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	<title>Bahn Zeit Reise &#187; Archiv</title>
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	<description>Bahncard100-Reisen zu Orten der Erinnerung oder Sehnsucht von Ideengebern</description>
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		<title>6. Oktober: von Bad Kösen nach Bärenstein</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Oct 2011 13:19:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bad Kösen: Ortsrundgang. Fahrt nach Bärenstein im Erzgebirge (Ziel von mir), Spurensuche Wir stehen etwas früher auf, damit wir Bad Kösen besichtigen können, bevor wir die einzige Bahnverbindung nach Bärenstein im Erzgebirge erreichen. Das 325 m lange und 13 m &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/10/07/6-oktober-von-bad-kosen-nach-barenstein/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bad Kösen: Ortsrundgang. Fahrt nach Bärenstein im Erzgebirge (Ziel von mir), Spurensuche</strong></p>
<p>Wir stehen etwas früher auf, damit wir Bad Kösen besichtigen können, bevor wir die einzige Bahnverbindung nach <strong>Bärenstein</strong> im Erzgebirge erreichen. Das 325 m lange und 13 m hohe Gradierwerk<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103482.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103482.jpg" alt="" title="DS103482" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4700" /></a> erscheint durch seine exponierte Lage 30 m über der Saale noch gewaltiger. Gleich hinter unserem Hotel erwartet uns ein einmaliges technisches Denkmal: Die zwei Meter Gefälle der von den Portaer Mönchen künstlich angelegten kleinen Saale in die große Saale<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103471.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103471.jpg" alt="" title="DS103471" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4695" /></a> werden mittels eines zwei Meter breiten Wasserrades<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103469.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103469.jpg" alt="" title="DS103469" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4696" /></a> auf ein 139 m langes doppeltes Holzgestänge<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103473.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103473.jpg" alt="" title="DS103473" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4697" /></a> von 1780 umgesetzt, das mit einer Periode von 24 Sekunden einen Meter hin- und her schwingt und die höhergelegene Pumpe<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103476LF.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103476LF.jpg" alt="" title="DS103476LF" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4698" /></a> im Soleschacht antreibt und oben im Gradierwerk das Wasser auf den Scheitel<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103481.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103481.jpg" alt="" title="DS103481" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4699" /></a> zum Verrieseln hochpumpt. Hier oben ergibt sich eine schöne Sicht auf Saale, Schiffe<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103486TL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103486TL.jpg" alt="" title="DS103486TL" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4701" /></a> und herbstliche Hänge mit Burgen, dahinter liegen die vier Kurkliniken<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103488.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103488.jpg" alt="" title="DS103488" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4702" /></a> von Bad Kösen, hier stehen auch die repräsentativen Häuser. Drei davon tragen Spuren von Käthe Kruse als Wohnhaus, Werkstatt und Ateliers, 1912 zog sie hierher und begann ihre Puppenherstellung zunächst für den Eigenbedarf, nach dem Erfolg in Ausstellungen auch gewerblich in immer größerem Stil. Nach dem Krieg hat sie dann die Produktion nach Donauwörth verlagert und ist mit 85 Jahren in Murnau gestorben, umringt von jeder Menge Enkeln und Urenkeln. Die denkmalgeschützte Puppensammlung im ebenso denkmalgeschützten romanischen Steinhaus zeigt alle ihre Puppenentwicklungen. Beim Umsteigen in Weißenfels<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103493T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103493T.jpg" alt="" title="DS103493T" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4703" /></a> werfen wir einen Blick auf die Saale, in Leipzig haben wir es etwas eilig, und in Chemnitz wird der gesamte Bahnhof mit einer riesigen flachen fabrikartigen Kopfbahnhofhalle mit dahinterliegenden Durchfahrtsgleisen komplett umgebaut und mit der Straßenbahn verknüpft. Wir erreichen unseren Zug der Erzgebirgsbahn, die durch bergige Landschaft<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103505.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103505.jpg" alt="" title="DS103505" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4704" /></a> mit vielen Felskanten, engen Tälern, Schlösschen und Flüssen über Flöha, Zschopau, Warmbad, Thermalbad Wiesenthal, Annaberg-Buchholz und Cranzahl, wo der Anschluss an die Schmalspurbahn nach Kurort Oberwiesenthal am Fichtelberg besteht, tunnelfrei nach Bärenstein fährt und auf der tschechischen Seite des Pöhlbaches in Vejprty (Weipert) endet. Wir nutzen erstmals einen Bahnhof im Ausland, um unser Ziel in Deutschland zu erreichen, von hier ist es zum Rathaus<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103523LT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103523LT.jpg" alt="" title="DS103523LT" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4705" /></a> von Bärenstein einen Kilometer näher. Dies ist das letzte Themenziel, das wir ansteuern, die VEB Früchteverwertung Bärenstein war der erste der drei Getränkebetriebe, in dem ich direkt nach der Währungsunion im Sommer 1990 mit meiner damaligen Firma eine komplette vernetzte kaufmännische EDV-Lösung installiert habe. Den tschechischen Bahnhofsstil kennen wir schon: noch größere ungenutzte Gebäude, kleine, einfache Bahnsteige, viele Gleise. In Weipert hatte man nach der Wende offensichtlich größere Pläne, die auf die Dauer nicht aufgegangen sind: zwei geschlossene Hotels, mehrere leerstehende Läden, abgewrackte Marktstände begegnen uns auf dem kurzen Weg. Die grenzüberschreitenden Märkte wie an der polnischen Grenze funktionieren hier nicht mehr richtig, nur einige Händler stehen direkt an der Straße. Auf der tschechischen Seite ist es städtischer,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103527.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103527.jpg" alt="" title="DS103527" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4710" /></a> es gibt Reihenbebauung und fünfstöckige Häuser, auf der deutschen Seite ist die Bebauung lockerer. Im Internet sehen wir, dass beide Orte eine gemeinsame, flussübergreifende Mitte planen. Schön kann man die Orte allerdings nicht nennen, in Bärenstein fallen allenfalls Rathaus, Schule und Kirche etwas auf, der Rest ist einfacher und teilweise nicht saniert, kein Wunder, nach dem Niedergang der DDR-Industrie sind hier nur erzgebirgisches Kunsthandwerk, etwas Tourismus und weniger als 50% der Bevölkerung übriggeblieben. Frau Richter im Reise- und Fremdenverkehrsbüro kümmert sich rührend um uns; die Standorte von zwei Betriebsteilen der Früchteverwertung werden klar, zwei Namen von damals fallen ihnen ein, und die Ortschronisten werden rausgesucht, mit Helmut Frank machen wir gleich einen Termin.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103531.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103531.jpg" alt="" title="DS103531" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4709" /></a> In dem Moment kommt Rosemarie Meyer vorbei, die im BT1 gearbeitet hat, jetzt wissen wir schon, dass die Verwaltung wohl eher im älteren BT1 war und komplett abgerissen ist, vom BT2 am Stadtrand sollen noch Grundmauern stehen. Auf dem Weg zu Herrn Frank steigen wir in den Hang zum Ort des BT1, dort steht ein Supermarkt; ich kanns nicht ganz mit meinen Erinnerungen in Einklang bringen. Helmut Frank<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103539.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103539.jpg" alt="" title="DS103539" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4706" /></a> empfängt uns munter und rüstig in seiner Wohnung im dritten Stock, er war zu DDR-Zeiten selbständiger Radio- und Fernsehmeister und lebte von Reparaturen, nach der Wende konnte er noch wenige Jahre ein Geschäft betreiben, bevor er in Rente ging. 2002 hat er mit anderen die 1200-seitige Chronik zum 475. Jubiläum des Ortes herausgebracht; er hat schon einen vierseitigen Abschnitt über den Betrieb herausgesucht und ausgedruckt. Daraus geht hervor, dass die Früchteverwertung zu DDR-Zeiten ein gut geführter Wachstumsbetrieb war, der sich deswegen im BT2, einer alten Brauerei, erweitert hatte. Nach der Wende wurde er privatisiert, mit den neuen Eigentümern ging es zunächst erfolgreich weiter, wir haben es so verstanden, dass nach den fünf Jahren Karenzzeit, die von der Treuhand für die Zuschüsse gesetzt waren, die neuen Eigentümer den Betrieb in Konkurs gehen ließen und verschwanden. Er kann uns genau die Grundstücke beschreiben, auch die Hausnummern sind klar, morgen schauen wir das noch genauer an. Kurz gehen wir auf die jetzige Situation und Entwicklung in Bärenstein ein, die er grundsätzlich positiv sieht, auch wenn einige Industrie nicht überlebt hat und viele abgewandert sind. Wir werden wie verabredet abgeholt und auf den Bärenstein,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103532.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103532.jpg" alt="" title="DS103532" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4707" /></a> einen 898 m hohen Basaltkegel 200m über dem Ort und weithin zu sehen, abgeholt, die Straße ist gleichmäßig steil und gut ausgebaut. Das alte Berghotel hat einen integrierten Aussichtsturm, der weithin sichtbar die Baumkronen überragt; unser Zimmer ist geräumig, aber einfacher als wir das vom Bild her erwartet hatten, der Preis ist allerdings auch entsprechend günstig. Ich rufe den früheren Betriebsleiter der Früchteverwertung an, an den sich Frau Meyer erinnert hat und dessen Name mir bekannt vorkommt; er ist einer der wenigen auf der Reise, der keine Auskunft geben will, was ich respektiere. Er dürfte allerdings auch einer der wenigen direkt Betroffenen sein, da er wahrscheinlich sowohl in den erfolgreichen DDR-Zeiten und bis zum Ende des Betriebes eine leitende Funktion hatte. Er macht einen verbitterten Eindruck und deutet an, dass er der Treuhand ein Gutteil Schuld am Niedergang gibt. Wir gehen zum Essen; der Service ist etwas wortkarg-sächsisch-nuschelnd und nicht besonders bemüht, das ist eher am unteren Ende der Skala und passt nicht zu den vielen Paketangeboten, die das Hotel anpreist. Seltsam mutet auch der Stil mit den bis auf einen reservierten Tischen an, obwohl keiner kommt, das ist uns schon am Dienstag im Staatsweingut passiert und erinnert mich an sozialistische Zeiten, alles keine Gründe wiederzukommen, auch wenn die Gegend für Wandern oder Winter durchaus interessant ist. Kaum sind wir auf dem Zimmer, zieht die erwartete Kaltfront mit Regen durch, es wird windig und kalt.</p>
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		<title>11. August: nach Waren (Müritz)</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Aug 2011 07:28:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Waren (Müritz): Bahnfahrt über Berlin, Hotel am Tiefwarensee, Fischessen am Müritz-Hafen Heute starten wir nach Waren (Müritz), ins Zentrum der Mecklenburgischen Seenplatte. Die Idee stammt von mir. 1990, direkt nach der Wende, als ich noch mit eigener Firma Software entwickelt &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/08/12/11-august-nach-waren-muritz/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Waren (Müritz): Bahnfahrt über Berlin, Hotel am Tiefwarensee, Fischessen am Müritz-Hafen</strong></p>
<p>Heute starten wir nach <strong>Waren (Müritz)</strong>, ins Zentrum der Mecklenburgischen Seenplatte. Die Idee stammt von mir. 1990, direkt nach der Wende, als ich noch mit eigener Firma Software entwickelt sowie ERP-Software eingerichtet und geschult habe, habe ich drei DDR-Getränkehersteller mit kompletten EDV-Lösungen ausgestattet, einer davon Zweigbetrieb des VEB Getränkekombinats Neubrandenburg mit Sitz in Waren. Das war eine verrückte Zeit, mit einem Lieferwagen voll mit Hardware fuhr ich los, schließlich durfte nichts fehlen, und alle nötigen Informationen mussten dabei sein, vor Ort konnte man nichts besorgen, und Telefonieren ging nur manchmal, mit Drehwählscheiben und Handvermittlung. In den ehemaligen VEBs, die sich am neuen Markt positionieren mussten, gab es neugierige Mitarbeiter und erbarmungswürdig desolate Technik. Ob diese Betriebe überleben würden, konnte ich nicht beurteilen; ohne geeignete EDV jedenfalls schon gar nicht. Im Internet konnte ich keine Spuren der Firma mehr finden, Unterlagen habe ich keine mehr. Ein Anruf beim Stadtarchiv in Waren auf  der Fahrt liefert erste Anhaltspunkte, mal sehen, was ich wiederfinde.<br />
Der Fahrplan liefert wie üblich in den Osten verschiedenste, fast gleichlange Verbindungen. Mich interessiert eine über Lüneburg und kleine Oststrecken, mit fünfmal Umsteigen. Kurz vor Göttingen, wo wir hätten umsteigen müssen, wird klar, dass die zehn Minuten Verspätung des zweiten Zuges zu Anschlussproblemen in Lüneburg führen würden, und damit auf den selten befahrenen Nebenstrecken zu deutlichen Verspätungen. Also entscheiden wir, die langweiligere und einfachere Variante über Berlin zu nehmen, mit der Bahncard 100 sind solche Wechsel kein Thema. Auch diese Verbindung dauert länger als üblich, weil im Sommer wegen Baustellen 40 Minuten Verzögerung in den Fahrplan eingebaut sind. Unterwegs nehme ich Kontakt mit dem Stadtarchiv auf und frage nach Spuren der Getränkeproduktion. Die Straße kann Frau Linne mir schon nennen, für Weiteres will sie morgen früh anrufen. Der Zug kommt dann zwar deutlich früher in Berlin an, es reicht aber nicht, um einen Zug früher im Takt zu erreichen. Wir machen eine Kaffeepause im Berliner Hauptbahnhof;<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99700.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99700.jpg" alt="" title="DSC99700" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3764" /></a> den nächsten RE nehmen wir nicht, weil der kurzfristig etwas Verspätung ausweist, was das Umsteigen in Neustrelitz gefährdet. Kurz danach fährt ein ICE, mit dem kommen wir ohne Umsteigen und nur geringfügig später an. Wir haben ein schönes Hotel am Tiefwarensee, nah am Zentrum und doch ruhig, bestens renoviert in einer alten Villa mit Blick auf den See,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99712.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99712.jpg" alt="" title="DSC99712" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3767" /></a> zugehörig zu einer Lebenshilfe-Einrichtung.<br />
Wir gehen Richtung Altstadt und zum Hafen an der Müritz. Hier wurde einiges Geld investiert, schöne Häuser, Renaissance-Rathaus,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99705.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99705.jpg" alt="" title="DSC99705" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-3766" /></a> viel neues Kopfsteinpflaster, viele Lokale, und an Häusern in der Fußgängerzone auf die Fassade gemalte Läden,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99704T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC99704T.jpg" alt="" title="DSC99704T" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-3765" /></a> sowas haben wir noch nie gesehen. Am Hafen liegen jede Menge Yachten, es gibt viele gut besuchte Strandcafes, fast wie in Südfrankreich, nur dass es etwas kühler und feuchter ist. Wir finden ein empfohlenes Fischrestaurant, ich esse eine Maräne, ein Süßwasserhering, geschmackvoll, schön kross, gut zu demontieren. Danach sind alle Gäste wieder auf den Yachten verschwunden, es regnet etwas. Wir gehen zum Hotel zurück. Ich bin wach und tippe den ganzen Text von heute, das geht diesmal wohl, weil ich heute morgen länger ausschlafen konnte.</p>
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		<title>12. Juli: Ausflug von Kassel nach Großbartloff</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Jul 2011 23:07:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Tagesausflug von Kassel: Großbartloff (Ideengeber: Christel Busse) im Eichsfeld, schon mehrfach angedacht Heute hat mich Marlis schon wieder überholt. Ihre Allergie hat sie etwas geärgert, und so ist sie schon früh wach. Sie hatte sich nach der spätesten Frühstückszeit erkundigt, &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/07/13/12-juni-ausflug-von-kassel-nach-grosbartloff/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Tagesausflug von Kassel: Großbartloff (Ideengeber: Christel Busse) im Eichsfeld, schon mehrfach angedacht</strong></p>
<p>Heute hat mich Marlis schon wieder überholt. Ihre Allergie hat sie etwas geärgert, und so ist sie schon früh wach. Sie hatte sich nach der spätesten Frühstückszeit erkundigt, jetzt muss sie sich an die früheste erinnern und erlebt mal die Geschäftsleute beim Frühstück. Als sie wieder aufs Zimmer kommt, wache ich gerade auf, ich musste und konnte mich von der Woche ausschlafen. So habe auch ich reichlich Zeit zum Frühstücken und Vorbereiten, und unsere Diskussion: Mietauto, späteste Verbindung nach Großbartloff, 900 Einwohner mitten im Eichsfeld, ist hinfällig, wir können die beste um 10:05 nehmen. Die aktuellen Zahlen der Bahn zeigen, dass bei der späteren der knappe Anschluss in Göttingen heute schiefgegangen wäre.<br />
Es ist warm und sonnig, durch viel Wald geht es von Kassel über<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98122.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98122.jpg" alt="" title="DSC98122" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3401" /></a> Hann.Münden und Eichenberg nach <strong>Heilbad</strong> (seit 1993) <strong>Heiligenstadt</strong>, Kreisstadt des <strong>Eichsfeldes</strong>. Christel Busse ist hier bei Nachkommen ihres Großvaters, der aus dem Ort stammt, auf der Flucht von Königsberg zwischengelandet, nach einer abenteuerlichen und entbehrungsreichen wochenlangen Fahrt musste sie sich auf dem Bahnhof in Heiligenstadt erstmal an den Zielort erinnern und wird dann sicherlich mit der &#8220;Kanonenbahn&#8221;, die als Teilstrecke der Direktverbindung zum Westwall nach Eschwege führte und 1993 stillgelegt wurde, nach Großbartloff gefahren sein, heute Draisinenstrecke für Touristen. Diese Orte werden wir uns heute anschauen und auch nach dem Namen des Großvaters Schreiber Ausschau halten.<br />
In Heiligenstadt treffen wir auf einen kleinen, gut renovierten Bahnhof<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98139.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98139.jpg" alt="" title="DSC98139" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3403" /></a> mit schönem Vorplatz,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98134L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98134L.jpg" alt="" title="DSC98134L" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3402" /></a> Stadtbushaltestelle und einem modernen ZOB.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98140.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98140.jpg" alt="" title="DSC98140" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3404" /></a> Der Kreis Eichsfeld betreibt ein eigenes Bussystem mit zentralen Knoten, das jedes Dorf erreicht, wobei es an Wochenenden und in den Ferien etwas dünn werden kann. Das System können wir etwas kennenlernen,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98142L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98142L.jpg" alt="" title="DSC98142L" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3405" /></a> der Busfahrer vertritt einen Kollegen und tippt erstmalig auf dem Computer herum. Am Marktplatz steigt sein Kollege ein, der ab der Buszentrale die Fahrt übernimmt,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98154L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98154L.jpg" alt="" title="DSC98154L" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3406" /></a> die dann richtig nett wird, wir erzählen und bekommen den Kreis erklärt.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98163.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98163.jpg" alt="" title="DSC98163" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3408" /></a> Im Zickzack geht es durch kleinste Orte<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98171.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98171.jpg" alt="" title="DSC98171" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3409" /></a> im Kreis bis zum nächsten Knoten Dingelstädt. Wir warten ein paar Minuten, unser nächster Bus ist schon angezeigt. Beinahe hätten wir ihn dann doch übersehen, denn es ist ein unauffälliger Achtsitzer. Die Besichtigung des Kreises Eichsfeld wird bis <strong>Großbartloff</strong> fortgesetzt, gegen 13 Uhr sind wir da.<br />
Das Dorf liegt etwas abseits, der Verkehr ist begrenzt, wir treffen auf eine schöne, unaufgeregte Häusermischung<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98172.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98172.jpg" alt="" title="DSC98172" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3413" /></a> mit viel Fachwerkbestandteilen und wenig Stilbrüchen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98185.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98185.jpg" alt="" title="DSC98185" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3414" /></a> in gutem Zustand und manchem nett gepflasterten Sträßchen. Die Infrastruktur ist überraschend gut, nach kurzer Zeit haben wir Edeka-Laden, Bäcker, Kneipe, Allgemeinarzt, Blumenladen und einige Handwerksbetriebe entdeckt. Alles gibts nur einmal, aber alle Achtung, für den Alltag ist alles da. Von hinten gehen wir in den Kummerberg. Christel Busse konnte uns Details nicht mehr sagen, sie ist 2009 verstorben, ihre Tochter hat uns aus der Erinnerung eines Besuchs gleich nach der Wende diese Straße genannt, dort hatten sie gemeinsam einen Vetter besucht, der das Haus von &#8220;Mariechen&#8221;, der Zwischenstation auf der Flucht, damals bewohnte. Mehr wusste sie nicht.<br />
Wir beginnen mit der Suche. Auf der Straße treffen wir Wilhelm Wallbraun, der als Malermeister einiges kennt, aber unsere Geschichte nicht auflösen kann.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98192.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98192.jpg" alt="" title="DSC98192" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3415" /></a> Er führt uns zur Nachbarin Elisabeth Schreiber, wir schauen zusammen in die drei Bände Ortschronik, kommen damit aber ohne Nachnamen auch nicht recht weiter. Sie denken die Häuser der Straße rauf und runter. Schreiber gibt es mehrere, auch ohne Zusammenhang mit Otto Schreiber, und der Zweig kann sich schon namentlich verändert haben. Hängen bleiben wir an der Familie Gerling, da soll es eine Marie gegeben haben, wir werden sie besuchen. Zunächst werden wir in die andere Ortsecke am Friedhof zum Ortschronisten und Ahnenforscher Bernd Homeier geschickt, auf dem Weg schauen wir in die schöne katholische Kirche, davor steht die alte Glocke, präsentiert vom Männerkirmesverein St. Peter &#038; Paul. Im Schaukasten<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98206AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98206AT.jpg" alt="" title="DSC98206AT" width="280" height="226" class="alignright size-full wp-image-3416" /></a> des CDU-Ortsverbandes hängt einsam ein Bild des Papstes, mehr Info ist wohl nicht nötig, Wikipedia weist aus: acht Gemeindevertreter, acht CDU. Schnell kommen wir mit Herrn Homeier ins Gespräch, wir bleiben wieder bei den Gerlings hängen, weiteres fällt ihm auch nicht ein. Er erzählt noch von seinen vielfältigen Kontakten in Sachen Ahnenforschung, oft in Erbschaftsangelegenheiten, die Aktenordner füllen, und bei denen es auch um Fragen der Bezahlung geht. Wie bei allen bisherigen Kontakten stößt unser Projekt auf großes Interesse. Er hat auch umfangreiches Material für eine Dorfchronik gesammelt, leider zuerst per Schreibmaschine, wir vermuten, das war zum 700-jährigen Ortsjubiläum 2006 zu schlecht zu verwerten, so sind die anderen erschienen, danach hat er sein Material mit Hilfe seines Sohnes in den Computer getippt, doch jetzt findet er keinen Sponsor mehr. Wir verabschieden uns, er bekommt noch Besuch.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98211.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98211.jpg" alt="" title="DSC98211" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3417" /></a> In der Bäckerei versorgen wir uns zu Preisen, die für uns aus dem Westen unglaublich günstig sind, und treffen Herrn Homeier wieder. Nun sind wir gerade wieder nahe am Kummerberg (hier gibts übrigens keinen Kummer, sondern es wächst kümmerlich), also suchen wir nach Gerling und finden sie in Hausnummer 3, auf der Terrasse mit Blick über den Ort auf den gegenüberliegenden Hang mit einem großen schlanken Gedenkkreuz. Nachdem wir einiges über Mariechen, den entfernten Vetter und den Besuch 1991/2 erzählt haben, wird klar:<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98218A.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98218A.jpg" alt="" title="DSC98218A" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3418" /></a> Karl und Johanna Gerling, das waren die gastfreundlichen Vettern, und Marie Küstner war Mariechen, wohnte früher hier und ist 1959 in Küllstedt im Krankenhaus gestorben und ihren Sarg hat Herr Gerling im Pferdefuhrwerk nach Großbartloff überführt. Karl Gerling ist tatsächlich 77 und zwar schon etwas langsamer, aber geistig und konditionell fit und bearbeitet noch einen großen Nutzgarten und etwas Landwirtschaft und führt uns durch die alte Schreinerwerkstatt<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98221L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98221L.jpg" alt="" title="DSC98221L" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3419" /></a> und die &#8220;Datscha&#8221; im Garten.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98226L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98226L.jpg" alt="" title="DSC98226L" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3420" /></a> Er war lange Monteur und hat viel gebaut, alle seine Touren liefen per Bahn, heute fahren sie mit dem Bus. Er bietet sich an, mit uns den alten Bahnhof und den Lutter-Wasserfall aufzusuchen,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98233L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98233L.jpg" alt="" title="DSC98233L" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3421" /></a> ein Glücksfall, wir steigen direkt durch sein Grundstück nach oben, über die Wiese durch Elektrozeune, die Direttissima, hätten wir uns nie getraut. Wir treffen im Wald oberhalb des Ortes auf ein süßes kleines Bahnhofsgebäude,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98236.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98236.jpg" alt="" title="DSC98236" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3422" /></a> an der Schiene steht &#8220;Straßenkreuzung, Absteigen&#8221; für die Draisinenfahrer, hier gibts ein Prozent Gefälle! Wir sehen einen Tunnel und die Böschung, hier gab es tatsächlich ein zweites Gleis, das nach dem Krieg abgebaut werden musste. Über einen tollen Waldrandweg mit Spitzenblick über den Ort führt uns Herr Gerling wieder direkt über Wiesen hinter Kühen her<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98249.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98249.jpg" alt="" title="DSC98249" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3423" /></a> zum Wasserfall, ein schöner, zehn Meter hoher Felsen in einem kleinen Waldstück, in dem man das fallende Wasser der Lutter bei diesem trockenen Wetter suchen muss, zumal die Teiche der darüberliegenden Forellenzucht, die von den Nachfolgern der LPG betrieben wird, gerade bei Trockenheit Bedarf am Restwasser haben. Wieder zurück am Kummerberg schlagen wir für die verbleibende halbe Stunde bis zum Bus einen Besuch in der Dorfkneipe vor, zu dem Herr Gerling tatsächlich seine Frau motivieren kann. Wir schaffen es, gegen Widerstand eine Runde auszugeben, und das wieder zu halben Preisen. Der Gastwirt sammelt Wände voll die kleinen Modelltrucks, wie unser Onkel Klaus, das ist ein Foto wert. Passend gehen wir zum schon bereitstehenden Rufbus, den wir am Nachmittag bestellt haben, und verabschieden uns herzlich. Es war ein echtes Erlebnis, und wir sind glücklich, dass wir – auch noch in der begrenzten Zeit, die der Bustakt vorgegeben hat – die Spuren wiedergefunden und deutlicher gemacht haben. Der Busfahrer im Achter-Bus stellt uns einen handschriftlichen &#8220;Notfahrschein&#8221; aus, den Preis kann ich ihm schon von der Hinfahrt nennen, einen Computer hat der Kleinbus nicht. Am ZOB Dingelstädt treffen wir unseren Busfahrer vom Mittag wieder, die Begrüßung ist jetzt schon humorvoll herzlich, wir folgen ihm in den Rewe-Markt gegenüber für die Viertelstunde bis zur Abfahrt. Mit zwei weiteren Fahrgästen starten wir, so fährt er eine etwas größere Route, um alle abzuliefern, und erklärt uns das ausgeklügelte System aus Ruf- und Linienbus mit GPS-Überwachung, automatischer Umstellung auf Leerfahrt usw. Auf Nachfrage empfiehlt er uns alle kulinarischen Lokationen von Heiligenstadt und setzt uns gezielt am Marktplatz ab. Wir sind absolut begeistert vom Busservice im Eichsfeldkreis, der ist wirklich bürgernah! Es wäre sträflich gewesen, hätten wir mit einem Carsharing-Auto Zeit &#8220;gespart&#8221;, über 30 € mehr ausgegeben und uns um diese Erlebnisse gebracht! Die Ortsmitte von Heiligenstadt ist schön,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98287A.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC98287A.jpg" alt="" title="DSC98287A" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-3424" /></a> Fachwerk, Fußgängerzone, mächtige Kirchen und klassizistische Bauten, Barockgarten, wir schauen uns auch eine Gaststätte an, entscheiden uns aber, den letzten durchgehenden Zug zu erreichen und in Kassel zu essen, weil die Läden schon zu sind und es hier demnächst heftig regnen dürfte.<br />
In Kassel bekommen wir eine Empfehlung zum Essen und fahren mit der Straßenbahn zum &#8220;Eckstein&#8221; am Rathaus, einem deftigen, preiswerten und ideenreichen Restaurant, wie es nur in Studentenstädten zu finden ist. Das Essen kommt schnell, ist heiß und durchaus gut. Satt kommen wir ins Hotel, es hat in Kassel nur etwas getröpfelt, dieser Text entsteht noch vollständig, auch Fotos haben noch Chancen, lassen Sie sich überraschen!</p>
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		<title>4. Mai: Kölpinsee und Loddin</title>
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		<pubDate>Thu, 05 May 2011 23:40:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Loddin-Kölpinsee (Ziel: Klaus Arendt): Kölpinsee mit Strand und Steilküste, Loddin mit Begegnungen Wie üblich nach der ersten Übernachtung sind wir vormittags etwas später dran. Hier ist alles kompakt im Kreis von 200 Metern: Bahnhof, Hotel, Edeka, Kurverwaltung, Post und die &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/05/06/4-mai-kolpinsee-und-loddin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Loddin-Kölpinsee (Ziel: Klaus Arendt): Kölpinsee mit Strand und Steilküste, Loddin mit Begegnungen</strong></p>
<p>Wie üblich nach der ersten Übernachtung sind wir vormittags etwas später dran. Hier ist alles kompakt im Kreis von 200 Metern:<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94170PAT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94170PAT.jpg" alt="" title="DSC94170PAT" width="280" height="174" class="alignright size-full wp-image-2583" /></a> Bahnhof, Hotel, Edeka, Kurverwaltung, Post und die Heimatstube, ein kleines Heimatmuseum. In der Kurverwaltung treffen wir gleich auf zwei kompetente Damen: Wir suchen das Haus Leopold, in dem Klaus ab 1960 elfmal Urlaub gemacht hat. Es liegt zwar am Melleweg, hat aber den Eingang von der Dorfstraße, mit Nummer 31. Gegenüber ist das Haus Krüger, wo er einmal gewohnt hat. Nach der Heimatstube fragen wir gleich. Wir erfahren, dass die Öffnungszeit von 14 bis 16 Uhr, für die wir extra wiederkommen wollten, wegen Personalmangels nicht besetzt ist, dafür geht Frau Schäfer gleich mit uns rüber, noch besser. Vieles ist hier im alten Bahnhofsgebäude zusammengetragen: Fischerei in Ostsee und Achterwasser, Brandschutz, Künstler, Schule. In einem dicken Album mit Fotos und Postkarten, das der Heimatverein gesammelt hat, finden wir noch Gebäude- und Gruppenfotos. Der Lehrer Leopold war 43 Jahre bis 1929 an der Schule und damit eine absolute Dorfautorität. Ca. 1912 hat er sein Wohnhaus im Jugendstil erbaut; drei seiner vier Töchter, eine ebenfalls Lehrerin,<div id="attachment_2586" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94174PAT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94174PAT-300x124.jpg" alt="" title="DSC94174PAT" width="300" height="124" class="size-medium wp-image-2586" /></a><p class="wp-caption-text">Zum Lesen anklicken, danach zurück</p></div> haben es danach weiter bewohnt und Zimmer an Feriengäste vermietet. Im großen Garten vor dem Haus Richtung Achterwasser haben sie zeitweise ein Café betrieben, &#8220;Leopolds Garten&#8221;.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94155.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94155.jpg" alt="" title="DSC94155" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2584" /></a> Das Holzschild und Geschirr stehen in der Heimatstube. Wir machen uns erst auf die Wanderroute, die Klaus auch erwähnt hatte: Richtung Ostsee vorbei an zwei Kinder-Reha-Einrichtungen kommt der Kölpinsee,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94227.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94227.jpg" alt="" title="DSC94227" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2588" /></a> ein etwa ein Kilometer langer See, von Schilf und einem lichten Wald mit Buchen und Birken eingefasst. Wir treffen gleich den im Reiseführer erwähnten Wurzelpfad durch sumpfiges, jetzt eher trockenes Gelände mit längeren Abschnitten auf Holzstegen. Nur sind jetzt nicht mehr einzelne Streben morsch,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94204.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94204.jpg" alt="" title="DSC94204" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-2589" /></a> sondern nur noch einzelne Streben in Ordnung, die meisten sind weg, gebrochen oder vermodert. Vom einfassenden Geländer stehen nur noch ein paar Stützen. Als ausgeschilderten Weg kann man ihn nicht mehr bezeichnen. Für uns ist er bei diesem trockenen Wetter gut begehbar. Unterwegs treffen wir auf eine geschützte Orchideenwiese, leider etwas zu früh für die Blüte. Am Ende ist eine kleine Siedlung, und am Deichweg, auf dem wir auf der anderen Seite zurückgehen, ein aus der Gartenlaube gewachsener Imbiss mit schönem Blick über den See, wo es alles gibt, auch Räucherfisch, sogar einen &#8220;Schweden&#8221;-Eisbecher: Softeis, Apfelmus, Eierlikör, Schlagsahne. Am Ende der Umrundung landen wir an der zentralen Strand-Infrastruktur mit Eisbude, Gasthaus, Fischräucherei, Strandkorbverleih und Sportangeboten. Wenns hier etwas windig ist, merken wir, wie kalt es doch trotz Sonne ist: kurz vor Handschuh. Durch feinen Sand<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94236.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94236.jpg" alt="" title="DSC94236" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2590" /></a> an der hier schon etwas ansteigenden Küste laufen wir bis zur nächsten Treppe,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94243.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94243.jpg" alt="" title="DSC94243" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2591" /></a> die auf die Kante hochführt. Durch schönen lichtdurchfluteten Wald mit Efeu und Maiglöckchenfeldern<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94257.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94257.jpg" alt="" title="DSC94257" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2592" /></a> – leider noch nicht aufgeblüht – laufen wir an der Steilwandkante auf den Steckelser Berg, 60 Meter hoch, mit Blick über die Ostsee.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94260.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94260.jpg" alt="" title="DSC94260" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2593" /></a> Die Steilküste ist eine reine Sandkante, komplett bewachsen, aber sehr empfindlich gegen Stürme. Da das die ganze Insel gefährdet, wurden jetzt in einigen hundert Metern Entfernung im Meer Steinwälle zum Wellenbrechen errichtet. Ob das allerdings die Steilküste mit dem Sonnenuntergang ist, die Klaus beschrieben hat, bezweifle ich, wahrscheinlich kommt die Sonne nicht soweit nach Norden rum. Jetzt müssen wir wenden, sonst langts nicht mehr für Loddin. Wir überqueren die Insel Richtung Loddin und kommen am Hotel vorbei. In dem Moment erreicht Marlis Klaus mit dem Handy und fragt, wo er bei seinem Nachwendebesuch 1995 gewohnt hat, und: es ist dasselbe Hotel gewesen, in dem wir jetzt wohnen, damals ganz neu. Das Ehepaar Richter, die sich auf der Hotelfachschule in Leipzig kennengelernt hatten, haben damals von der Treuhand das Grundstück gekauft und sich den Traum eines eigenen Hotels erfüllt, eines der ersten neuen in der Gegend. Heute ist die Konkurrenz größer, gerade auch im Restaurantbereich. Sie fallen auch heute noch durch ausgesprochen zuvorkommende, individuelle Gästebetreuung und ein sehr sauberes, gepflegtes Haus auf. Am Eingang von Loddin suchen wir zuerst den Friedhof auf und finden sofort das Leopold-Grab, leider können wir die Schwestern nicht identifizieren, da die große Grabstätte nur mit &#8220;Ruhestätte der Familie Lehrer Leopold&#8221; benannt ist, ohne Namen und Jahreszahlen. Im Dorfkern steht jetzt der Aquarius-Ferienwohnungs-Neubau<div id="attachment_2587" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94178PAT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94178PAT-300x102.jpg" alt="" title="DSC94178PAT" width="300" height="102" class="size-medium wp-image-2587" /></a><p class="wp-caption-text">Zum Lesen anklicken, danach zurück</p></div> am Platz des Achterwasser-Lokals, das bald nach der Wende baufällig abgerissen wurde. Im kleinen Hafen liegen Sportboote<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94305.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94305.jpg" alt="" title="DSC94305" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2594" /></a> und ein Fischerboot. Wir finden sofort die Dorfstraße 31, gestern abend haben wir das Haus schon umschlichen. Wir gehen durch den Garten, klingeln und werden gleich herzlich empfangen und hereingebeten. Herr Erben,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94315TLA.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94315TLA.jpg" alt="" title="DSC94315TLA" width="280" height="212" class="alignleft size-full wp-image-2597" /></a> der frühere Pfarrer von Koserow, hat in den 90er Jahren noch zu Lebzeiten der letzten Schwester angefangen, das Haus zu renovieren und weitestgehend original zu erhalten. Die damals durch einen Wintergarten verdeckte alte Jugendstil-Eingangstür wurde restauriert und zur neuen Eingangstür auf der anderen Seite gemacht, auch die alten Fenster wurden erhalten. Dabei hat ihm ein Sohn als Schreiner geholfen, studieren durften die Kinder zu DDR-Zeiten nicht. Die Scheune hat er mit der Kirche zu einem Seminar- und Gebetsraum ausgebaut. Im Garten können wir ein Foto mit uns von ähnlicher Position<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94341.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94341.jpg" alt="" title="DSC94341" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2598" /></a> wie das, was uns Klaus gegeben hat, machen. Wir gehen nach diesem Erfolg rüber zum Haus Krüger. Werner Krüger öffnet uns, und nach kurzer Zeit sind wir im Gespräch. Eine der Schwestern war seine Stiefmutter, so ist seine Zuneigung zu Loddin entstanden. 1978 kam er an das Grundstück und hat in Eigenarbeit in zwei Jahren sein Haus gebaut. Er zeigt uns seine Ferienwohnung und den wirklich tollen Blick über das Schilf<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94351.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94351.jpg" alt="" title="DSC94351" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2599" /></a> auf das Achterwasser. Als wir erzählen, dass wir noch vor Sonnenuntergang durch das Höft, die südliche Landspitze, laufen wollen, bietet er an, uns zu begleiten. Er befasst sich intensiv mit Steinen, Geologie und Naturschutz und konnte schon einiges, gerade im Höft, erreichen, anderes wünschenswerte ließ sich gegen die Interessen des Tourismus nicht durchsetzen. Wir erfahren einiges über die Entstehung der Halbinsel &#8220;Loddiner Höft&#8221;<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94362.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94362.jpg" alt="" title="DSC94362" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2600" /></a> in der letzten Eiszeit, finden Stellen, von denen aus der Blick aufs Achterwasser wie auf fünf Seen aussieht, und kommen an die kleine, versteckt liegende Steilküste<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94387TL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94387TL.jpg" alt="" title="DSC94387TL" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2601" /></a> auf dieser Inselseite. Jetzt haben die richtige, die Klaus meinte: hier sehen wir einen sehr schönen Sonnenuntergang. Vor dem Lokal Waterblick verabschieden wir uns und danken für die erlebnisreiche Führung. Noch rechtzeitig zum Bestellen nehmen wir Platz. Es lohnt sich: das überregional unter Feinschmeckern bekannte Fischrestaurant – es soll zu den Besten Deutschlands gehören – bietet uns zu absolut moderaten Preisen Herausragendes: eine Loddiner Fischsuppe, gebratenen Ostsee-Aal mit Stampfkartoffeln und für Marlis Stielkotelett vom Pommerschen Landschwein, sehr zart und saftig, bestens gewürzt, dazu Bratkartoffeln mit Lauch, Speck und Zwiebeln. Alles ein Gedicht, so dass auch eine Zitronencreme als Nachtisch nicht fehlen darf. Der Weißburgunder dazu von der Nahe ist nicht zu verachten. Und noch eine &#8211; etwas zweifelhafte &#8211; Besonderheit hat das Restaurant zu bieten: einen eigenen Weinberg hinterm Haus; das Ergebnis konnten wir nicht testen. Pappsatt verlassen wir das Lokal, die zweieinhalb Kilometer zum Hotel kommen als Verdauungsspaziergang gerade recht.   </p>
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		<title>31. März: nach Münster und zurück</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Mar 2011 22:51:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Fahrt nach Münster, auf den Spuren des legendären Café Schucan (Ziel: Frank), Rückkehr Der Gastraum zum Frühstück im Gasthof Arning ist historisch, der Kamin und Dekoration sind echte Antiquitäten. Nebenan gibt es einen Festsaal und einen Nichtraucher-Gastraum. Wir bezweifeln, ob &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/04/01/31-marz-nach-munster-und-zuruck/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fahrt nach Münster, auf den Spuren des legendären Café Schucan (Ziel: Frank), Rückkehr</strong></p>
<p>Der Gastraum zum Frühstück im Gasthof Arning ist historisch, der Kamin und Dekoration sind echte Antiquitäten. Nebenan gibt es einen Festsaal und einen Nichtraucher-Gastraum. Wir bezweifeln, ob das noch für viele Gäste attraktiv ist. Prüfen können wir es nicht, gestern war Ruhetag. Der Reporter der Glocke aus Oelde besucht uns zum Interview. Wir schauen im Verkehrsverein vorbei – multifunktional, gleichzeitig Reisebüro und Anzeigenannahme.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92168.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92168.jpg" alt="" title="DSC92168" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2122" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92178.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92178.jpg" alt="" title="DSC92178" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2123" /></a> Der Schnellbus bringt uns nach <strong>Münster</strong>, das wir ganz gut kennen; heute begeben wir uns auf die Spuren von Ideengeber Frank: in den 80er Jahren hat er in Münster studiert, und da war das Café Schucan am Prinzipalmarkt die Institution mit unschlagbarer Konditorei. Wir wissen schon aus Recherchen, dass es das seit 1997 nicht mehr gibt. Als wir Herrn Diepenbrock gestern abend unser heutiges Ziel genannt haben, hat er uns Tipps gegeben: zunächst das Stadtmuseum, auf dem Weg ins Zentrum. Aktuelle Ausstellungen sind Fotos zu Münster vor 50 Jahren und der Prinzipalmarkt von 1857 bis 1958. Da können wir das Haus schon in etwa identifizieren, sicher wird es in einem Kurzartikel in einem Münster-Buch: Prinzipalmarkt 24, 25 und 26. Da das Café nicht mehr existiert, halten wir natürlich nach aktuellen Alternativen Ausschau. Café Grotemeyer in der Nähe wurde uns schon gestern abend genannt und hier bestätigt. Ein Café Erwin Müller im Stil der 50er Jahre begegnet uns in Büchern; wir erfahren, dass es hier im Museum als Ausstellungsraum existiert als einziges Beispiel eines Ladens dieser Zeit, also besichtigen wir ihn gleich. Das Stadtmuseum ist wirklich sehenswert, die vielen anderen Räume mit Kunst und Geschichte seit der Gründung Münsters lassen wir allerdings weg. Heute in Münster regnet es erstmals seit langem auf unseren Reisen. Wir gehen daher gleich in die Stadtbücherei, weil uns bei Internet-Recherchen ein einziges Buch über die Geschichte des Café Schucan aufgefallen ist – mittlerweile vergriffen. Sie haben es, wir blättern es durch, lesen und fotografieren. 1836 wird das Café gegründet von dem Schweizer Steiner aus dem Engadin, ab 1894 bekommt Otto Schucan, ein Schreiner aus dem Engadin, der die Tochter eines Konditormeisters aus dem Café geheiratet hat, einen Pachtvertrag und bringt das ganze wieder in Schwung.<div id="attachment_2124" class="wp-caption alignleft" style="width: 290px"><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92192DPAT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92192DPAT.jpg" alt="" title="DSC92192DPAT" width="280" height="186" class="size-full wp-image-2124" /></a><p class="wp-caption-text">Aus dem Buch: Café Schucan vor und nach dem Neubau 1909</p></div> 1909 kauft er das Gebäude Haus 25 und das daneben, Haus 26, reißt beide ab und baut sie mit Renaissancefassaden und optimiertem Innenleben neu. 1937 kommt das Haus 24 dazu. 1947 werden die kriegsbeschädigten Häuser leicht verändert<div id="attachment_2125" class="wp-caption alignright" style="width: 207px"><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92195PAT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92195PAT.jpg" alt="" title="DSC92195PAT" width="197" height="280" class="size-full wp-image-2125" /></a><p class="wp-caption-text">Aus dem Buch: Wiederaufbau 1947</p></div> als erste wieder aufgebaut. Das Café ist ein Treffpunkt und eine Institution.<div id="attachment_2126" class="wp-caption alignleft" style="width: 204px"><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92206PAT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92206PAT.jpg" alt="" title="DSC92206PAT" width="194" height="280" class="size-full wp-image-2126" /></a><p class="wp-caption-text">Aus dem Buch: Original vor 1988</p></div> Es gibt kompromisslose handwerkliche Qualität.<div id="attachment_2127" class="wp-caption alignright" style="width: 290px"><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92221PAT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92221PAT.jpg" alt="" title="DSC92221PAT" width="280" height="157" class="size-full wp-image-2127" /></a><p class="wp-caption-text">Aus dem Buch: das Schaufenster</p></div> Sein Sohn Jakob Otto Schucan führt es weiter, bis er 1982 stirbt. Es folgt seine Tochter Clair. Ab 1982 gibt es Gerüchte, dass sie die Häuser verkaufen will; es ist schließlich eine 1a-Lage, die sehr begehrt und teuer ist, und für die der Umsatz einer Konditorei nicht reicht, zumal keine Kinder da sind, die das Geschäft weiterführen wollen. In Münster gibt es Aufschreie und Verhandlungen, die Übernahme durch andere Cafés scheitert, die Douglas-Holding kauft die Gebäude, das Original-Schucan schließt am 31.3.1989, heute genau vor 22 Jahren. Wichtige Mitarbeiter wechseln in andere Cafés der Stadt. Douglas baut das größte Haus 24 zur Parfümerie um und lässt, um einer Rufschädigung vorzubeugen, von der zum Konzern gehörenden Confiserie Feller ein Café unter dem Namen Schucan mit dem alten Sortiment weiterführen. Das Buch wurde 1995 verfasst; wie wir im Internet aus Zeitungsartikeln erfahren haben, wurde das Café 1997 unter Protesten der Münsteraner endgültig geschlossen, da die Qualität nicht mehr die alte war und der Betrieb sich nicht mehr lohnte; nur noch der Schriftzug über der Tür<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92247.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92247.jpg" alt="" title="DSC92247" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2128" /></a> und die Inschriften in der Fassade von Haus 25 erinnern an Schucan.<div id="attachment_2130" class="wp-caption alignright" style="width: 290px"><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92244PAT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92244PAT.jpg" alt="" title="DSC92244PAT" width="280" height="223" class="size-full wp-image-2130" /></a><p class="wp-caption-text">Die Häuser heute</p></div> Unsere Gespräche ergeben, dass das Café Kleimann am Prinzipalmarkt 48 sich als Ersatz versucht. Auch das schon seit 1850 bestehende Café Grotemeyer im Salzweg hat ähnliche Tradition. Es regnet noch immer, also kehren wir dort ein. Die Torten<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92229.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92229.jpg" alt="" title="DSC92229" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2131" /></a> – wir probieren &#8220;Grothemeyer Spezial&#8221; und Zitronenbuttercreme &#8211; und die Schokolade sind vorzüglich. Wir ziehen weiter zum Café Kleimann,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92240.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92240.jpg" alt="" title="DSC92240" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2132" /></a> dort sieht alles noch besser aus, mangels weiterem Appetit auf Torten kaufen wir Confiserie-Artikel. Alle Kommentare sagen aber, dass das Schucan nicht ersetzbar sei. Herr Diepenbrock hat uns gestern noch einen Tipp gegeben, auf den wir sonst nie gekommen wären: im seit 1999 bestehenden <a href="http://www.mocca-d-or.de">Mocca d&#8217;Or</a>, einer angesagten großen Pizzeria, die auch Kaffee und Kuchen anbietet und etwas versteckt in einer Nebengasse an der Rothenburg liegt, seien Möbel des alten Schucan übernommen worden. Wir besuchen es und erkennen die Stühle und Leuchter<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92255.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92255.jpg" alt="" title="DSC92255" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2133" /></a> von den Fotos. Die Chefin bestätigt uns das und zeigt auch den Kamin, der aus dem alten Geschäft stammt. Mit dem Mobiliar wurde versucht,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92259.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92259.jpg" alt="" title="DSC92259" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2134" /></a> hier eine ähnliche Treffpunkt-Atmosphäre herzustellen wie im alten Schucan. Wir gehen am ehemaligen Standort des Café Müller vorbei, dort residiert jetzt eine gewöhnliche Bäckerei mit Café. Zufrieden mit unseren Recherche-Ergebnissen beenden wir den Besuch in Münster und kehren auf einer neuen Ruhrgebiets-Route via Haltern, Recklinghausen, Oberhausen, auf der wir direkt hinter der Essener Zeche<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92280T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92280T.jpg" alt="" title="DSC92280T" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2135" /></a> Zollverein vorbeikommen, ohne Probleme am Abend<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92285.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC92285.jpg" alt="" title="DSC92285" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2136" /></a> nach Ludwigshafen zurück.</p>
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		<title>18. März: nach Olpe und zurück</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Mar 2011 00:48:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Olpe(Ziel: Christian Deimel): Stadtarchiv, Stadtrundgang. Rückfahrt. Heute morgen fahren wir mit dem Bus nach Olpe. Um uns den Umweg über Gummersbach und 45 Minuten früheres Aufstehen zu ersparen, bringt uns die Seniorchefin des Hotels fünf km weit nach Pernze, wo &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/03/19/18-marz-nach-olpe-und-zuruck/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Olpe(Ziel: Christian Deimel): Stadtarchiv, Stadtrundgang. Rückfahrt</strong><strong>.</strong></p>
<p>Heute morgen fahren wir mit dem Bus nach <strong>Olpe</strong>. Um uns den Umweg über Gummersbach und 45 Minuten früheres Aufstehen zu ersparen, bringt uns die Seniorchefin des Hotels fünf km weit nach Pernze, wo wir direkt in den Bus von Gummersbach einsteigen können. Durchs weiterhin stark zerfurchte Bergische Land wechseln wir ins Sauerland. Ab Drolshagen verfolgen wir die alte Bahntrasse, auf der keine Schienen mehr liegen. In Olpe ist von den mehreren Bahnsteigen und durchgehendem Gleis nur noch eine Haltestelle mit einem Gleis und Prellbock<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91096.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91096.jpg" alt="" title="DSC91096" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1916" /></a> übriggeblieben. Stündlich kommt ein Triebwagen von Finnentrop an der Strecke Hagen-Siegen und fährt wieder zurück. Im Bahnhofsgebäude gibt es eine Kneipe mit vielen Spielautomaten, die für uns die Gepäckaufbewahrung übernimmt. Die frühere weiterführende Bahnstrecke ist mit Parkplätzen und Einkaufsmärkten bebaut.<br />
Direkt vor dem Bahnhof liegen Rathaus und das alte Lyzeum mit ihrer Rückseite, wir sind sofort im Stadtarchiv. Es ist ein eigenes Reich unter dem Dach, alles mit Sammlerstücken dekoriert fast wie in einem Museum. Und das passt: es gibt einen Förderverein Stadtmuseum, in der Zeitung wird sehr konkret der Umbau des nicht mehr genutzten Bahnhofs diskutiert, hier wurde bereits Geld gesammelt. Wir forschen nach den Elternhäusern unserer Ideengeber, dem Weingroßhandel Deimel und der Martinus-Apotheke. Beide lagen nicht weit voneinander in der Martinstraße, dort haben sie sich kennengelernt. Bei Christians Namen Deimel werden wir umfangreich fündig.<div id="attachment_1917" class="wp-caption alignright" style="width: 272px"><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91109DAT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91109DAT-262x300.jpg" alt="" title="DSC91109DAT" width="262" height="300" class="size-medium wp-image-1917" /></a><p class="wp-caption-text">Zum Lesen anklicken, dann zurück</p></div> Die Gründung der Weinhandlung und Likörherstellung Emil Deimel lässt sich mühelos auf 1879 anhand von Daten in Kleinanzeigen in den Adressbüchern von 1899 und 1929 verfolgen. Der Name Deimel ist in der Gastronomie stark vertreten: Am Markt gibt es den &#8220;Goldenen Löwen&#8221;,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91160.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91160.jpg" alt="" title="DSC91160" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1918" /></a> der auch auf Deimel zurückgeht, Emil Deimel dürfte 1856 im Eckhaus<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91161.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91161.jpg" alt="" title="DSC91161" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1919" /></a> vor der katholischen Kirche am Markt geboren sein, auch hierfür gibt es Urkunden. In der Chronik des Domkapitels gibt es Deimel als Lehrer, Jesuitenpater, Studenten und Forscher mindestens seit dem 17. Jahrhundert. Die Weinhandlung endet in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts; auch sonst ist der Name jetzt kaum mehr in der Geschäftswelt präsent. Die Forschung nach Waltrauds Mädchennamen fällt dürftiger aus. Wir finden 1966 in der Martinstraße eine Witwe mit dem Namen und die Martinus-Apotheke in der Nr. 12 mit dem Inhaber W. Maerz. Wir unterhalten uns mit dem Archivar Josef Wermert über Olpe. Er ist seit 22 Jahren hier und hat gerade den dritten Band der Stadtgeschichte rechtzeitig vor dem 700-jährigen Stadtjubiläum vollendet. Aus den Druckfahnen kopiert er uns zwei Seiten zu unserem Thema. Er berichtet von der sehr positiven Entwicklung der Stadt in den letzten Jahrzehnten in wirtschaftlicher und städtebaulicher Hinsicht, bestätigt aber auch unsere subjektive Erfahrung von Arnsberg, Ründeroth, Gummersbach und Olpe, dass das gastronomische Preisniveau im Bergischen und Sauerland traditionell etwas hoch ist.<br />
Wir schauen uns das Stadtmodell von 2006 im Rathaus an und gehen in die nach dem letzten Stadtbrand 1795 auf einem Hügel mit neuem Grundriss ohne die frühere Stadtmauer neu angelegte Altstadt. Sie bietet ein recht geschlossenes Bild von einzeln stehenden<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91198.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91198.jpg" alt="" title="DSC91198" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1920" /></a> stattlichen zwei- bis dreistöckigen Häusern, die in den oberen Stockwerken, im Giebel und meist an bestimmten Seiten<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91200.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91200.jpg" alt="" title="DSC91200" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1921" /></a> mit Schiefer verkleidet sind. Die anderen Teile der Häuser sind weiß gestrichen und haben oft einen Fachwerk-Anteil. Dieses Weiß mit verschiedenen Grautönen macht einen stattlich-soliden, angenehm anzuschauenden Eindruck.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91232.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91232.jpg" alt="" title="DSC91232" width="186" height="280" class="alignleft size-full wp-image-1922" /></a> Es gibt schöne inhabergeführte Geschäfte, auch Buchhandel, Feinkost und sehr aktuelle, auch gehobenere Mode und kaum Leerstand. Wir besuchen den Goldenen Löwen. Er ist sehr geschmackvoll modern eingerichtet und lädt zum Aufenthalt ein. Das Mittagsbüffet für 7,50€ ist wirklich seinen Preis wert, das sieht man auch an dem guten Besuch. Wir schauen auf Hinweis des Archivars in den alten Gewölbekeller,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91165ATFL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91165ATFL.jpg" alt="" title="DSC91165ATFL" width="280" height="243" class="alignright size-full wp-image-1923" /></a> in dem ein gediegenes Abendrestaurant eingerichtet ist. Die Kirchen sehen wir nur von außen an, ebenso das kleine Gerberviertel am Olpebach unterhalb der Stadtmauerreste. Genauer forschen wir in der Martinstraße, der Einkaufsstraße in der Neustadt. Von den Häusern, mit denen Deimels Weinhandlung in Verbindung zu bringen ist, steht noch die Nr. 42, 44 und 53 sind Neubauten. Unter dem Haus durch fließt<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91205.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91205.jpg" alt="" title="DSC91205" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1924" /></a> die Günse. Nach mehreren anderen Nachnutzungen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91210.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91210.jpg" alt="" title="DSC91210" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1926" /></a> ist seit einigen Jahren ein gut sortierter Fachmarkt für Elektro-Installationsmaterial und Geräte ansässig. Die Martinus-Apotheke ist jetzt in einem Neubau in der Nr. 23; die früheren Standorte in der Nr. 20 und im ursprünglichen Standort Nr. 12 sind jetzt Textilgeschäfte. Wir treffen den jetzigen Inhaber der Martinus-Apotheke, er berichtet übereinstimmend über die positive Entwicklung der Stadt, die er seit 1985 beobachtet. Die Innenstadt sei deswegen so lebendig, weil hier die Verwaltung den Bau großer Einkaufszentren am Stadtrand verhindert hat. Die Apothekenkonkurrenz allerdings ist groß; acht Apotheken in der Stadt, davon drei innerhalb 300 Metern in der Martinstraße, das sei zuviel. Für weitere Informationen verweist er uns an die Tochter seines Vorgängers, jetzt Inhaberin der Valentin-Apotheke, Frau Rose. Leider treffen wir sie nicht an. Wir steigen zufrieden den Zug nach Finnentrop; wir haben eine überraschend interessante Stadt<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91181.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91181.jpg" alt="" title="DSC91181" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1928" /></a> gesehen und viel erfahren. Wir genießen schöne Ausblicke auf den Bigge-Stausee,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91245T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91245T.jpg" alt="" title="DSC91245T" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1929" /></a> an dessen Ende Olpe liegt, und der die Freizeit- und Urlaubsqualität seit den 60er Jahren nachhaltig gesteigert hat.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91244.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC91244.jpg" alt="" title="DSC91244" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1930" /></a> Mit Umstiegen in Finnentrop, Siegen, Gießen, Frankfurt und Mannheim kehren wir – stressfrei und komplett pünktlich – nach Ludwigshafen zurück.</p>
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		<title>3. März: Prenzlau</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Mar 2011 23:41:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ziel Ideengeber]]></category>
		<category><![CDATA[Archiv]]></category>
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		<description><![CDATA[Prenzlau (Ziel: Peter Gottschling) Vorstadt, Stadtarchiv Die Sonne begrüßt uns beim Aufwachen, die Autos draußen sind dick mit Rauhreif bedeckt. Es bleibt den ganzen Tag wolkenlos. Gleich beim Frühstück treffen wir die Reporterin vom Nordkurier, die uns intensiv ausfragt. Wir &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/03/04/3-marz-prenzlau/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Prenzlau (Ziel: Peter Gottschling) Vorstadt, Stadtarchiv</strong></p>
<p>Die Sonne begrüßt uns beim Aufwachen, die Autos draußen sind dick mit Rauhreif bedeckt. Es bleibt den ganzen Tag wolkenlos. Gleich beim Frühstück treffen wir die Reporterin vom Nordkurier, die uns intensiv ausfragt. Wir folgen ihr ins Stadtarchiv, wo sie uns bei der Recherche fotografiert. Unser Ideengeber, Peter Gottschling, hat als Kind von 1939 bis März 1945 am Vorstadtbahnhof in einem für Offiziere gebauten Haus gewohnt, sein Vater war Oberstabsarzt. Wir schauen nach dem Haus, das er nur einmal, kurz nach der Wende, in schlechtem Zustand gesehen hat. Das Archiv hat uns gesagt, dass die Straße jetzt &#8220;Am Vorstadtbahnhof&#8221; heißt, und uns die Bauunterlagen herausgelegt.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC89984PAT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC89984PAT.jpg" alt="" title="DSC89984PAT" width="280" height="241" class="alignleft size-full wp-image-1516" /></a> Wir durchblättern den gesamten Schriftverkehr vom Bauauftrag der Wehrmacht an den Maurermeister und Architekten Rudolf Weiß als Bauträger, Kauf, Baupreise, Finanzierung, Mietkalkulation. Das Haus wurde noch vor Kriegsbeginn fertiggestellt. Im letzten Adreßbuch der Stadt von 1938 ist Herr Weiß als Eigentümer der Mackensenstr. 1 verzeichnet, der Vater unseres Ideengebers ist aber noch nicht in der Auflistung. Es gibt weiteren Schriftverkehr über das Bauvorhaben eines zweiten Hauses nach demselben Plan, das sich aber immer weiter verzögerte wegen Materialmangels am Kriegsbeginn, und nach den vorhandenen Unterlagen sieht es so aus, als wäre es nicht mehr gebaut worden. Jetzt erst kommen wir dazu, im Hotel einzupacken. Die Tourist-Info ist gleich gegenüber, mit voller Sicht auf die imposante Ostfassade der Marienkirche.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC89973.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC89973.jpg" alt="" title="DSC89973" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1517" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90007.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90007.jpg" alt="" title="DSC90007" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1518" /></a> Das war nicht immer so. Bis zu den Bränden am Kriegsende war der Platz davor dicht bebaut, dann nochmal seit der 750-Jahr-Feier 1984, was in den 90ern wieder abgerissen wurde. Jetzt ist wieder eine Teilbebauung bis zur Landesgartenschau 2013 geplant. Wir finden eine geeignete Uckermark-Landkarte, die auch für unsere weiteren Ziele Joachimsthal und Poratz geeignet ist, und noch einige historische Bilder und umfassende Infos über Wandern und Radfahren.  Wir laufen am Mitteltor vorbei durch Wohnsiedlungen, danach nur noch lockere, meist gewerbliche Bebauung mit teilweise  einzelnen alten Häusern. Inzwischen wissen wir auch, dass die 85% Zerstörung der Innenstadt nicht durch Luftangriffe, sondern durch Brände am 24. April 1945 entstanden sind. Brandstiftung ist wohl sicher, aber ob es die Wehrmacht beim Rückzug war, ist nicht geklärt. Unser Ideengeber hat davon nichts mehr mitbekommen. Wir nehmen einen Nebenweg über altes Pflaster und durch den Uferwald des Strom – so heißt der größere Bach, Nebenfluss der Ucker, der auch hinter dem Offiziershaus fließt. Er ist über weite Strecken eisbedeckt.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90040.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90040.jpg" alt="" title="DSC90040" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1534" /></a> Wir erreichen die Vorstadt und erkennen das Haus, ein schlichtes zweistöckiges Gebäude,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90046.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90046.jpg" alt="" title="DSC90046" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1519" /></a> das jetzt komplett saniert und voll bewohnt ist. Zunächst erkunden wir die Umgebung. Gleich dahinter läuft die stillgelegte Bahnstrecke<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90056T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90056T.jpg" alt="" title="DSC90056T" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1535" /></a> Prenzlau-Templin, die alte Bahnhofs-Aufschrift &#8220;Prenzlau Vorstadt&#8221;<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90054T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90054T.jpg" alt="" title="DSC90054T" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1520" /></a> ist an einem Gebäude zu erkennen. Davor steht das alte Häuschen der &#8220;Vorstadt-Wage&#8221; mit großer, holzbeplankter Wiegeplatte.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90063.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90063.jpg" alt="" title="DSC90063" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1537" /></a> Zuletzt entschließen wir uns zu klingeln und sprechen eine Hausbewohnerin mit ihrer acht Monate alten Tochter, die leider erst seit zwei Jahren dort wohnt und nichts zur Geschichte weiß. Die Nachbarn, die seit 50 Jahren dort wohnen, sind momentan nicht zu Hause. Wir ziehen weiter zu den naheliegenden Schulen. Auf dem Weg sehen wir mehrere Trafohäuschen, die von einer Künstleragentur für die Stadtwerke mit kreativen Prenzlauer Motiven bemalt sind.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90085.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90085.jpg" alt="" title="DSC90085" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1539" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90088PA.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90088PA.jpg" alt="" title="DSC90088PA" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1540" /></a> Es ist deutlich zu erkennen, dass die Schulgebäude früher Kasernen waren. Im Vergleich zum Stadtplan stehen weniger Gebäude; offensichtlich sind bei der Umnutzung und Sanierung Gebäude abgerissen worden. Von dieser Siedlung führt ein schöner Fußweg durch die Felder<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90098T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90098T.jpg" alt="" title="DSC90098T" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1542" /></a> direkt zum See.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90104T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90104T.jpg" alt="" title="DSC90104T" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1543" /></a> Hier gibt es einige schöne klassizistische Gebäude.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90021L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90021L.jpg" alt="" title="DSC90021L" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1524" /></a> Der Blick von der Uferpromenade über den großen Unteruckersee ist wirklich schön.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90106.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90106.jpg" alt="" title="DSC90106" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1525" /></a> Die ganze Uckermark ist voll mit kleineren Seen, die durchaus 50 m tief sein können. Die Landschaft ist leicht hügelig, im Süden von Prenzlau gehen wir sogar durch die Bergstraße, gesäumt mit schöner Gründerzeitbebauung, hinauf zum Friedhof, und rückblickend schaut man direkt von oben auf den See. Ab April fährt wieder regelmäßig das Ausflugsschiff. Jetzt ist der See mit bis zu 15cm starkem Eis zugefroren, es gibt sogar Schlittschuhläufer. Die Enten und Schwäne sonnen sich auf dem Eis,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90119.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90119.jpg" alt="" title="DSC90119" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-1526" /></a> watscheln leicht rutschend darauf herum und landen schlitternd auf dem Eis. Nach einer Kaffee-Einkehr gehen wir  ins Museum im Dominikanerkloster, es reicht vor Schließung leider nur noch für einen kurzen Blick in die schlichte weiße Klosterkirche, einem gotischen Backsteinbau mit einem imposanten dreistöckigen Altarbild von 1509. Wir sehen den von einer schon im 17. Jahrhundert baufälligen Kirche übriggebliebenen wuchtigen Nikolaiturm,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90151T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/03/DSC90151T.jpg" alt="" title="DSC90151T" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-1527" /></a> kaufen im Regionalladen Uckerkaas und fahren in der Dämmerung im gut gefüllten Zug nach Berlin. Es ist jetzt wieder empfindlich kalt. Tagsüber war es sehr angenehm, die Sonne heizte etwas, die Handschuhe waren endlich mal ein paar Stunden unnötig.</p>
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		<title>11. Februar: Weißenhorn</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Feb 2011 10:38:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Fortsetzung Weißenhorn: Besuch Montessori-Schule, Claretiner-Kolleg, historisches Stadttheater Gestern haben wir die Details von Bernhards Theaterspiel gefunden, heute gehen wir allen Spuren praktisch nach. Wir mit unserem Projekt sind hier mit hohem Interesse aufgenommen worden, entsprechend unerwartet voll präsentiert sich unser &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/02/12/11-februar-weisenhorn/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fortsetzung Weißenhorn: Besuch Montessori-Schule, Claretiner-Kolleg, historisches Stadttheater</strong></p>
<p>Gestern haben wir die Details von Bernhards Theaterspiel gefunden, heute gehen wir allen Spuren praktisch nach. Wir mit unserem Projekt sind hier mit hohem Interesse aufgenommen worden, entsprechend unerwartet voll präsentiert sich unser Terminkalender. Zwischen die Termine schieben wir abschnittsweise den Stadtrundgang<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88743.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88743.jpg" alt="" title="DSC88743" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1360" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88827.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88827.jpg" alt="" title="DSC88827" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1361" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88593.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88593.jpg" alt="" title="DSC88593" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1359" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88603T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88603T.jpg" alt="" title="DSC88603T" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1371" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88819.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88819.jpg" alt="" title="DSC88819" width="186" height="280" class="alignleft size-full wp-image-1376" /></a> und das Betrachten der Säulen zur Stadtgeschichte anhand der Flyer, in denen wir wieder die Handschrift von Wolfgang Ott, dem Leiter des Heimatmuseums, wiedererkennen. Beides finden wir sehr lohnend und vorbildlich: Entwicklungen, Stationen und geschichtliche Einbettung der Stadt werden knapp, aber präzise, vollständig und ohne Beschönigungen in anschaulicher und gestalterisch ansprechender Weise dargestellt.<br />
Wir besuchen die <a href="http://www.msswh.de/">Montessori-Schule</a>, die es seit 2006 in den früheren Schulräumen des Claretiner-Kollegs gibt, und die sich laufend durch obere Klassen erweitert, so wie die Schüler älter werden. In jeder Klasse sind drei Jahrgangsstufen vereint, jede Klasse hat zwei Räume<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88633.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88633.jpg" alt="" title="DSC88633" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1362" /></a> und eine Küchenzeile. Die Klassen haben sich jeweils eigene Regeln<div id="attachment_1363" class="wp-caption alignright" style="width: 138px"><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88635A.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88635A-128x300.jpg" alt="" title="DSC88635A" width="128" height="300" class="size-medium wp-image-1363" /></a><p class="wp-caption-text">Zum Lesen anklicken, dann zurück</p></div> gegeben, und es gibt etwa zehn Dienste, die reihum immer von zwei Schülern wahrgenommen werden. Der Unterricht richtet sich nach den bayerischen Lehrplänen, jeder Schüler erhält Wochenpläne und verwaltet Tagespläne, bestimmt aber die Lerngruppe und aktuelle Lernthemen selbst. Jede Klasse mit max. 25 Schülern wird dabei von zwei Pädagogen betreut. Dazu gibt es noch Fachlehrer. Englisch wird ab der ersten Klasse spielerisch mit eingeflochten. Die Eltern arbeiten intensiv beim Ausbau der Schule mit. Es ist eine Ganztagsschule, es gibt keine Hausaufgaben. Alles geschieht ohne Noten, es gibt Beurteilungen. Nur für die Abschlüsse gibt es Übersetzungen in Noten. Bei Verpflegung und Veranstaltungsräumen arbeiten sie eng mit den Claretinern zusammen. Für die Schule dürften die freigewordenen Räume der Claretiner ein Glücksfall gewesen sein.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88626A.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88626A.jpg" alt="" title="DSC88626A" width="280" height="216" class="alignleft size-full wp-image-1364" /></a> Die private Initiative musste so nicht so viel investieren und konnte viel schneller mit dem Betrieb starten. Wir erleben auch noch Schulbetrieb; die Atmosphäre erscheint uns sehr angenehm und offen, und die Kinder äußerst motiviert.<br />
Mittags treffen wir uns mit der Illertisser Zeitung. Der Kontakt stammt von der Schwabenbühne, die wir heute abend im Theater besuchen. Davor gelingt noch ein Blick in die Stadthalle,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88676.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88676.jpg" alt="" title="DSC88676" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1365" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88590A.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88590A.jpg" alt="" title="DSC88590A" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1366" /></a> als wir Handwerker an der sonst geschlossenen Halle treffen. Noch einmal gehen wir zu den Gebäuden des <a href="http://www.claretiner-weissenhorn.de/">Claretiner-Kollegs</a>, diesmal treffen wir den Superior der Weißenhorner Bruderschaft, Pater Georg Hopf CMF<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88740.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88740.jpg" alt="" title="DSC88740" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1372" /></a> (die Abkürzung des Ordens in der katholischen Welt: Cordis Mariae Filii – Söhne des Herzens Mariens). Bis 2002 haben die Padres hier die Internatsschule betrieben, an der Bernhard knapp zwei Jahre um 1965 als 13-jähriger war und immer mit der Bahn von Neustadt nach Weißenhorn fuhr, gerade noch bevor die Stichstrecke Senden-Weißenhorn stillgelegt wurde. Sie soll in den nächsten Jahren wieder für den Personenverkehr eröffnet werden. Die Claretiner sind ein aus Spanien stammender Missionsorden, der in Deutschland einige Standorte hat, und dessen Padres vor Ort meist in der Pastoralarbeit mitwirken, hier auch als Pfarrer in kleinen Gemeinden und als Religionslehrer. Der Standort<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88607.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88607.jpg" alt="" title="DSC88607" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1374" /></a> hat seit den 60er Jahren einen gewaltigen Wandel durchgemacht und sich an heutige Verhältnisse angepasst. Seit 1988 wird mit der Diözese eine Jugendbegegnungsstätte betrieben, die sehr aktiv Freizeiten im kirchlichen Bereich durchführt. Der Schulbetrieb als Progymnasium (bis zur zehnten Klasse) mit Internat wurde bis 2002 aufrechterhalten, bis die schrumpfende Bruderschaft diese Aufgabe nicht mehr leisten konnte. <div id="attachment_1424" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/02/12/11-februar-weisenhorn/claretinerrechnung1964zeugnis1965/" rel="attachment wp-att-1424"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/ClaretinerRechnung1964Zeugnis1965-300x257.jpg" alt="" title="ClaretinerRechnung1964Zeugnis1965" width="300" height="257" class="size-medium wp-image-1424" /></a><p class="wp-caption-text">Zum Lesen anklicken, dann zurück</p></div>Von Bernhard haben wir noch ein Zeugnis und eine Rechnung der Schule von damals bekommen. Nach der Zwischennutzung durch ein örtliches Gymnasium kam dann die Montessori-Schule. Wir sehen alles: die alte und die neuere Turnhalle, Schlafsäle und Schlafräume, Waschräume, Spinde auf dem Flur, heute neu strukturierte Zimmer für die Gäste der Jugendbegegnungsstätte und auch andere Bereiche, die noch auf einen Umbau und eine neue Nutzung warten. Es gibt Aufenthalts-, Studier- und Meditations- und Speiseräume sowie eine große Küche, die für die Padres, die Begegnungsstätte und die Schule, kocht. Beeindruckend ist die neu gestaltete herzförmige Kapelle.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88689.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88689.jpg" alt="" title="DSC88689" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1373" /></a> Sie ist zur vielfältig nutzbaren Veranstaltungshalle umgebaut worden, mit allen Medienanschlüssen und Einbauten. Konzerte, Seminare, Vorträge und Kirchenbetrieb sind möglich. Die Spitze ist mit Vorhang abgetrennbar als Kapelle für die aktuell acht Padres. Auch die Schule nutzt den Raum. Die ganze Umnutzung und auch die Zusammenarbeit der Nutzer erscheint uns als eine beispielhafte Synergie.<br />
Wir beenden den Stadtrundgang<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88751.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88751.jpg" alt="" title="DSC88751" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1377" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88763.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88763.jpg" alt="" title="DSC88763" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1378" /></a> und haben dann im <strong>Stadttheater</strong> eine Verabredung mit dem Hausmeister. Das Gebäude ist die Zehntscheuer der Fugger aus dem 16. Jhd., im 19.Jhd. wurde sie frei, und um 1876 konnten sich ein Theaterverein und die Kolpingbrüder durchsetzen, und das Gebäude wurde zum Theater umgebaut:<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88775.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88775.jpg" alt="" title="DSC88775" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1379" /></a> 100 Plätze unten, 45 Plätze oben auf einer umlaufenden Empore und eine Bühne<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88782.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88782.jpg" alt="" title="DSC88782" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1380" /></a> mit etwas Technik, rote Polster, graues Holz mit Bemalung und Deckengemälde, beschriftete Eingänge.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88778.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88778.jpg" alt="" title="DSC88778" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1381" /></a> Dahinter noch der Versammlungsraum von Kolping. Das Erdgeschoss unter dem Theaterrraum war früher Schuppen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88821.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88821.jpg" alt="" title="DSC88821" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-1382" /></a> für Feuerwehr und Segelflieger. Nach der Sanierung 1976 wurde daraus ein richtiges Foyer mit Garderobe,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88805.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88805.jpg" alt="" title="DSC88805" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-1383" /></a> seitdem wird es regelmäßig bespielt: Von Mundartkomödien bis Kammeropern geben regionale freie und feste Theater Gastspiele. Wir können alles betrachten und hinter die Kulissen schauen.<br />
Sehr angeregt unterhalten wir uns mit dem 2. Vorsitzenden der <a href="http://www.schwabenbuehne-illertissen.de/">Schwabenbühne Illertissen</a>, Wolfgang Tupeit, der uns Karten für heute abend zurückgelegt hat, und sich mit vollem Engagement um seine Gruppe kümmert: von Online-Eintrittskarten über alle sozialen Netzwerke bis zum Jahresheft und dem Kartenverkauf an der Kasse. Im neuen Jahresheft will er uns drinhaben und fotografiert uns auf der Bühne. Es folgt das Theaterstück: &#8220;Der Raub der Sabinerinnen&#8221; in schwäbischer Mundart mit zwölf Darstellern. Es ist ein echter Genuss: jeder Zuschauer hat einen guten Platz &#8211; auch mit Sicht auf alle anderen Zuschauer. Der Stoff mit heftigen Verwicklungen, Ausreden-Konstruktionen und Missverständnissen, die sich alle am Ende auflösen, wird engagiert und sehr lustig gespielt. Man merkt, wieviel Spaß auch die Zuschauer dabei haben. Und das drei Stunden lang für einen Einheitspreis von 9,50€! Ein Theatererlebnis der besonderen Art für Großstädter, die riesige, teure Profi-Theater gewohnt sind. Wir lassen den Abend im Gasthaus unseres <a href="http://www.der-loewen.de/">Hotels zum Löwen</a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88577A.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/02/DSC88577A.jpg" alt="" title="DSC88577A" width="280" height="226" class="alignright size-full wp-image-1375" /></a> ausklingen. Hier hat alles gestimmt und zusammengepasst: großes helles ruhiges Zimmer mit Sicht, Schreibtisch für zwei, Sitzecke, gutes Essen, sehr aufmerksames Personal und eine Leitung, die sich noch ausgesprochen stark für unser Projekt interessiert hat.</p>
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