alt="" title="DS103909" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4814" /></a> ab der zweiten Plattform in der offenen Mitte der Spitze, bis diese so schmal wird, dass die Plattform kommen muss. Der Aufstieg ist ein echtes Abenteuer auch für uns Hochhausbewohner, der Blick auf die<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103905TL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103905TL.jpg" alt="" title="DS103905TL" width="187" height="280" class="alignright size-full wp-image-4817" /></a> Donau noch schöner als unser Rheinblick. Und: oben entdeckt Marlis im Südsüdosten tatsächlich schemenhaft die Alpen, also die Zugspitzgegend in etwa 130 km Entfernung, was nur selten im Jahr möglich ist, ich sichere die Erkenntnis mit dem zuvor neu erstandenen Fernglas, das den auf der letzten Fähre von Hiddensee versehentlich entsorgten schrottreifen Vorgänger ersetzt. Begeistert über den Ulmer Zwischenhalt – man hat ja was gelernt im Reisejahr &#8211; fahren wir zurück nach Ludwigshafen.</p>
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		<title>12. September: Mittenwald und zurück</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Sep 2011 19:13:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mittenwald: Suche der amerikanischen Kasernen, Abschied vom Süden Im neuen Hotel gibts länger Frühstück, das nutzen wir aus, ich gehe ins Hallenbad und veröffentliche Texte, Marlis schläft aus. Der angekündigte Regen hat sich offensichtlich schon in der Nacht ausgetobt, jetzt &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/09/12/12-september-mittenwald-und-zuruck/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mittenwald: Suche der amerikanischen Kasernen, Abschied vom Süden</strong></p>
<p>Im neuen Hotel gibts länger Frühstück, das nutzen wir aus, ich gehe ins Hallenbad und veröffentliche Texte, Marlis schläft aus. Der angekündigte Regen hat sich offensichtlich schon in der Nacht ausgetobt, jetzt ist es ausgesprochen schön und bleibt auch so, nur etwas kälter als gestern. Wir kaufen einige Lebensmittel mit Erinnerungswert für unsere Tochter wie Käse und Bier. In der Fußgängerzone in Mittenwald ist es sehr belebt, allerdings beginnt bei den Läden schon die Mittagspause.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101829L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101829L.jpg" alt="" title="DS101829L" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4278" /></a> In den Nebenstraßen finden wir weitere schöne alte bayrische Häuser.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101837.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101837.jpg" alt="" title="DS101837" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4279" /></a> Was das betrifft, hat Mittenwald einiges zu bieten. Unsere Ideengeberin Carola hat in den Erinnerungen einen fünfwöchigen Erholungs-Aufenthalt bei ihrem Bruder 1947 notiert, in dem sie im Kasino der amerikanischen Kaserne verköstigt wurde. In einer Villa in der Nähe hat sie gewohnt. Amerikanisches Militär gibt es nicht mehr, dafür Bundeswehr-Standorte, die wir aufsuchen werden. Sie liegen drei Kilometer nördlich rechts der Isar, da die Busse nicht besonders passend fahren, machen wir das zu Fuß. Schon der ganz malerische Untermarkt ist nicht mehr touristisch, die Läden stehen leer. Noch im Ortsgebiet stoßen wir auf die Standortverwaltung mit Kreiswehrersatzamt; dieser Teil kann es nicht sein, er ist nach dem Krieg entstanden, die anderen Standorte hält der diensttuende Soldat jedoch für möglich. An der im Mittenwalder Ortsgebiet gerade geführten und eingefassten Isar<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101839.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101839.jpg" alt="" title="DS101839" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4280" /></a> gehen wir nach Norden, der Blick in die Gärten und Hinterhöfe ist relativ langweilig und weniger repräsentativ. Hinter dichten Bäumen versteckt im freien Feld finden wir die Karwendel-Kaserne,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101843.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101843.jpg" alt="" title="DS101843" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4281" /></a> &#8220;Gebirgs- und Winterkampfschule&#8221;, Gefahrenstufe Alpha. Die Gebäude sind erkennbar älter mit wuchtigen Steinecken und Eingängen und einer alten Mauer drumherum. Der Wachsoldat am Eingang sagt, die Kaserne sei 1939 im dritten Reich errichtet worden, daher ist es wahrscheinlich, dass die Amerikaner sie bis zu Gründung der Bundeswehr genutzt haben; in Garmisch-Partenkirchen haben sie noch einen Standort. Betreten und Fotografieren ist nicht erlaubt. Wir ziehen zur Edelweiss-Kaserne<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101844.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101844.jpg" alt="" title="DS101844" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4282" /></a> mit Sportanlage davor, für die eine ähnliche Geschichte gilt. Mit einer Villa kann niemand was anfangen, es gibt allerdings ein Offiziersheim am Waldrand etwas südlich der Kasernen, das haben wir übersehen und gehen auf dem Rückweg vorbei. Entlang der Straße<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101846.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101846.jpg" alt="" title="DS101846" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4283" /></a> ist es ausgeschildert, ein wuchtiger, eingezäunter, allerdings nur videoüberwachter großer zweistöckiger Bau<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101852L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101852L.jpg" alt="" title="DS101852L" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4284" /></a> mit hohem Dach, der auch vor dem Krieg entstanden sein dürfte, versteckt hinter Bäumen. Wir machen ein Foto, auflösen können wir die Beschreibung nur zu Hause mit der Ideengeberin. Andere Villen kommen nicht in Frage; die ganze Bebauung südlich dürfte aus der Nachkriegszeit sein. Wenn es das Offiziersheim nicht war, kann es jedes größere freistehende Haus in Mittenwald sein und wäre nicht in der Nähe. Den weiteren Rückweg nehmen wir durch eine Seitenstraße; in fast jedem Haus<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101856.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101856.jpg" alt="" title="DS101856" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4285" /></a> gibt es Ferienwohnungen und Gästezimmer, die meist verblichenen Aushänge lassen stilistisch nichts Gutes erahnen. Im Zentrum von Mittenwald werden viele Straßen umgebaut; offensichtlich will man den Stil des Obermarkt-Ausbaus mit Bachlauf fortsetzen. Es bleibt noch etwas Zeit zum Kaffeetrinken.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101859A.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101859A.jpg" alt="" title="DS101859A" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4286" /></a> Ich steuere eine traditionsreiche Konditorei in der Fußgängerzone an, leider wohl nicht mehr die beste, das Tortenangebot ist eher langweilig. Geruhsam kommen wir zum Bahnhof, alles klappt pünktlich. Mit Postkartenwetter<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101864.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101864.jpg" alt="" title="DS101864" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4287" /></a> verabschieden sich Mittenwald mit den wuchtigen Karwendel- und Wetterstein-Gebirgen und Murnau und der Staffelsee bei der Durchfahrt, auch der Starnberger See zeigt sich von der besten Seite mit Ausflugslokalen und Schiffen. Bei Augsburg zum Sonnenuntergang ist es sogar komplett wolkenlos, der Himmel wird mit ausgedehntem Abendrot und großem Mond dunkel.</p>
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		<title>11. September: Mittenwald und Wanderung</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Sep 2011 19:10:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mittenwald (Ziel: Karola): Hotelwechsel, Geigenbaumuseum, Wanderung über den großen Kranzberg nach Schloss Elmau und über Ferchensee und Lautersee zurück. Das Frühstück im Hotel ist sogar halbwegs erträglich, endet allerdings um 9:30, so früh wie nie, Kommentar: &#8220;Morgenstund hat Gold im &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/09/12/11-september-mittenwald-und-wanderung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mittenwald (Ziel: Karola): Hotelwechsel, Geigenbaumuseum, Wanderung über den großen Kranzberg nach Schloss Elmau und über Ferchensee und Lautersee zurück.</strong></p>
<p>Das Frühstück im Hotel ist sogar halbwegs erträglich, endet allerdings um 9:30, so früh wie nie, Kommentar: &#8220;Morgenstund hat Gold im Mund, wir wollen auch mal fertig werden&#8221;, Frechheit. Wir treffen nur Wanderer und Motorradfahrer, die sind schon fast alle weg. Und der unerzogene dicke junge Hund und die Katze turnen durch die Räume. Wir ziehen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101683.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101683.jpg" alt="" title="DS101683" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4255" /></a> schnellstmöglich um, im neuen Hotel mitten in der Fußgängerzone<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101687L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101687L.jpg" alt="" title="DS101687L" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4256" /></a> werden wir freundlichst empfangen und bekommen sogar ohne Aufpreis ein Riesen-Zimmer mit Balkon. Unsere Ideengeberin hat von Wanderungen nach Schloss Elmau berichtet, das werden wir nachher angehen. Vorher drehen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101697.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101697.jpg" alt="" title="DS101697" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4257" /></a> wir eine Runde<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101698.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101698.jpg" alt="" title="DS101698" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4258" /></a> vorbei am Geigenbaumuseum; Geigenbau war auch schon 1947 ein Thema, die Tradition beginnt mit Matthias Klotz (1653-1743). Heute sind elf Meister aufgelistet; einige Namen von Meistern, die schon 1947 gelebt haben, erfahren wir von dem jungen Geigenbauer an der Kasse: Josef Kantuscher lebt noch, Franz Reindl und Matthias Klotz sind in den letzten Jahren gestorben. Ein älteres Paar in Tracht<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101703.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101703.jpg" alt="" title="DS101703" width="186" height="280" class="alignleft size-full wp-image-4259" /></a> kommt aus der Messe ins Museum und legt im vollen Dialekt los, sie kommen vom Tegernsee. Das gibt ein lustiges und nur teilweise zu verstehendes Gespräch, das Marlis aufzeichnet. Wir verzichten aufs Museum, können dafür jetzt nach der Messe<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101717.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101717.jpg" alt="" title="DS101717" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4260" /></a> in die Kirche gehen, voller Barock,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101713.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101713.jpg" alt="" title="DS101713" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4261" /></a> auch außen bemalt. Durch die<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101720.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101720.jpg" alt="" title="DS101720" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-4262" /></a> bergseitigen Straßen mit alten Häusern steigen wir bei blauem Himmel und hochsommerlichen Temperaturen hoch zur Kranzberg-Talstation und weiter zur Korbinianhütte mit tollem Ausblick auf Mittenwald unter uns und dem Karwendel dahinter, dazu frische Buttermilch, lecker. Am Ende der Seilbahn wirds sehr belebt, viele gepflasterte und asphaltierte Wege,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101735.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101735.jpg" alt="" title="DS101735" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4263" /></a> ein Barfußpfad, Spielplätze und sonstiger Eventkrempel, der Betrieb hält die 150 Höhenmeter bis auf den großen Kranzberg an. Wir haben für den Hinweg die anstrengende Route über den Berg mit 500 Höhenmetern gewählt, ab jetzt werden wir belohnt:<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101743T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101743T.jpg" alt="" title="DS101743T" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4264" /></a> voller Ausblick nach Norden mit dem Isarverlauf und nach Süden auf die Alpenkämme, alles mit guten Erklärungstafeln und der letzten Einkehr.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101746.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101746.jpg" alt="" title="DS101746" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4265" /></a> Noch besser und anstrengender ist der nachfolgende Wegabschnitt,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101750.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101750.jpg" alt="" title="DS101750" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4266" /></a> außerhalb der Reichweite der Normaltouristen, bis Elmau: im lichten Wald auf dem Kamm lang mit schönstem Licht, jetzt ganz alleine,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101753.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101753.jpg" alt="" title="DS101753" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4267" /></a> auf schmalem Wurzelpfad immer rauf und runter, ein echter Wanderweg, das hat gelohnt. Wir steigen ab nach Schloss Elmau, Hotelanlage &#8220;Luxury Spa &#038; Cultural Hideaway&#8221;<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101757.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101757.jpg" alt="" title="DS101757" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4268" /></a> mit gepflegter Anlage hinter Zäunen; wir geben uns um 17 Uhr mit dem Blick von außen auf die große Anlage mit Turm und noblen Autos zufrieden, sonst schaffen wir den Rückweg nicht mehr. Der Fußweg am rauschenden Ferchenbach<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101772.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101772.jpg" alt="" title="DS101772" width="186" height="280" class="alignleft size-full wp-image-4269" /></a> ist nett, der Verlauf auf der Fahrstraße mit vielen Mountainbikern weniger, dafür gehts schnell vorwärts, kurz vor sechs bekommen wir außer der Reihe am Ferchensee<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101779.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101779.jpg" alt="" title="DS101779" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4270" /></a> in der Abendsonne noch was zu trinken. Ein paar hundert Meter weiter ist eine kleine Halbinsel mit Wiese und Einstieg zwischen dem Schilf;<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101796.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101796.jpg" alt="" title="DS101796" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4271" /></a> ich lasse mir das nicht entgehen und gehe schwimmen,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101793A.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101793A.jpg" alt="" title="DS101793A" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4272" /></a> die Sonne lugt gerade noch an der Wettersteinkante vorbei. Sehr lauschig, ein Erlebnis, kühl, aber nicht zu kalt, 1100m hoch. Ich bin begeistert, auch eine Wespe, die mich beim Einstieg hartnäckig belästigt, und eine andere, die sich an meinem Rucksack versteckt hat und mich beim Aufsetzen in den Daumenballen sticht – der erste und hoffentlich einzige Wespenstich im Reisejahr -, trüben den Eindruck nicht wirklich. In der Dämmerung steigen wir zum Lautersee hinunter<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101800.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101800.jpg" alt="" title="DS101800" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4273" /></a> und durch das unerwartet enge, steile, schöne Laintal mit einigen Wasserfällen, Marienstatuen und Kreuzen ab nach Mittenwald. Die Wahl zwischen den vielen Wegen vom See ist gelungen.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101807.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101807.jpg" alt="" title="DS101807" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4274" /></a> Wir kommen zentral in Mittenwald raus und treffen mit den ersten Regentropfen im Hotel ein; die Wolken und etwas Grummeln haben schon die letzte halbe Stunde von hinten gedroht. Wie immer haben wir es geschafft, den Tag voll auszuknautschen; zufrieden gehen wir auf der überdachten Hotelterrasse eine Kleinigkeit essen, es ist immer noch gut warm, auch der plötzlich niederprasselnde Schauer stört nicht. Danach gelingt es mir endlich, die schon angefangenen Berichte der letzten drei Tage roh fertigzuschreiben, dann schlafe ich ein; wie lange Marlis es noch aushält, bekomme ich nicht mehr mit.</p>
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		<title>10. September: Murnau und nach Mittenwald</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Sep 2011 09:39:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Murnau(Ziel: Arndt Theuer): Schlossmuseum, Münter-Haus, Kirche St. Nikolaus, Rundfahrt auf dem Staffelsee und Rudern nach St. Jakob. Weiterfahrt nach Mittenwald. Heute kommt der Kern von Arndt Theuers Idee, der Staffelsee dran, dazu die Sehenswürdigkeiten, und für uns beginnt der letzte &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/09/12/10-september-murnau-und-nach-mittenwald/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Murnau(Ziel: Arndt Theuer): Schlossmuseum, Münter-Haus, Kirche St. Nikolaus, Rundfahrt auf dem Staffelsee und Rudern nach St. Jakob. Weiterfahrt nach Mittenwald.</strong></p>
<p>Heute kommt der Kern von Arndt Theuers Idee, der <strong>Staffelsee</strong> dran, dazu die Sehenswürdigkeiten, und für uns beginnt der letzte Monat des Reisejahrs. Abends müssen wir Murnau verlassen, das Hotel ist besetzt. Damit das mit Öffnungs- und Abfahrtzeiten passt, haben wir uns einen Zeitplan gemacht und hoffen, dass das stressfrei abläuft. Den Morgen gestalten wir kompakter, kurz nach 10 sind wir schon unterwegs<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101527A.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101527A.jpg" alt="" title="DS101527A" width="187" height="280" class="alignleft size-full wp-image-4230" /></a> und schauen uns einige der wirklich guten Textilgeschäfte an, bevor wir uns ins Schlossmuseum begeben. Der für ein Schloss recht kleine, aber hohe Stufengiebelbau von 1230 überragt die hügelige Stadt<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101529.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101529.jpg" alt="" title="DS101529" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4232" /></a> und ist von vielen Stellen zu sehen, berühmt ist der Anblick vom Münter-Haus. Dem Museum könnte man ohne weiteres zwei statt die bei uns geplante eine Stunde widmen; ein kompaktes Stockwerk widmet sich dem Ort, dem großen Murnauer Moos im Süden und den zwei für Straßen- und Bahnbau lange Zeit sehr wichtigen Schotter-Steinbrüchen an dessen Rand. Weiter gehts mit dem &#8220;blauen Reiter&#8221;, der gemeinsamen Zeit von <strong>Wassily Kandinsky und Gabriele Münter in Murnau</strong> 1909 bis 1914. Den größten Raum nimmt Gabriele Münter ein, die von 1931 bis zum Tod 1962 wieder in Murnau gelebt hat. Von ihr sind einige bedeutende Bilder, die wir schon in Ludwigshafen gesehen haben, in der Sammlung; von den anderen Malern eher Beispiele. Wir ziehen auf neuen Wegen,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101533.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101533.jpg" alt="" title="DS101533" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4233" /></a> mit denen wir versuchen, die Bahn und die Umgehungsstraße geschickt zu überwinden, weiter zum Staffelsee. Arndt Theuer hat die kleine <strong>Insel St. Jakob</strong><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101542.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101542.jpg" alt="" title="DS101542" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4234" /></a> zwischen dem Campingplatz auf der Halbinsel Burg und der größten Insel Wörth genannt, auf der er als Elfjähriger im Urlaub mit den Eltern übernachten wollte. Seehausen erscheint uns als geeigneter Ausgangspunkt für Bootsleihen und Seerundfahrt. Wir erreichen etwas knapp den Anleger, das Schiff kommt gerade an, wir gehen direkt drauf. Nebenan beim Bootsverleih gibts noch genügend Ruderboote, die brauchen wir danach für die Insel. Die Rundfahrt ist ausgesprochen schön,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101554.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101554.jpg" alt="" title="DS101554" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4235" /></a> das Schiff fährt langsam und ruhig über den glatten See. Wir passieren die Insel St. Jakob und legen in Murnau an. Dort stürmen große Gruppen das Schiff<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101557.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101557.jpg" alt="" title="DS101557" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4236" /></a>, allein das Einsteigen dauert. Auf der weiteren Runde über Uffing passieren wir einige Inseln, auf denen Camper sind und Ruder-, Tret-<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101562AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101562AT.jpg" alt="" title="DS101562AT" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4237" /></a> und Schlauchboote angelegt haben, in <strong>Uffing</strong> liegt das Gasthaus Alpenblick direkt an der Anlegestelle,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101576.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101576.jpg" alt="" title="DS101576" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4238" /></a> leider haben wir nicht die Zeit, um mit dem nächsten Schiff weiterzufahren. Insgesamt ist die Schiffsfahrt bei strahlender Sonne auf dem malerischen See mit Alpenpanorama ein Genuss. Drumrum gehts ruhig zu; es gibt nur ganz wenige motorisierte Boote, viele Schwimmer, Ruder- und Tretboote und Paddler. Wieder in Seehausen angekommen, gibts keine Ruderboote mehr, dafür eine Warteliste. Es droht, schief zu gehen. Da bekommen wir den Tipp, mit dem Schiff nach Murnau weiterzufahren. Das Schiff ist noch da,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101594.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101594.jpg" alt="" title="DS101594" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4239" /></a> sofort sind wir drauf und dürfen sogar umsonst die Zusatzetappe fahren, das zweite Mal vorbei an St. Jakob. In Murnau spurte ich zum Verleih, die letzten zwei Boote fahren gerade weg,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101589L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101589L.jpg" alt="" title="DS101589L" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4240" /></a> aber eins ist gerade angekommen, Glück gehabt. Das System ist einfach, 20€ Kaution, fahren solange es beliebt, hinterher abrechnen. Rudern liegt mir nun gar nicht,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101592L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101592L.jpg" alt="" title="DS101592L" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4241" /></a> von hier ist es deutlich weiter als von Seehausen, es klappt aber irgendwie, und nach 30 Minuten sind wir auf der<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101598.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101598.jpg" alt="" title="DS101598" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4242" /></a> Insel, auf 10 x 25m Rautenform, so groß wie unsere Wohnung. Als vor Jahrhunderten die Pfarrkirche auf Wörth stand, war <strong>St. Jakob</strong> mittlerer Brückenpfeiler des Holzstegs dorthin. Ich schwimme von der Insel zum Campingplatz,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101616A.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101616A.jpg" alt="" title="DS101616A" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4243" /></a> in drei Minuten bin ich drüben, und zurück.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101619A.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101619A.jpg" alt="" title="DS101619A" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4244" /></a> Das Wasser ist kühl, keine 20° an der Oberfläche, drunter noch viel kühler, und doch angenehm. Dass diese bewaldete Insel<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101627.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101627.jpg" alt="" title="DS101627" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4245" /></a> direkt vor dem Campingplatz als Kind eine Attraktion war, können wir uns jetzt gut vorstellen, auch wir teilen die Insel mit vier anderen Booten. Der Rückweg rudert sich etwas schneller, ich scheine dazugelernt zu haben. Beim Abrechnen mit seiner handgeführten Liste will er uns zweieinhalb Stunden abnehmen, da hat er allerdings einen Eintrag übersehen, unseren Vorgänger wollen wir nicht mitbezahlen. Über die Hügel und die Bahn<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101635.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101635.jpg" alt="" title="DS101635" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4246" /></a> kommen wir flott zum Münter-Haus,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101638.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101638.jpg" alt="" title="DS101638" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4247" /></a> wir kennen uns schon gut im Straßengewirr aus. Die Zeit bis zur Schließung reicht aus, um uns in dem kleinen Haus mit vielen Originalmöbeln<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101644.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101644.jpg" alt="" title="DS101644" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4248" /></a> umzusehen, die Ausstellungsstücke und den Garten<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101641TF.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101641TF.jpg" alt="" title="DS101641TF" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4249" /></a> zu sichten und die Ausblicke ins Moos und über den Ort auf Kirche und Schloss zu genießen und mit den Bildern zu vergleichen, die heutige Sonne passt dazu. Wir können den Einfluss der traditionellen Hinterglasmalerei nachvollziehen, auch die Einbettung ins Bayerische und den Ort, und erhalten Einblicke in die Bedeutung der Lebensabschnittsbeziehung des älteren Weltmannes Kandinsky, vorher Jurist und Universitätsdozent in Moskau, für Gabriele Münder, und seinen Einfluss auf die durchweg jüngeren Maler der Gruppe, und seinen Theorievorsprung, der sich ja in seiner späteren Bauhaustätigkeit noch weiterentwickelt hat. Hochinteressant, hier real Motive wiederzufinden, die man schon oft auf Bildern gesehen hat. Wir ziehen weiter zur Kirche St. Nikolaus am Hang, eine originelle Barockkirche, von außen mit einer üblichen Form, innen zwar mit Chor, aber das Schiff ist statt mit zwei Seitenschiffen als Rundbau mit riesigem runden Deckengemälde ausgeführt. Wir zünden ein Licht zum Gedenken an einen unserer Ideengeber an, von dessen frühem Tod wir gestern erfahren haben. Auf dem Friedhof,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101657.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101657.jpg" alt="" title="DS101657" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4250" /></a> der von der Kirche aus langgestreckt wie ein Weinberg am Hang mit schönen Hecken und alten Gräbern liegt, finden wir tatsächlich oben das Grab<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101660.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101660.jpg" alt="" title="DS101660" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4251" /></a> von Gabriele Münter und ihrem letzten langjährigen Lebensgefährten Johannes Eichner, originell und schön bepflanzt und mit dem Blick auf ihr Haus ausgerichtet. Jetzt bleibt uns noch Zeit, in der empfohlenen Konditorei Kaffee und ein Stück wunderbarer Haustorte zu uns zu nehmen und gemütlich zum Bahnhof zu gehen. Knapp eine Stunde später erreichen wir in der Dämmerung in <strong>Mittenwald</strong>,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101672.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101672.jpg" alt="" title="DS101672" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4252" /></a> auf dem Weg zum Hotel kaufen wir ein, dann die Überraschung: im Hotel hat man unsere Buchung nicht vermerkt, das Haus ist voll, wie an diesem letzten bayrischen Ferienwochenende bei Superwetter alle Unterkünfte, und die Ansprechpartner, mit denen Marlis zwei Mal telefoniert hat, sind nicht da. Das ist ein Novum im Reisejahr. Die anwesenden Angestellten sind hilflos, zum Glück kommt die Seniorchefin gleich und organisiert in der Nähe ein Zimmer, ab morgen hätte sie wieder was, und fährt uns dorthin. Das ist zwar billiger, aber in vielen Details unter dem Niveau, was uns guttut. Ohne Fernseher haben wir noch kein Zimmer erlebt, nur zwei Steckdosen für die Nachttischlampen, Zahlung nur bar, und so dunkel zwischen den Bergen eingeklemmt und nach Nordwesten, dass keine Sonne hinkommt und es richtig kalt ist. Zum Glück sorgen zwei Fenster über Eck für Licht. Wir lassen die warme Luft von draußen rein, da wird unten tatsächlich die Holzheizung mit entsprechender Geruchsentwicklung angeworfen, &#8220;fürs warme Wasser morgen früh&#8221;. Man kann schon was erleben. Zum Essen gehen wir nur bis zum nahegelegenen großen Brauerei-Gasthof der Mittenwalder Brauerei. Da werden wir und andere vom Ober der am Eingang gelegenen Braustube barsch und ohne dass wir selber was gefragt haben empfangen: &#8220;Hier nicht mehr, nur noch oben im Restaurant&#8221;. Der nächste Rekord im Reisejahr, da wird Mittenwald einiges gutzumachen haben. Wir gehen hoch ins Restaurant, da empfängt uns ein Jazz-Konzert, das das ganze große, etwas in die Jahre gekommene Restaurant beschallt, die Gruppe scheint gut zu sein, und das ganze gehört zum Mittenwalder Musiksommer, es passt aber nicht zum Essen und es gibt nur wenige interessierte freiwillige, dafür umso mehr gestörte Zwangs-Zuhörer. Die beiden Bedienungen hier oben versuchen nach Kräften, den schlechten Eindruck von unten – der ist wohl einschlägig bekannt &#8211; und das Jazzkonzert auszugleichen, so sind werden wir noch einigermaßen zufrieden satt. Zurück im Zimmer kommen wir auch ohne Fernseher aus, tippen noch und sind sowieso müde. So stehen ein erlebnisreicher Tag am wohl schönsten Ort des Reisejahres einem Kontrastprogramm in einem ausgesprochenen Touristenort gegenüber, den wir morgen hoffentlich angenehmer erleben werden, wir haben jedenfalls beim Essen für die zweite Nacht ein besseres Hotel gefunden und ziehen morgen früh um.<br />
<strong>Nachtrag:</strong> Zwei Tage später hat sich Frau Obstler vom Hotel Bichlerhof, bei dem die Buchung schiefgegangen ist, von sich aus bei uns gemeldet und sich für die versehentlich als erledigt verschobene EMail entschuldigt. Als Ausgleich hat sie uns die halben Mittenwalder Übernachtungskosten überwiesen, eine wirklich gelungene Wiedergutmachung!</p>
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		<title>8. September: nach Murnau</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Sep 2011 07:35:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Murnau: Anfahrt, Rundgang, erster Eindruck vom Staffelsee Wir werden gerade so passend zum Start am Mittag mit allem fertig, auch mit dem Antrag für die Bahncard danach, bald beginnt ja der letzte Monat. Diesmal ist alles pünktlich, so klappt auch &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/09/12/8-september-nach-murnau/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Murnau: Anfahrt, Rundgang, erster Eindruck vom Staffelsee</strong></p>
<p>Wir werden gerade so passend zum Start am Mittag mit allem fertig, auch mit dem Antrag für die Bahncard danach, bald beginnt ja der letzte Monat. Diesmal ist alles pünktlich, so klappt auch der Umstieg auf dem Chaos-Baustellen-Bahnhof München-Pasing (2008-2012, wenn das mal reicht, sieht jedenfalls nicht so aus). Malerisch vorbei am langen Starnberger See erreichen wir <strong>Murnau</strong>. Der Weg vom Bahnhof durch das Ortszentrum ist länglich, aber nicht langweilig. Der typische Rundbau der Tourist-Information aus den 70/80er Jahren steht am Rand der Innenstadt und ist nicht gerade spannend, wenn auch geräumig. Wir werden bayerisch selbstbewusst und doch kompetent beraten und haben jetzt alles, was wir für Murnau brauchen, kurz vor Schließung erfahren. Wir stoßen auf die Hauptachse, den Ober- und Untermarkt, die zentrale Fußgängerzone mit schönen Häusern,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101375L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101375L.jpg" alt="" title="DS101375L" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4202" /></a> Straßencafés und einem angenehmen, unaufdringlichen, aber selbstbewussten Ambiente. So stellen wir uns eine Stadt vor, die in sich ruht, und sich nicht wegen der Touristen deren Klischee versucht anzupassen. Der erste Eindruck ist überaus positiv, das Hotel macht da keine Ausnahme. Es ist ein stattlicher alter Bau, dem Schloss nicht unähnlich, der 2002 vollkommen entkernt und innen geschmackvoll nach heutigen Bedürfnissen wiederaufgebaut wurde. Wir laden ab und ziehen los, kurz vor sechs. Wir wollen uns einen Eindruck vom <strong>Staffelsee</strong> verschaffen. Beim Weg zum Münter-Haus<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101384.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101384.jpg" alt="" title="DS101384" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4204" /></a> und zum Staffelsee haben wir einige Hügel, Straßen und Bahnübergänge zu finden und zu überwinden. Das Münter-Haus liegt ruhig-malerisch am Hang,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101386.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101386.jpg" alt="" title="DS101386" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4205" /></a> wir registrieren die Öffnungszeiten, alles weitere berichten wir später. An der Murnau-Ecke des Sees, deutlich von der Ortsmitte entfernt, finden wir den Schiffsanleger und den Bootsverleih,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101391.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101391.jpg" alt="" title="DS101391" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4206" /></a> das öffentliche Bad liegt schön unter Bäumen. Der See sieht hier in diesem Zipfel klein aus; die Insel Wörth begrenzt den Blick am Horizont, und ist nicht als Insel erkennbar, alle Durchflüsse sind verdeckt. Wir laufen weiter auf die Halbinsel Burg und finden dort den Campingplatz, den unser Ideengeber Arndt Theuer beschrieben hat. Er ist noch ein echter Campingplatz,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101414L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101414L.jpg" alt="" title="DS101414L" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4207" /></a> die Wohnwagen sind  beweglich, nicht umheckt und zugeplättelt, dazwischen stehen sogar Zelte. Alles ist ungewohnt offen. Wir gehen vor zur Spitze und sehen die Insel von Arndt liegen, den Namen St. Jakob haben wir recheriert, ein kleines Fleckchen auf halbem Wege zur Insel Wörth, für Jugendliche erreichbar, handlich, lauschig, eben höchst reizvoll. Alles Weitere bleibt für übermorgen. Wir gehen zurück und biegen ab weiter am Ufer entlang nach Seehausen. Auf dem Weg sehen wir an der Flussmündung, die wir überqueren, eine Reihe alter hölzerner Bootsschuppen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101419.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101419.jpg" alt="" title="DS101419" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4208" /></a> der Fischer, an denen die Hochwasserstände gut ablesbar sind, ein malerisches Ensemble. Der Schiffsanleger und der Bootsverleih liegen dicht beieinander und näher an St. Jakob als Murnau, hier wollen wir übermorgen die Inselentdeckung starten. Seehausen schließt direkt an den See an und hat anders als in Murnau typische freistehende bayerische Bauernhäuser<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101432.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101432.jpg" alt="" title="DS101432" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4209" /></a> mit überhängendem Dach und viel Holz, allerdings sicher nicht mehr so viele Bauern, alles sieht authentisch<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101387.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101387.jpg" alt="" title="DS101387" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-4210" /></a> und gut erhalten aus. Wir kommen am Gasthof Stern vorbei, der uns genannt wurde, aber dessen Zimmer leider besetzt waren, ein stattliches Haus. Wir entscheiden spontan, gleich hier einzukehren. Es ist recht voll, wir bekommen aber noch einen Tisch. Vom Essen und den Preisen sind wir angetan: ich esse Renke aus dem Staffelsee, eine Art würzige Forelle, Marlis hat ein Schnitzel gefüllt mit Obatzdn und Panade aus Bretzn, beides köstlich wie die Weißbiere der heimischen Brauereien. Im Dunkeln laufen wir die drei Kilometer nach Murnau zurück, ich bin müde und schlafe gleich, der Text wird erst drei Tage später fertig.</p>
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		<title>5. September: Rückfahrt nach Ludwigshafen</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Sep 2011 23:34:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Rückfahrt: Begegnung im Zug, Treffen mit Tobias Wassermann, Bahncard 100, ebenfalls im Mobil-Heft vom Mai. Wir frühstücken letztmals im Gewölbesaal mit Blick auf den Dom. Vor der Abfahrt wollen wir einen Rundgang durch weitere Straßen machen. Nach Wetterbericht rechnen wir &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/09/06/4155/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Rückfahrt: Begegnung im Zug, Treffen mit Tobias Wassermann, Bahncard 100, ebenfalls im Mobil-Heft vom Mai.</strong></p>
<p>Wir frühstücken letztmals im Gewölbesaal mit Blick auf den Dom.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101347.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101347.jpg" alt="" title="DS101347" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4161" /></a> Vor der Abfahrt wollen wir einen Rundgang durch weitere Straßen machen. Nach Wetterbericht rechnen wir mit einem nassen Vormittag, doch wir haben Glück. Der Regenradar schiebt von Süden eine Zange, in deren Loch genau der Donau-Nordbogen, also Regensburg, liegt. Erst kurz vor der Abfahrt tröpfelt es, diesmal Glück gehabt. Zuerst besuchen wir den international bekannten Hutmacher am Dom,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101349.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101349.jpg" alt="" title="DS101349" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4162" /></a> voll mit Hüten, auch eigenen Produkten. Als letzte Sehenswürdigkeit besichtigen wir die Reste der Porta Praetoria<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101350.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101350.jpg" alt="" title="DS101350" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4163" /></a> aus der Römerzeit, die 1881 in den Mauern des Bischofspalastes entdeckt wurden. Mehr Spannendes finden wir in den Gassen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101352.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101352.jpg" alt="" title="DS101352" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4164" /></a> nicht; wir sind mit dem Altstadtbus zehn Minuten früher als geplant auf dem Bahnhof, der Zug hat sich inzwischen von null auf zehn Minuten Verspätung verändert. So reicht es noch für einen Kaffee. Beim Einsteigen gehts darum, eine Tischgruppe zu ergattern, ab Nürnberg will Tobias Wassermann, unser Bahncard100-Kollege aus dem Bericht in Bahn-Mobil, zu uns stoßen. Von einer &#8220;ggf. freigeben&#8221;-Gruppe wechseln wir auf eine Gruppe in der Nähe der ersten Klasse des ICN, dort sitzt ein koreanischer<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101353.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101353.jpg" alt="" title="DS101353" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4165" /></a> Geschäftsmann, der 20 Tage kreuz und quer mit der Bahn in Europa zu Kunden fährt und in Nürnberg aussteigt. Wir<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101354.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101354.jpg" alt="" title="DS101354" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4166" /></a> tauschen uns über Canon, Nokia und deutsche Städte und unsere Visitenkarten aus, bevor er aussteigt. Tobias Wassermann kommt zielgerichtet auf uns zu, wir erkennen uns gleich – dasselbe Gepäck: kleiner Rollkoffer, ordentlicher Rucksack – voll mobil. Wir werden gleich kontrolliert; Tobias Wassermann könnte in der ersten Klasse sitzen, wir  zeigen dem Zugbegleiter unsere Bahncards und das Mobil-Heft, er bietet uns eine freie Gruppe in der ersten Klasse an, als Upgrade. Das Missverständnis  klären wir gleich: wir denken an Kulanz der Bahn statt Aufpreis angesichts dieses historischen Treffens,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101358L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101358L.jpg" alt="" title="DS101358L" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4167" /></a> das merkt der Zugbegleiter gleich und geht darauf ein. So sitzen wir erstmals im Bahnreisejahr in der ersten Klasse. Der Austausch ist interessant: er macht Webprojekte mit Programmierung und Apps bei Kunden in ganz Deutschland und schreibt IT-Literatur – was sich kaum mehr lohnt &#8211; unterwegs. Daher hat er gern lange ICE-Strecken und reserviert, unsere vielen Züge in die entlegensten Winkel sind nicht sein Ding. Er schreibt einen Blog und ein Buch über seine Erlebnisse und Begegnungen, ein Verleger hat sich bei ihm gemeldet und rechnet mit großer Resonanz, vor Weihnachten soll es erscheinen. Etwas neidisch sind wir schon, freuen uns aber auch, das lässt für unsere Bemühungen hoffen. Eine Gemeinsamkeit haben wir: beide sind wir IT-Selbständige, allerdings mit dem Unterschied, er reist, um zu arbeiten, ich arbeite nur, wenn ich nicht reise. Die Zugnachbarn beobachten den Stativaufbau und übernehmen das Fotografieren. In Frankfurt<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101359.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101359.jpg" alt="" title="DS101359" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4168" /></a> ist die Verspätung etwas geschmolzen, dafür hat der Anschlusszug kurzfristig 23 Minuten bekommen, wegen &#8220;Personen im Gleis&#8221;. Der ICE 15 Minuten später hat 10 Minuten, also sind sie jetzt zeitgleich. Nach irgendeinem System werden sie also hintereinander her fahren. Wir eiern zwischen beiden Zügen hin und her; das bekannte Theater Richtung Mannheim, das ich bei beruflichen Fahrten schon öfter hatte. Eigentlich könnte uns das egal sein, ich habe aber gleich bei Ankunft eine Besprechung, so macht mich das doch nervös. Wir steigen in den Zug, der zuerst kommt, es fahren dann beide gleichzeitig aus und nehmen jeder eine andere Brücke über den Main. Heute kommen wir ausnahmsweise deutlich im Hellen nach Mannheim, dadurch entstehen erstmals Einfahrtsfotos: Neckar,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101360.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101360.jpg" alt="" title="DS101360" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4169" /></a> Musikakademie,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101361.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101361.jpg" alt="" title="DS101361" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4170" /></a> Kaufmannsmühle,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101362.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101362.jpg" alt="" title="DS101362" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4171" /></a> Schloss.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101363.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101363.jpg" alt="" title="DS101363" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4172" /></a> In Mannheim fahren die ICEs beide am gleichen Bahnsteig ein und man ermöglicht das Umsteigen. Da wir sekundengenau die nächste S-Bahn bekommen, ist uns egal, wer zuerst da war, für meine Besprechung reichts noch. Turbulentes, aber erfolgreiches Ende des Reiseabschnitts! Daraufhin gehen wir nach der Besprechung erstmal in Ludwigshafen essen und besprechen die nächste Reise ab Donnerstag.</p>
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		<title>4. September: Regensburg</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Sep 2011 20:51:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Regensburg: Stadtrundgang Heute lassen wir es ruhiger angehen. Regensburg besuchen wir aus eigenem Interesse, ohne konkrete Aufgaben. Wir haben nichts Spezielles vorbereitet. Wir starten mit Ausschlafen, Texten, Lesen und Frühstücken in einem zum gegenüberliegenden Dom passenden Raum. Gegen Mittag laufen &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/09/04/4-september-regensburg/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regensburg: Stadtrundgang</strong></p>
<p>Heute lassen wir es ruhiger angehen. Regensburg besuchen wir aus eigenem Interesse, ohne konkrete Aufgaben. Wir haben nichts Spezielles vorbereitet. Wir starten mit Ausschlafen, Texten, Lesen und Frühstücken<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101261FT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101261FT.jpg" alt="" title="DS101261FT" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4123" /></a> in einem zum gegenüberliegenden Dom<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101256FT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101256FT.jpg" alt="" title="DS101256FT" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4124" /></a> passenden Raum. Gegen Mittag laufen wir los, ich habe von einem früheren Kurzbesuch eine grobe Idee der Stadt. Zwischendurch schauen wir Schaufenster an, es gibt originelle Geschäfte, wenn auch nichts, was wir unbedingt haben wollen, die Ziele für Montag lassen also auf sich warten. Bei dem heute noch schönen Wetter gehts gleich zur Steiernen Brücke, das Muss in Regensburg. Die Donaubrücke aus dem 12. Jahrhundert war damals die Brücke schlechthin, ein technisches Wunderwerk, und das Vorbild für die Prager Karlsbrücke 200 Jahre später. Sicher ist sie auch ein wesentlicher Aspekt für den Weltkulturerbe-Status seit 2006. Dazu passend gibt es im alten rechten Brückenhaus eine Ausstellung in historischem Ambiente mit groben Balkendecken und -stützen mit allen Hintergründen in modernster Präsentation. Das ist auch wichtig; die Stadtprospekte sind unvollständig, uneinheitlich und nicht immer richtig, da gibt es bessere Beispiele. Eine Stadt mit der Wirtschaftskraft und den Tourismusmassen sollte mehr hinbekommen. Zu Füßen des Gebäudes an der Donau liegt die &#8220;Wurstkuchl&#8221;,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101269.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101269.jpg" alt="" title="DS101269" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4126" /></a> ein kleines Gebäude, das schon beim Brückenbau als Kantine gedient haben soll, und nur hausgemachte kleine Bratwürste auf Kraut serviert,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101268.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101268.jpg" alt="" title="DS101268" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4127" /></a> natürlich mit Bier oder Wein. Sowas geht nur hier mit dem historischen Hintergrund. Von der Brücke<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101271.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101271.jpg" alt="" title="DS101271" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4128" /></a> ergibt sich ein malerischer Blick auf die Altstadtfront am Donauufer,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101278.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101278.jpg" alt="" title="DS101278" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4129" /></a> auf der anderen Seite liegt der zum Erbe gehörende Stadtteil Stadtamhof, früher sicher Auslagerungsbereich für Spital und ähnliches, vielleicht auch Wohngebiete, heute eine Insel durch den nördlich verlaufenden Schleusenkanal, der für die Schiffbarkeit der Donau über Regensburg hinaus und den Main-Donau-Kanal nötig war. Wir gehen zurück über die Donauinseln und den Eisernen Steg von 1901<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101287DTA.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101287DTA.jpg" alt="" title="DS101287DTA" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4130" /></a> mit erneutem Altstadtblick. Durch stille Altstadtgassen im Westen kommen wir zum Stadttheater, hier beginnt die belebte Zone mit Kneipen, Läden, Sehenswürdigkeiten und geschlossenem Altstadtbild. Regensburg kommt zugute, dass es hier nie Brände oder Zerstörungen gab, daher gibt es sogar noch Reste aus der Römerzeit. Die Stadt war immer weltlich orientiert, auf Handel ausgerichtet und früh protestantisch; hier wurden Kaiser gekrönt, und von 1663 bis 1806 tagte hier der immerwährende Reichstag, dessen Entscheidungen der Kaiser nicht übergehen konnte. Nach Besuch am alten Rathaus steigen wir auf den einzigen Aussichtsturm der Stadt, den der Dreieinigkeitskirche, immerhin hoch genug, um über die Dächer zu schauen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101307.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101307.jpg" alt="" title="DS101307" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4143" /></a> und die vielen alten Wohn-<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101303.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101303.jpg" alt="" title="DS101303" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4132" /></a> und Kirchentürme zu sortieren. Im Innenhof der Kirche entdecken wir eine der interessantesten Sehenswürdigkeiten, den Friedhof der Gesandten<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101313.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101313.jpg" alt="" title="DS101313" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-4134" /></a> des immerwährenden Reichstags, bestehen aus einer Wand mit 20 großen Epitaphen. Einen Besuch des früheren Klosters und heutigen Schlosses und Kommerz-Zentrums der Thurn und Taxis schenken wir uns, wir streifen weiter durch die Gassen, besuchen ein Café und besichtigen die prächtige, innen barocke<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101324.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101324.jpg" alt="" title="DS101324" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4136" /></a> Alte Kapelle und den Dom, dessen gotischer Bau im 13. Jahrhundert begann und bis ins 19. Jahrhundert andauerte, als dessen zwischenzeitlich barocke Innenausstattung  wieder purifiziert wurde, um als einzige große gotische Kirche in Bayern herzuhalten. Sie ist innen beeindruckend,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101331.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101331.jpg" alt="" title="DS101331" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4137" /></a> jedoch sehr dunkel; das liegt an vielen, oft über 600 Jahre alten tief farbigen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101345P.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101345P.jpg" alt="" title="DS101345P" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4141" /></a> Kirchenfenstern, die in der Sonne wie Leuchtkästen strahlen, und den dunklen Steinen. Zum Abschluss kehren wir in der Wurstkuchl ein<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101338.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101338.jpg" alt="" title="DS101338" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4138" /></a> und können bei Bratwurst und Kraut ausländischen Touristen zuschauen, was denen so zur Handhabung von Würstchen, Kraut, Brötchen und Senf einfällt. In der Dämmerung streifen wir durch die restlichen Gassen,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101344.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101344.jpg" alt="" title="DS101344" width="186" height="280" class="alignleft size-full wp-image-4140" /></a> bis es anfängt zu regnen. Zur Geschichte von Regensburg wollen wir nichts weiter berichten, dazu kann man genug in Führern und Wikipedia nachlesen; wir wollten eher die Atmosphäre spüren. Die ist angenehm locker in lebendigem historischem Ambiente, das nicht überrenoviert ist, mit einer Stadt, die auch heute wirtschaftlich erfolgreich ist. Es geht hier eher um das ganze Stadtbild und die historische Aussage als um spezielle herausragende Sehenswürdigkeiten, von der steinernen Brücke<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101343.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101343.jpg" alt="" title="DS101343" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4139" /></a> mal abgesehen. Andererseits merken wir: es fehlt der Reiz der Aufgaben unserer Ideengeber oder auch eigener Erinnerungen. Da haben wir keine Fragestellungen, die außergewöhnliche Begegnungen und Erlebnisse induzieren und die Orte eher nebenbei, aber intensiver und aus anderem Blickwinkel näherbringen. So bleiben uns nur das Rumsuchen in touristischen Informationen und mehr oder weniger gut gewählte Spazierwege, auch mal entspannend, das ganze Reisejahr hätte das sicher nicht getragen.</p>
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		<title>3. September: in den Böhmerwald und nach Regensburg</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Sep 2011 20:20:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Grenzüberschreitung: mit der neuen Ilztalbahn und Bus zur tschechischen Grenze, Bahn nach Vimperk, von Lipka zurück über Passau nach Regensburg Bei der Ankunft in Passau haben wir einen Prospekt der Ilztalbahn entdeckt, die seit 16. Juli 2011 die stillgelegte Strecke &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/09/03/3-august-in-den-bohmerwald-und-nach-regensburg/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Grenzüberschreitung: mit der neuen Ilztalbahn und Bus zur tschechischen Grenze, Bahn nach Vimperk, von Lipka zurück über Passau nach Regensburg</strong></p>
<p>Bei der Ankunft in Passau haben wir einen Prospekt der Ilztalbahn entdeckt, die seit 16. Juli 2011 die stillgelegte Strecke reaktiviert hat und am Wochenende fährt. Beim Studieren sehen wir, dass das der gesuchte Ausflug in die <strong>Tschechei</strong> ist: mit der Bahn bis Waldkirchen, mit dem Bus an die Grenze nach <strong>Nové Údolí</strong>, dann weiter mit tschechischen Zügen, mit einem gemeinsamen Donau-Moldau-Ticket. Der Zug in Passau startet mit sechs Minuten Verspätung, das Füllen dauert lange, am Ende ist der Doppeltriebwagen komplett voll<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101147.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101147.jpg" alt="" title="DS101147" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4102" /></a> mit Fahrgästen und Fahrrädern. Der Zug dient als Lift: rauf in den Bayerischen Wald, und dann runter mit dem Fahrrad, das wird offenbar bestens angenommen, besonders bei dem heutigen Wetter, der Nebel hat sich gerade gelichtet. Die Auffahrt ist landschaftsnah, die eingleisige Strecke führt über die Donau<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101138.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101138.jpg" alt="" title="DS101138" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4100" /></a> in Kurven durch Felseinschnitte, über kleine Brücken und Wiesen oder mitten durch dunkle Wälder, die Bahnhöfe zeugen von vergangenen Zeiten.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101140.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101140.jpg" alt="" title="DS101140" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4101" /></a> Durch die vielen Gäste steigt die Verspätung; der Bus wartet zwar, er kann aber nicht mehr aufholen, der tschechische Zug ist weg, es fährt nur stündlich einer, und das abwechselnd in die beiden Richtungen Winterberg oder Budweis über den Moldau-Stausee und Krumau. Dadurch haben wir Zeit, die Installationen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101163.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101163.jpg" alt="" title="DS101163" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4104" /></a> auf tschechischer Seite zu betrachten. In dem kleinen Museum<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101165.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101165.jpg" alt="" title="DS101165" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4105" /></a> im Eisenbahnwaggon treffen wir auf ein Plakat aus dem zweiten Weltkrieg, dessen Slogan<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101170AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101170AT.jpg" alt="" title="DS101170AT" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-4106" /></a> &#8220;Räder müssen rollen für den Sieg&#8221; wir in Fritzlar überpinselt am Bahnhofsgebäude gefunden hatten. Wir finden eine Wanderkarte, die ganze Gegend in 1:75000 hochdetailliert für 3,29 €. Jetzt lässt sichs planen, direkt von der Grenze sind die Strecken zu anderen Bahnhöfen zu aufwendig, das entscheidet über die Richtung: der nächste Zug fährt Richtung Prachatice, wir steigen in Volary um nach <strong>Vimperk</strong>. Die kleinen Triebwagen sind ähnlich modern wie die deutschen, auf der offensichtlich belebteren Strecke nach Budweis fahren sogar Doppelstockwagen.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101176DAL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101176DAL.jpg" alt="" title="DS101176DAL" width="280" height="122" class="alignleft size-full wp-image-4107" /></a> Die böhmische Seite des Waldes ist also bahnmäßig viel besser erschlossen als die deutsche, die Linien sind gut vernetzt. Geschwindigkeitsrekorde sind allerdings nicht zu erwarten, dafür Fahrten durch einsame<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101171.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101171.jpg" alt="" title="DS101171" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4108" /></a> Hochmoore und Ausblicke;<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101186.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101186.jpg" alt="" title="DS101186" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4109" /></a> unser höchster Bahnhof ist Kubova Hut&#8217; mit 995m, wahrscheinlich der höchste unseres Reisejahres, allerdings nicht in Deutschland und außerhalb der Bahncard 100. Die Schienen sind weniger komfortabel, sie sind geschraubt und entsprechend rumpeln die Stöße. Es ist ein Erlebnis, Deutsch klappt gleich hinter der Grenze nur noch selten, Englisch besser, in Euro rechnet allerdings jeder um, und Speisekarten sind dafür meist in Deutsch. Zuerst haben wir eine Bergtour Kubova Hut&#8217; nach Zaton über den Boubin mit 1362m ins Auge gefasst, das dürfte aber knapp werden und es gibt keine Einkehr. Wir specken ab und fahren weiter nach Vimberk. Hier gibts wenigstens einen Ort zu sehen, und wir haben die Wahl beim Rückweg nach Kubova Hut&#8217; oder kürzer nach Lipka. Vimberg hat ein Schloss aus dem 13. Jahrhundert, es liegt malerisch oben am Berg, der Ort zieht sich aus dem Flusswinkel bis zum Schloss.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101188.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101188.jpg" alt="" title="DS101188" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4110" /></a> Schönheiten im deutschen Sinne sind hier nicht zu erwarten, das Ortsumfeld zeigt etliche Plattenbauten,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101190.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101190.jpg" alt="" title="DS101190" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4111" /></a> alte Garagen und unrenovierte Häuser, auch die teilweise ganz schöne Altstadt ist nur stellenweise saniert. Hier gibts eben kein Westdeutschland oder Solidaritätszuschlag, nur EU-Infrastrukturmittel für Bahnhöfe<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101191.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101191.jpg" alt="" title="DS101191" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4112" /></a> und Straßen. Die Wanderwege in der Karte sind bestens zu finden, die Farbmarkierungen einfach, eindeutig und gut zu finden. So kommen wir locker durch Vimberk<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101195.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101195.jpg" alt="" title="DS101195" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4114" /></a> und finden gleich ein Lokal zum Einkehren, Bier, Wein, Linsensuppe und Apfelstrudel zu tschechischen Preisen, guter Einstieg. Es geht bergauf,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101201.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101201.jpg" alt="" title="DS101201" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4113" /></a> wir bekommen einen super Blick auf Vimperk und wandern durch Wald, Feld und einen kleinen Ort<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101213.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101213.jpg" alt="" title="DS101213" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4115" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101215.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101215.jpg" alt="" title="DS101215" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4116" /></a> mit oftmals schönen Panoramen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101216.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101216.jpg" alt="" title="DS101216" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4117" /></a> und noch besserem Wetter gemütlich nach <strong>Lipka</strong>.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101221.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101221.jpg" alt="" title="DS101221" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4118" /></a> Dort reichts für ein Getränk, dann fährt der Zug pünktlich zurück. Diesmal ist es ein ganz alter Triebwagen, der an unsere früheren Schienenbusse erinnert, funktioniert aber und hat was nostalgisches.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101224.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101224.jpg" alt="" title="DS101224" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4119" /></a> Mit einmaligem Umsteigen kommen wir wieder an die Grenze, die eineinhalb Stunden bis zur Abfahrt des Busses nutzen wir zum einfachen tschechischen Abendessen im einzigen Gasthof, passt scho. Jetzt ist der Bus pünktlich und fast voll, wir fahren dem orangenen Sonnenuntergang durch den bayerischen Wald entgegen. In Waldkirchen am Bahnhof reichts zu einem kurzen Gespräch mit einem Mitglied des Betreibervereins. Die Kalkulation würde bisher super aufgehen, man sei überwältigt von der Nachfrage, der Morgenzug sei mit den Anschlüssen noch ein Problem, besonders wenn wie bei uns heute eine Gruppe von 80 Leuten angemeldet ist, dazu die vielen Fahrräder. Das will man noch verbessern. Wir finden solche Initiativen äußerst begrüßenswert, zumal sich dem Ausflügler auf tschechischer Seite ein vollständiges Bahn-Netz mit jeder Menge Wanderwegen bietet. Bei der Bahnfahrt wird es komplett dunkel. In Passau treffen wir zusammen mit einem Dampf-Sonderzug<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101238.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101238.jpg" alt="" title="DS101238" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4120" /></a> ein, sammeln unser Gepäck ein und fahren eine halbe Stunde später weiter nach <strong>Regensburg</strong>, wo wir heute übernachten. Wir haben ein Hotel direkt am Dom in alten Häusern gefunden. Wir blicken aus dem Fenster im vierten Stock frontal auf das Domportal mit den Türmen, unter uns der Platz voll mit Cafés, alles belebt. Da setzen wir uns noch bis nach Mitternacht dazu.</p>
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		<title>2. September: Ausflug nach Bad Füssing und Pocking</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Sep 2011 07:17:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bad Füssing: Europs größtes Kurbad?, Pocking: Schweinsbraten Nach dem Frühstück gibts ein lockeres Gespräch mit der Passauer Neuen Presse, unser Projekt stößt auf deutliches Interesse. Wir steuern ein Foto bei, jetzt sind wir auf den Artikel gespannt. Wir planen den &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/09/03/2-september-ausflug-nach-bad-fussing-und-pocking/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bad Füssing: Europs größtes Kurbad?, Pocking: Schweinsbraten</p>
<p>Nach dem Frühstück gibts ein lockeres Gespräch mit der Passauer Neuen Presse, unser Projekt stößt auf deutliches Interesse. Wir steuern ein Foto bei, jetzt sind wir auf den Artikel gespannt. Wir planen den Rest des Reiseabschnittes und starten mit dem Bus<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101031TLA.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101031TLA.jpg" alt="" title="DS101031TLA" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4079" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101033.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101033.jpg" alt="" title="DS101033" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4080" /></a> nach Bad Füssing. Davon haben schon viele erzählt, wir wollen uns diesen Hype mal ansehen. Vorrecherchen ergeben, dass der Thermalbetrieb erst in den 60er Jahren gestartet und sich bis in die 80er voll entwickelt hat. Mit Historie hat das also nichts zu tun, Basis ist eine bei anderen Bohrungen zufällig entdeckte sehr starke, 56° heiße Thermalquelle, die per Ringleitung in vier öffentliche Thermen und weitere private Kureinrichtungen verteilt wird. <strong>Bad Füssing</strong> entstand dann 1971 durch Zusammenlegung mehrerer kleiner Gemeinden mit vormals landwirtschaftlicher Struktur.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101043.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101043.jpg" alt="" title="DS101043" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4081" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101045TD.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101045TD.jpg" alt="" title="DS101045TD" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4082" /></a> Beim Durchlaufen durch den kleinen Ort treffen wir nur auf Kureinrichtungen: Pensionen, Appartmenthäuser, Kurmittelhäuser. Alle freistehend, nicht hoch, aus den letzten Jahrzehnten,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101049.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101049.jpg" alt="" title="DS101049" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4083" /></a> ohne jeden Charme, wahrscheinlich zweckmäßig. Die angebotenen Appartments sind recht groß und günstig; die Möblierung ist allerdings noch hässlicher als die Häuser selbst, da würden wir nicht geschenkt drin wohnen wollen. Überhaupt begegnet uns hier nur sehr Gewöhnliches,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101051.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101051.jpg" alt="" title="DS101051" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4084" /></a> dafür äußerst Aufgeräumtes. Irgendwie Appartmentstil wie an der türkischen Küste, nur nicht so groß und noch steriler. Nichts da, was uns interessiert, dafür alles da, was uns nicht interessiert. Wir sehen uns die katholische Kirche von 1964, einen modernen Bau mit spitzem Schiff<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101056.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101056.jpg" alt="" title="DS101056" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4085" /></a> von 1964, und die kleinere evangelische, ein Sichtbetonbau von 1972, an. Die letztere könnte uns in ihrer schlichten Quaderform (Motto: Ein feste Burg &#8230;) gefallen,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101058.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101058.jpg" alt="" title="DS101058" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4086" /></a> hätte man nicht die eine Ecke 1991 schräg mit einer modernen Orgel mit Prospekt aus rötlichem Holz und die noch freien Wände 1994 mit fünf möglichst großen quadratischen abstrakten Bildern eines bekannten Malers vollgestopft und so versucht, die Kirche gefälliger zu machen. Es gibt viele Geschäfte bis zu Kaufhäusern, die Mode ist extrem bieder, dafür viel davon. Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass das der Massengeschmack ist, schließlich kommen hier viele Selbstzahler hin. Entsprechend ist auch das große Kulturprogramm: Stars, Volksmusik, Leichtes, Altbekanntes. Der Ort wird in manchen Publikationen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101061.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101061.jpg" alt="" title="DS101061" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4087" /></a> als das größte Heilbad Europas bezeichnet; mit allen Ortsteilen knapp 7000 Einwohner, aber über 14000 Gästebetten und über 2,6 Mio. Übernachtungen im Jahr. Wir suchen noch nach dem Reiz des Ortes. Sind es die vielen Golfplätze drumrum, der nahe Inn mit Auenwald, oder das letzte erhaltene und skurril mit allen möglichen alten Gerätschaften<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101072.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101072.jpg" alt="" title="DS101072" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4088" /></a> behängte Bauernhaus am Markt des Ur-Ortsteils <strong>Safferstedten</strong>, das wie ein Relikt wirkt, oder das Romantikhotel gegenüber mit Bächlein davor? Die Parks sind langweilig,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101079.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101079.jpg" alt="" title="DS101079" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4089" /></a> Rasen mit Bäumen und ein paar Bänken<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101086.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101086.jpg" alt="" title="DS101086" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4091" /></a> und mal ein Teich, dafür sehr aufgeräumt. Im Kurpark kommen einige bunte Beete und Hecken dazu.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101089.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101089.jpg" alt="" title="DS101089" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4090" /></a> Die ganze Architektur besteht aus relativ phantasielosen 70er-Jahre-Betonbauten, auch die große Spielbank und die Kurhäuser. Vielleicht liegt der Reiz auch in den vier riesigen Thermen, alle mit einer wahren Erlebnis-Landschaft an Außenbecken. Für uns ist das hier jedenfalls gar nichts, es dürfte mit der reizloseste Ort<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101083DA.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101083DA.jpg" alt="" title="DS101083DA" width="400" height="145" class="alignright size-full wp-image-4092" /></a> des Reisejahres gewesen sein. Am Nachmittag fängt es wieder so an zu regnen wie gestern, wir sind passend in der Nähe eines Cafés und nehmen Kaffee und Kuchen zu uns, das ist hier allerdings recht preiswert. Wir sitzen hier etwas länger als geplant, bis der Regen erträglich wird, und laufen dann noch durch den Kurpark und nehmen den Bus 90 Minuten früher, und stoppen in <strong>Pocking</strong>, dem Startpunkt unseres Reisejahres. Damals wollten wir die Mutter eines Ideengebers besuchen, wir trafen sie nur an der Tür, sie hatte Besuch und hatte uns eingeladen, nochmal auf einen Schweinsbraten zu kommen. Und dann ist sie im Januar plötzlich gestorben! Nun können wir sie nur noch auf dem Friedhof besuchen,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101104.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101104.jpg" alt="" title="DS101104" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4093" /></a> finden ihr Grab, beten und zünden bei jetzt aufkommender Sonne ein Licht an. Es stimmt schon nachdenklich, wie sich Situationen so plötzlich und unerwartet ändern können.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101112.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101112.jpg" alt="" title="DS101112" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-4094" /></a> Wir gedenken ihr mit einem Besuch im Pockinger Hof, den wir am 10.10.10 schätzen gelernt haben, und essen einen vorzüglichen Schweinsbraten<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101115T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101115T.jpg" alt="" title="DS101115T" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4095" /></a> und Weißwürste,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101116T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101116T.jpg" alt="" title="DS101116T" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4096" /></a> alles ungeheuer preiswert und bayrisch, wenn auch zur falschen Tageszeit. So erreichen wir den Zug nach Passau, der gemütlich in der Abendsonne<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101128.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101128.jpg" alt="" title="DS101128" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4097" /></a> in Schleifen durch kleinste Orte zuckelt, die österreichischen Orte am Hang auf der anderen Innseite im Hintergrund, mit langsam aufsteigendem Nebel. So sind wir endlich einmal früher im Zimmer, die Texte machen Fortschritte, und wir können vielleicht etwas früher schlafen, so lang waren die Nächte bisher ja nicht, und morgen haben wir ordentlich was vor. </p>
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		<title>1. September: Passau</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Sep 2011 07:13:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Passau (Ziel: Ursula Gottschling): Schiffsfahrt, Stephansdom mit Orgelkonzerten, Altstadt, Klostersuche Ich nutze morgens das Schwimmbad, das zwar nicht mehr ganz modern, aber geräumig und in gutem Zustand ist, das wird meine nächsten Tage sicher auch eröffnen. Beim Frühstück fehlt nichts. &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/09/03/1-september-passau/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Passau (Ziel: Ursula Gottschling): Schiffsfahrt, Stephansdom mit Orgelkonzerten, Altstadt, Klostersuche</strong></p>
<p>Ich nutze morgens das Schwimmbad, das zwar nicht mehr ganz modern, aber geräumig und in gutem Zustand ist, das wird meine nächsten Tage sicher auch eröffnen. Beim Frühstück fehlt nichts. Der Wetterbericht zeigt keinen Tropfen für Passau, ich lasse den Regenschirm da. Wir wollen vor dem Mittagskonzert die Drei-Flüsse-Schiffsfahrt machen, aber irgendwo<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100945T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100945T.jpg" alt="" title="DS100945T" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4056" /></a> vertrödeln wir zwei Minuten, um 11:01 ist das Schiff beim Ablegen.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100950.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100950.jpg" alt="" title="DS100950" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4057" /></a> Wir disponieren um und zielen auf das Dreiflüsseeck. Auf dem Weg kommen wir am Kloster Niedernburg vorbei. Unsere Ideengeberin Ursula Gottschling hat uns von ihrer Behelfsgrundschule 1949/50 in einem Kloster erzählt, wir vermuten das hier, weil hier ein Gymnasium im Komplex ist. An der Pforte sitzt eine sehr nette Schwester, die eine Grundschule glaubhaft verneint, zumal sie uns sagen kann, wo die Nibelungenhalle, die der Schilderung nach gegenüber steht, gestanden hat: auf dem Nibelungenplatz. Das nehmen wir uns für später vor. Auch die Gassen hier in der Spitze sind historisch; der recht einheitliche barocke Inn-Salzach-Stil dürfte aus der Zeit nach dem Stadtbrand 1662 stammen. Die Spitze ist eine baumumrandete Rasenfläche, am Donaufer liegen bis vorne die großen Donau-Kreuzfahrtschiffe, die wir aus Mannheim kennen, sie befahren also alle den Rhein-Main-Donau-Kanal. Sehr schön ist das höhere Tempo und die momentan graue Farbe des Inn zu erkennen, die Wasserfarben mischen sich langsam. Es ist eine imposante Ecke, die durch die Vesten Oberhaus oben am anderen Donauufer, Niederhaus<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100955.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100955.jpg" alt="" title="DS100955" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4058" /></a> unten auf der gegenüberliegenden felsigen Mündungsspitze der braunen Ilz und die umliegenden steilen Hänge bestimmt wird. Wir promenieren ein Stück am Inn<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100960.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100960.jpg" alt="" title="DS100960" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4060" /></a> entlang und dann in die Gassen hoch auf den 30 Meter hohen Domhügel, das geistige Zentrum der Passauer Fürstbischöfe bis 1803. Immerhin kommen wir zum täglichen Mittagskonzert im Stephansdom pünktlich; von anwesenden mindestens 400 Zuhörern sind wir überrascht und finden gerade so einen akzeptablen Platz unter der Kanzel. Mehr erfahren wir bei der Einführung: fünf Orgeln,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100965.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100965.jpg" alt="" title="DS100965" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4061" /></a> drei hinten, eine in der Mitte auf dem Dach mit einem Klangloch in der Decke, eine vorn im Altarraum,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100966.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100966.jpg" alt="" title="DS100966" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-4062" /></a> alle spielbar von einem Tisch ergeben mit 17974 Pfeifen die größte Orgel der Welt in einer katholischen Kirche. Der Klang ist mächtig und beeindruckend, die ganze Kirche ist erfüllt. Wir schließen sofort die Kirchenführung mit Anneliese Hertel an. Sie erklärt noch mehr zur Orgel: die längste Pfeife 11,3m und 16 Hz, die kürzeste 6mm und 16 kHz. Die Deckengemälde wurden haltbar in den nassen Putz &#8220;al fresco&#8221; gemalt und stellen insgesamt eine bildliche Armenbibel für Leseunkundige dar, bei der die Farben inhaltliche Bedeutungen hatten. Die Kanzel mit allen Figuren ist, wie vieles, mit Blattgold überzogen,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100971.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100971.jpg" alt="" title="DS100971" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4063" /></a> dafür wurden nur 300 g Gold benötigt. Stuckherstellung, weinende Engel,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100969.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100969.jpg" alt="" title="DS100969" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4064" /></a> die Größe der gemalten Gesichter und die notwendige Perspektive beim Malen in den Kuppeln werden anschaulich erläutert. Das geschieht mit Funkkopfhörern, ist interessant und hochprofessionell. Wir nehmen den zweiten Anlauf zur Schiffsfahrt, diesmal klappt es, dafür fängt es an zu tröpfeln, und der Regenradar deutet an, dass Passau noch länger am Rand des südlichen Regengebiets liegen wird. Da war es doch nicht so schlau, den Regenschirm zu Hause zu lassen, das kriege ich auch deutlich gesagt, obwohl Marlis ihren regenfesten Mantel mit hat und nur ich nass werde. Die Blicke vom Schiff auf Stadt,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100980.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100980.jpg" alt="" title="DS100980" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4065" /></a> Kreuzfahrtschiffe, Mündungsspitze und Festungen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100990T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100990T.jpg" alt="" title="DS100990T" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4066" /></a> sowie die Wallfahrtskirche Mariahilf mit ihrem überdachten Treppenaufgang<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100957.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS100957.jpg" alt="" title="DS100957" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4067" /></a> sind ausgesprochen malerisch, imposant die Mischung der drei Wassermassen. Wir kommen rechtzeitig zur Stadtführung, die macht jetzt der Ehemann der Kirchenführerin, Hilmar Hertel. Er erzählt uns einiges über Fürstbischöfe, Stadtbrand, Rathaus, Salzhandel und die schon immer intensiven Beziehungen zu Österreich und Italien, alles wegen dem Regen eher aus Torbögen, die Herr Hertel alle kennt. Bei der Säkularisierung 1803 landete Passau dann eher unfreiwillig in Bayern, jetzt sei man aber aktiv bayrisch. Das hört man, es klingt allerdings nicht ganz so wie in Oberbayern, wir sind eben in Niederbayern, mit Hang zu Österreich. Die Führung begleitet er mit gelungenen, trockenen, zum Thema passenden Sprüchen. Alles erzählt er, ohne mit der Wimper zu zucken wie als Abschied zum Regen: &#8220;Petrus ist ein alter Mann, er kann das Wasser nicht mehr halten&#8221;. Jetzt greifen wir erstmal eine Empfehlung auf für ein Café, der Kuchen ist gut, das Ambiente weniger. Das Wetter bessert sich, wir machen uns auf zum Kloster St. Nikola.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101010.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101010.jpg" alt="" title="DS101010" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4069" /></a> An der Pforte sitzt eine alte Schwester, sie kann sich nicht vorstellen, dass hier Anfang der 50er provisorisch eine Grundschule untergebracht war. Wir halten es trotzdem für wahrscheinlich, alles passt: das Kloster, draußen die moderne grüne Platzanlage, der Klostergarten, war vorher Parkplatz, an der Stelle des &#8220;Stadtturm&#8221;,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101026TP.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101026TP.jpg" alt="" title="DS101026TP" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4072" /></a> einem neunstöckigen Verwaltungsbau, und der Einkaufsgalerie Nibelungencenter stand bis 2005 die Nibelungenhalle von 1935 im Nazi-Stil, bekannt für Veranstaltungen der CSU und NPD. Heute ist der Eingang<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101008.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101008.jpg" alt="" title="DS101008" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4068" /></a> zum Kloster gleichzeitig Eingang der Universität, die sich weiter am Fluss Inn entlangzieht, und oberhalb liegt die Passauer Löwenbrauerei. Wir gehen weiter zum damaligen Wohnhaus unserer Ideengeberin, zur Spitalhofstr. 11, nur einen Kilometer von hier, dort ist ein entsprechend altes Haus,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101021.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101021.jpg" alt="" title="DS101021" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4070" /></a> aber nur zwei Stockwerke hoch, gehört dem früheren Blumenladen Merkbach gegenüber, das passt nicht, bestätigen uns Anwohner. Dahinter hat früher noch ein Haus gestanden, auch nicht höher. Im weiteren Verlauf der Straße gibt es Reihenbebauung<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101023.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101023.jpg" alt="" title="DS101023" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4071" /></a> in der passenden Höhe, da könnte es dann aber jedes Haus sein. Mehr Daten haben wir nicht, also belassen wir es bei Fotos. Ansonsten ist die Gegend hier eher einfache Wohngegend ohne Besonderheiten und ohne den Charme der Innenstadt. Wir gehen flott zurück zum Dom, wir wollen das wöchentliche Abendkonzert um 19:30 hören und einen guten Platz bekommen. Das gelingt uns, in der Wartezeit wächst der Text. Diesmal spielt der Domorganist Ludwig Ruckdeschel zusammen mit dem Posaunisten Paul Zauner neben klassischen Orgelstücken Improvisationen. Wir sind begeistert und vertieft in die Musik, die Orgel erfüllt die ganze Kirche mit einer gewaltigen Dynamik, die Posaune setzt interessante Akzente. Zum Essen haben wir uns die Stiftschenke ausgesucht. Die Historie des Hauses reicht bis 1358, die Einrichtung ist alt und stilvoll-gemütlich, die Stube gut gefüllt, die Speisekarte regional, die Weine aus eigenen Gütern in Österreich, die Bedienung aufmerksam. Wir haben gerade bestellt, da nehmen am Tisch gegenüber die Solisten des Abends mit Familie Platz, wir erkennen sie aus dem Programmheft und am Posaunenkasten. Der Sohn des Posaunisten interessiert sich für meine Forelle<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101028.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101028.jpg" alt="" title="DS101028" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4073" /></a> Wiener Art, die auf dem Bauch auf dem Teller steht, so kommen wir in Kontakt. Nach dem Essen setzen wir uns auf einen Wein rüber, es entwickeln sich spannende Gespräche über unser Projekt, wir erfahren, wie Herr Ruckdeschel zum Organistenberuf und nach Passau gekommen ist, es geht um religionsphilosophische Fragen, und wir erfahren vom &#8220;INNtöne.com Jazzfestival &#8211; Jazz am Bauernhof von Paul Zauner&#8221;, das hört sich spannend an, wir nehmen das auf unsere Agenda. Marlis sammelt Autogramme ein, ein echtes Schmankerl für unsere Ideengeberin, die letztendlich die Begegnung ermöglicht hat. Glücklich über diese bereichernde Begegnung verabschieden wir uns und beenden spät diesen insgesamt sehr gelungenen Tag. Da lässt es sich verschmerzen, dass die Texte des Tages mal wieder liegen bleiben – irgendwann habe ich immer alles wieder aufgeholt. </p>
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