<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Bahn Zeit Reise &#187; Wanderung</title>
	<atom:link href="http://www.bahn-zeit-reise.de/tag/wanderung/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.bahn-zeit-reise.de</link>
	<description>Bahncard100-Reisen zu Orten der Erinnerung oder Sehnsucht von Ideengebern</description>
	<lastBuildDate>Tue, 10 Sep 2013 19:42:57 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.0.1</generator>
		<item>
		<title>31. Dezember: Silvester a la Bahn-Zeit-Reise</title>
		<link>http://www.bahn-zeit-reise.de/2012/01/01/31-dezember-silvester-a-la-bahn-zeit-reise/</link>
		<comments>http://www.bahn-zeit-reise.de/2012/01/01/31-dezember-silvester-a-la-bahn-zeit-reise/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 12:42:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zusatzreise]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebnis]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Straßenbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Wanderung]]></category>
		<category><![CDATA[Wetter]]></category>
		<category><![CDATA[Zufall]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bahn-zeit-reise.de/?p=5297</guid>
		<description><![CDATA[Straßenbahn nach Bad Dürkheim, Menü und Nachtwanderung durch Felder nach Ludwigshafen, Feuerwerk in Ruchheim Eigentlich wollten wir ähnlich wie im letzten Jahr feiern: Silvestermenü im Hofgut Ruppertsberg, vorher Schneerundgang mit Glühwein und Blick über die Hochfläche der Weinfelder auf die &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2012/01/01/31-dezember-silvester-a-la-bahn-zeit-reise/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Straßenbahn nach Bad Dürkheim, Menü und Nachtwanderung durch Felder nach Ludwigshafen, Feuerwerk in Ruchheim</strong></p>
<p>Eigentlich wollten wir ähnlich wie im letzten Jahr feiern: Silvestermenü im <a href="http:///www.dashofgut.com/">Hofgut Ruppertsberg</a>, vorher Schneerundgang mit Glühwein und Blick über die Hochfläche der Weinfelder auf die Weinstraße und in die Rheinebene im nächtlichen Leuchten.<br />
Letztes Jahr hatten wir recht spät gebucht, es hatte geklappt. Da hätten wir uns nicht drauf verlassen sollen: diesmal waren zwei Monate Vorlauf schon zu wenig. Dann dachten wir im Reisesinne nach, fanden am Ostrand von Bad Dürkheim ein neues Restaurant in einem Neubau, angeschlossen an ein Weingut, und kamen auf eine Nachtwanderung Richtung Ludwigshafen in den Jahreswechsel hinein, sozusagen eine Steigerung des Rundgangs vom letzten Jahr. Als dann doch die Zusage für Ruppertsberg kam, haben wir sie nicht mehr angenommen, unsere Idee gefiel uns besser.<br />
Die ganzen Tage davor und an Silvester sind die Wetteraussichten schlecht: meist regnet es, der Regenradar ist flächig blau. Im Reisejahr hat uns das nicht abgeschreckt, Kleidung und Ausrüstung sind optimiert, wir bleiben dabei.<br />
Ab 17 Uhr wird, wie immer etwas knapp, umgezogen und gepackt, etwas Erinnerung an die Reiseroutine ist noch da und wird – hoffentlich nachhaltig – aufgefrischt. Um 17:36 steigen wir am Pfalzbau in die Rhein-Haardt-Bahn, unsere historische Straßenbahnlinie, die ab Ludwigshafen-Oggersheim durchs freie Feld und die Weinberge nach Bad Dürkheim fährt. Am Depot Bad-Dürkheim-Ost steigen wir aus, es regnet, mit Schirm gehen wir die gut 500 Meter aus der Stadt raus zu der Weinbau-Siedlung am Neuberg, das neue rote Haus der &#8220;Vinothek und Restaurant Pauls&#8221; des <a href="http://www.castel-peter.de/">Weingutes Castel Peter</a> leuchtet uns entgegen. Wir sind angenehm überrascht: uns empfängt eine klare, ästhetisch gelungene Innenarchitektur mit einer hohen Vorhalle und zentraler Bar, in der auch die Weine präsentiert werden. Dahinter sind die Funktionsräume, auf denen der Haupt-Gastraum als Empore mit Überblick angeordnet ist. Trotz Verzicht auf Vorhänge und Stoffmassen ist die Akustik angenehm, in die Balken der Decke wurden geschickt und unauffällig Akustik-Dämmelemente eingebaut. Der Service ist von Anfang bis Ende sehr freundlich, aufmerksam und zuvorkommend, wir suchen uns drei Gänge aus, zu denen es Rehrücken als Gruß aus der Küche gibt. Pfälzische Küche wird auf der übersichtlichen, aber abwechslungsreichen Karte heute nicht präsentiert, würde auch nicht zum Anlass passen. Sicher sind nicht alle SlowFood-Kriterien erfüllt, die Regionalität stimmt hauptsächlich beim Wein. Wir sind jedenfalls von Qualität, Präsentation und Ambiente vollkommen überzeugt und damit nicht die Einzigen; kurz nach uns füllen sich langsam alle Tische. Wegen unserer Wanderung gehören wir zu den Ersten, die gehen: Um 21 Uhr starten wir in den Regen, dem ich allerdings nach Regenradar noch 15 Minuten gebe, danach haben wir vielleicht sogar bis zum Ende Ruhe. Und so kommts auch: Es wird weniger, nieselt in der nächsten halben Stunde noch öfters, dann wirds trocken und bleibt bedeckt. Es ist warm: wir hatten uns auf Kälte vorbereitet, am Ende laufen wir mit offener Jacke, sowieso handschuhfrei und schwitzen sogar. Unter den Wolken ist rundrum viel Licht: die umgebenden Dörfer leuchten, die Weinstraße und die Städte am Rhein sowieso. Das Licht gibt den Wolken Struktur, Windräder blinken als rote Punkte, Haardt und vielleicht sogar der Odenwald zeichnen sich am Horizont ab. Grandioser Überblick! Trotz Nässe und Dunkelheit erkennen wir die Wegspuren gut, das Auge gewöhnt sich an die Lichtverhältnisse, und wir können das umgebende Lichtschauspiel von unseren einsamen Feldwegen aus wunderbar genießen. Hin und wieder zieht mal das Lichtband einer Straßenbahn übers Feld, die Lichter von Autos und Autobahnen durchziehen die dunkle Umgebung. Der leuchtende Pylon der Ludwigshafener Hochstraßenbrücke am Horizont kommt verdächtig schnell näher und entpuppt sich als angestrahlter Kirchturm von Ellerstadt. Rückblickend im Westen zieht sich spitz ein kleines Lichtermeer in den Himmel; es könnte der Hang der Limburg hinter Bad Dürkheim sein. Die Stirnlampe kommt nur für den Blick auf die Karte oder an Abzweigungen zum Einsatz. Mit der topografischen 1:50.000-Karte komme ich wunderbar klar, markierte Wanderwege gibts in dieser untouristischen Fläche sowieso nicht, dafür genug ausgebaute Wirtschaftswege. Nicht immer ist es einfach, Autobahnen und Bahnstrecken zu überwinden, die Orientierung klappt aber bestens. In den Weinbergen sind die Wege gut begehbar, Richtung Rhein geht es dann in Acker- und Gemüsebau über, da wurde dann im Wortsinne &#8220;geackert&#8221;, die Wirtschaftswege sind unter Schlammschichten und Traktorspuren versteckt und mit Pfützen übersät. Ob wir uns da im Hellen überhaupt durchgetraut hätten? Wir sind offenbar auch die Einzigen, die sowas machen, schon erst recht in dieser Gegend. Vor Maxdorf treffen wir auf den einzigen Wald, auch dort sehen wir ohne Lampe und ohne Schnee genug. In Maxdorf-Süd treffen wir passend auf die Straßenbahn, lassen sie aber fahren, wir haben noch nicht genug. Entlang der Bahnschienen überwinden wir die Autobahnen und landen kurz vor Mitternacht in Ludwigshafen-Ruchheim, haben also die Stadt erreicht. Wir starten Richtung Ludwigshafen-Oggersheim, vielleicht reichts ja für die Bahn um 0:36, mit den weiteren sieben Kilometern bis an den Rhein wollen wir uns die Nacht auf jeden Fall nicht vertreiben. Um 0:00 sind wir zufällig in der Pfarrer-Friedrich-Straße, packen auf einem Mauerpfosten unsere Sektflasche aus und stoßen auf das neue Jahr an. Noch ist es sehr ruhig, einzelne Raketen fliegen durch die Umgebung, doch langsam öffnen sich die Häuser, und Kästen mit Feuerwerksbatterien werden mitten auf der Straße platziert, und wir sind mittendrin. Die nächste Viertelstunde knallt, kracht und leuchtet es rundum dicht und überall, es riecht zunehmend und wird diesig. Da haben wir doch zufällig einen tollen Ort für den Jahreswechsel getroffen, ganz anders als der Überblick von unserem Hochhaus. Wir kehren um, Oggersheim ist nach dieser &#8220;Verzögerung&#8221; nicht mehr zu schaffen, wir sind auch so mit unseren 14 Nachtkilometern hochzufrieden. Auf dem Weg zur Bahn prosten wir Anwohnern zu, dann kommt um 0:24 die recht leere Silvester-Zusatzbahn aus dem Dunkel, erst in der Innenstadt füllt sie sich mit jungen Leuten. Wir fahren bis zum Berliner Platz, um die Bescherung zu begutachten: alles übersät mit Raketenresten. Hier gings noch eher klassisch zu: Papiertürmchen und -fetzen, Raketenstiele, nicht der Overkill mit den automatischen Feuerwerksbatterien wie im Vorort, der professionellen Feuerwerken kaum nachstand. Am Kamin lassen wir den Tag mit dem Sektrest aus dem Rucksack ausklingen und sind noch von den Eindrücken unserer Wanderung ausgefüllt.<br />
PS: Fotos gibts keine. Wir hatten uns entschieden: entweder Wandern oder die Spiegelreflex mitnehmen und mit Stativ herumexperimentieren, um die vielen Lichtstimmungen passend einzufangen. Das hätte gedauert und der Wanderung einen anderen Charakter gegeben.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bahn-zeit-reise.de/2012/01/01/31-dezember-silvester-a-la-bahn-zeit-reise/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>21. September: Hiddensee</title>
		<link>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/09/22/21-september-hiddensee/</link>
		<comments>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/09/22/21-september-hiddensee/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 08:42:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
				<category><![CDATA[eigenes Ziel]]></category>
		<category><![CDATA[Highlight]]></category>
		<category><![CDATA[Insel]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[NordKüste]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Wanderung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bahn-zeit-reise.de/?p=4358</guid>
		<description><![CDATA[Hiddensee: Wanderung über die ganze Insel von Süd nach Nord, umgekehrt mit dem Bus Hier gibt es Frühstück bis elf und keinen Autolärm. Also wird ausgeschlafen, ich allerdings deutlich kürzer, so bekomme ich alle Texte fertig, und bei den Fotos &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/09/22/21-september-hiddensee/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hiddensee: Wanderung über die ganze Insel von Süd nach Nord, umgekehrt mit dem Bus</strong></p>
<p>Hier gibt es Frühstück bis elf und keinen Autolärm. Also wird ausgeschlafen, ich allerdings deutlich kürzer, so bekomme ich alle Texte fertig, und bei den Fotos fehlen nur zwei Tage. Das Frühstück gehört zu den besten, die wir hatten: frische Salate, gute Joghurts, klassische Musik, nicht von der Stange. Wir lassen es uns gut gehen, kurz nach zwölf gehen wir los. Vorbei an der Buchhandlung und der in einer Amtsstube versteckten Touristinfo – über den Hof läuft der Inselpolizist und grüßt &#8211; wählen wir den boddenseitigen Wallweg nach Kloster, von dem wir gute Sicht auf die sumpfigen Wiesen,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102342T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102342T.jpg" alt="" title="DS102342T" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4412" /></a> den Bodden und den vor uns liegenden Dornbusch mit Leuchtturm haben. Zwischendurch blinzelt mal kurz die Sonne durch. In Kloster schauen wir uns das Fachwerk-Hotel Hitthim und den alten Torbogen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102346.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102346.jpg" alt="" title="DS102346" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4413" /></a> an. Um die kleine Inselkirche von 1332 liegt der Friedhof mit sehr alten Grabsteinen, dem Grab von Gerhart Hauptmann und geräumigen, von großen Hecken umgebenen Grabstätten. Innen ist die Kirche schlicht und schön blau-weiß gestaltet mit bemaltem Holz-Tonnengewölbe<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102349F.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102349F.jpg" alt="" title="DS102349F" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4414" /></a> und Taufengel schwebend darunter. Die Straßen sind eher Wege und bis auf die Hauptstraßen ungepflastert. Im Frühjahr waren wir in der Bäckerei, dort gehen wir wieder vorbei, bevor wir nach Norden abbiegen. Da kommen uns vor einer Galerie gegenüber Ausstellungsstücke<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102353.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102353.jpg" alt="" title="DS102353" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4415" /></a> aus Filz bekannt vor, bei genauerem Hinsehen stellen wir fest, dass Michaela Driemel ausstellt und anwesend ist. Ihren Mann hatten wir im Frühjahr auf dem Schiff nach Hiddensee getroffen und dann auf der Rundfahrt ihre damalige Ausstellung besucht, später sind wir an ihrem Wohnort Gronau gewesen. Wir gehen hinein und treffen sie tatsächlich an; sie stutzt und erkennt mich dann, wir begrüßen uns herzlich. Wir verabschieden uns nach kurzem Gespräch und vertagen uns auf morgen beim Frühstück, sie hat einige Kunden um sich herum. Hübsche Häuschen ziehen sich auf dem Weg nach Norden den Hang hoch, dann geht es in eine Landschaft über, die dem Namen Dornbusch alle Ehre macht: eine wilde hügelige Wiesengegend, sandig, darauf verstreut allerlei Dornenbüsche, darunter Sanddorn mit prallen, orange leuchtenden Beerenbüscheln an den Ästen, geschützt durch unauffällige, lange Dornen. Überall bieten sich Blicke vom Hang nach Süden<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102360DTL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102360DTL.jpg" alt="" title="DS102360DTL" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4416" /></a> über die Insel, besonders vom Hexenberg. Oberhalb, auf dem Kamm, wächst lockerer Laubwald. Auf diesem Wanderpfad ist gar nichts los; dieTagesausflügler haben wir unten auf den Pflasterwegen in Pferdeplanwagen und den Läden getroffen und sehen sie auf dem breiten Weg hinauf zum Gasthaus Klausner ziehen; auch unser Weg führt uns dorthin, viel ruhiger und abwechslungsreicher, aben ein bisschen mühsamer. Den Klausner passieren wir, bei der Live-Dudelmusik hätten wir eh keine Lust zur Einkehr. Diesmal treffen wir den Leuchtturm von 1888 direkt und rechtzeitig, nach etwa 100 Stufen sind wir 92 m über dem Meer, der höchste Leuchtturm an der deutschen Ostseeküste. Die letzten zehn Stufen sind eine schmale Leiter, dann können wir die gesamte Boddenlandschaft bis Kap Arkona, die Nordzipfel Alt- und Neubessin,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102370.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102370.jpg" alt="" title="DS102370" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4417" /></a> Stralsund und Zingst und die freie Ostsee überblicken vom offenen Rundgang um den Turm unterhalb der mächtigen Fresnellinse<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102374.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102374.jpg" alt="" title="DS102374" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4418" /></a> des heute automatischen Feuers.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102377.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102377.jpg" alt="" title="DS102377" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4419" /></a> Wir steigen über<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102379.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102379.jpg" alt="" title="DS102379" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4420" /></a> einsame Sandwege<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102383.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102383.jpg" alt="" title="DS102383" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4421" /></a> ab in den ältesten, kleinsten und nördlichsten Ort der Insel, Grieben, 50 meist  reetgedeckte Häuser.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102392.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102392.jpg" alt="" title="DS102392" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4422" /></a> Es reicht zur Einkehr im alten Seemannsgasthof Enddorn mit Kaffee und Kuchen und leider Sprühsahne, bis uns der Inselbus mit 20 Plätzen und übersichtlichem Fahrpreissystem – Halbtageskarte 3 € &#8211; einmal längs über die Insel von Endstation zu Endstation nach Neuendorf zum Hafen fährt, der letzte Bus, für uns mitten am Tag. Die weißen Häuser stehen locker, verbunden allenfalls durch unauffällige Trampelpfade im Wiesengelände,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102393.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102393.jpg" alt="" title="DS102393" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4423" /></a> nur der Pflasterweg zum Hafen, auf dem der Bus fährt, führt hindurch. Mittendrin liegt eine sumpfige Wiese. Durch die Düne kommen wir an den Westrand und sehen bei der Restaurierung der Buhnen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102401.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102401.jpg" alt="" title="DS102401" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4424" /></a> aus Holzpfählen zu, die originelle Baumaschine ist ein Bagger mit Ramme und fährt auf Raupen im Wasser herum und sitzt auf einem zwei Meter hohen Sockel. Wir wandern Richtung Vitte, in gebührendem Abstand nehme ich mein<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102409.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102409.jpg" alt="" title="DS102409" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4425" /></a> letztes Bad des Reisejahres im Meer, hier sind wir alleine, die Badehose kann trocken bleiben, der Sand ist fest und fein, das Wasser wenig salzig, dafür ist es richtig kalt, 14 Grad lese ich hinterher in WetterOnline, Warmschwimmen ist angesagt, es kribbelt, und hinterher weiß ich nicht, ob es kalt oder heiß ist. Wir laufen noch ein Stück auf dem gut begehbaren, langsam breiter werdenden, sauberen Strand, auf dem viele braune Seegrasbüschel liegen, dann biegen wir ab über die Düne durch den Waldstreifen in die Heide.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102421.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102421.jpg" alt="" title="DS102421" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4426" /></a> Die Landschaft ist abwechslungsreich und wellig,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102437.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102437.jpg" alt="" title="DS102437" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4427" /></a> sumpfige Stellen wechseln mit trockenen, verteilt stehen Birken und Büsche, alles eingerahmt von Waldstreifen. Und genau jetzt öffnet sich für eine Viertelstunde der Himmel, und alles glitzert im Abendlicht. Das Heidekraut ist zwar in der Fläche<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102423.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102423.jpg" alt="" title="DS102423" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4428" /></a> schon grau und trocken, aber einzelne Büsche bieten sich noch<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102441.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102441.jpg" alt="" title="DS102441" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4429" /></a> fotogen blühend an. Und in einer Birke entdecken wir die Netze von zwei Kreuzspinnen,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102435AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102435AT.jpg" alt="" title="DS102435AT" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4430" /></a> die sich heftig im Wind gegen den Autofokus wehren, irgendwann haben wir sie, und die Mücken uns. Die Sonne verschwindet wieder und wir an den Strand zurück.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102447.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102447.jpg" alt="" title="DS102447" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4431" /></a> Nach den restlichen Kilometern laufen wir in der Dämmerung von Süden her in Vitte ein und essen gut zu Abend, zum Abschluss gibt es einen Sanddorn-Eisbecher für beide. In der Summe haben wir heute die Insel vom nördlichsten Ort über den Leuchtturm bis zum südlichsten mit allen Landschaftsarten durchschritten, der Inselbus hat uns dabei geholfen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/09/22/21-september-hiddensee/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>11. September: Mittenwald und Wanderung</title>
		<link>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/09/12/11-september-mittenwald-und-wanderung/</link>
		<comments>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/09/12/11-september-mittenwald-und-wanderung/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 Sep 2011 19:10:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ziel Ideengeber]]></category>
		<category><![CDATA[Alpen]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebnis]]></category>
		<category><![CDATA[Hotel]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Touristisch]]></category>
		<category><![CDATA[Wanderung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bahn-zeit-reise.de/?p=4194</guid>
		<description><![CDATA[Mittenwald (Ziel: Karola): Hotelwechsel, Geigenbaumuseum, Wanderung über den großen Kranzberg nach Schloss Elmau und über Ferchensee und Lautersee zurück. Das Frühstück im Hotel ist sogar halbwegs erträglich, endet allerdings um 9:30, so früh wie nie, Kommentar: &#8220;Morgenstund hat Gold im &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/09/12/11-september-mittenwald-und-wanderung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mittenwald (Ziel: Karola): Hotelwechsel, Geigenbaumuseum, Wanderung über den großen Kranzberg nach Schloss Elmau und über Ferchensee und Lautersee zurück.</strong></p>
<p>Das Frühstück im Hotel ist sogar halbwegs erträglich, endet allerdings um 9:30, so früh wie nie, Kommentar: &#8220;Morgenstund hat Gold im Mund, wir wollen auch mal fertig werden&#8221;, Frechheit. Wir treffen nur Wanderer und Motorradfahrer, die sind schon fast alle weg. Und der unerzogene dicke junge Hund und die Katze turnen durch die Räume. Wir ziehen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101683.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101683.jpg" alt="" title="DS101683" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4255" /></a> schnellstmöglich um, im neuen Hotel mitten in der Fußgängerzone<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101687L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101687L.jpg" alt="" title="DS101687L" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4256" /></a> werden wir freundlichst empfangen und bekommen sogar ohne Aufpreis ein Riesen-Zimmer mit Balkon. Unsere Ideengeberin hat von Wanderungen nach Schloss Elmau berichtet, das werden wir nachher angehen. Vorher drehen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101697.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101697.jpg" alt="" title="DS101697" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4257" /></a> wir eine Runde<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101698.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101698.jpg" alt="" title="DS101698" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4258" /></a> vorbei am Geigenbaumuseum; Geigenbau war auch schon 1947 ein Thema, die Tradition beginnt mit Matthias Klotz (1653-1743). Heute sind elf Meister aufgelistet; einige Namen von Meistern, die schon 1947 gelebt haben, erfahren wir von dem jungen Geigenbauer an der Kasse: Josef Kantuscher lebt noch, Franz Reindl und Matthias Klotz sind in den letzten Jahren gestorben. Ein älteres Paar in Tracht<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101703.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101703.jpg" alt="" title="DS101703" width="186" height="280" class="alignleft size-full wp-image-4259" /></a> kommt aus der Messe ins Museum und legt im vollen Dialekt los, sie kommen vom Tegernsee. Das gibt ein lustiges und nur teilweise zu verstehendes Gespräch, das Marlis aufzeichnet. Wir verzichten aufs Museum, können dafür jetzt nach der Messe<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101717.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101717.jpg" alt="" title="DS101717" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4260" /></a> in die Kirche gehen, voller Barock,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101713.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101713.jpg" alt="" title="DS101713" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4261" /></a> auch außen bemalt. Durch die<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101720.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101720.jpg" alt="" title="DS101720" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-4262" /></a> bergseitigen Straßen mit alten Häusern steigen wir bei blauem Himmel und hochsommerlichen Temperaturen hoch zur Kranzberg-Talstation und weiter zur Korbinianhütte mit tollem Ausblick auf Mittenwald unter uns und dem Karwendel dahinter, dazu frische Buttermilch, lecker. Am Ende der Seilbahn wirds sehr belebt, viele gepflasterte und asphaltierte Wege,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101735.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101735.jpg" alt="" title="DS101735" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4263" /></a> ein Barfußpfad, Spielplätze und sonstiger Eventkrempel, der Betrieb hält die 150 Höhenmeter bis auf den großen Kranzberg an. Wir haben für den Hinweg die anstrengende Route über den Berg mit 500 Höhenmetern gewählt, ab jetzt werden wir belohnt:<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101743T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101743T.jpg" alt="" title="DS101743T" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4264" /></a> voller Ausblick nach Norden mit dem Isarverlauf und nach Süden auf die Alpenkämme, alles mit guten Erklärungstafeln und der letzten Einkehr.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101746.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101746.jpg" alt="" title="DS101746" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4265" /></a> Noch besser und anstrengender ist der nachfolgende Wegabschnitt,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101750.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101750.jpg" alt="" title="DS101750" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4266" /></a> außerhalb der Reichweite der Normaltouristen, bis Elmau: im lichten Wald auf dem Kamm lang mit schönstem Licht, jetzt ganz alleine,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101753.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101753.jpg" alt="" title="DS101753" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4267" /></a> auf schmalem Wurzelpfad immer rauf und runter, ein echter Wanderweg, das hat gelohnt. Wir steigen ab nach Schloss Elmau, Hotelanlage &#8220;Luxury Spa &#038; Cultural Hideaway&#8221;<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101757.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101757.jpg" alt="" title="DS101757" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4268" /></a> mit gepflegter Anlage hinter Zäunen; wir geben uns um 17 Uhr mit dem Blick von außen auf die große Anlage mit Turm und noblen Autos zufrieden, sonst schaffen wir den Rückweg nicht mehr. Der Fußweg am rauschenden Ferchenbach<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101772.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101772.jpg" alt="" title="DS101772" width="186" height="280" class="alignleft size-full wp-image-4269" /></a> ist nett, der Verlauf auf der Fahrstraße mit vielen Mountainbikern weniger, dafür gehts schnell vorwärts, kurz vor sechs bekommen wir außer der Reihe am Ferchensee<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101779.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101779.jpg" alt="" title="DS101779" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4270" /></a> in der Abendsonne noch was zu trinken. Ein paar hundert Meter weiter ist eine kleine Halbinsel mit Wiese und Einstieg zwischen dem Schilf;<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101796.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101796.jpg" alt="" title="DS101796" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4271" /></a> ich lasse mir das nicht entgehen und gehe schwimmen,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101793A.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101793A.jpg" alt="" title="DS101793A" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4272" /></a> die Sonne lugt gerade noch an der Wettersteinkante vorbei. Sehr lauschig, ein Erlebnis, kühl, aber nicht zu kalt, 1100m hoch. Ich bin begeistert, auch eine Wespe, die mich beim Einstieg hartnäckig belästigt, und eine andere, die sich an meinem Rucksack versteckt hat und mich beim Aufsetzen in den Daumenballen sticht – der erste und hoffentlich einzige Wespenstich im Reisejahr -, trüben den Eindruck nicht wirklich. In der Dämmerung steigen wir zum Lautersee hinunter<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101800.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101800.jpg" alt="" title="DS101800" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4273" /></a> und durch das unerwartet enge, steile, schöne Laintal mit einigen Wasserfällen, Marienstatuen und Kreuzen ab nach Mittenwald. Die Wahl zwischen den vielen Wegen vom See ist gelungen.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101807.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS101807.jpg" alt="" title="DS101807" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4274" /></a> Wir kommen zentral in Mittenwald raus und treffen mit den ersten Regentropfen im Hotel ein; die Wolken und etwas Grummeln haben schon die letzte halbe Stunde von hinten gedroht. Wie immer haben wir es geschafft, den Tag voll auszuknautschen; zufrieden gehen wir auf der überdachten Hotelterrasse eine Kleinigkeit essen, es ist immer noch gut warm, auch der plötzlich niederprasselnde Schauer stört nicht. Danach gelingt es mir endlich, die schon angefangenen Berichte der letzten drei Tage roh fertigzuschreiben, dann schlafe ich ein; wie lange Marlis es noch aushält, bekomme ich nicht mehr mit.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/09/12/11-september-mittenwald-und-wanderung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>21. August: Altena, über Föckinghausen nach Alfeld</title>
		<link>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/08/22/21-august-altena-uber-fockinghausen-nach-alfeld/</link>
		<comments>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/08/22/21-august-altena-uber-fockinghausen-nach-alfeld/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Aug 2011 08:02:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
				<category><![CDATA[eigenes Ziel]]></category>
		<category><![CDATA[Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Begegnung]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebnis]]></category>
		<category><![CDATA[Historisch]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wanderung]]></category>
		<category><![CDATA[West]]></category>
		<category><![CDATA[Zufall]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bahn-zeit-reise.de/?p=3783</guid>
		<description><![CDATA[Altena: Ortsrundgang (Ziel: Marlis) und Burgbesichtigung mit Jugendherbergsmuseum, Stopp in Bestwig mit Aufstieg nach Föckinghausen (Ziel: von mir) und Fahrt nach Alfeld Wir haben erstaunlich gut geschlafen, es ist nachts richtig kalt geworden, morgens ist es trübe und Regen setzt &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/08/22/21-august-altena-uber-fockinghausen-nach-alfeld/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Altena: Ortsrundgang (Ziel: Marlis) und Burgbesichtigung mit Jugendherbergsmuseum, Stopp in Bestwig mit Aufstieg nach Föckinghausen (Ziel: von mir) und Fahrt nach Alfeld</strong>  </p>
<p>Wir haben erstaunlich gut geschlafen, es ist nachts richtig kalt geworden, morgens ist es trübe und Regen setzt ein. Wir bekommen ein einfaches Frühstück serviert, für den Preis war alles in Ordnung und irgendwie ausgefallen originell und griechisch herzlich. Der Regen wird nicht mehr zunehmen und bald vorbei sein, also starten wir:<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100527.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100527.jpg" alt="" title="DS100527" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3943" /></a> der Einfachheit halber mit allem Gepäck, rauf auf die Burg Altena,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100529.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100529.jpg" alt="" title="DS100529" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3944" /></a> unser Hotel ist genau am Fuß der Auffahrt, und runter wollen wir direkt zum Bahnhof. Also teilen wir es so auf, dass wir beide gleich schnell sind: Ich ziehe beide Koffer, und Marlis fotografiert.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100535.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100535.jpg" alt="" title="DS100535" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3941" /></a> So laufe ich gleichmäßig gemächlich vor mich hin und brauche keine Rücksicht zu nehmen, Marlis fotografiert und holt wieder auf.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100532.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100532.jpg" alt="" title="DS100532" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3942" /></a> Draht und die lange Tradition der Drahtproduktion bestimmt die Stadt, in Geländern, Skulpturen, Symbolen. Das Drahtmuseum lassen wir links liegen; mit der Kombi-Eintrittskarte der Burg könnten noch in Jahrzehnten reingehen! Die Burg aus dem 12. Jahrhundert<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100542.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100542.jpg" alt="" title="DS100542" width="187" height="280" class="alignleft size-full wp-image-3940" /></a> mit wechselvoller Geschichte ist in bestem Zustand, kein Wunder nach den vielen Bestimmungen und der Bedeutung: hier wurde 1909 vom Altenaer Lehrer Schirrmann die erste Jugendherberge gegründet, Ausgangspunkt für die ganze weltweite Bewegung.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100566.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100566.jpg" alt="" title="DS100566" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3937" /></a> Entsprechend ist dieser Teil der Museumsräume der für uns interessanteste. Alles ist recht dunkel, die Matratzen der Stockbetten sind strohgefüllt, im Schlafraum für Jungen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100572L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100572L.jpg" alt="" title="DS100572L" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3938" /></a> sind etwa 30 Betten, lange Tische im Aufenthaltsraum. Im Film werden die für die jeweiligen Zeiten als Errungenschaften geltenden Dinge erwähnt, wie hygienisch geflieste Waschräume mit fließend kaltem Wasser. Die anderen Räume durchgehen wir schnell: Jagd, Waffen, Rüstungen, Stadtbrände und ähnliches, nichts besonders neues, aber gut gemacht und vielfältig. 2013 soll durch einen alten Luftschutzstollen ein Erlebnisfahrstuhl vom Lenneufer direkt in den Burghof gebaut werden. Von den Wehrgängen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100563.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100563.jpg" alt="" title="DS100563" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3939" /></a> bieten sich tolle Blicke in die schmalen, steilen Sauerlandtäler, in denen die Altenaer Häuser abenteuerlich am Hang kleben. Wir gehen von der Burg ins Nebental herunter,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100580.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100580.jpg" alt="" title="DS100580" width="186" height="280" class="alignleft size-full wp-image-3936" /></a> dort sind einige einfache Hanghäuser mit kleinen, steilen Vorgärten und vielen Treppen. Damit ist Marlis zufrieden, sie war als Kind 1954 in einem solchen Haus bei der Familie ihres Kindermädchens, leider gibt das einzige Foto, das sie davon hat, keine klaren Details wieder, die Schlüsse auf den Ort zulassen. Wir passieren einige Drahthersteller<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100584.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100584.jpg" alt="" title="DS100584" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3935" /></a> und kommen auf die Brücke über die Lenne und die Bahn mit nochmals bester Sicht hoch auf die Burg. Gegenüber vom Bahnhof ist eine bekannte Konditorei, die heute offen hat, wir decken uns mit Torte ein und nehmen dann den Zug nach Hagen, wo wir nach <strong>Bestwig</strong> umsteigen. Hier reicht es für genau zwei Stunden Unterbrechung: Etwa zwei Kilometer nördlich, auf der anderen Seite der Ruhr den Hang hoch, liegt <strong>Föckinghausen</strong>, ein Dörfchen mit wenigen Häusern, wo ich in meiner Essener Zeit, also vor 1965, ein- oder zweimal als Schüler in Ferien war. Das Bild des U-förmigen, dunkelbraunen, einstöckigen Holzbaues habe ich heute noch im Kopf, wohl weil mir eine Postkarte vor Augen schwebt, die es in einem meiner alten Alben geben müsste. Im Internet ist mir ein Caritasheim begegnet, kurz vor Ankunft in Google Maps noch ein Schullandheim. Die Wege in den Karten von Google Maps und Nokia sind recht umständlich; auf denen haben wir in der Zeit zu Fuß keine Chance. Also Augen auf nach Plänen am Bahnhof: Da hängt ein Stadtplan, da sieht man zwei nahe Brückchen über die Ruhr, das fotografiere ich ab, da entlang wäre die Entfernung machbar. Ein Taxi ist vor dem Bahnhof auch nicht zu sehen, hier hätten wir das gemacht. Das Gepäck werden wir in der Bahnhofsbäckerei los, die junge Dame hilft uns gerne, wir dürfen es auch noch in ihrer Aufräumzeit abholen, bestens. Also laufen wir los, wir sehen keinen Weg und folgen zwei Minuten einer Straße, die nicht ganz passt, da kommt uns ein Paar mit Kinderwagen entgegen, die fragen wir und bekommen kompetente Antwort: hinter uns am Bahnübergang<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100553.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100553.jpg" alt="" title="DS100553" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3945" /></a> gibt es einen unauffälligen Weg durch Fabrikzäune und einen Mustergarten, der neuerdings auf die Brücke führt. Wir bedanken uns und bekommen beste Wünsche für das &#8220;sportliche Unterfangen&#8221;. Wir finden den Weg,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100596TA.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100596TA.jpg" alt="" title="DS100596TA" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3946" /></a> den Aufstiegsbeginn und ein Wanderzeichen mit Ziel Föckinghausen. Nach kurzer Zeit stimmt die fotografierte Karte nicht mehr, eine Baustraße zur Autobahnbaustelle durchschneidet alles, das Wanderzeichen können wir zum Glück verfolgen, nach kurzem Weg auf der Straße biegt es in einen Feldweg, der genau in die richtige Richtung steil bergauf<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100547.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100547.jpg" alt="" title="DS100547" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3947" /></a> führt. Wir gehen sehr schnell und schwitzen, wir wollen auf dem Hinweg keine vermeidbare Zeit verlieren, damit wir nicht unverrichteter Dinge abbrechen müssen. Nach genau 30 Minuten strammer Wanderung – ich ermittle hinterher 2,5 km und 170m Steigung, eine für uns stramme Leistung  – kommen wir genau am westlichen Dorfrand aus dem Wald, und da liegt er,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100597LA.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100597LA.jpg" alt="" title="DS100597LA" width="450" height="175" class="alignright size-full wp-image-3957" /></a> ich erkenne ihn sofort: der U-förmige Holzbau, es ist das Schullandheim des Pestalozzi-Gymnasiums Unna. Während wir begeistert fotografieren,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100599DL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100599DL.jpg" alt="" title="DS100599DL" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3949" /></a> treffen wir eine Hausangestellte, die uns sagt, das das Gymnasium schon seit 1958 der Träger ist, und viele Klassen und Gruppen aus der Umgegend schon seit damals hierher kommen, ich war also dabei, es war kein Kinderheim. Nur ein zentraler Eingangs- und Aufenthaltsanbau ist dazugekommen, der Sportplatz ist neu angelegt. Wir dürfen sogar in ein Zimmer schauen:<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100602.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100602.jpg" alt="" title="DS100602" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-3950" /></a> Viererzimmer mit zwei Stockbetten und Waschräume, freundlich gemacht, aber einfach, so ähnlich dürfte es schon vor 50 Jahren gewesen sein. In der Viertelstunde, die wir Zeit haben, bekommen wir noch alte Postkarten gezeigt, sie erzählt uns, dass auch Ehemaligentreffen von heute 70-jährigen hier stattfinden.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100606PAT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100606PAT.jpg" alt="" title="DS100606PAT" width="280" height="213" class="alignleft size-full wp-image-3951" /></a> Wir sind total stolz darauf, dass uns das gelungen ist, und laufen in Ruhe wieder nach Bestwig runter. Die Bäckerei hat zwar offiziell schon geschlossen, in der Aufräumzeit bekommen wir noch einen Kaffee und die zwei in der Theke verbliebenen Stücke Käsekuchen. Jetzt folgt die nächste spannende Aktion: viermal umsteigen nach Alfeld, davon dreimal knapp. Der Zug nach Warburg hat sechs Minuten Verspätung, da haben wir allerdings länger Zeit; in Altenbeken, Holzminden und Kreiensen läuft alles auf die Minute pünktlich, wir fahren durch schönes Bergland mit Flüssen und einigen Fachwerkörtchen. In <strong>Alfeld</strong> starten wir gleich mit Gepäck in die Innenstadt, um noch was zu essen, und werden am Marktplatz im italienisch bewirtschafteten Ratskeller fündig, dem einzigen wirklich noch belebten Ort, wo wir wunderbar draußen sitzen können, es ist heute abend ungewöhnlich warm. Danach gehts in die Gegenrichtung, hinter dem Bahnhof den Berg rauf. Die Karte kennt die Hausnummer nicht; wir dürfen immer weiter steigen, bis wir am Ende der Straße am Waldrand angekommen sind. Im Hintergrund ist Wetterleuchten zu sehen, da kommt was. Auf dem Zimmer angekommen, donnert es schon.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100629.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DS100629.jpg" alt="" title="DS100629" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3952" /></a> Wir haben einen Balkon mit Dachvorsprung, wir können uns trotz einsetzendem Regen raussetzen, Alfeld liegt uns mit beleuchtetem Kirchturm zu Füßen. So werden wir für den mühsamen Aufstieg belohnt, es folgt ein wahres Feuerwerk von Gewitter, auch die gegenüberliegenden Leineberge werden hell erleuchtet. Ein krönender Abschluss dieses intensiven Tages um Mitternacht!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/08/22/21-august-altena-uber-fockinghausen-nach-alfeld/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>13. Juli: von Kassel nach Gronau</title>
		<link>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/07/14/13-juli-von-kassel-nach-gronau/</link>
		<comments>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/07/14/13-juli-von-kassel-nach-gronau/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 14 Jul 2011 12:30:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
				<category><![CDATA[eigenes Ziel]]></category>
		<category><![CDATA[Begegnung]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebnis]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[MitteNord]]></category>
		<category><![CDATA[Wanderung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bahn-zeit-reise.de/?p=3396</guid>
		<description><![CDATA[Besuch in Kassel bei Fleischerei Rohde &#8211; Ahle Worscht &#8211; und Besuch in Gronau Es ist kühler, trübe und vor allem feucht. Die heutigen Orte sind sozusagen eigene Sehnsuchtsorte: Das nächste Fahrtziel sind Driemels in Gronau bei Hildesheim, die Marlis &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/07/14/13-juli-von-kassel-nach-gronau/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Besuch in Kassel bei Fleischerei Rohde &#8211; Ahle Worscht &#8211; und Besuch in Gronau</strong></p>
<p>Es ist kühler, trübe und vor allem feucht. Die heutigen Orte sind sozusagen eigene Sehnsuchtsorte: Das nächste Fahrtziel sind Driemels in Gronau bei Hildesheim, die Marlis von einer Fortbildung kennt, und die wir zufällig auf dem Schiff und in Hiddensee am 5. und 6. Mai getroffen haben. Seitdem gilt diese Einladung fürs Bahnreisejahr. Hier in Kassel haben wir uns an die <a href="http://www.feinkost-rohde.de/">Fleischerei Rohde</a> erinnert, deren Arbeit besonders für die Kasseler Ahle Worscht wir als Slowfood-Mitglieder laufend beobachten, und die wir schon auf mehreren Messen seit 2004 getroffen haben; zu einem Besuch hats bisher nie gereicht, den hat Marlis gestern mit Herrn Rohde organisiert, dank Internet unterwegs geht das recht einfach. Beim Packen merken wir: meine Jacke fehlt. Wir kombinieren: sie kann nur im Lokal von gestern abend geblieben sein, da steigen wir zu Rohde mit der Straßenbahn sowieso um, und es hat schon geöffnet, die Jacke ist tatsächlich da &#8211; echt Glück gehabt, Wiederbeschaffung auch noch ohne Zeitaufwand! Der Verkaufsraum der Fleischerei ist klein, aber bestens sortiert, in ausgesuchten Mengen gibt es wichtiges und oft in der richtigen Qualität schwer beschaffbares Zubehör zum Essen von Gewürz über Brot und handwerklichen Käse. Frau Rohde<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98357.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98357.jpg" alt="" title="DSC98357" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3503" /></a> erkennt uns sofort und holt begeistert ihren Mann. Er erinnert sich jetzt auch und steigt gleich mit der Führung ein: Produktion und Lagerung finden in einem über 100 Jahre alten denkmalgeschützten Fachwerk-Hinterhaus statt,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98303.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98303.jpg" alt="" title="DSC98303" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3504" /></a> das mit seinen Lehmziegelwänden optimale Reifungsbedingungen bietet. Heute herrscht etwas unvorhergesehener Stress: Er muss sechs Ausfälle ausgleichen, bei 21 Angestellten im Zweischichtbetrieb eine echte Aufgabe, zumal bei der traditionellen Warmfleischverarbeitung alles just in Time ablaufen muss: Die zu liefernden Tiere stimmt er ein Jahr im voraus mit seinen Bauern ab, die diese dann selbst zum nahen Schlachthof fahren, von wo sie sofort, noch über 40° warm, in die Zerlegung und Verarbeitung<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98311.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98311.jpg" alt="" title="DSC98311" width="186" height="280" class="alignleft size-full wp-image-3505" /></a> bei ihm kommen, etwa sechs schwere einjährige Schweine mit etwa 180 kg, deren Fütterung genau mit ihm abgestimmt ist. Alles wird aufgezeichnet, er vergibt Chargen-Nummern für die Produktkennzeichnung, aus denen er alles: Schwein, Lieferant, Verarbeitungstag usw. nachverfolgen kann – traditionelle Verarbeitung heißt eben nicht primitiv, es beißt sich nicht mit guter Organisation und Nutzung der heutigen Informationstechnik und Kommunikationsmöglichkeiten, das beweist er eindrucksvoll, ein echter Slowfood-Produzent. Wir werden vorschriftsmäßig mit Einmalkittel,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98305.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98305.jpg" alt="" title="DSC98305" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-3506" /></a> Schuhüberzügen und Haube ausgestattet. Auf engem Raum ist alles gut optimiert: Transport der geschlachteten, warmen Schweine in die Zerlegung über Waage und Temperaturmessung, Wurstherstellung,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98319.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98319.jpg" alt="" title="DSC98319" width="186" height="280" class="alignleft size-full wp-image-3507" /></a> Abfüllen in Därme.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98314.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98314.jpg" alt="" title="DSC98314" width="186" height="280" class="alignleft size-full wp-image-3508" /></a> Im oberen Stock befindet sich die Vortrocknung<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98325.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98325.jpg" alt="" title="DSC98325" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3509" /></a> und die Hauptreifung,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98338L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98338L.jpg" alt="" title="DSC98338L" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3510" /></a> die Würste durchlaufen hier feste Stationen bei kühlen Temperaturen, bis sie sozusagen am Ende angekommen sind, meist nach einem Jahr. Alles ist systematisch und begehbar mit Trockengestellen ausgerüstet, die komplett mit Würsten behängt sind, auch die Decke.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98342.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98342.jpg" alt="" title="DSC98342" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3511" /></a> Es wird regelmäßig umgehängt und der Weißschimmel abgerieben. Heraus kommt in dieser lückenlos nachgewiesenen Produktionskette, in der alle Daten im Computer gesammelt werden, ein komplett laktose- und glutenfreies Produkt, wobei in allen Schritten auf Freiheit von Gentechnik geachtet wird. Zusatzstoffe sind allein Salz und Gewürze. In verschiedenen Gebäudeteilen des Vorderhauses sind Nachreifung, Versand und Aufenthaltsräume untergebracht. Es wird genau nach Bedarf hergestellt, der allerdings schon ein Jahr vorher disponiert wurde, die Schweine müssen schließlich erst wachsen. So kommt es, dass im Moment alles ausverkauft ist, da der typische Sommerknick nicht wie erwartet eingetreten ist. Wir bekommen von der ältesten Wurst, der Zweijährigen, schön trocken und mürbe, zu probieren, ein Glas Gurken, eingelegt nach Omas Rezept, und Biobrötchen gibt es dazu, köstlich. Hier steckt echtes Engagement und Spaß an der Arbeit dahinter, so konsequent ist alles auf transparente Qualität in der gesamten Kette ausgerichtet. Wir sind echt beeindruckt und kaufen die passenden Würste als Mitbringsel für unsere nachfolgenden Stationen ein. Unseren weiteren Fahrplan verschieben wir kurzerhand um eine Stunde, diese Führung war zu spannend, um sie durch Planungen zu begrenzen, die sich auch ändern lassen. Am Bahnhof Wilhelmshöhe können wir so einen etwas früheren der vielen ICE nach Göttingen nehmen, dann geht dort der Umstieg sicherer, nach Banteln, wo uns Driemels aus <strong>Gronau</strong> erwarten. Hier sind wir wieder im Leinetal, wie schon in Heiligenstadt. Nach herzlicher Begrüßung, Kaffeetrinken<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98359.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98359.jpg" alt="" title="DSC98359" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3512" /></a> und Hausbesichtigung ignorieren wir alle Wetterberichte und lassen uns zu einer Rundwanderung<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98361.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98361.jpg" alt="" title="DSC98361" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3513" /></a> im Leinetal und durch Gronau verführen. Wir unterhalten uns intensiv,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98370.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98370.jpg" alt="" title="DSC98370" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3514" /></a> Hans-Jürgen hat Volkshochschulen geleitet und ist jetzt Kulturamtsleiter im Kreis, wir haben viele gemeinsame Themen und Ansichten, Michaela ist künstlerisch tätig mit Malerei und Mode, es gibt einen regen Austausch, da stört noch nicht mal der leichte Regen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98365.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98365.jpg" alt="" title="DSC98365" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3515" /></a> und das trübe Wetter,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98372.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98372.jpg" alt="" title="DSC98372" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3516" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98375.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98375.jpg" alt="" title="DSC98375" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3517" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98396AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98396AT.jpg" alt="" title="DSC98396AT" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3518" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98397.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98397.jpg" alt="" title="DSC98397" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3519" /></a> der Regenschirm bleibt trocken, weil nicht dabei. Wir kommen an einem Naturschwimmbad<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98406AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98406AT.jpg" alt="" title="DSC98406AT" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3520" /></a> vorbei, das ein Verein betreibt, dort kehren wir ein, noch billiger als im Eichsfeld; Driemels sind Mitglieder und haben daher einen Schlüssel. So können sie schwimmen wann sie wollen, sowas würde mir auch gefallen. Am Abend<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98408.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98408.jpg" alt="" title="DSC98408" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3521" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98418.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98418.jpg" alt="" title="DSC98418" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3522" /></a> endet die große Wanderrunde, auf der Terrasse unter der Markise essen wir zu Abend und lassen es um uns herum regnen, bis Mitternacht halten wir es draußen aus, dann besichtigen wir bei einem Grappa die imposante Rock-Schallplatten- und CD-Sammlung.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/07/14/13-juli-von-kassel-nach-gronau/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>2. Juli: Amrum Nordspitze</title>
		<link>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/07/03/2-juli-amrum-nordspitze/</link>
		<comments>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/07/03/2-juli-amrum-nordspitze/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 02 Jul 2011 22:39:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
				<category><![CDATA[eigenes Ziel]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebnis]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Insel]]></category>
		<category><![CDATA[NordKüste]]></category>
		<category><![CDATA[Nordsee]]></category>
		<category><![CDATA[Wanderung]]></category>
		<category><![CDATA[Wetter]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bahn-zeit-reise.de/?p=3239</guid>
		<description><![CDATA[Amrum: Strandwanderung bei 6 Bft zur Nordspitze der Insel Marlis Allergiebeschwerden sind immer noch unverändert da, jetzt ist mal ein Tag im Meereswind fällig. Es ist bedeckt, mit 14° recht kühl und es tröpfelt manchmal. Der Nordwestwind bläst mit sechs &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/07/03/2-juli-amrum-nordspitze/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Amrum: Strandwanderung bei 6 Bft zur Nordspitze der Insel</strong></p>
<p>Marlis Allergiebeschwerden sind immer noch unverändert da, jetzt ist mal ein Tag im Meereswind fällig. Es ist bedeckt, mit 14° recht kühl und es tröpfelt manchmal. Der Nordwestwind bläst mit sechs Bft, senkrecht auf den Strand. Wir nehmen den Bohlenweg<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97847.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97847.jpg" alt="" title="DSC97847" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3281" /></a> zum FKK-Strand. Kaum jemand ist unterwegs, nur die Traktoren<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97852AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97852AT.jpg" alt="" title="DSC97852AT" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3284" /></a> der Strandkorbverleiher fahren herum und sammeln die Körbe an der Wasserlinie<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97849AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97849AT.jpg" alt="" title="DSC97849AT" width="280" height="137" class="alignleft size-full wp-image-3282" /></a> ein, da bei dem starken Seewind das Hochwasser heute nachmittag sicher etwas höher als normal ausfällt. Wir wandern erstmal nach Norden, vorbei an der Surfstation. Für die Windsurf-Cracks scheint jetzt erst das richtige Wetter zu sein: in der starken Brandung flitzen sie nur so rum und machen Wenden, kleine Sprünge sind auch dabei. Wie sie dabei auf dem Brett bleiben können, ist mir schleierhaft, ich habe das auch mal probiert, aber nur auf dem Gardasee, das ist etwas kläglich und nass ausgegangen. Besonders beeindruckend<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97860AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97860AT.jpg" alt="" title="DSC97860AT" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3285" /></a> sind die Kite-Surfer, die mit einem Minibrett ähnlich einem Snowboard und einem Paraglide-Segel durch die Wellen flitzen oder auch springen. Sie haben echt Kondition, mindestens eine Stunde stehen sie auf ihrem Brett. Eine Pause im windgeschützten Strandkorb<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97864AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97864AT.jpg" alt="" title="DSC97864AT" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3286" /></a> eignet sich zum Beobachten einer Möve,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97869.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97869.jpg" alt="" title="DSC97869" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3287" /></a> die vor uns posiert. Die Strandkörbe enden, wir kommen in den Bereich der Dünen des Vogelschutzgebiets an der Spitze, der Sand wird weicher, die Brille immer versalzener. Die Strandoberfläche ist sehr verweht, oft ziehen Sandschwaden drüber. Muschelsplitter<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97875.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97875.jpg" alt="" title="DSC97875" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3288" /></a> bleiben hängen, dann geht eine Sandspur nach hinten weg, so hat der Strand ein Linienmuster. In den Dünen sind einige Meter hohe Sandkliffs<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97871.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97871.jpg" alt="" title="DSC97871" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3289" /></a> mit bizarren Kanten. Jetzt sind wir soweit vorangekommen, da nehmen wir uns ungeplant die Insel-Nordspitze vor.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97876T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97876T.jpg" alt="" title="DSC97876T" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3290" /></a> Hier sind nur noch einzelne Wanderer unterwegs. Die letzten Meter der Spitze sind als Naturschutzgebiet abgesperrt, aber eine kleine Plattform<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97884T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97884T.jpg" alt="" title="DSC97884T" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3291" /></a> erlaubt einen Blick auf die Vögel, die die Spitze voll besetzen, Föhr mit dem &#8220;Hotel zur Reha&#8221; und den Leuchtturm Hörnum und die Südspitze von Sylt. Wir wenden<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97883T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97883T.jpg" alt="" title="DSC97883T" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3292" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97889AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97889AT.jpg" alt="" title="DSC97889AT" width="187" height="280" class="alignright size-full wp-image-3293" /></a> und laufen zügig zurück, schließlich soll es noch was mit dem Kaffeetrinken im Café Schult (auch keine Website, aber beste Erfahrungsberichte im Internet) werden. Wir schließen zufrieden mit 10 km Strandwanderung ab, in den Ort schiebt uns der Wind. Am Strand hatten wir noch mit dem Wind zu kämpfen, heute war die Daunenweste aus dem Winter unter der Jacke sehr sinnvoll.  Die Einkehr haben wir uns wirklich verdient, die Friesentorte ist hier unvergleichlich gut,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97896.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97896.jpg" alt="" title="DSC97896" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3294" /></a> zwei Schichten Sahne und Pflaumenmus, drei Lagen spezieller Blätterteig. Auch der &#8220;Amsterdam&#8221;, Schokolade mit Eierlikör und Sahne, schmeckt unvergleichlich. Zur Happy Hour gehen wir gleich noch in Hüttmanns Bar, und nach einer Ausruhpause gehen wir zum Essen ins bekannteste Haus des Ortes im Osten. Auf dem Weg schauen wir uns andere Pensionen an, sie liegen schön mit Blick auf Watt, Nordspitze und Föhr. Etwas später nach einem Gang zum Watt ist der reservierte Tisch im alten Friesenhaus frei. Wir essen gut mit zuvorkommendem Service, insgesamt finden wir die gesamte Atmosphäre jedoch etwas zu aufgesetzt. Nach dem gelungenen Tag ist noch der Bericht dran, heute ist er ausnahmsweise schon um Mitternacht fertig.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/07/03/2-juli-amrum-nordspitze/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>1. Juli: nach Föhr und Nieblum</title>
		<link>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/07/02/1-juli-nach-fohr-und-nieblum/</link>
		<comments>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/07/02/1-juli-nach-fohr-und-nieblum/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 02 Jul 2011 08:37:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ziel Ideengeber]]></category>
		<category><![CDATA[Begegnung]]></category>
		<category><![CDATA[Bus]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebnis]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrrad]]></category>
		<category><![CDATA[Insel]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[NordKüste]]></category>
		<category><![CDATA[Nordsee]]></category>
		<category><![CDATA[Wanderung]]></category>
		<category><![CDATA[Wein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bahn-zeit-reise.de/?p=3236</guid>
		<description><![CDATA[Föhr: Tagesausflug mit Wanderung nach Nieblum (Ziel: Renate Heinz) und Erkundung, Busrundfahrt nach Wyk und zurück nach Norddorf Noch reagiert Marlis Allergie nicht auf die andere Luft, das enttäuscht sie. Ich verarzte ihren Wattwander-Fuß, danach geht sichs wieder gut drauf. &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/07/02/1-juli-nach-fohr-und-nieblum/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Föhr: Tagesausflug mit Wanderung nach Nieblum (Ziel: Renate Heinz) und Erkundung, Busrundfahrt nach Wyk und zurück nach Norddorf</strong></p>
<p>Noch reagiert Marlis Allergie nicht auf die andere Luft, das enttäuscht sie. Ich verarzte ihren Wattwander-Fuß, danach geht sichs wieder gut drauf. Wir fahren nach Wittdün und und diesmal mit der Adler IV, einem reinen Personenschiff, das von Sylt kommt, nach Wyk. Es gibt schöne Wolken, viel Sonne und Wind, echtes kühles Seewetter, Blick auf die Warften von Langeness<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97700ATL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97700ATL.jpg" alt="" title="DSC97700ATL" width="640" height="162" class="alignleft size-full wp-image-3298" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97701ATL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97701ATL.jpg" alt="" title="DSC97701ATL" width="640" height="162" class="alignright size-full wp-image-3299" /></a> und den Strand von Föhr. Wir erforschen heute ein Ziel, das uns Renate Heinz mitgegeben hat: notierte Föhrer Urlaubserinnerungen. Wir wissen noch nicht genau, wie wir das angehen. Jedenfalls haben wir uns einen geeigneten Tag ausgesucht: Freitag bis Sonntag fährt noch um 21 Uhr eine Fähre und auch ein Bus. Kern der Erinnerungen ist <strong>Nieblum</strong>. Wir entscheiden uns, dorthin zu laufen statt mit dem einzigen passenden Bus vom Schulzentrum aus zu fahren. Lästig ist schon der für eine Insel viele Verkehr mit hohem Anteil an dicken Kisten. Im Ort treffen wir auf ein Storchennest,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97704AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97704AT.jpg" alt="" title="DSC97704AT" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3300" /></a> die Bebauung außerhalb der Altstadt ist eher langweilig, auffällig sind nur die Waldstreifen, die den Ort parkartig durchziehen. Durch Wald kommen wir an den Golfplatz,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97711AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97711AT.jpg" alt="" title="DSC97711AT" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3301" /></a> jetzt ist der Weg eingezäunt oder von der belebten Straße begrenzt. Insgesamt ein wenig attraktiver Weg, wir sind froh, als wir in Nieblum ankommen, nach einer angeregten Diskussion, warum wir nicht gleich den Bus genommen oder eines der vielen Fahrräder geliehen haben. Renate hat die Ferienwohnung der 80er Jahre bei Mary Lambertsen erwähnt. Wir haben den Namen im Internet gefunden, auch zusammen mit Ferienwohnung, Anschrift und Telefon, aber keine Buchungsseite. Marlis hat beim Anruf Herrn Lambertsen erreicht, jetzt wissen wir, dass seine Frau seit 2004 nicht mehr lebt, und er die Wohnungen nicht vermietet. Ob wir ihn am Nachmittag erreichen, weiß er nicht. Wir stehen vor dem Haus, keine Klingel, beim Anruf ist er nicht da. Alle Häuser<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97723.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97723.jpg" alt="" title="DSC97723" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3303" /></a> in der kleinen ruhigen zentralen Straße sind weißgestrichene, reetgedeckte Backsteinhäuser. An jedem steht in großen Metallziffern die Jahreszahl,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97718.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97718.jpg" alt="" title="DSC97718" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3302" /></a> alles zwischen dem 18. Jahrhundert und 2001, das Alter ist den Häusern<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97719L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97719L.jpg" alt="" title="DSC97719L" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3305" /></a> nur bei genauem Hinsehen anzusehen. Die Mäuerchen und Gärten sind bestens gepflegt, mit vielen Rosen vor den Häusern. Als interessante Veränderung der Gegend haben wir das Museum <a href="http://www.mkdw.de/">&#8220;Kunst der Westküste&#8221;</a> im zwei Kilometer entfernten <strong>Alkersum</strong> entdeckt. Wie wir das allerdings bis zum Bus um 19:32 zusammenkriegen, ist uns absolut nicht klar. Eigentlich wollen wir erstmal einkehren. Da erinnern wir uns an ein Tandem, das wir im Verleih an der Hauptstraße gesehen haben, das leihen wir kurzerhand für fünf Euro bis 18 Uhr und fahren zu einem im Internet gefundenen Hotel mit Café Richtung Strand. Das gefällt uns nicht, auf dem Weg haben wir ein anderes am Ententeich gesehen, das ist zwar nicht der Hit, immerhin sind die Friesentorte und die Erdbeertarte ganz ordentlich. Um den Teich herum parken überall Autos. Die einzige Metzgerei Kopp besuchen wir, sehr gediegene Produkte, vieles in Gläsern, eigene Wurstkreationen, viel Betrieb. Die Seniorchefin bestätigt uns, dass sie seit den 80er Jahren die einzige Metzgerei sind,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97755.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97755.jpg" alt="" title="DSC97755" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3306" /></a> und eine Deichlamm-Mettwurst, hier ein Synonym für Salami, gibt es auch. Wir bekommen einen Tipp für das gesuchte Fischrestaurant, das Reservieren scheitert, wieder schon alles voll. Auf dem Weg nach Alkersum sehen wir tatsächlich Weinbau<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97761T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97761T.jpg" alt="" title="DSC97761T" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3307" /></a> &#8211; es gibt nichts. was es nicht gibt. Kurz vor Schließung des Museums kommen wir in Alkersum an,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97764.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97764.jpg" alt="" title="DSC97764" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3308" /></a> es reicht für einen Blick in den Shop und die Räume, das angeschlossene Gasthaus und ein Gespräch mit dem Personal. Wir erfahren, dass der ganze Komplex neu gebaut und vor zwei Jahren eröffnet wurde. Es handelt sich um eine private Stiftung der Familie Paulsen, auch die Werke der Dauerausstellung wurden in kurzer Zeit gesammelt. Architektur, Einrichtung, Gestaltung und Werke erscheinen hochwertig und der Region angepasst, zusammen mit den Sonderausstellungen würde ein ausgedehnter Besuch sicher lohnen. Wir fahren zurück zur Kirche St. Johannis mit dem weithin sichtbaren wuchtigen quadratischen Turm, innen originell<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97779.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97779.jpg" alt="" title="DSC97779" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3310" /></a> unsymmetrisch mit Emporen und Querschiffen. Etwas Besonderes ist der umgebende Friedhof mit über 200 Jahre<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97777T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97777T.jpg" alt="" title="DSC97777T" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3309" /></a> alten Grabsteinen, denkmalgeschützt, viele schwer lesbar, mit ganzen Lebensgeschichten über den Verstorbenen eingemeißelt. Wir geben Gas, um noch zum Strand zu kommen. Dort gibt es ein paar Regentropfen, die Gäste gehen gerade. Der Strand ist schmal, zwei Reihen Strandkörbe passen hin, noch drei Stunden bis zum Niedrigwasser, weite Flächen sind trockengefallen, hier kann man höchstens planschen. Alles in allem recht unattraktiv, nur die Kulisse mit den Warften der Hallig Langeneß sieht gut aus. Amrum gefällt uns hier viel besser. Wir rufen nochmal Herrn Lambertse<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97733.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97733.jpg" alt="" title="DSC97733" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3312" /></a>n an, jetzt ist er da, wir sollen klopfen. Es passt gerade zur Rückgabe des Fahrrades und auf dem Weg zu einer weiteren Lokalabsage, dann besuchen wir ihn. Er empfängt uns trocken-herzlich. Er ist Jahrgang 1930,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97793L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97793L.jpg" alt="" title="DSC97793L" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3313" /></a> genau wie seine verstorbene Frau, und noch recht fit. Er  war Landwirt mit Aussiedlerhof an der Straße nach Alkersum, die Ferienwohnungen machte seine Frau. Die Landwirtschaft führt ein Sohn weiter, er hilft auch nicht mehr mit. Geboren ist er als Kind vieler damals ausgewanderter Föhringer in New York, alle sind sie wieder zurückgekehrt. Er sieht alles gelassen, die Ferienwohnungen benutzen jetzt seine Enkel auf Besuch, Zur Wiederinbetreiebnahme müsste er viel zu viel investieren, das überlässt er den Erben. Er klärt uns über das Kopfsteinplaster der Hauptstraße auf, ein Spleen der 70er Jahre des damaligen Bürgermeisters, damit wurde der übliche überteerte Betonweg abgelöst und der Fahrtlärm eingeführt. Wir machen noch unser Foto mit ihm vor dem Haus, bevor wir uns verabschieden. Dank sei nicht nötig, es war ja keine Arbeit, sagt der Landwirt. Der Ort ist schön, putzig gepflegt, eine kleine Idylle, für unseren Geschmack übergepflegt und am Tag zu voll und hauptsächlich touristischem Angebot. Wir versuchen es nochmal im Lohdeel, dem empfohlenen Restaurant am Ortsausgang nach Goting. Draußen geht nicht, der Wind ist zu stark, drinnen eigentlich auch nicht, aber auf die Frage nach den Thekenplätzen bekommen wir eine positive Antwort. Die Bedienung ist zuvorkommend, das Lokal aus den 70er Jahren in einer alten Scheune ist 2006 nochmals denkmalgerecht renoviert worden, mit vielen historisch passenden Accessoires. Wir essen frisch und zeitgerecht einen Kapitänsteller und eine Ofenkartoffel, beides sehr gut. Bestimmt 20 Interessenten werden in der Zeit abgewiesen und bekommen eine Visitenkarte,damit sie die nächsten Tage rechtzeitig reservieren, die Ferien haben begonnen. Da wundert es nicht, das die Website nicht fertig ist, die braucht man einfach nicht. Gestärkt treten wir die Busfahrt an, eine Stunde in Gegenrichtung, eine echte Busrundfahrt<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97824AL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97824AL.jpg" alt="" title="DSC97824AL" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3314" /></a> durch die ruhigeren Orte der Insel.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97830.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97830.jpg" alt="" title="DSC97830" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3315" /></a> An der Westecke, dem BfA-Reha-Zentrum, heißt die Ansage &#8220;Hotel zur Reha&#8221;. Ab Utersum ist der Bus leer, wir haben den Gelenkbus für uns und klönen mit dem Fahrer,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97835L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97835L.jpg" alt="" title="DSC97835L" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3316" /></a> an einem guten Blick hält er sogar und macht die Tür fürs Foto auf,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97832.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97832.jpg" alt="" title="DSC97832" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3317" /></a> soviel Zeit läßt ihm der Fahrplan. Insgesamt ist der hier auf Föhr dieses Jahr sehr ausgedünnt, findet auch der Fahrer, kein Vergleich mit Amrum oder Sylt. Dafür hat man hier den intensiveren Autoverkehr, was uns abschreckt, als Fußgänger oder Radfahrer fühlt man sich besonders in Wyk oder Nieblum bedrängt. Und in manchen Orten brennt im Winter kein Licht mehr, soviele Häuser sind Zweitwohnungen. Mit einem Gang durch die jetzt leere Altstadt über den Strand zum Fähranleger verabschieden wir uns von der Insel Föhr.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97845L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97845L.jpg" alt="" title="DSC97845L" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3318" /></a> Der Eindruck ist mit den ebenen grünen Feldern, Wiesen, Wald und Verkehr wie gepflegtes Norddeutschland, das Nordseeinsel-Flair vermissen wir etwas. Aber jede Insel hat ihr Publikum, hier sind es viele mit Geld, denen Sylt doch zu teuer oder zu übertrieben ist. Mit dem Leihen des Fahrrades in Nieblum und der Busrundfahrt haben wir den Tag noch optimal gerettet. Mit der letzten Fähre und dem letzten Bus in Amrum erreichen wir zufrieden in der Dämmerung bei schönem Wolkenspiel und Leuchtturmlicht unser Hotel.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/07/02/1-juli-nach-fohr-und-nieblum/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>30. Juni: Wattwanderung von Föhr</title>
		<link>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/07/02/30-juni-wattwanderung-von-fohr/</link>
		<comments>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/07/02/30-juni-wattwanderung-von-fohr/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 02 Jul 2011 08:19:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
				<category><![CDATA[eigenes Ziel]]></category>
		<category><![CDATA[Bus]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebnis]]></category>
		<category><![CDATA[Highlight]]></category>
		<category><![CDATA[Insel]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[NordKüste]]></category>
		<category><![CDATA[Nordsee]]></category>
		<category><![CDATA[Schiff]]></category>
		<category><![CDATA[Wanderung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bahn-zeit-reise.de/?p=3232</guid>
		<description><![CDATA[Amrum-Rundkurs: Südspitze mit Leuchtturm und Wittdün, Überfahrt und Rundgang in Wyk, Wattwanderung von Dunsum auf Föhr nach Norddorf auf Amrum Heute wieder normaler Rhythmus: Ich habe Vorlauf, und Marlis schläft aus. Wir fahren mit dem Bus zum Leuchtturm von 1875, &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/07/02/30-juni-wattwanderung-von-fohr/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Amrum-Rundkurs: Südspitze mit Leuchtturm und Wittdün, Überfahrt und Rundgang in Wyk, Wattwanderung von Dunsum auf Föhr nach Norddorf auf Amrum</strong></p>
<p>Heute wieder normaler Rhythmus: Ich habe Vorlauf, und Marlis schläft aus. Wir fahren mit dem Bus  zum Leuchtturm von 1875, 41 m hoch und 66 m über dem Meer, einer der ersten und größten, in den hinteren Dünen gelegen und gut besucht. Um die innere Backsteinschale, in der wohl Teile hochgezogen werden können, ringelt sicht die Treppe innerhalb der rot-weiß gestrichenen Außenschale. Unter dem mächtigen Linsenkopf – Zeitwert soll 5 Mio. Euro sein – kann man den Aussichtsrundgang machen, hier pustet es heute kräftig. Die Insel und besonders die Dünen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97556.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97556.jpg" alt="" title="DSC97556" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3355" /></a> sind gut zu übersehen, die umliegenden Inseln eher schemenhaft bei grauem Himmel. Der Eintrittskartenverkäufer verströmt rauh-herzlichen norddeutschen Humor und glaubt uns die Gästekarte, die wir vergessen haben, auch so.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97575.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97575.jpg" alt="" title="DSC97575" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3356" /></a> Über kleine Heidewege mit Blumen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97581.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97581.jpg" alt="" title="DSC97581" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3357" /></a> und Rosen und durch Kiefernwald<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97587.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97587.jpg" alt="" title="DSC97587" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3358" /></a> kommen wir an die Wattseite zum kleinen Dorf Steenodde. Entlang dem Deich laufen wir vorbei am Seezeichenhafen – hier lagern eingesammelte<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97607D.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97607D.jpg" alt="" title="DSC97607D" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3359" /></a> und renovierte, zum Auslegen bereite große Schwimmtonnen für die ganze Inselwelt. Die Hauptstraße in <strong>Wittdün</strong> mit kleiner Kirche<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97610.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97610.jpg" alt="" title="DSC97610" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3361" /></a> hat etwas größere Geschäfte als in Norddorf und teilweise malerische Backstein-Reihenbebauung und einige Reetdächer zu bieten, dafür auch mehr Bausünden. Nachdem wir alles gesehen und uns etwas gestärkt haben, melden wir uns zur Wattwandertour an, die mit der Überfahrt nach Föhr beginnt. Auf dem Wasser ist es überraschend ruhig, es lassen sich außen schön windgeschützte Plätze finden, wo ich wunderbar tippen kann. Bis zur Busabfahrt haben wir eine gute Stunde Zeit in der einzigen Stadt der Inseln, <strong>Wyk</strong>. Man merkt den Unterschied zu Amrum, wo kein Ort über 1000 Einwohner zählt: hier ist das Zentrum der beiden Inseln, eine richtige Kleinstadt mit kleiner Altstadt und sehr belebter Fußgängerzone mit vielen Läden, sehr touristisch mit Tagesgästen, aber auch putzig<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97631.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97631.jpg" alt="" title="DSC97631" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3362" /></a> mit kleinen Läden, Kneipen und viel Grün, natürlich einige Bausünden drumrum. Wir laufen kreuz<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97629ATF.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97629ATF.jpg" alt="" title="DSC97629ATF" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3363" /></a> und quer durch die kleinen Gassen und erreichen noch den von Bürgern angelegten Park an der Mühle<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97623.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97623.jpg" alt="" title="DSC97623" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3364" /></a> mit vielen Kräutern. Mit dem Bus durchqueren wir die Insel bis <strong>Dunsum</strong> auf der anderen Seite. <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97634.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97634.jpg" alt="" title="DSC97634" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3365" /></a>Dort gehen wir über den Deich bis zu einer Einstiegstreppe<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97641.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97641.jpg" alt="" title="DSC97641" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3366" /></a>. Die erscheint unnötig weit weg von Amrum, wohin die Wattwanderung gehen soll. Wie das überhaupt gehen soll, kann man sich nicht recht vorstellen, hier ist alles voll Wasser,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97645.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97645.jpg" alt="" title="DSC97645" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3367" /></a> nur weiter draußen scheint ein Sandstreifen freizuliegen. Die Tour ist ausgeklügelt; aufgrund der Strömungsverhältnisse liegen direkt vor Amrum die zwei tiefsten Priele, die wir genau bei Niedrigwasser um 20:20 queren müssen, sonst kommen wir nicht durch. Zwischen den Inseln verläuft ein flacherer Bereich, auf den wir nur an der Einstiegsstelle gut rüberkommen, da müssen wir zwei Stunden vor Niedrigwasser durch, knapp knietief. Hier gehts wirklich nur barfuß mit kurzen Hosen. Vorsichtiges Gehen ist angesagt, es spritzt und die spitzen Muscheln auf dem Grund sieht man nicht. Wir werden vor den scharfkantigen Schalen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97677.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97677.jpg" alt="" title="DSC97677" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3368" /></a> der pazifischen Auster gewarnt, die hier aufgrund des Temperaturanstiegs langsam die Nordseeauster verdrängt. Irgendwann kommen wir auf festen Sand, jetzt gibt es nur noch ausgedehnte Zonen mit Muscheln und knöcheltiefem Wasser. Überall kringeln sich die Würstchen der Sandwürmer schwarz,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97663.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97663.jpg" alt="" title="DSC97663" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3369" /></a> wie der Sand schon in geringer Tiefe. Hin und wieder gibt es eine Strandkrabbe<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97673.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97673.jpg" alt="" title="DSC97673" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3370" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97667.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97667.jpg" alt="" title="DSC97667" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3371" /></a> oder eine kleine Qualle, an manchen Stellen schauen scharfen Schalen der Austern aus dem Sand. Lange gehen wir parallel zu Föhr<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97674.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97674.jpg" alt="" title="DSC97674" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3372" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97679.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97679.jpg" alt="" title="DSC97679" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3373" /></a> und Amrum, auch die Südspitze von Sylt mit dem Leuchtturm von Hörnum ist nahe zu sehen, kaum zu glauben, dass da 30 m Amrumtief dazwischen sind. Und pünktlich kommen die Priele, es wurde nicht zuviel versprochen: Die meisten, auch der Führer, ziehen die kurzen Hosen aus, weiter gehts in Badehose. Marlis Badeanzug<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97682.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97682.jpg" alt="" title="DSC97682" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3374" /></a> wird etwas nass, ich bin groß genug, bei mir reicht das Hochrollen der Wanderhose. Am Ufer von Amrum kommt dann der erste Schlick, hier klebt alles an den Füßen, so dass wir auch den Bohlenweg durch die Heide zum Fahrweg barfuß laufen. Der kleine Inselrundfahrt-Doppelstockbus<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97689.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97689.jpg" alt="" title="DSC97689" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3375" /></a> sammelt alle aus Wittdün ein und ist dann voll, wir laufen den einen Kilometer nach Norddorf zu Fuß. Beim Schuhe-Anziehen merkt Marlis, dass sie sich zweimal ordentlich auf der Fußsohle geschnitten hat; ich weiß, dass meine Sohlen empfindlich sind und habe höllisch aufgepasst. Unsere Ankunft kollidiert mit dem inseltypischen Küchenschluss um 21 Uhr, also telefonieren wir gleich unterwegs, wer noch was macht, es gibt dann besten Flammkuchen im Bistro des Romantik-Hotels. Es hätte noch einen literarischen Abendspaziergang in den Dünen gegeben, wir sind allerdings von den zehn Wasserkilometern etwas geschafft und ziehen uns zurück.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/07/02/30-juni-wattwanderung-von-fohr/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>8. Juni: Abstieg vom Watzmann, Königssee</title>
		<link>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/06/10/8-juni-abstieg-vom-watzmann-konigssee/</link>
		<comments>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/06/10/8-juni-abstieg-vom-watzmann-konigssee/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 09 Jun 2011 22:08:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ziel Ideengeber]]></category>
		<category><![CDATA[Alpen]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Bus]]></category>
		<category><![CDATA[Highlight]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Schiff]]></category>
		<category><![CDATA[Wanderung]]></category>
		<category><![CDATA[Wetter]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bahn-zeit-reise.de/?p=2992</guid>
		<description><![CDATA[Watzmann-Abstieg mit Ende im Regen, Schifffahrt über den Königssee, Berchtesgaden-Rundgang Ich habe etwas unruhig, aber doch gut und ausreichend geschlafen, Marlis lange und wie ein Murmeltier. Der Unterziehrolli hat sich bestens zum Schlafen im kühlen Zimmer geeignet. Wir frühstücken und &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/06/10/8-juni-abstieg-vom-watzmann-konigssee/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Watzmann-Abstieg mit Ende im Regen, Schifffahrt über den Königssee, Berchtesgaden-Rundgang</strong></p>
<p>Ich habe etwas unruhig, aber doch gut und ausreichend geschlafen, Marlis lange und wie ein Murmeltier. Der Unterziehrolli hat sich bestens zum Schlafen im kühlen Zimmer geeignet. Wir frühstücken und verabschieden uns herzlich, so wird es doch halb zehn. Der höherliegende Grat<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96915.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96915.jpg" alt="" title="DSC96915" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3106" /></a> und manchmal auch die Hütte sind schon in Wolken,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96913.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96913.jpg" alt="" title="DSC96913" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3107" /></a> der Regenradar scheint uns mindestens die nächsten zwei Stunden noch Zeit zu geben. Wir staunen, dass die Knochen noch fit sind, schnell haben wir die Trittsicherheit erreicht und kommen zügig runter. Ich lasse, im Gegensatz zur Vortour, die Stöcke weg, trage dafür Knieschoner und achte darauf, nicht zu springen, sondern immer federnd und mit möglichst kleinem Gefälle die Schritte zu setzen. Gut, dass wir gestern vom Königssee aufgestiegen sind; auf diesem, dem Hauptweg zur Wimbachbrücke bekommt man vom Watzmann nur das Haus entlang des Grates<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96922.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96922.jpg" alt="" title="DSC96922" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3108" /></a> und etwas den kleinen Watzmann zu sehen, an dem eine Gruppe klettern übt.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96927AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96927AT.jpg" alt="" title="DSC96927AT" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3109" /></a> Es ist gleichmäßig trübe und kälter als gestern, das stört uns jetzt nicht, wo wir die Kleidung tragen, ist uns egal.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96929AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96929AT.jpg" alt="" title="DSC96929AT" width="187" height="280" class="alignleft size-full wp-image-3110" /></a> Auf der kleinen Mittelkaseralm kehren wir kurz ein und werden Zeuge einer echt bayrischen Unterhaltung<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96936AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96936AT.jpg" alt="" title="DSC96936AT" width="187" height="280" class="alignright size-full wp-image-3111" /></a> der drei anwesenden Einheimischen. Mitten im Wald steht eine<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96935.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96935.jpg" alt="" title="DSC96935" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3112" /></a> Umwelt-Messstation. Wir wundern uns, wer uns bei diesem trüben Wetter ohne Gipfelsicht alles entgegenkommt; sie werden oben nichts mehr sehen und außerdem nass. Sportlich, dieser Ehrgeiz! Wir werden immer schneller, nur begrenzt durch die Rücksicht auf die Gelenke, der Regenradar zeigt den näherkommenden Regen. Ab der Stubenalm erreicht er uns, wir rüsten sofort um: Wettermäntel, Rucksackhüllen und Marlis bekommt unseren Sturmregenschirm. Eine halbe Stunde brauchen wir noch bis unten, mittlerweile regnet es kräftig, meine Hose ist nass, was bei der schnelltrocknenden Wanderhose und den milden Temperaturen nicht sehr stört. Der Rest ist klamm. Marlis ist mit dem Regenschirm besser weggekommen und trocken. Unten am Parkplatz<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96942.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96942.jpg" alt="" title="DSC96942" width="187" height="280" class="alignright size-full wp-image-3113" /></a> steht ein WC mit großem Vordach, da können wir uns gut sortieren und die restlichen 20 Minuten bis zum Bus dem immer stärker werdenden Regen und den durchnässten Wanderern,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96944.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96944.jpg" alt="" title="DSC96944" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3114" /></a> die noch kommen, zusehen; wir sind zufrieden, den Regen hatten wir erwartet, er hat uns nicht voll erwischt und wir sind voll einsatzfähig, alles Mitgenommene haben wir gebraucht und trocknen es so nebenbei. Wir freuen uns über die gute Einteilung bisher und die gelungene Bergtour und unsere Kondition und Konstitution. Am Bahnhof in Berchtesgaden trinken wir einen Kaffee, und zu sehen, wie das Wetter sich entwickelt; der Regenradar verspricht das sofortige Ende des Regens und eine längere Pause. Und tatsächlich: es hört auf, die Wolken reißen auch etwas auf, schon sitzen wir im Bus an den <strong>Königssee</strong> und gleich danach auf dem Schiff. Auf dem Weg vom Parkplatz haben wir sogar noch das <strong>Kehlsteinhaus</strong> in 1830m Höhe entdeckt. Das Wetter hat sich sehr gut entwickelt: die Gipfel sind zwar nicht frei, aber öfter scheint die Sonne, die Sicht ist frisch und klar, und der See ist nicht übervölkert. Der Königssee ist was einmaliges, zumindest unter den Orten, die wir bisher gesehen haben: schmal, steile bis senkrechte hohe Felswände mit einzelnen Taleinschnitten,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96960.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96960.jpg" alt="" title="DSC96960" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3115" /></a> von denen man (wenn keine Wolken davor sind) den Watzmannkamm sehen kann, und fast 200m tief, vergleichbar höchstens mit dem Trollfjord auf den Lofoten. Am idyllischen St. Bartholomä,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96965.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96965.jpg" alt="" title="DSC96965" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3116" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96971.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96971.jpg" alt="" title="DSC96971" width="187" height="280" class="alignright size-full wp-image-3117" /></a> das nur per Schiff oder über schwierige Wandersteige zu erreichen ist, machen wir einen Zwischenstopp, schauen in das kleine Barockkirchlein hinein und gehen an die Uferpromenade, dann surren wir elektrogetrieben<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96975.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96975.jpg" alt="" title="DSC96975" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3118" /></a> weiter bis ins hintere Ende, wir steigen aber nicht aus, auch wenn die eingebettete Lage des nahen Obersees sicher interessant ist, sondern fahren zurück,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96980L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96980L.jpg" alt="" title="DSC96980L" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3122" /></a> es wird langsam wieder trüber. Wir erreichen nahtlos den Bus,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96990.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96990.jpg" alt="" title="DSC96990" width="187" height="280" class="alignleft size-full wp-image-3119" /></a> der fährt noch weiter ins Zentrum von <strong>Berchtesgaden</strong>, das am Hang oberhalb des Bahnhofs liegt. Es ist ein malerisches Alpendorf, allerdings auch ordentlich touristisch aufgemacht. An einem Feinkostladen bleiben wir hängen und kaufen ein paar kulinarische Andenken. Eine Stunde später fahren wir mit dem Bus direkt nach Bad Reichenhall in unser Hotel und stoßen auf die gelungene Tour an. Als wir gerade zum Essen aufbrechen wollen, werden wir gefragt, ob wir nicht unsere Halbpension wahrnehmen wollen: das war uns beim Verlängern nicht aufgefallen. Bei dem geringen Aufpreis sind wir natürlich dabei, futtern uns ordentlich durchs Buffett und sind so früh auf dem Zimmer und sehen, dass es wieder regnet und die Wolken tiefer<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC97021.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC97021.jpg" alt="" title="DSC97021" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3120" /></a> hängen. Wir sortieren noch unser Gepäck und schreiben etwas, dann sind wir müde.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/06/10/8-juni-abstieg-vom-watzmann-konigssee/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>7. Juni: zum Watzmann</title>
		<link>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/06/09/7-juni-zum-watzmann/</link>
		<comments>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/06/09/7-juni-zum-watzmann/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 09 Jun 2011 21:52:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ziel Ideengeber]]></category>
		<category><![CDATA[Alpen]]></category>
		<category><![CDATA[Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Begegnung]]></category>
		<category><![CDATA[Bus]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebnis]]></category>
		<category><![CDATA[Highlight]]></category>
		<category><![CDATA[Hotel]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wanderung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bahn-zeit-reise.de/?p=2990</guid>
		<description><![CDATA[Aufstieg zum Watzmann und Übernachtung im Watzmannhaus (Ziel: Lars Leichsering) Wir stehen früh auf, frühstücken, packen unsere Sachen komplett um: zwei Rucksäcke mit dem Allernötigsten für alle Fälle &#8211; schließlich wollen wir eine Nacht auf dem Watzmannhaus bleiben – und &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/06/09/7-juni-zum-watzmann/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Aufstieg zum Watzmann und Übernachtung im Watzmannhaus (Ziel: Lars Leichsering)</strong></p>
<p>Wir stehen früh auf, frühstücken, packen unsere Sachen komplett um: zwei Rucksäcke mit dem Allernötigsten für alle Fälle &#8211; schließlich wollen wir eine Nacht auf dem Watzmannhaus bleiben – und der Rest in unseren Koffern. Das ganze stellen wir in einem neuen Zimmer unter, das wir morgen abend bekommen. Früh starten wir mit der Bahn<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96788LA.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96788LA.jpg" alt="" title="DSC96788LA" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3082" /></a> nach Berchtesgaden. Die Zugbegleiterin Petra Seidel<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96789L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96789L.jpg" alt="" title="DSC96789L" width="187" height="280" class="alignright size-full wp-image-3083" /></a> kümmert sich echt um die Fahrgäste, einer alten Dame trägt sie noch den vergessenen Rucksack hinterher. Wir kommen ins Gespräch, sie erzählt von früher Bundesbahn und jetzt Privatbahn, wir vom Projekt und unseren Vorhaben, sie ist begeistert (und hat schon einen Kommentar zum 5. Juni geschrieben, also bevor wir diesen Text hochgeladen haben!). Weiter gehts mit dem Bus, so dass wir gegen halb zehn am Königssee zum Aufstieg<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96793A.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96793A.jpg" alt="" title="DSC96793A" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3084" /></a> über die Kührointalm zum Watzmannhaus aufbrechen. Über 1300 m Aufstieg liegen vor uns, etwas mehr haben wir nur einmal, vor über zehn Jahren mit Marlis&#8217; Sohn, der diesmal der Ideengeber ist, auf die Zugspitze geschafft. Eigentlich schickt uns Lars auf die Zugspitze, aber mit dem Zusatz, dass er eigentlich an den Watzmann denkt, ihn aber zu anstrengend für uns hält. Wir finden aber diesen heimlichen Wunsch interessanter. Vorgestern haben wir ja schon trainiert. Heute fühlen wir uns fit, die Sonne scheint, alle Berge sind wolkenfrei. Durch Wald geht es entlang der großen Bobbahn Königssee,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96797TA.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96797TA.jpg" alt="" title="DSC96797TA" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3085" /></a> die im Moment wegen Erweiterung Baustelle ist. Der Weg ist breit, eben und gleichmäßig steil. Wir sind so gut wie allein, der Wald schützt vor der Sonne, die Abkühlung durch den Höhengewinn gleicht die Erwärmung am Tag aus.Wir passieren die Abzweigungen zum Grünstein,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96795.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96795.jpg" alt="" title="DSC96795" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3086" /></a> dort bereiten sich Kletterer für den Einstieg vor, auch im Fels hängend entdecken wir einige. Schöne Pflanzen begleiten uns, leider ist die Sicht immer durch Bäume verdeckt. Das ändert sich erst bei Annäherung an die Kührointalm, wo der Weg zum teilweise steinigen Pfad wird. Direkt vor uns steht der kleine <strong>Watzmann</strong>,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96805.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96805.jpg" alt="" title="DSC96805" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3087" /></a> dahinter der Watzmann-Hauptkamm, grandios: grau, einzelne Schneeflecken. Bis ca. 1500 m Höhe gibt es noch Bäume, die die Sicht behindern, bis 1800 m Wiesen und niedrigere Büsche, darüber nur noch kleine Wiesenstücke mit Alpenblumen. Wir kehren in der Alm<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96813.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96813.jpg" alt="" title="DSC96813" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3088" /></a> ein. Als wir nach einer Stunde weitergehen, ist die Sonne fast ganz verschwunden. Unterhalb des Watzmannkar nähern wir uns in steinigem Auf und Ab durch grünen, lichten Wald<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96828.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96828.jpg" alt="" title="DSC96828" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3089" /></a> mit sich laufend verändernden, phantastischen Blicken auf kleinen Watzmann, den Hauptkamm, die dazwischenliegenden Watzmannkinder, ins Schapbachtal und auf das Watzmannhaus dem Falzsteig,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96843.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96843.jpg" alt="" title="DSC96843" width="187" height="280" class="alignleft size-full wp-image-3090" /></a> wo wir seilgeführt durch die Flanke des Hauptkamms auf die Falzalm<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96849.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96849.jpg" alt="" title="DSC96849" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3091" /></a> gelangen. Das ist der schwierigste, spannendste und schönste Teil, manchmal gehts fast senkrecht runter, problematisch ist es aber nicht. Toll ist, dass alle Kämme frei zu sehen sind, alle Wolken sind höher, und es gibt noch blaue Flecken und keinen nennenswerten Wind. Auf dem Hauptkamm haben wir fast immer das <strong><a href="http://www.watzmannhaus.de">Watzmannhaus</a></strong> auf seiner kleinen Spitze, den kleinen Watzmann und alle umliegenden Berge im Blick, und je höher wir kommen, auch die Berge dahinter und das bayrische Alpenvorland, dazu natürlich das über 1300 Meter tiefere Berchtesgaden. Unterwegs begegnen wir einer Biologie-Doktorandin,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96858A.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96858A.jpg" alt="" title="DSC96858A" width="187" height="280" class="alignleft size-full wp-image-3092" /></a> die Hummeln und ihr Bestäubungsverhalten in verschiedenen Höhen und über mehrere Jahre vergleicht; sie steigt täglich hier hoch und fängt sie.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96855.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96855.jpg" alt="" title="DSC96855" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3093" /></a> Das Haus in Sicht ergeben sich Mentalitätsunterschiede: während ich, beflügelt durch das Gefühl, es soweit so unerwartet reibungslos geschafft zu haben, zum Endspurt ansetze,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC97009AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC97009AT.jpg" alt="" title="DSC97009AT" width="280" height="210" class="alignleft size-full wp-image-3094" /></a> reichts Marlis, und sie ist froh, es noch zur Hütte auf 1930 m zu schaffen. Mit der Kondition haben wir beide kein Problem, und Marlis ist begeistert, dass sie einen Rucksack<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC97002A.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC97002A.jpg" alt="" title="DSC97002A" width="187" height="280" class="alignright size-full wp-image-3095" /></a> tragen konnte und so jeder seine eigene Kleidung im Griff hat. Das eröffnet uns für Mehrtagestouren ganz andere Möglichkeiten; meine Gelenke kommen nicht so schnell an die Belastungsgrenze, und für mich reicht vom Volumen her der handliche Reiserucksack. Beide Rucksäcke sind, was wir als wichtig empfinden, mit allem Tragekomfort ausgestattet: steifer, belüfteter Rücken, gute, auch oben verstellbare Tragegurte, Hüft- und Brustgurt, und eine oben nicht schlanke, gut anliegende Form. Zum Glück haben wir den großen Fotoapparat nicht mitgenommen, das Gebaumel hätte Marlis die Laune verdorben, schließlich will sie ihn ja griffbereit haben, im Rucksack nutzt er nichts. Die Vorbereitungstour vorgestern hat sich offensichtlich gelohnt, der Aufstieg ist optimal gelaufen, kein Gelenk hat sich gemeldet. Die Hütte<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96881.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96881.jpg" alt="" title="DSC96881" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3096" /></a> ist um 16 Uhr schon leer, nur einzelne Übernachtungsgäste sind da, die Einkehrer sind uns alle entgegengekommen. Wir checken ein und kaufen uns die Hüttenschlafsäcke; gestellt werden Kissen und Decken. In den Zimmern gibt es keine Heizung, wir haben ein Zimmer mit zwei Stockbetten<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96873.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96873.jpg" alt="" title="DSC96873" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3097" /></a> für uns mit einem Stuhl, Tisch und Licht. Toiletten und Kaltwasser-Waschgelegenheit gibt es nahe auf dem Flur. Alles muss mit einer Materialseilbahn von 1350m Höhe hochgeschafft werden. Wasser ist knapp, da es nur auf der Fläche gesammelt werden kann, einen Bach gibt es hier nicht. Strom kommt aus der Solaranlage mit großer Batterie, Heizung und zusätzlicher Strom kommen aus einem Rapsöl-Blockheizkraftwerk, zur Not gibt es noch einen alten Dieselgenerator. Alle Abwässer werden in der hauseigenen Kläranlage geklärt. Klar ist, dass hier jeder mit allen Resourcen sparsam umgehen muss, schließlich befinden wir uns außerdem im Kerngebiet des Nationalparks. Müll muss man selbst wieder mit runternehmen, was eigentlich bei allen Wanderungen selbstverständlich ist, man hat es ja geschafft, ihn mit Inhalt hochzubringen. Nach einer ausgiebigen Rast starten wir zum &#8220;Abendspaziergang&#8221;:<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96886.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96886.jpg" alt="" title="DSC96886" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3098" /></a> wir steigen nochmal 200m höher auf dem Weg zu den Watzmann-Spitzen bis auf den Grat; so sehen wir den kleinen Watzmann<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96877.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96877.jpg" alt="" title="DSC96877" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3099" /></a> und das Watzmannkar richtig von der Seite und nicht nur von unten. Auf diesem Weg entdecken wir neben anderen Pflanzen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96882.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96882.jpg" alt="" title="DSC96882" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3100" /></a> sogar Enzian, eingewickelt,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96888.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96888.jpg" alt="" title="DSC96888" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3101" /></a> weil keine Sonne scheint. Dann wenden wir,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96890.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96890.jpg" alt="" title="DSC96890" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3103" /></a> es fängt auch an zu tröpfeln. Dass wir nicht zu einer der Spitzen vorgedrungen sind, stört uns nicht wirklich, wir sind glücklich,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96897L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/06/DSC96897L.jpg" alt="" title="DSC96897L" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3102" /></a> richtig ins Watzmann-Massiv eingedrungen zu sein und könnten uns mit einem Tag mehr Zeit gut vorstellen, bis zum Hocheck oder gar zur Mittelspitze aufzusteigen. Den Tag vermissen wir auch nicht, die Wetteraussichten für morgen sind nicht gut, es gibt Gewittergefahr, wichtiger ist, morgen gut runterzukommen, ich verfolge laufend WetterOnline und den Regenradar, der Empfang fürs Smartphone reicht gerade so bis hier, das Netbook ist sowieso unten geblieben.<br />
Die Speisekarte enthält einfache, deftige Klassiker aus guten Zutaten, Biere, gute Weine und Schnäpse sind zu haben, und die Stube ist gut geheizt. Zum Aufladen von GPS und Handy dürfen wir die Steckdose unter der Theke benutzen.  Als einzige Gäste im Gastraum unterhalten uns noch angeregt mit den Hüttenwirtsleuten Annette und Bruno Verst, sie haben von Mai bis Oktober ein erfülltes, eigenständiges Leben hier, in der Woche ruhiger mit weniger Personal, Reparaturen und Transporten, bei gutem Wetter im Sommer und besonders an Wochenenden können alle 228 Schlafplätze belegt sein und im Gastraum mit 140 Plätzen muss man zusammenrücken. Dann sind bis zu 10 Leute im Einsatz, dazu ist die Küche bestens ausgestattet. Das Verständnis besonders der jungen Gäste für den geringeren Komfort und die weiteren Regeln in dieser Umgebung, 600 Höhenmeter entfernt von jedem Fahrweg, würde leider abnehmen. Nach fünf Monaten 7-Tage-Woche sind die restlichen Monate unten für Bürokratie, Reparaturen und Planung und auch etwas Urlaub gerade ausreichend. Um zehn schließt eigentlich die Stube, wir unterhalten uns bis halb elf, und sind gespannt, wie wir schlafen können. Marlis schläft gleich ein, ich tippe noch etwas und rechne nicht mit besonders gutem Schlaf, was mir aber egal ist, das außergewöhnliche Erlebnis des selbstorganisierten Aufstiegs und der Hütte lässt sowas in den Hintergrund treten. Es ist der Höhepunkt des Reisejahrs bisher, da sind wir uns einig.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/06/09/7-juni-zum-watzmann/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
