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	<title>Bahn Zeit Reise &#187; Fahrrad</title>
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	<description>Bahncard100-Reisen zu Orten der Erinnerung oder Sehnsucht von Ideengebern</description>
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		<title>3. Oktober: Jonastal</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 19:35:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jonastal: Landschaft und Stollenbau im Dritten Reich (Ziel von Marlis) Als wir an Marlis&#8217; Geburtstag im Februar fünf Kilometer östlich von Arnstadt in Marlishausen waren, haben wir im Bergwerk Merkers erfahren, dass es ausgerechnet hier, sechs Kilometer westlich, ein Jonastal &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/10/04/3-oktober-jonastal/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jonastal: Landschaft und Stollenbau im Dritten Reich (Ziel von Marlis)</strong></p>
<p>Als wir an Marlis&#8217; Geburtstag im Februar fünf Kilometer östlich von Arnstadt in Marlishausen waren, haben wir im Bergwerk Merkers erfahren, dass es ausgerechnet hier, sechs Kilometer westlich, ein <strong>Jonastal</strong> gibt. Spontan nehmen wir das Tal in unsere Zielliste auf, für den Sommer. Jetzt ist es dran, und wir wohnen im Süden von Arnstadt,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103165LP.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103165LP.jpg" alt="" title="DS103165LP" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4627" /></a> sozusagen mitten zwischen Vor- und Nachnamen. Das Tal wird einerseits beschrieben durch die Geografie: Einschnitt des Flüsschens Wilde Weisse in die Ohrdrufer Platte aus Muschelkalk zwischen Crawinkel und Arnstadt mit knapp 200 Meter Gefälle. Andererseits hatte es eine furchtbare Rolle im Dritten Reich: Das spärlich besiedelte Tal eignete sich mit der Schlucht in der Mitte gut für die wahnsinnigen Stollenbauwerke im zweiten Weltkrieg, wie wir schon eines in Hersbruck bei Nürnberg kennengelernt haben. Das Wetter ist wunderbar, wir leihen Fahrräder vom Hotel. In der sogar heute geöffneten Touristinfo am Markt<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103167P.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103167P.jpg" alt="" title="DS103167P" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4629" /></a> bekommen wir eine geeignete Karte, als nächstes besuchen wir den Jonastalverein, der sich mit der Bewahrung und Aufarbeitung der Geschichte des Tales befasst. Der Verein nutzt für seine dokumentarische Ausstellung zusammen mit dem Museumsbahnverein den alten Lokschuppen mit Dampfloks am Nordrand der Stadt, zu Fuß wäre das ein sehr großer Umweg gewesen. Im Keller läuft ein erschütternder 30-Minuten-Film mit umfangreichem Originalmaterial aus der Zeit von November 1944, als die Stollenbauarbeiten begannen, bis April 1945, der Räumung, sowie den ersten Nachkriegsjahren. Um den Truppenübungsplatz herum gab es schon immer Kasernen und Munitionsfabriken – Arbeitsplätze für die Bevölkerung -, besonders um Ohrdruf und Crawinkel; vom dortigen Bahnhof wurden Gleisanschlüsse gelegt. Hier an diesem zentralen, abgelegenen Ort wollte Hitler sein letztes Führerhauptquartier anlegen. Das KZ Buchenwald wurde um das Außenlager S III erweitert, viele Zwangsarbeiter wurden hier eingesetzt, mussten im Winter bei Schnee in Zelten oder Baracken ohne Heizung und ausreichendes Essen leben und mit Feldbahnloren oder zu Fuß in die Schächte einrücken, bei jedem Einsatz blieben Tote aus Erschöpfung und damit zusammenhängenden Misshandlungen zurück. Viele, die das überlebt haben, sind dann während der Räumung beim Marsch nach Buchenwald umgekommen, am Ende waren es etwa 5000. Es ist uns nach wie vor unvorstellbar, wie Menschen so mit anderen Menschen umgehen können oder sie einfach als minderwertig erklären und daraus die Rechtfertigung für solche Behandlung ziehen können. Umso wichtiger ist es, dass ein Verein dafür sorgt, dass diese Taten nicht vergessen werden. Wir sehen einige Pläne der Bahnen und Stollenanlagen und ein großes Modell, dann machen wir uns auf den Weg<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103175AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103175AT.jpg" alt="" title="DS103175AT" width="280" height="74" class="alignleft size-full wp-image-4630" /></a> um Arnstadt herum ins Tal.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103177.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103177.jpg" alt="" title="DS103177" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4631" /></a> Die Wilde Weisse ist ein kleines, ausgetrocknetes Bachtal, das nur bei Hochwasser Wasser führt, kleine alte Betonbrücken verengen die Durchfahrt auf zwei Meter. Auf der Straße ist etwas Verkehr,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103183.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103183.jpg" alt="" title="DS103183" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4632" /></a> in Grüppchen kommen Autos, Fahrräder und Motorräder; viele MZ und noch ältere Modelle, sogar eine NSU von 1928, sind unterwegs, das liegt wohl am Feiertag und speziellen Veranstaltungen. Die Streckenführung macht ihrem Namen Jonastal alle Ehre, sie ist optimal, heute auch beim Wetter, an Marlis angepasst. Auf den 15 km nach <strong>Crawinkel</strong> steigt die Straße ganz gleichmäßig und windgeschützt mit durchschnittlich 1,5% an, gut befahrbar, der Lohn kommt netterweise auf der Rückfahrt. Das Tal ist leicht bewaldet, zwischendurch Wiesen, Felder, Apfelbäume, vieles schon herbstlich gefärbt und sonnenbeschienen. Die Hänge kommen näher und werden höher, der Muschelkalk<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103192.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103192.jpg" alt="" title="DS103192" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4633" /></a> schaut in größer werdenden Flächen heraus. Wir passieren das Denkmal zu den Ereignissen, auf dem Nebenhang durch die Dörfer Espenfeld und Gossel läuft der Bach-Radweg. Dann kommen die steilsten und höchsten Hänge,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103200.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103200.jpg" alt="" title="DS103200" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4634" /></a> obendrauf noch heute Militärgelände. Hier wurden etwa 25 Stollen in den Berg getrieben; Eingänge sind kaum mehr zu erkennen;<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103212.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103212.jpg" alt="" title="DS103212" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4636" /></a> über die eingeschnittene Kante<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103204.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103204.jpg" alt="" title="DS103204" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4635" /></a> ist in den Jahrzehnten einiges Geröll gerutscht, nur in einzelnen Fällen ist noch der obere, verschlossene Rest einsehbar. Das Plateau, auf dem die Feldbahnen gefahren sind, kann man sich noch vorstellen, das Betonfundament der Kompressorstation<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103196.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103196.jpg" alt="" title="DS103196" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4637" /></a> und Reste von Kies-Verladeeinrichtungen sind zu sehen. Vieles werden die Nazis beim Rückzug selbst zerstört haben, deswegen ist der Verfall weit forgeschritten. Der Jonastalverein hat einen Rundweg angelegt, auf dem mit Tafeln geschichtsträchtige Punkte mit historischen Fotos erläutert werden. Betroffen verlassen wir diesen Teil und wenden uns der Landschaft zu;<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103206.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103206.jpg" alt="" title="DS103206" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4638" /></a> das Tal erweitert sich wieder und steigt an,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103215.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103215.jpg" alt="" title="DS103215" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4639" /></a> bis kurz vor Crawinkel das Plateau erreicht ist. In dem kleinen, ruhigen, nicht touristischen Ort mit dörflichem Charakter ziehen wir über den Marktplatz, finden die Gemeindeschenke allerdings nicht einladend, das zweite Lokal ist zu, im dritten<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103232.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103232.jpg" alt="" title="DS103232" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4640" /></a> werden wir freundlichst bedient und bekommen was zu trinken, das wir auf der sonnigen Bank auf dem gegenüberliegenden Platz zu uns nehmen. Dann machen wir uns auf den Rückweg,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103236.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103236.jpg" alt="" title="DS103236" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4641" /></a> Marlis lässts gemächlich rollen, Treten ist in der Richtung fast überflüssig, ich nehme einen Abstecher über den hier beginnenden Kamm mit Blick über das Plateau bis zum Thüringer Wald und durch das nächste Dorf Gossel, da kann ich mich auf einigen Hügeln und einer Kopfsteinabfahrt austoben. Wir treffen uns an der Straße<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103242.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103242.jpg" alt="" title="DS103242" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4642" /></a> und rollen gemütlich<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103249.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103249.jpg" alt="" title="DS103249" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4643" /></a> mit den letzten Sonnenstrahlen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103253AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103253AT.jpg" alt="" title="DS103253AT" width="280" height="117" class="alignleft size-full wp-image-4644" /></a> nach Arnstadt, dabei machen wir unser Foto mit den Fahrrädern und dem Jonastal-Straßenschild. Bei der Durchfahrt durch das Zentrum schauen wir nach geeigneten Abendlokalen; da wir nichts berauschendes finden, kehren wir wieder in der Brauerei ein, die heutige Bockbier-Anstichkarte bietet neue Abwechslung. So bleibt noch etwas Zeit zum Texten und Bearbeiten von Fotos. </p>
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		<title>25. September: Spreewald</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Sep 2011 21:41:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lübbenau: Lehde-Fest, Radtour über Leide und Wotschofska Was machen wir heute, wie entdecken wir den Spreewald? Kahnfahren, Paddelboot, Radfahren, Wandern? Kahnfahren ist eine Massenveranstaltung für Fußkranke, mit Kneipentisch auf dem Boot, direkt aus Auto oder Bus in den Kahn; natürlich &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/09/25/25-september-spreewald/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Lübbenau: Lehde-Fest, Radtour über Leide und Wotschofska</strong></p>
<p>Was machen wir heute, wie entdecken wir den <strong>Spreewald</strong>? Kahnfahren, Paddelboot, Radfahren, Wandern? Kahnfahren ist eine Massenveranstaltung für Fußkranke, mit Kneipentisch auf dem Boot,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102750L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102750L.jpg" alt="" title="DS102750L" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4543" /></a> direkt aus Auto oder Bus in den Kahn; natürlich der weitaus größte Anteil des Tourismus. Paddeln<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102756.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102756.jpg" alt="" title="DS102756" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4544" /></a> habe ich seltenst probiert und nie gekonnt, nicht gerade die Beschäftigung für einen Tag. Fürs Wandern gibts zu wenig Wege wegen der vielen Flussläufe und Kanäle. Da bleibt nur das Fahrrad übrig. Ich telefoniere herum, Tandems gibt es nicht oder sie sind schon eingemottet. Wir drehen erstmal eine Fußrunde durch die Nebenstraßen und die Altstadt, eigentlich nur eine Straße mit ein paar Stichgassen. Insgesamt recht lauschig, kleine Häuschen, und irgendwelche Kahnhäfen gibts am Ende jeder Gasse. Das schöne Schloss mit zwei Türmchen und Orangerie ist heute Hotel. Der &#8220;große&#8221; Hafen ist recht trubelig, eine Reihe von Touristen- und Souvenirshops links und rechts, fast wie in Titisee. Zig Kähne werden beladen,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102762.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102762.jpg" alt="" title="DS102762" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4545" /></a> kein Wunder: Das Vorzeige-Museumsdorf des Spreewaldes, Lehde in zwei Kilometern Entfernung mit 150 Einwohnern und einem Freilicht-Museum, feiert das 20. Lehde-Fest mit Unterstützung aller umliegenden Dörfer, Bestandteil ist ein Kahn-Korso. Lübbenau ist ziemlich verstopft, die Kahnfahrer lenken die Autos auf die Parkplätze ihrer Häfen. Mir geht der Trubel auf den Geist, den hatte ich nicht erwartet. Zm Glück sind die Fahrräder, die unser Hotel verleiht, gut, wir machen uns durch den Campingplatz auf zum Fest; wenn wir schon genau jetzt da sind, müssen wir uns das ansehen. Überall parken Autos, ab dem Campingplatz ist die einzige kleine Straße dorthin gesperrt, ab jetzt parken nur noch Fahrräder. Die Wege werden schmaler, es gibt nur noch Stop and Go, bald parken auch wir. Auf dem Weg gibt es Festbier,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102769.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102769.jpg" alt="" title="DS102769" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4546" /></a> Bratwürste und natürlich Gurken. Die Senfgurkenstücke sind übrigens wirklich lecker, die gabs schon zum Frühstück. Hinter den vollen Treppen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102774.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102774.jpg" alt="" title="DS102774" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4547" /></a> der Brücken zum Freilicht-Museum finden wir einen noch guten Platz und erwarten den Korso. Es kommen dann,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102791.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102791.jpg" alt="" title="DS102791" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4548" /></a> wie ein Faschingsumzug auf dem Wasser, wirklich originelle Kähne: auf einem Gasherd werden Plinsen gebacken und in die Menge geworfen, die Feuerwehr hat ihre handbetriebenen Spritzen aufgeladen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102802.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102802.jpg" alt="" title="DS102802" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4549" /></a> und bespritzt die Menge, Kühe und Traktoren<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102811.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102811.jpg" alt="" title="DS102811" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4550" /></a> werden auf Doppelkähnen transportiert, auch die Fischer sind beteiligt. Eine wirklich originelle Veranstaltung, die mich langsam mit dem Massenauftrieb versöhnt. Irgendwann reichts uns dann doch, das soll nicht unser einziger Eindruck des Spreewaldes bleiben. Hintenrum fahren wir um den Ort,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102828.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102828.jpg" alt="" title="DS102828" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4551" /></a> mittendurch gehts bei dem Trubel nicht. Wir fahren die Birkenallee nach Leipe, einen sehr schönen,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102834.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102834.jpg" alt="" title="DS102834" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4552" /></a> schmalen Wander- und Radweg zwischen zwei schmalen Kanälchen unber viele kleine Brücken. In der Umgebung von Lehde ist sehr viel Betrieb, wir können nicht einfach anhalten. Überall blinzelt die Sonne durch die niedrigen Bäume, die Landschaft<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102837.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102837.jpg" alt="" title="DS102837" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4553" /></a> ist sumpfig und urwaldartig, am ehesten noch mit einer Auenlandschaft am Rhein vergleichbar. Kurz vor Leipe<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102849.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102849.jpg" alt="" title="DS102849" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4554" /></a> treffen wir die erste Kanalschleuse mit Selbstbedienung, Höhenunterschied unter einem Meter, Kapazität zwei Kähne oder neun Paddelboote. Das Schleusen dauert keine fünf Minuten, wenn denn die Paddelboote die Einfahrt einigermaßen treffen, später<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102853.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102853.jpg" alt="" title="DS102853" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4555" /></a> sehen wir noch zwei andere Konstruktionen. Nach dem Ort wenden wir, es wird ruhig, die Landschaft ändert sich. Sumpfige Wiesenflächen sind von baumgesäumten Kanälen durchzogen, öfter durchfahren wir Waldgebiete, alles auf festen, aber sehr rappeligen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102858L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102858L.jpg" alt="" title="DS102858L" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4556" /></a> Wegen aus querliegenden Betonplatten aus DDR-Zeiten. Das begrenzt die Geschwindigkeit, damit auch die Anstrengung und macht den Weg passend beschaulich.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102861.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102861.jpg" alt="" title="DS102861" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4557" /></a> Gegen halb sechs erreichen wir das 1894 von der Stadt Lübbenau gebaute legendäre Waldgasthaus Wotschofska,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102867.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102867.jpg" alt="" title="DS102867" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-4558" /></a> erreichbar über den Wasserweg<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102868.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102868.jpg" alt="" title="DS102868" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4559" /></a> und seit 1911 auch per Wanderweg, unter Denkmalschutz. Der Biergarten hat bestimmt 300 Plätze mit beschrifteten Bereichen für die Kahnfährleute; als wir ankommen, ist alles leer, wir hören von innen &#8220;wir können schließen, in der nächsten halben Stunde kommt bestimmt keiner mehr&#8221;, wir widersprechen sofort und bekommen gern was zu trinken. Es ist ein besonderer Ort, und wir erleben etwas neues: um uns herum fällt unregelmäßig was runter, irgendwann merken wir, das sind reife Eicheln. Der ganze Boden besteht aus unauffällig zwischen die Steine gemischten Eicheln. Und, was uns noch mehr verblüfft: unter den Eichen gibt es Eichbaum-Bier – aus Mannheim! Der Rückweg geht auf dem alten Wanderweg,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102872.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102872.jpg" alt="" title="DS102872" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4560" /></a> der im Sumpf etwa einen halben Meter aufgeschüttet ist, sonst würden wir versaufen. Mittlerweile hat sich eine wunderbare enge Allee aus Birken und anderen Bäumen gebildet. Unterwegs gibt es zwei Meter hohe Treppenbrücken,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102871.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102871.jpg" alt="" title="DS102871" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4561" /></a> über die wir die Fahrräder schieben müssen, ein landschaftlich gelungener Abschluss der Rundfahrt. Wir finden ein direkt nach der Wende von Ortsansässigen aufgebautes Restaurant, einrichtungsmäßig mit einem deutlichen Hauch DDR-Charme, jedoch besten lokalen Gerichten: Quark mit Kartoffeln und Leinöl, Hechtkotelett mit Gurkensalat, Spreewaldsoße und Kartoffeln. Alles köstlich, mit besten Zutaten. Mit Licht fahren wir den letzten Kilometer zum Hotel zurück, die Spreewald-Entdeckung ist gelungen und zum Erlebnis geworden, trotz meiner anfänglich schlechten Laune ob des touristischen Tubels hier, jetzt ist noch Zeit zum Blog-Schreiben bei sonntäglichem Fernsehgenuss.</p>
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		<title>23. September: Oderbruch</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Sep 2011 08:09:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Oderbruch: Radtour durch das Oderbruch mit Polenmarkt und Dörfern. Bad Freienwalde: Rundgang durch Schlosspark, Kurviertel und Sprungschanzen Morgens bekomme ich heraus, wie das Wlan-Profil manuell einstellbar ist, das interessiert auch den Hotelier. Es nutzt mir im Zimmer allerdings nichts, der &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/09/25/23-september-oderbruch/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Oderbruch: Radtour durch das Oderbruch mit Polenmarkt und Dörfern.<br />
Bad Freienwalde: Rundgang durch Schlosspark, Kurviertel und Sprungschanzen</strong></p>
<p>Morgens bekomme ich heraus, wie das Wlan-Profil manuell einstellbar ist, das interessiert auch den Hotelier. Es nutzt mir im Zimmer allerdings nichts, der Empfang ist zu schlecht. Wir haben Fahrräder vom Hotel, zunächst passt es Marlis nicht, da ohne Rücktritt, aber sie laufen leicht und sie gewöhnt sich dran. Auf Nebenwegen entlang der Hauptstraße nach Polen fahren wir mit Rückenwind am Nordhang, der das Oderbruch begrenzt, über Schiffsmühle und Altenglietzen durch ruhige und recht ursprüngliche, verschlafene Dörfer entlang der Alten<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102506TL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102506TL.jpg" alt="" title="DS102506TL" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4470" /></a> und Stillen Oder nach Hohenwutzen. Dort führt die Brücke<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102520.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102520.jpg" alt="" title="DS102520" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4471" /></a> zu unserem zweiten Abstecher nach <strong>Polen</strong>: vorbei an Komplexen von verlassenen Grenzkontrollgebäuden nähern wir uns einer Kulisse von nicht mehr<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102519AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102519AT.jpg" alt="" title="DS102519AT" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4472" /></a> genutzten Industrieanlagen, die den Rahmen für einen umfänglichen Polenmarkt bilden.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102522.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102522.jpg" alt="" title="DS102522" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4473" /></a> Hier gibts fast alles, von Zigaretten über Baumarktartikel,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102528.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102528.jpg" alt="" title="DS102528" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4474" /></a> Klamotten und Gartenkitsch, Gemüse und Raubkopien. Vielleicht ein Drittel billiger als bei uns, ob das das Qualitätsrisiko aufwiegt? Nur der Sprit ist eindeutig 40 Cent billiger, die Reservekanister gibts auch in Massen, schließlich kann man sonst mit einem Tank nur 20 € sparen, weiter als 20 km sollte man dafür nicht fahren, von der Zeit abgesehen. Der bizarre Eindruck reicht uns bald, viel los ist hier auch nicht. Wahrscheinlich lief das früher besser, allerdings dürfte die sowieso strukturschwache grenznahe deutsche Region mit den Märkten ihre Probleme haben. Wir rauschen bei Rückenwind am deutschen Oderufer<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102545AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102545AT.jpg" alt="" title="DS102545AT" width="280" height="113" class="alignright size-full wp-image-4477" /></a> meist auf dem Deich<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102539.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102539.jpg" alt="" title="DS102539" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4475" /></a> Richtung Zollhaus. Die Landschaft links ist von der grün gesäumten Oder und den Hügeln am polnischen Ufer bestimmt, rechts im Bruch ist sie von Landwirtschaft<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102544.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102544.jpg" alt="" title="DS102544" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4478" /></a> geprägt und gegliedert von schönen Alleen,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102547.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102547.jpg" alt="" title="DS102547" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4479" /></a> kleinen Dörfern und Flussläufen. Entstanden ist das durch die Begradigung und Umlegung der Oder von der westlichen auf die östliche Seite des Urstromtales und Durchbruch bei Hohenwutzen unter dem alten Fritz ab 1747; mit der folgenden Eindeichung wurde das Tal trockengelegt, die ersten Kolonistendörfer stammen von 1753. Durchzogen wird der ganze Bruch von der mäandernden Alten Oder und vielen toten Seitenarmen. Wir überqueren die alte Eisenbahnbrücke nach Polen; die Strecke ab Wrietzen ist nach dem Krieg abgebaut worden, heute wird die Trasse als Radweg genutzt, die Brücke ist gesperrt und wurde bisher nur bei grenzübergreifenden Marathonläufen wieder genutzt. Wir erreichen Zollbrücke,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102554.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102554.jpg" alt="" title="DS102554" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4480" /></a> bestehend aus einigen Häusern, einem Deichdurchlass, einem Ausflugs-Gasthaus mit Fremdenzimmern, hier sammeln sich die Radfahrer und Autoausflügler. Wir essen Kleinigkeiten, leider sind alle Bedienungen eher unfreundlich. Auf der anderen Straßenseite ist ein neuer Komplex, das Dammhaus, mit Kunst und Gastronomie, sieht anspruchsvoll aus, ist aber geschlossen. Auf dem Weg ins Bruch liegt das Theater am Rand,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102566.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102566.jpg" alt="" title="DS102566" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4481" /></a> ein in der Gegend mittlerweile recht bekanntes Theaterprojekt mit einem alten Fachwerkhaus als Eingang und Zelten und einer einfachen gezimmerten Freilichtbühne im Garten. Wir fahren weiter nach Neulietzegöricke, einem der ersten Dörfer im Oderbruch, man erkennt oft noch den ersten Haustyp<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102574.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102574.jpg" alt="" title="DS102574" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4482" /></a> in unterschiedlichem weiteren Ausbau<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102572.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102572.jpg" alt="" title="DS102572" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4483" /></a> und mit Hofgebäuden,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102571.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102571.jpg" alt="" title="DS102571" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4484" /></a> man arbeitete wohl auf staatlichen Domänen. Über kleine ruhige Wege, jetzt mit etwas Gegenwind, der Marlis zu schaffen macht, passieren wir Altreetz und kommen nach Altranft, alles sehr verschlafene Orte. Unterwegs fahren wir an Rübenhaufen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102588.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102588.jpg" alt="" title="DS102588" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4485" /></a> vorbei und werden mit der aktuellen Landwirtschaft<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102592.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102592.jpg" alt="" title="DS102592" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4486" /></a> konfrontiert, offensichtlich ist Maisernte. Die Felder werden komplett maschinell abgeerntet und die ganzen Pflanzen gehäckselt, dauernd begegnen wir den Riesenschleppern<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102594.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102594.jpg" alt="" title="DS102594" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4487" /></a> mit großen Anhängern, die die Schnitzel abtransportieren. Die rasen dermaßen über die schmalen Wege,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102596.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102596.jpg" alt="" title="DS102596" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4488" /></a> manchmal mit Kopfsteinpflaster, dass wir öfter anhalten und uns vorsichtshalber in die Wiese verdrücken.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102608.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102608.jpg" alt="" title="DS102608" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4489" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102612.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102612.jpg" alt="" title="DS102612" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4490" /></a> In Altranft ist ein kleines Schlösschen mit Freilichtmuseum, das sehen wir um die Uhrzeit nur am Rande. Der Radweg an der Straße nach Bad Freienwalde fährt sich trotz welligem Gelände am Bruchrand flott. Im Ort angekommen, entscheiden wir uns, das Besichtigungsprogramm hier zu Fuß zu machen, unten am Schlosspark stellen wir die Räder ab. Am Hang im schönen Park liegt das kleine, 1798 errichtete Schloss mit Teehaus, dessen Park von Lenné gestaltet ist und das bis zu seinem Tod Walter Rathenau gehörte. Durch steile Straßen mit schönen, leider verfallenden Villen und Treppenabstieg durch Wald erreichen wir das in einem Taleinschnitt abseits liegende <strong>Kurviertel</strong>, der gepflegte Kurpark mit Teich bildet die Verbindung zum Ortsrand, imposant sind die sich an den Parkseiten gegenüberstehenden alten, sanierten Gebäude des Kurmittelhauses<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102619.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102619.jpg" alt="" title="DS102619" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4491" /></a> und des Kurhauses<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102618.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102618.jpg" alt="" title="DS102618" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4492" /></a> mit Wandelhalle, dahinter liegt, von bewaldeten Bergen mit altem Aussichtsturm eingeschlossen, die moderne Kurklinik. Hier geht es hauptsächlich um orthopädische Probleme, die Beweglichkeit ist oft eingeschränkt, mit der Stadt selbst hat das Kurviertel also wenig zu tun. Über den Turmrundweg – hier kann man ein Turmdiplom erwandern – durch Wald und über Treppen erreichen wir die Sportstadien und die <strong>Sprungschanzen</strong>. Es ist erstaunlich, dass sich an so einem niedrig gelegenen Ort eine solche Wintersport-Tradition gehalten hat. Das liegt wohl am kontinentalen Klima und der geschickten Hanglage. Die vier Schanzen bieten alles von ganz klein bis groß;<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102621L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102621L.jpg" alt="" title="DS102621L" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4493" /></a> die Landehänge sind mit grünen Matten belegt, die Auslaufzonen mit Rasen bewachsen. Die Geräte im Auslaufbereich scheinen Schneekanonen zu sein. Wir können uns nicht ganz vorstellen, das man ohne weitere Präparation im Sommer darauf springen kann. Das bekommen wir sicher noch raus; groß steht hier die Anschrift des Wintersportvereins – unser Hotel. Die direkte Straße von hier führt seitlich auf den Kurpark am Kurmittelhaus; die verfallenden Villen und Häuser, oft als Pensionen gekennzeichnet, verweisen auf bessere Zeiten. Die direkte, leicht abfallende Straße vom Kurpark in den Ort scheint dagegen eine der attraktivsten Wohngegenden zu sein; hier sind die Häuser und Villen, oft in schöner Hanglage, fast alle in gutem Zustand. Wir kommen in der Dämmerung an unsere Fahrräder und fahren mit Licht zum Hotel und beenden damit unsere bisher längste Fahrradtour. Wir kaufen im Kaufland gegenüber unseren Getränkebedarf und gehen ins Restaurant der Hotelchefin daneben, einen runden wintergartenartigen Nachwendebau mit vielen Plätzen, heute, im Gegensatz zu gestern, leer. Die  Gerichte sind zwar einfach, aber phantasievoll zusammengestellt, wir sind zufrieden. Einmalig ist, dass wir bei einer so niedrigen Rechnung sowohl einen Gruß aus der Küche als auch einen Schnaps aufs Haus bekommen. </p>
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		<title>19. September: Klein-Zastrow, Greifswald, nach Sassnitz</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Sep 2011 07:32:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Greifswald: Rundfahrt. Fahrradtour nach Klein-Zastrow (Ziel: Brigitte Adler). Weiterfahrt nach Sassnitz mit Rundgang Mit Blick auf den alten Hafen an der Ryck mit Holzbooten wachen wir auf, passend zu den heutigen Vorhaben mit fast blauem Himmel. Im Wintergarten des gut &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/09/21/19-september-klein-zastrow-greifswald-nach-sassnitz/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Greifswald: Rundfahrt. Fahrradtour nach Klein-Zastrow (Ziel: Brigitte Adler). Weiterfahrt nach Sassnitz mit Rundgang</strong></p>
<p>Mit Blick auf den alten Hafen an der Ryck mit Holzbooten<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102048.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102048.jpg" alt="" title="DS102048" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4360" /></a> wachen wir auf, passend zu den heutigen Vorhaben mit fast blauem Himmel. Im Wintergarten des gut renovierten Speicherhauses frühstücken wir bestens mit übersichtlichem, aber genau richtig bestücktem Buffet und netter Bedienung, so dass wir den Ort zum Veröffentlichen der taz-Texte nutzen. Wir laufen mit unserem Gepäck am Hafen entlang, die kleine Drehbrücke<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102054.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102054.jpg" alt="" title="DS102054" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4361" /></a> führt uns sogar ihre Funktion vor, als wir in den Stadtkern abbiegen. Das Ortsbild ist gemischt aus meist renovierter Altbausubstanz, oft sogar schöne Backsteingotik, und einigermaßen angepasster DDR-Plattenbauarchitektur<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102050.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102050.jpg" alt="" title="DS102050" width="186" height="280" class="alignleft size-full wp-image-4362" /></a> mit norddeutscher Backsteindekoration, die wir schon in Rostock und Wismar gesehen haben. Einmalig ist der große quadratische Marktplatz der Hansestadt,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102059P.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102059P.jpg" alt="" title="DS102059P" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4363" /></a> eingerahmt von sehenswerten, gut zusammenpassenden Gebäuden aus verschiedenen Epochen. Wir sehen uns in der Touristinfo einen großen Bildstadtplan auf Tonfliesen an,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102062T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102062T.jpg" alt="" title="DS102062T" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4365" /></a> an dem die Künstlerin Mechthilde Homberg mitgewirkt hat, die wir später besuchen werden. Im Foyer des tiefrot gestrichenen Rathauses hängen zwei Bilder ihres Mannes Konrad.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102069.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102069.jpg" alt="" title="DS102069" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4366" /></a> Nach Überquerung des Walls mit Resten der Stadtbefestigung erreichen wir Zweirad-Krüger, einen großen aufgeräumten Fahrradladen, der für uns Leihräder reserviert hat und solange unser Gepäck nimmt. Man merkt, hier sind Profis am Werk, die Räder sind gut und mustergültig in Schuss, beste Bremsen und Gangschaltung, aufgepumpt, leichtgängig. So schweben wir, soweit es die leicht wellige,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102072.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102072.jpg" alt="" title="DS102072" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4367" /></a> etwas ansteigende Landschaft und der leichte Gegenwind zulassen, gen Südwesten vorbei an der Baustelle von Schröder&#8217;s Ostsee-Pipeline<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102076AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102076AT.jpg" alt="" title="DS102076AT" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4368" /></a> nach <strong>Klein-Zastrow</strong>,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102080AL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102080AL.jpg" alt="" title="DS102080AL" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4369" /></a> einem 50-Häuser-Dorf. Dorthin schickt uns Brigitte Adler. Sie war mit Mechthilde Homberg in Heidelberg-Wieblingen in der Schule. Nach etwa einer Stunde Fahrt sind wir da, die Handy-Karte kennt sogar die Hausnummern im Dorf, so dass wir ohne Rückfrage hinfinden. Mechthilde und ihr Lebensgefährte Hans-Joachim begrüßen uns herzlich, als wir in den großen Garten<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102083.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102083.jpg" alt="" title="DS102083" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4370" /></a> einbiegen, dazu einige der acht schlanken Katzen,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102106.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102106.jpg" alt="" title="DS102106" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4371" /></a> die immer draußen oder im Schuppen leben. Das Haus bewohnt sie seit 1973, damals war sie mit ihrem Mann auf der Suche nach einem Atelier, in Greifswald war es zu klein. Sie hatten ein Anrecht auf eine Wohnung in Greifswald, das konnten sie tauschen gegen das Anwesen, deren Bewohner aus Altersgründen in die Stadt wollten. So haben sie ein kleines Gehöft<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102084.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102084.jpg" alt="" title="DS102084" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4372" /></a> aus den 30er Jahren mit etwa 5000 qm Garten bezogen, das sie damals, soweit es ging, modernisiert haben; jetzt wird allerdings nichts mehr geändert, das bleibt für die Erbengemeinschaft, sie hat noch das Wohnrecht. Ihr Mann war Kunstprofessor in Greifswald, musste in die Partei und ist 1975 mit 50 Jahren gestorben, die Hintergründe sind unklar; massiver parteiinterner Stress könnte vorangegangen sein. Sie würde gern noch in die Stasi-Unterlagen Einsicht nehmen. Sie selbst ist 1951 aus Heidelberg nach Greifswald gekommen, nachdem ihre Mutter als Kinderärztin schon 1946 hierher gekommen war und 1977 mit 63 Jahren gestorben ist. Sie selbst hat als Kunsterzieherin gearbeitet und war und ist künstlerisch tätig, ihr Schwerpunkt liegt auf Zeichnungen, das Skizzenbuch ist immer dabei. 1976 bekam sie als Künstlerin eine Reisegenehmigung in den Westen, und zufällig fand damals ein Treffen der Wieblinger Schule statt, an dem sie teilnehmen konnte. Das hat den Kontakt mit Frau Adler wiederhergestellt und zu weiteren Freundschaften geführt, die nach der Wende intensiviert werden konnten.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102117.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102117.jpg" alt="" title="DS102117" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4373" /></a> Wir sehen uns einige Kunstwerke, Zeichnungsmappen und Kalender an, alle Achtung, auch die Werke ihres Lebenspartners.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102115.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102115.jpg" alt="" title="DS102115" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4374" /></a> Ihr Sohn, der gerade auf den Bayreuther Festspielen Technik und Bühnenaufbau organisiert hat, kommt, und unerwartet auch ihre Tochter mit ihrem Mann, die gerade eine Skulptur aufgestellt haben und Polstermaterial zurückbringen. So gibt es eine große Runde im Garten<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102108DALB.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102108DALB.jpg" alt="" title="DS102108DALB" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4375" /></a> mit kurzem, intensiven Erzählen, alle werden mit frisch gebackenem Brot, selbst angemachtem Käse und Tee<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102101.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102101.jpg" alt="" title="DS102101" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-4376" /></a> bewirtet, ich bekomme dazu Pommerschen Schichtkohl &#8211; Weißkohl gekocht mit angebratenen kleinen Hackfleischkugeln -, gut abgeschmeckt, echte Hausmannskost der Region, sehr lecker, im Restaurant nicht zu bekommen. Hier im Garten haben sie immer viel angebaut, das hat die Versorgung auch in schlechten Künstlerzeiten bestens gesichert. Heute gibt es noch Obst in Mengen, wir sehen volle Birn- ind Pfirsichbäume. Sie fühlen sich hier wohl und werden so lange wie möglich bleiben. Nach zweieinhalb Stunden verabschieden wir uns mit Mühe von diesem munteren Besuch, wir wollen ja noch nach <strong>Sassnitz</strong>. Auf der Rückfahrt herrscht etwas Rückenwind, Relikte aus DDR-Zeiten<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102133.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102133.jpg" alt="" title="DS102133" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4378" /></a> und die Kirche in Dersekow<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102136.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102136.jpg" alt="" title="DS102136" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4379" /></a> begleiten uns auf dem Weg, wir sind 15 Minuten schneller und können eine Runde durch Greifswald drehen, mit Blick auf die Kirchen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102141PT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102141PT.jpg" alt="" title="DS102141PT" width="186" height="280" class="alignleft size-full wp-image-4380" /></a> und in den Dom, das Uni-Hauptgebäude und die alte Bibliothek &#8211; die Uni wurde 1456 gegründet und ist eine der ältesten der Welt –, nochmals bei anderem Licht<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102146TPA.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102146TPA.jpg" alt="" title="DS102146TPA" width="280" height="133" class="alignright size-full wp-image-4381" /></a> auf den Markt und weitere Straßen.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102145PL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102145PL.jpg" alt="" title="DS102145PL" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4382" /></a> Wir tauschen planmäßig Fahrräder gegen Gepäck und haben im Bahnhof noch Zeit zum Einkaufen, bevor der Zug nach Stralsund<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102152AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102152AT.jpg" alt="" title="DS102152AT" width="280" height="93" class="alignleft size-full wp-image-4383" /></a> fährt, wo wir längst den Bioladen am Bahnhof kennen, dort gibt es ausgefallenere Getränke und Kuchen. Weiter<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102162DT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102162DT.jpg" alt="" title="DS102162DT" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4384" /></a> gehts nach Sassnitz, in der Dämmerung ziehen wir durch die Hauptstraße zum Hotel. Der Ort liegt erhöht, der Kreidefelsen von Jasmund erhebt sich ab hier langsam, wir blicken öfter hinunter auf die Ostsee. Die Bebauung ist locker und sehr durchwachsen; neben dem schönen Kurhotel ragt ein Hotel-Plattenbau<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102164TP.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102164TP.jpg" alt="" title="DS102164TP" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4385" /></a> empor, zwischendurch verfallen DDR-Relikte, dazwischen zweigt neugebaut die Ladenzeile der Rügen-Galerie ab. Kurz vor unserem Hotel steigt die Straße zum Königsstuhl den Berg hoch, daneben die kleine evangelische Backsteinkirche. Die Hauptstraße vor dem Hotel ist matschige Baustelle mit Ampelregelung, hier wird alles neu verlegt und die Straße neu gestaltet, was auch für andere Stellen in der Stadt gilt. Die Rezeption hat schon zu, leider haben wir nicht den gewünschten Meerblick bekommen, höchstens scharf um die Ecke. Wir ziehen gleich weiter durch die kleine, verwinkelte Altstadt zur Seepromenade, die zurück zum alten Hafen führt. Hier liegen am Hang altehrwürdige Hotels wie der Fürstenhof in typischer weißer Bäderarchitektur mit Holzbalkonen. Zum Glück haben wir vorher in einen Reiseführer geschaut, das einzige erwähnte Restaurant ist <a href="http://www.gastmahl-des-meeres-ruegen.de/">&#8220;Gastmahl des Meeres&#8221;</a>,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102170.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/09/DS102170.jpg" alt="" title="DS102170" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4386" /></a> dessen Speisekarte überzeugt und ist kaum teurer als üblich, bei den Gerichten, die wir wählen, sogar günstig. Ich nehme zielgerichtet Sprotten aus der Pfanne, da leuchten die Augen der Bedienung, offensichtlich wollen Touristen meistens Fischfilets. So bekomme ich einen Riesenteller mit knusprig gebratenen, leicht anpanierten Fischen &#8211; es dürften 30 sein – sie schmecken genial, dazu noch die Reste von Marlis, ich bin wieder mal pappsatt, und das von Fisch. Da kommt zur Verdauung der Treppenanstieg zum Hotel gerade recht. Den Rest des Abends brauchen wir zur Planung, irgendwie wollen wir morgen die Kreidefelsen sehen und nach Hiddensee weiterfahren. Also werden die Texte nicht ganz fertig, dieser findet seinen Abschluss auf der Fähre nach Hiddensee am nächsten Tag. Bei den weiteren Recherchen stelle ich fest, dass der Verkehrsbetrieb Greifswald-Land sogar passende Busse geboten hätte, die aber nicht in die Auskunft der Bahn eingepflegt sind.</p>
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		<title>1. Juli: nach Föhr und Nieblum</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Jul 2011 08:37:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Föhr: Tagesausflug mit Wanderung nach Nieblum (Ziel: Renate Heinz) und Erkundung, Busrundfahrt nach Wyk und zurück nach Norddorf Noch reagiert Marlis Allergie nicht auf die andere Luft, das enttäuscht sie. Ich verarzte ihren Wattwander-Fuß, danach geht sichs wieder gut drauf. &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/07/02/1-juli-nach-fohr-und-nieblum/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Föhr: Tagesausflug mit Wanderung nach Nieblum (Ziel: Renate Heinz) und Erkundung, Busrundfahrt nach Wyk und zurück nach Norddorf</strong></p>
<p>Noch reagiert Marlis Allergie nicht auf die andere Luft, das enttäuscht sie. Ich verarzte ihren Wattwander-Fuß, danach geht sichs wieder gut drauf. Wir fahren nach Wittdün und und diesmal mit der Adler IV, einem reinen Personenschiff, das von Sylt kommt, nach Wyk. Es gibt schöne Wolken, viel Sonne und Wind, echtes kühles Seewetter, Blick auf die Warften von Langeness<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97700ATL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97700ATL.jpg" alt="" title="DSC97700ATL" width="640" height="162" class="alignleft size-full wp-image-3298" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97701ATL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97701ATL.jpg" alt="" title="DSC97701ATL" width="640" height="162" class="alignright size-full wp-image-3299" /></a> und den Strand von Föhr. Wir erforschen heute ein Ziel, das uns Renate Heinz mitgegeben hat: notierte Föhrer Urlaubserinnerungen. Wir wissen noch nicht genau, wie wir das angehen. Jedenfalls haben wir uns einen geeigneten Tag ausgesucht: Freitag bis Sonntag fährt noch um 21 Uhr eine Fähre und auch ein Bus. Kern der Erinnerungen ist <strong>Nieblum</strong>. Wir entscheiden uns, dorthin zu laufen statt mit dem einzigen passenden Bus vom Schulzentrum aus zu fahren. Lästig ist schon der für eine Insel viele Verkehr mit hohem Anteil an dicken Kisten. Im Ort treffen wir auf ein Storchennest,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97704AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97704AT.jpg" alt="" title="DSC97704AT" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3300" /></a> die Bebauung außerhalb der Altstadt ist eher langweilig, auffällig sind nur die Waldstreifen, die den Ort parkartig durchziehen. Durch Wald kommen wir an den Golfplatz,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97711AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97711AT.jpg" alt="" title="DSC97711AT" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3301" /></a> jetzt ist der Weg eingezäunt oder von der belebten Straße begrenzt. Insgesamt ein wenig attraktiver Weg, wir sind froh, als wir in Nieblum ankommen, nach einer angeregten Diskussion, warum wir nicht gleich den Bus genommen oder eines der vielen Fahrräder geliehen haben. Renate hat die Ferienwohnung der 80er Jahre bei Mary Lambertsen erwähnt. Wir haben den Namen im Internet gefunden, auch zusammen mit Ferienwohnung, Anschrift und Telefon, aber keine Buchungsseite. Marlis hat beim Anruf Herrn Lambertsen erreicht, jetzt wissen wir, dass seine Frau seit 2004 nicht mehr lebt, und er die Wohnungen nicht vermietet. Ob wir ihn am Nachmittag erreichen, weiß er nicht. Wir stehen vor dem Haus, keine Klingel, beim Anruf ist er nicht da. Alle Häuser<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97723.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97723.jpg" alt="" title="DSC97723" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3303" /></a> in der kleinen ruhigen zentralen Straße sind weißgestrichene, reetgedeckte Backsteinhäuser. An jedem steht in großen Metallziffern die Jahreszahl,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97718.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97718.jpg" alt="" title="DSC97718" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3302" /></a> alles zwischen dem 18. Jahrhundert und 2001, das Alter ist den Häusern<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97719L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97719L.jpg" alt="" title="DSC97719L" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3305" /></a> nur bei genauem Hinsehen anzusehen. Die Mäuerchen und Gärten sind bestens gepflegt, mit vielen Rosen vor den Häusern. Als interessante Veränderung der Gegend haben wir das Museum <a href="http://www.mkdw.de/">&#8220;Kunst der Westküste&#8221;</a> im zwei Kilometer entfernten <strong>Alkersum</strong> entdeckt. Wie wir das allerdings bis zum Bus um 19:32 zusammenkriegen, ist uns absolut nicht klar. Eigentlich wollen wir erstmal einkehren. Da erinnern wir uns an ein Tandem, das wir im Verleih an der Hauptstraße gesehen haben, das leihen wir kurzerhand für fünf Euro bis 18 Uhr und fahren zu einem im Internet gefundenen Hotel mit Café Richtung Strand. Das gefällt uns nicht, auf dem Weg haben wir ein anderes am Ententeich gesehen, das ist zwar nicht der Hit, immerhin sind die Friesentorte und die Erdbeertarte ganz ordentlich. Um den Teich herum parken überall Autos. Die einzige Metzgerei Kopp besuchen wir, sehr gediegene Produkte, vieles in Gläsern, eigene Wurstkreationen, viel Betrieb. Die Seniorchefin bestätigt uns, dass sie seit den 80er Jahren die einzige Metzgerei sind,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97755.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97755.jpg" alt="" title="DSC97755" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3306" /></a> und eine Deichlamm-Mettwurst, hier ein Synonym für Salami, gibt es auch. Wir bekommen einen Tipp für das gesuchte Fischrestaurant, das Reservieren scheitert, wieder schon alles voll. Auf dem Weg nach Alkersum sehen wir tatsächlich Weinbau<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97761T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97761T.jpg" alt="" title="DSC97761T" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3307" /></a> &#8211; es gibt nichts. was es nicht gibt. Kurz vor Schließung des Museums kommen wir in Alkersum an,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97764.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97764.jpg" alt="" title="DSC97764" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3308" /></a> es reicht für einen Blick in den Shop und die Räume, das angeschlossene Gasthaus und ein Gespräch mit dem Personal. Wir erfahren, dass der ganze Komplex neu gebaut und vor zwei Jahren eröffnet wurde. Es handelt sich um eine private Stiftung der Familie Paulsen, auch die Werke der Dauerausstellung wurden in kurzer Zeit gesammelt. Architektur, Einrichtung, Gestaltung und Werke erscheinen hochwertig und der Region angepasst, zusammen mit den Sonderausstellungen würde ein ausgedehnter Besuch sicher lohnen. Wir fahren zurück zur Kirche St. Johannis mit dem weithin sichtbaren wuchtigen quadratischen Turm, innen originell<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97779.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97779.jpg" alt="" title="DSC97779" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3310" /></a> unsymmetrisch mit Emporen und Querschiffen. Etwas Besonderes ist der umgebende Friedhof mit über 200 Jahre<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97777T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97777T.jpg" alt="" title="DSC97777T" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3309" /></a> alten Grabsteinen, denkmalgeschützt, viele schwer lesbar, mit ganzen Lebensgeschichten über den Verstorbenen eingemeißelt. Wir geben Gas, um noch zum Strand zu kommen. Dort gibt es ein paar Regentropfen, die Gäste gehen gerade. Der Strand ist schmal, zwei Reihen Strandkörbe passen hin, noch drei Stunden bis zum Niedrigwasser, weite Flächen sind trockengefallen, hier kann man höchstens planschen. Alles in allem recht unattraktiv, nur die Kulisse mit den Warften der Hallig Langeneß sieht gut aus. Amrum gefällt uns hier viel besser. Wir rufen nochmal Herrn Lambertse<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97733.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97733.jpg" alt="" title="DSC97733" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3312" /></a>n an, jetzt ist er da, wir sollen klopfen. Es passt gerade zur Rückgabe des Fahrrades und auf dem Weg zu einer weiteren Lokalabsage, dann besuchen wir ihn. Er empfängt uns trocken-herzlich. Er ist Jahrgang 1930,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97793L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97793L.jpg" alt="" title="DSC97793L" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3313" /></a> genau wie seine verstorbene Frau, und noch recht fit. Er  war Landwirt mit Aussiedlerhof an der Straße nach Alkersum, die Ferienwohnungen machte seine Frau. Die Landwirtschaft führt ein Sohn weiter, er hilft auch nicht mehr mit. Geboren ist er als Kind vieler damals ausgewanderter Föhringer in New York, alle sind sie wieder zurückgekehrt. Er sieht alles gelassen, die Ferienwohnungen benutzen jetzt seine Enkel auf Besuch, Zur Wiederinbetreiebnahme müsste er viel zu viel investieren, das überlässt er den Erben. Er klärt uns über das Kopfsteinplaster der Hauptstraße auf, ein Spleen der 70er Jahre des damaligen Bürgermeisters, damit wurde der übliche überteerte Betonweg abgelöst und der Fahrtlärm eingeführt. Wir machen noch unser Foto mit ihm vor dem Haus, bevor wir uns verabschieden. Dank sei nicht nötig, es war ja keine Arbeit, sagt der Landwirt. Der Ort ist schön, putzig gepflegt, eine kleine Idylle, für unseren Geschmack übergepflegt und am Tag zu voll und hauptsächlich touristischem Angebot. Wir versuchen es nochmal im Lohdeel, dem empfohlenen Restaurant am Ortsausgang nach Goting. Draußen geht nicht, der Wind ist zu stark, drinnen eigentlich auch nicht, aber auf die Frage nach den Thekenplätzen bekommen wir eine positive Antwort. Die Bedienung ist zuvorkommend, das Lokal aus den 70er Jahren in einer alten Scheune ist 2006 nochmals denkmalgerecht renoviert worden, mit vielen historisch passenden Accessoires. Wir essen frisch und zeitgerecht einen Kapitänsteller und eine Ofenkartoffel, beides sehr gut. Bestimmt 20 Interessenten werden in der Zeit abgewiesen und bekommen eine Visitenkarte,damit sie die nächsten Tage rechtzeitig reservieren, die Ferien haben begonnen. Da wundert es nicht, das die Website nicht fertig ist, die braucht man einfach nicht. Gestärkt treten wir die Busfahrt an, eine Stunde in Gegenrichtung, eine echte Busrundfahrt<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97824AL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97824AL.jpg" alt="" title="DSC97824AL" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3314" /></a> durch die ruhigeren Orte der Insel.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97830.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97830.jpg" alt="" title="DSC97830" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3315" /></a> An der Westecke, dem BfA-Reha-Zentrum, heißt die Ansage &#8220;Hotel zur Reha&#8221;. Ab Utersum ist der Bus leer, wir haben den Gelenkbus für uns und klönen mit dem Fahrer,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97835L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97835L.jpg" alt="" title="DSC97835L" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3316" /></a> an einem guten Blick hält er sogar und macht die Tür fürs Foto auf,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97832.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97832.jpg" alt="" title="DSC97832" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3317" /></a> soviel Zeit läßt ihm der Fahrplan. Insgesamt ist der hier auf Föhr dieses Jahr sehr ausgedünnt, findet auch der Fahrer, kein Vergleich mit Amrum oder Sylt. Dafür hat man hier den intensiveren Autoverkehr, was uns abschreckt, als Fußgänger oder Radfahrer fühlt man sich besonders in Wyk oder Nieblum bedrängt. Und in manchen Orten brennt im Winter kein Licht mehr, soviele Häuser sind Zweitwohnungen. Mit einem Gang durch die jetzt leere Altstadt über den Strand zum Fähranleger verabschieden wir uns von der Insel Föhr.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97845L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97845L.jpg" alt="" title="DSC97845L" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3318" /></a> Der Eindruck ist mit den ebenen grünen Feldern, Wiesen, Wald und Verkehr wie gepflegtes Norddeutschland, das Nordseeinsel-Flair vermissen wir etwas. Aber jede Insel hat ihr Publikum, hier sind es viele mit Geld, denen Sylt doch zu teuer oder zu übertrieben ist. Mit dem Leihen des Fahrrades in Nieblum und der Busrundfahrt haben wir den Tag noch optimal gerettet. Mit der letzten Fähre und dem letzten Bus in Amrum erreichen wir zufrieden in der Dämmerung bei schönem Wolkenspiel und Leuchtturmlicht unser Hotel.</p>
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		<title>13. Mai: Sylt – Der Osten</title>
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		<pubDate>Sun, 15 May 2011 10:35:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sylt: Tandemfahrt um den Ostzipfel: Keitum, Morsum, Archsum (Ziel: Sonja Quack) Das Wetter sieht gut aus, das Frühstück auch. Der Start ist trotzdem etwas später, wir haben länger geschlafen und nach einem Tandem rumtelefoniert, weniger erfolgreich. Wenn es eins gibt, &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/05/15/13-mai-sylt-der-osten/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sylt: Tandemfahrt um den Ostzipfel: Keitum, Morsum, Archsum<br />
(Ziel: Sonja Quack)</strong></p>
<p>Das Wetter sieht gut aus, das Frühstück auch. Der Start ist trotzdem etwas später, wir haben länger geschlafen und nach einem Tandem rumtelefoniert, weniger erfolgreich. Wenn es eins gibt, dann nur bis 18 Uhr, am Samstag bietet das Touristbüro eine Tour an und hat fast alle reserviert. Auf dem Weg kommen wir zufällig am kleinen Verleih Bruno vorbei, der ein Tandem hat, für das er uns einen Preis bis morgen früh um neun machen kann, so dass wir den langen Abend noch nutzen können. Sonja hat uns empfohlen, die Insel mit dem Fahrrad zu entdecken, und die Inselküche ans Herz gelegt, womit wir gestern abend schon angefangen haben. Wir wollen die Ostspitze erkunden. Das klappt bis <strong>Keitum</strong> auch gut, der Wind schiebt. Es ist sehr schön hier,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/05/15/13-mai-sylt-der-osten/dsc94840/" rel="attachment wp-att-2774"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94840.jpg" alt="" title="DSC94840" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2774" /></a> viele alte Backsteinhäuser im eigenen Garten,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/05/15/13-mai-sylt-der-osten/dsc94852/" rel="attachment wp-att-2775"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94852.jpg" alt="" title="DSC94852" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2775" /></a> alle reetgedeckt, manchmal schon über 300 Jahre alt. Das Watt sehen wir erhöht von der Terrasse von Nielsen&#8217;s Kaffeegarten, von dessen Kuchen-Angebot wir nicht so überzeugt sind. Ein alter VW-Bus mit vergoldetem Dach steht in einer Seitenstraße vor Flieder und einem gelbblühenden Busch. Alles sehr romantisch.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/05/15/13-mai-sylt-der-osten/dsc94863/" rel="attachment wp-att-2776"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94863.jpg" alt="" title="DSC94863" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2776" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/05/15/13-mai-sylt-der-osten/dsc94865/" rel="attachment wp-att-2777"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94865.jpg" alt="" title="DSC94865" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2777" /></a>  Dort, wo wir das Dorfzentrum vermuten, sind etliche noble Modeläden. Weiter kommen wir nicht, ich stelle fest, das ich nur die Wanderkarte mithabe, der Reiseführer scheint im Zimmer geblieben zu sein. Hier fangen also die kleinen Hindernisse an. Ich nehme die Gelegenheit an, mich etwas auszutoben, und fahre allein zurück, während sich Marlis in Keitum umschaut. Gegen den Wind ist es etwas mühsam, mit dem Wind läuft das Rad von selbst. Nach 40 Minuten ist das geschafft, der Reiseführer ist da. Jetzt ist noch ein lästiges Telefonat von zu Hause übrig geblieben, das muss heute weg, verlangt einige Versuche und wird dann auch noch von einem nahen Rasenmäher mehrfach unterbrochen. Vom ganzen Theater muss ich kurz abschalten, dann geht es richtig los. Der Reiseführer ist gelesen, wir fahren ein Stück rückwärts zur berühmtesten Inselkirche, der Seefahrerkirche St. Severin. Der kleine Turm ist weithin sichtbar. Rundrum ist ein sehr gepflegter, schöner Friedhof, mit alten Grabtafeln des Inselchronisten H.-P. Hansen. In den fast ausnahmslos mit Buchsbaumhecken eingefassten Gräbern finden sich Kapitäne, Inselgrößen und Prominente, die irgendwann auf Sylt gelebt haben. In der Kirche sind schöne Holzeinbauten, unter anderen die nur linksseitige Empore.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/05/15/13-mai-sylt-der-osten/dsc94870/" rel="attachment wp-att-2778"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94870.jpg" alt="" title="DSC94870" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2778" /></a> Im Eingang liegt ein bewachtes Kondolenzbuch aus, um 15 Uhr findet eine Andacht für Gunter Sachs statt, die Prominenz läuft langsam ein. Wir fahren durch das schöne, wenn auch etwas noble Örtchen weiter an die Wattküste, müssen wieder hochschieben und erreichen einen ufernahen teilweise sandigen Weg, den wir nur passieren können, weil alles durchgetrocknet ist. Oft sind Gräben leer<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/05/15/13-mai-sylt-der-osten/dsc94884/" rel="attachment wp-att-2779"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94884.jpg" alt="" title="DSC94884" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2779" /></a>, und der Boden ist aufgerissen. Wir fahren durch Großmorsum, auch hier schöne Häuser, von denen sicher viele Ferienresidenzen sind. Hier ist es ruhiger. Und die ersten Kartoffelrosen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/05/15/13-mai-sylt-der-osten/dsc94898/" rel="attachment wp-att-2780"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94898.jpg" alt="" title="DSC94898" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2780" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/05/15/13-mai-sylt-der-osten/dsc94901/" rel="attachment wp-att-2781"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94901.jpg" alt="" title="DSC94901" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2781" /></a> blühen hier, es gibt große Flächen davon, sie werden auch als Hecken auf den mit Erde bedeckten Natursteinwällen genutzt, mit denen viele Grundstücke eingezäunt sind, und dort intensiv beschnitten. Auf einem Hügel am Ostende der Insel ist der Ausgangspunkt für das Naturschutzgebiet <strong>Morsum</strong>-Kliff. Wir haben Ausblick auf die Inselenden und die Windräder am Festland, auch die Züge<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/05/15/13-mai-sylt-der-osten/dsc94887datl/" rel="attachment wp-att-2782"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94887DATL.jpg" alt="" title="DSC94887DATL" width="640" height="114" class="alignright size-full wp-image-2782" /></a> fahren auf dem Horizont vorbei. Das Kliff ist eine imposante, jedoch nicht besonders hohe Sand-Abbruchkante,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/05/15/13-mai-sylt-der-osten/dsc94903/" rel="attachment wp-att-2783"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94903.jpg" alt="" title="DSC94903" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2783" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/05/15/13-mai-sylt-der-osten/dsc94904/" rel="attachment wp-att-2784"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94904.jpg" alt="" title="DSC94904" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2784" /></a> an der verschiedenste erdgeschichtliche Abschnitte zutage treten.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/05/15/13-mai-sylt-der-osten/dsc94907/" rel="attachment wp-att-2785"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94907.jpg" alt="" title="DSC94907" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2785" /></a> Wir fahren über Kleinmorsum, Morsum, wo es richtig gute Torten gibt,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/05/15/13-mai-sylt-der-osten/dsc94911/" rel="attachment wp-att-2786"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94911.jpg" alt="" title="DSC94911" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2786" /></a> und <strong>Archsum</strong> auf ganz ruhigen Straßen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/05/15/13-mai-sylt-der-osten/dsc94916/" rel="attachment wp-att-2787"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94916.jpg" alt="" title="DSC94916" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2787" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/05/15/13-mai-sylt-der-osten/dsc94920atl/" rel="attachment wp-att-2788"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94920ATL.jpg" alt="" title="DSC94920ATL" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2788" /></a> und Radwegen Richtung Deich. Auf den Wiesen spüren wir den Südwest-Wind. Auf dem Weg hinterm Deich gehts besser. Etliche Kilometer lang treffen wir hier nur Schafe und passieren kleine Seen mit viel Schilf und Wasservögeln. Sehr schön ist der Grasdeich im Norden des Rantumer Beckens mit weitem Blick und vielen Schafen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/05/15/13-mai-sylt-der-osten/dsc94936a/" rel="attachment wp-att-2789"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94936A.jpg" alt="" title="DSC94936A" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2789" /></a> und Lämmern, darunter kleine schwarze. An der &#8220;Oase&#8221; im Süden Westerlands machen wir einen Abstecher über die Dünen und testen den Windschutz eines Strandkorbs.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/05/15/13-mai-sylt-der-osten/dsc94945/" rel="attachment wp-att-2790"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94945.jpg" alt="" title="DSC94945" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2790" /></a> Mit Rückenwind durchqueren wir Westerland bis zum Friedrichshain, einem richtigen alten Waldstück zwischen Westerland und Wenningstedt, in dem tief drin das Lokal Waldidyll<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/05/15/13-mai-sylt-der-osten/dsc94949/" rel="attachment wp-att-2791"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94949.jpg" alt="" title="DSC94949" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2791" /></a> von 1928 liegt, urig und einfach als Kontrast zu gestern. Marlis hat ein Seniorenmenü mit Grünkohl(!), der natürlich nicht mit frischem im Winter mithalten kann, und  ich pule akribisch an leckeren gebratenen Heringen, nicht zu verwechseln mit Bratheringen, herum. Sehr zufrieden fahren wir in der kalten, windigen Dämmerung zurück auf unser Zimmer.</p>
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		<title>6. Mai: Hiddensee, nach Rostock</title>
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		<pubDate>Fri, 06 May 2011 23:41:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hiddensee (Ziel: Ulrich+Christine Arendt, Horst+Ursula Schäfer): schnelle Inselrundfahrt mit Tandem, Fahrt nach Rostock Nach einem hervorragenden Frühstück, das auf einer so gemütlichen Insel auch noch später serviert wird, leihen wir uns ein Tandem. Es ließe sich auch gut wandern, für &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/05/07/6-mai-hiddensee-nach-rostock/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hiddensee (Ziel: Ulrich+Christine Arendt, Horst+Ursula Schäfer):<br />
schnelle Inselrundfahrt mit Tandem, Fahrt nach Rostock</strong></p>
<p>Nach einem hervorragenden Frühstück, das auf einer so gemütlichen Insel<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94502.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94502.jpg" alt="" title="DSC94502" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2545" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94512.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94512.jpg" alt="" title="DSC94512" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-2546" /></a> auch noch später serviert wird, leihen wir uns ein Tandem. Es ließe sich auch gut wandern, für unsere kurze Zeit müssen wir es per Fahrrad etwas beschleunigen.<br />
Zum Start begegnen wir einer Hochzeit.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94520.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94520.jpg" alt="" title="DSC94520" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2547" /></a> Hinter dem Deich verläuft der Weg aus etwas holprigen querliegenden Betonschwellen, auf denen vorzugsweise Fahrräder und Planwagen mit zwei stämmigen Kaltblüter-Pferden verkehren,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94531.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94531.jpg" alt="" title="DSC94531" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2548" /></a> daneben Sand, Heide, Wiesen, Schafe.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94529.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94529.jpg" alt="" title="DSC94529" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2549" /></a> <strong>Kloster</strong> liegt am Hang der nördlichen Steilküste. Die meist reetgedeckten kleinen Häuser stehen einzeln in großen Gärten unter großen Bäumen, der Ort fällt kaum auf. Wir besuchen das Heimatmuseum des &#8220;Söte Länneken&#8221;, wie Hiddensee auch liebevoll genannt wird. Das Museum präsentiert ganz modern Pflanzen der Insel, Bernstein und das karge Leben mit Fischerei und Landwirtschaft sowie die aufwendige Küstensicherung. Die Aufsicht des Hauses kann uns die restlichen Begriffe aus der Zielbeschreibung von Ulrich und Christine Arendt auflösen. Das Gebäude passt zum Stil der Insel: es ist der frühere Seenot-Rettungsschuppen,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94557.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94557.jpg" alt="" title="DSC94557" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2550" /></a> der 1954 umfunktioniert wurde. Der moderne Rettungskreuzer liegt heute im Hafen von Vitte. Sanddorn männlich<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94534.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94534.jpg" alt="" title="DSC94534" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2551" /></a> und weiblich können wir hier in echt sehen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94545T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94545T.jpg" alt="" title="DSC94545T" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2552" /></a> &#8211; zum Sanddorn-&#8221;Melken&#8221; ist  es noch zu früh. Die Kartoffelrose,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94533.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94533.jpg" alt="" title="DSC94533" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2553" /></a> die wegen ihrer dicken Früchte so heißt, zeigt sie uns im Buch, die &#8220;Sprosser&#8221; werden wir kaum in den Rosenbüschen hören, Vögel können sich in den gerade ausschlagenden Rosen noch nicht verstecken. Der Weg vor dem Haus wird jetzt akkurat mit Bürgersteig gepflastert, ob das zum Stil der Insel passt? Bisher ist die &#8220;Hauptstraße&#8221; ein unbefestigter Sandweg. Viele Künstler und Prominente haben im letzten Jahrhundert in Kloster Ferienhäuser gehabt; das Haus Gerhart Hauptmanns ist jetzt Museum. Vorbei an der einzigen Bäckerei der Insel und einigen Lokalen und kleinen Souvenirgeschäften – hier sind einige Tagestouristen unterwegs – finden wir im alten Küsterhaus die &#8220;Galerie am Torbogen&#8221;, der da wirklich aus Backstein steht. Wir treffen Hans-Jürgen und Michaela Driemel, schauen uns in ihre Bilder und ihre originellen, schlicht-schönen Kleidungsstücke aus Filz an und amüsieren uns bestens bei einem Prosecco. Wir parken das Tandem am Fuß des Steilhangs auf einem Fahrradparkplatz und steigen durch den Kiefern- und Birkenwald<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94570A.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94570A.jpg" alt="" title="DSC94570A" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2555" /></a> hinauf zum Klausner, einem alten Gasthaus an der Steilküste mit kleinen Ferienhäuschen und Ostseeblick, in denen schon 1920 Künstler gewohnt haben. Horst und Ursula Schäfer wollen wissen, ob das noch so urig ist: die Lage ja, der Service und die Preise nicht unbedingt. Innendrin ist es eher preiswert-modern ausgestattet und wie man sich vorstellt, dass Gäste es mögen – stimmt sicher auch für einzelne, für uns eher nicht. Von hier führt eine Treppe mit ca. 400 Stufen den Steilhang<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94583.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94583.jpg" alt="" title="DSC94583" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2554" /></a> hinunter an den nördlichen Ostseestrand mit großen Kieseln. Die Treppe sortiert das Publikum: hier laufen nur noch einzelne Urlauber entlang, die es gern ruhiger haben. Ich greife einmal ins Wasser, dann steigen wir wieder auf. Weiter geht es zum Leuchtturm<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94588.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94588.jpg" alt="" title="DSC94588" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2556" /></a> auf dem <strong>Dornbusch</strong>. Er liegt malerisch auf dem Hügel, seitlich öffnet sich die Sicht auf den Bodden. Vom Turmplateau gibt es eine gute Rundumsicht über Rügen und den Bodden, Hiddensee und die Ostsee. Auf den Turm können wir leider nicht, wir kommen direkt nach der Schließung. Wir laufen einen anderen, einsamen Sandweg<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94568.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94568.jpg" alt="" title="DSC94568" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2557" /></a> durch die Heide zwischen Schafen zurück zum Fahrrad. Hinter dem Hafen geht es auf den Bodden-seitigen Deich. In Vitte sehen wir die Blaue Scheune,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94608.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94608.jpg" alt="" title="DSC94608" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2559" /></a> das Haus des mittlerweile verstorbenen Künstlers Werner Fink, eine der Inselsehenswürdigkeiten. In der Nähe liegt das &#8220;Karussell&#8221;, ein in den 20er Jahren vom Stummfilmstar Asta Nielsen bewohntes originelles rundes Haus des Architekten Max Taut, der für einige Prominente auf der Insel gebaut hat. Wir fahren einige Kilometer nach Süden Richtung Neuendorf durch die Heide und den Birkenwald bis zum allein liegenden Hotel Heiderose. In der Nähe soll auch die Familie Kliem ihr Haus haben. Das war der Schnelldurchgang durch die Insel, zu schnell. Wir müssen Abschied nehmen.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94641.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94641.jpg" alt="" title="DSC94641" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2561" /></a> Leider ist die einzige Verbindung am Samstag, mit der wir bis nach Mannheim kämen, schon mit dem Schiff um 7:45, was nicht in Frage kommt. Das hat den Aufenthalt verkürzt, wir legen einen Zwischenhalt in Rostock ein und fahren von dort am Samstag nachmittag.<br />
Wir erreichen geradeso die Fähre<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94621.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94621.jpg" alt="" title="DSC94621" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2560" /></a> um 17:30. Der Fahrplan ist mit seinen Anmerkungen etwas unübersichtlich, ich hatte mich auf 17:45 eingestellt. Am letzten Fahrradhalt habe ich nochmal nachgeschaut, den Plan hatte ich dabei, und daraufhin haben wir Gas gegeben. Etwas Ärger mit Marlis habe ich mir durch die Hektik natürlich eingehandelt. Die Überfahrt ist sonnig und ruhig, mit Blick zurück auf Hiddensee mit Leuchtturm in der Abendsonne. Der Bus wartet schon,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94647.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94647.jpg" alt="" title="DSC94647" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2562" /></a> in Bergen erreichen wir bequem unseren Zug nach Rostock. Der Bahnhof und die Umgebung sind für einen Großstadtbahnhof ungewöhnlich aufgeräumt, Büro-Neubauten und restaurierte Villen machen den Eindruck eines vornehmen Viertels. In der Großstadt darf es zum Abendessen ausnahmsweise ein Grieche sein, wir haben um die späte Uhrzeit einfach keine Lust mehr, ins Zentrum zu rennen. Das moderne Ambiente und das Essen im Genesis sind angenehm, die Bedienung zuvorkommend. Wir entspannen ausnahmsweise bei einem schnulzigen Fernsehfilm, der sinnigerweise auf Rügen spielt.<br />
Hiddensee hat uns sehr gut gefallen, es hat etwas ruhiges, im Unterschied zu Spiekeroog ist es unperfekter, weniger reglementiert. Einen breiten Nordseestrand mit Watt, Ebbe und Flut gibt es nicht, dafür ist der Strand lang, es gibt Sand, Kies, Steilküste und eine abwechslungsreiche Landschaft. Auf den Hauptwegen in Vitte, Kloster und zum Leuchtturm gibt es viel Tagestourismus, in den Sommerferien dürfte das unangenehm werden, doch es bleiben viele wenig berührte Wege. Bestimmt kommen wir wieder, ab September, dann länger. Unser einer Tag war für den Charakter der Insel unpassend, auch wenn wir einiges im Schnelldurchgang entdeckt haben. Hätten wir nicht schon einen festen Termin für Sonntag, wir hätten einfach einen Tag drangehängt.</p>
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		<title>8. März: Joachimsthal, nach Wittenberg</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Mar 2011 07:38:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Rundfahrt durch Joachimsthal (mein &#8220;Namens&#8221;ort), erster Eindruck von Wittenberg Nach dem Frühstück besichtigen wir Joachimsthal, auf Vorschlag unserer Wirtin, Frau Wenzel, doch wieder per Fahrrad. Die Inneneinrichtung der Schinkel-Kirche ist unspektakulär; Teile der früheren Einrichtung wurden verkauft. Auf dem Schulhügel &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/03/09/8-marz-joachimsthal-nach-wittenberg/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Rundfahrt durch Joachimsthal (mein &#8220;Namens&#8221;ort), erster Eindruck von Wittenberg</strong></p>
<p>Nach dem Frühstück besichtigen wir Joachimsthal,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90676AL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90676AL.jpg" alt="" title="DSC90676AL" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-1659" /></a> auf Vorschlag unserer Wirtin, Frau Wenzel, doch wieder per Fahrrad.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90685.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90685.jpg" alt="" title="DSC90685" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1661" /></a> Die Inneneinrichtung der Schinkel-Kirche ist unspektakulär; Teile der früheren Einrichtung wurden verkauft. Auf dem Schulhügel sehen wir das vor einigen Jahren neu gegründete &#8220;Freie Joachimsthaler Gymnasium&#8221;,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90689.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90689.jpg" alt="" title="DSC90689" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1662" /></a> das in einer langen Tradition steht. Dahinter befindet der neue Aussichtsturm des Biorama-Projekts, der mit dem alten Wasserturm verbunden ist. Der Höhepunkt ist der <strong>Kaiserbahnhof</strong>, den Kaiser Wilhelm extra bauen ließ, um von dort auf kürzestem Wege in sein Jagdschloss am Werbellinsee zu kommen, dessen Nordende etwa einen Kilometer entfernt ist.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90700PAL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90700PAL.jpg" alt="" title="DSC90700PAL" width="280" height="152" class="alignright size-full wp-image-1663" /></a>  Der Bahnhof besteht aus einem Stations- und einem Empfangsgebäude aus Fachwerk.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90704.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90704.jpg" alt="" title="DSC90704" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1664" /></a> Beides ist jetzt fast fertig restauriert und wird kulturell genutzt. Das frühere Hotelgebäude existiert nicht mehr, das jetzige ist ein langweiliger Zweckbau. Den Werbellinsee lassen wir uns für später und fahren noch im Ortsteil Grimnitz an den großen flachen Grimnitzsee.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90709.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90709.jpg" alt="" title="DSC90709" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1665" /></a> Zuletzt besuchen wir den alten Friedhof mit dem Grab des Heimatdichters Brunold(&#8220;Geht leise über meines Grabes Flur ich schlafe nur&#8221;) und einem jüdischen Teil, darunter auch der Grabstein eines Kaufmanns namens Joachimsthal. Ein kleines Gebäude daneben könnte in seiner quadratischen Form eine Synagoge gewesen sein;<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90714.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90714.jpg" alt="" title="DSC90714" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1666" /></a> von dort führt ein Weg zu einem ehemaligen &#8220;Judenhaus&#8221; direkt neben der Stadtverwaltung. Das sind allerdings reine Spekulationen; in einer Forschung der TU Braunschweig wird eine Nutzung des Wohnhauses Kirchplatz 2 als Synagoge angegeben. Hier lassen wir die Auflösung offen. Es ist einfach faszinierend, was für eine Vielfalt und Geschichte in so einem kleinen Ort steckt und wieviel sich davon erfahren lässt, und das erleben wir nicht zum ersten Mal in unserem Reisejahr. Die Anregungen unserer Ideengeber helfen dabei ungemein. Mich persönlich haben hier natürlich die vielen &#8220;Joachim&#8221;-Schriftzüge beeindruckt.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90505+90537AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90505+90537AT.jpg" alt="" title="DSC90505+90537AT" width="197" height="280" class="alignright size-full wp-image-1667" /></a> Mittags begeben wir uns zum Bahnhof. Dort gibt es tatsächlich noch eine Bahnhofsvorsteherin, die Signale und Weichen stellt.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90720.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90720.jpg" alt="" title="DSC90720" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1668" /></a> Wir hören die Seile knirschen, und sie zeigt uns ihr kleines mechanisches Stellwerk. Wir fahren über Bernau<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90726.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90726.jpg" alt="" title="DSC90726" width="186" height="280" class="alignleft size-full wp-image-1669" /></a> und Berlin zur <strong>Lutherstadt Wittenberg</strong>, dabei treffen wir tatsächlich den Zugbegleiter der ODEG von vorgestern wieder. Der Bahnhofsbereich lässt höchstens anhand der Schilder ahnen, dass es hier eine solche Altstadt gibt.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90731.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90731.jpg" alt="" title="DSC90731" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1670" /></a> In der Dunkelheit beim Gang zum Essen bekommen wir einen flüchtigen Eindruck der beiden Kirchen und der wichtigsten Altstadtstraßen.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90737.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90737.jpg" alt="" title="DSC90737" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1671" /></a> Sehr angetan sind wir von der <a href="http://www.alte-canzley.com/de/restaurant/index.html">&#8220;Alten Canzley&#8221;</a>, die ich im Internet als erstes bio-zertifiziertes Restaurant Sachsen-Anhalts gefunden habe. Die ganze Speisekarte gefällt uns und ist auch noch preiswert, die Bedienung angenehm, das Essen kommt schnell, und wir sitzen unter einem Kreuzgewölbe.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90747.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90747.jpg" alt="" title="DSC90747" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1672" /></a> Die Speisen wie Brokkoli-Minestrone mit roten Linsen, Spinatpfannkuchen und überbackenes Gemüse schmecken sehr fein, sind auf den Punkt gegart und richtig heiß serviert. Es ist eine sehr willkommene Abwechslung gegenüber der meist unvermeidlichen deftigen Kost in den kleinen Orten. Im Dunkeln zeigt sich die Altstadt meist gut restauriert, es gibt noch einen deutlich sichtbaren Anteil von verfallender Substanz. Mit dem Bedarf an Läden hat man sich offenbar überschätzt; es gibt in den erneuerten Gebäuden einigen Leerstand. Auch die vorherrschende einfache Gastronomie hat es wohl nicht leicht, die Preise sind dort auffallend ähnlich und niedrig.</p>
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		<title>7. März: Poratz</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Mar 2011 07:29:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Erforschung des Dorfes Poratz per Fahrrad (Ziel: Annette Bethge) Wir haben ein Panoramazimmer im Wenzelhof, nach Süden und Westen. Die Sonne scheint vom wolkenlosen Himmel schon zum Aufwachen seitlich ins Zimmer und wärmt. Heute geht es nach Poratz, etwa 13 &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/03/09/7-marz-poratz/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Erforschung des Dorfes Poratz per Fahrrad (Ziel: Annette Bethge)</strong></p>
<p>Wir haben ein Panoramazimmer im Wenzelhof, nach Süden und Westen. Die Sonne scheint vom wolkenlosen Himmel schon zum Aufwachen seitlich ins Zimmer und wärmt. Heute geht es nach <strong>Poratz</strong>, etwa 13 km entfernt, zweimal pro Woche ein Bus, 24 Häuser. Das Ziel stammt von Annette Bethge, sie hat bis 1990 mit ihrem damaligen Partner und ihren Kindern viel Zeit hier verbracht. Zum Wandern ist es zu weit, da bleibt nur das Fahrrad. Da die Verleiher erst im April beginnen, leiht uns das Hotel zwei Räder. Wir holen Texte und Fotos der letzten Tage für den Blog nach, das zieht sich etwas. Wir kaufen ein und besuchen das Infozentrum des Unesco-Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin. So kommen wir erst um halb eins los. Der erste Teil bis vor Parlow ist asphaltiert, das Licht scheint schön durch den unbelaubten Wald, der unten mit Heide bewachsen ist. Ich baue einen kleinen Schlenker über einen Waldweg zu einem Beobachtungsturm im Moor ein. Das beschert uns im Wald zunächst wunderbare Sichten auf große und kleine Eisflächen,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90556.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90556.jpg" alt="" title="DSC90556" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1628" /></a> dann geht die Landschaft ins offene Moor über. Jetzt ist der Weg sandig und tief durchackert.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90565.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90565.jpg" alt="" title="DSC90565" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1629" /></a> Wir müssen längere Strecken schieben. Wenn es jetzt nicht gefroren wäre, wäre der Weg so matschig, dass wir ihn nicht benutzen könnten.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90570.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90570.jpg" alt="" title="DSC90570" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1630" /></a> Ab Parlow<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90576.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90576.jpg" alt="" title="DSC90576" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-1631" /></a> ist die Straße Kopfstein (die runden Endmoränensteine von hier, nicht unsere Würfel), Fahrradfahren geht nur am Rand, und danach Sand. Gegen halb drei sind wir in Poratz und forschen zwei Stunden. Zunächst  ist alles menschenleer. Alle Häuschen sind einstöckig,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90586.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90586.jpg" alt="" title="DSC90586" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1632" /></a> die meisten sind Fachwerk mit Natursteinbasis und stehen unter Denkmalschutz. Etliche davon sind restauriert, es gibt einige Scheunen und Schuppen.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90616.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90616.jpg" alt="" title="DSC90616" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1634" /></a> Ein etwas unpassendes Holzhaus ist am Ortsende dazugekommen, ein anderes ist von Grund auf als Fachwerkhaus mit Betonkeller neu gebaut. Die Dorfstraße ist Kopfsteinpflaster,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90594.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90594.jpg" alt="" title="DSC90594" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1633" /></a> daneben ein teilweise bepflanzter Grasstreifen vor den Häusern. Früher waren die Bewohner Waldarbeiter, die Landwirtschaft nebenher betrieben haben. Heute ist Poratz einerseits Alterssitz noch lebender Ureinwohner, andererseits sind es vorzugsweise Jäger und Architekten aus dem Umland und auch aus dem Westen, die die Häuser zeitweilig, am Wochenende oder in den Ferien nutzen. Einige haben Ferienwohnungen eingerichtet. Wir begegnen einem jungen Paar, das im Haus der Eltern Ferien macht. Sie können uns nichts zur Vergangenheit sagen, aber doch alte Leute im Ort benennen. Wir sprechen einen älteren Herrn, erkennbar ein Dorfbewohner, an. Er nennt uns Inge und Paul Lange im Haus 14,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90614WPA.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90614WPA.jpg" alt="" title="DSC90614WPA" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-1635" /></a> beide um die 80 Jahre alt. Frau Lange schaut gerade zur Tür heraus. Marlis spricht mit ihr, sie erkennt sich sichtlich überrascht auf einem der Fotos, die Annette uns mitgegeben hat, wieder. Sie berichten, dass ihre Nachbarn, das Ehepaar Hintze, beide längst gestorben sind. Inzwischen wird am Haus 13,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90624.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90624.jpg" alt="" title="DSC90624" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1636" /></a> Herzberg, geklingelt, und Wolfgang Herzberg, der Bruder von Annettes damaligem Partner, öffnet. Ich spreche mit ihm. Er erzählt, dass Frau Fubel, mit der Annette bis zu ihrem Tod oft gesprochen hat, in der rechten Haushälfte gewohnt hat. Bezüglich älterer Zusammenhänge im Dorf verweist er auf ein Heft, das er verfasst hat, aber jetzt vergriffen ist: Erlebnisse und Doftgeschichten aus Poratz; keiner unserer Gesprächspartner hat noch ein Exemplar. Wir sollen die Tourist-Info in Temmen-Ringenwalde ansprechen. Den Walnussbaum, den Annette damals gepflanzt hat, gibt es nicht mehr, er hat wohl nicht lange überlebt. Die alte Kastanie auf ihrem Foto steht noch vor dem Haus, aktuell ohne Laub. Auf dem kleinen Friedhof finden wir die Grabsteine des Ehepaars Hintze und von Frau Fubel.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90639.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90639.jpg" alt="" title="DSC90639" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1637" /></a> Wir schauen uns den Rest des Dorfes an. Das ganze ist schon sehr interessant, so eine Dorfstruktur haben wir beide in unserem Leben noch nicht bewußt wahrgenommen. Auf dem Rückweg umrunden wir auf Sandwegen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90661.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90661.jpg" alt="" title="DSC90661" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1640" /></a> durch die sehr wellige Landschaft<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90647.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90647.jpg" alt="" title="DSC90647" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1638" /></a> den Briesensee, den Ausflugssee von Poratz, und können an einer Stelle ans Ufer vordringen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90653.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90653.jpg" alt="" title="DSC90653" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1639" /></a> und Fotos im Sonnenuntergang machen. Noch rechtzeitig vor der Dunkelheit erreichen wir die Asphaltstraße bei Glambeck und schauen noch kurz  in den ehemaligen Taubenturm hinein,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90665D.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90665D.jpg" alt="" title="DSC90665D" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-1641" /></a> der jetzt eine kleine Ausstellung über Friedrich Wilhelm von Redern (1802-1883) beherbergt. Als wir in Joachimsthal ankommen, ist es dunkel. Marlis ist von dem vielen Sand, den Hügeln und dem Kopfsteinpflaster ziemlich platt und stellt in Frage, ob das Fahrrad ein geeignetes Fortbewegungsmittel in unserem Reisejahr ist. Vielleicht geht unser Tandem eher, da ist aber der Aufwand des Mitnehmens und des Gepäcktransports abzuwägen. Wandern hat sich jedenfalls schon bewährt.</p>
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