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	<title>Bahn Zeit Reise &#187; Wein</title>
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	<description>Bahncard100-Reisen zu Orten der Erinnerung oder Sehnsucht von Ideengebern</description>
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		<title>8. Oktober: Görlitz und nach Bautzen</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Oct 2011 20:39:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Görlitz: Stadtbesichtigung. Bautzen: erste Runde und sorbisches Abendessen Am Vormittag tröpfelt es etwas. Wir starten daher in der etwas ungewöhnlichen spätgotischen Dreifaltigkeitskirche direkt vor dem Haus mit mehreren Altären. In einem großen Weihnachtsladen gibt es Kunstgewerbe aus dem Erzgebirge und &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/10/09/8-oktober-gorlitz-und-nach-bautzen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Görlitz: Stadtbesichtigung. Bautzen: erste Runde und sorbisches Abendessen</p>
<p>Am Vormittag tröpfelt es etwas. Wir starten daher in der etwas ungewöhnlichen spätgotischen Dreifaltigkeitskirche direkt vor dem Haus mit mehreren Altären. In einem großen Weihnachtsladen gibt es Kunstgewerbe aus dem Erzgebirge und der Oberlausitz, wie die Räuchermännchen und die Herrnhuter Sterne. In einem Senfladen gibt es alle Spezialitäten aus Bautzen und dem Spreewald zum Probieren und Kaufen, dazu Thüringer Bratwürste. Wir sehen bei Tageslicht die besonders eindrucksvolle Barock-<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103694.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103694.jpg" alt="" title="DS103694" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4761" /></a> und Renaissance-Bebauung<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103691.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103691.jpg" alt="" title="DS103691" width="187" height="280" class="alignright size-full wp-image-4762" /></a> in Brüderstraße, Untermarkt<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103705.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103705.jpg" alt="" title="DS103705" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4763" /></a> und Neißstraße mit nochmaligem Blick<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103697.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103697.jpg" alt="" title="DS103697" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4764" /></a> auf die polnische Seite. Vom Ufer geht ein Treppenweg<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103703.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103703.jpg" alt="" title="DS103703" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4765" /></a> zu St. Peter und Paul, eine helle breite Halle mit besonders schönem Orgelprospekt<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS1037002.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS1037002.jpg" alt="" title="DS103700" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4768" /></a> und protestantischen Beichtstühlen. Von dort führt unsere Runde weiter zum Reichenbacher Turm, den wir diesmal besteigen und die Stadt überblicken,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103717.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103717.jpg" alt="" title="DS103717" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4769" /></a> auffallend der Kontrast der historischen Türme und der Plattenbauten<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103712ATL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103712ATL.jpg" alt="" title="DS103712ATL" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4770" /></a> auf dem Hang in Polen dahinter. Davor liegt die Kaisertrutz.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103720.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103720.jpg" alt="" title="DS103720" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4771" /></a> Wir wandern weiter durch die Fußgängerzone und die Straßburger Passage, deren Jugendstil-Architektur sehr stark von Kommerz-Werbung gestört wird. An Geschäften bietet die Innenstadt nichts besonderes, dafür dahinter ganze Stadtteile<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103724.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103724.jpg" alt="" title="DS103724" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4772" /></a> mit geschlossener Gründerzeit-Bebauung, die in der preußisch-schlesischen Zeit entstanden ist. In diesem Bereich steht auch die 1938<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103727.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103727.jpg" alt="" title="DS103727" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4773" /></a> nur leicht beschädigte Synagoge, die heute mangels jüdischer Gemeinde für vereinzelte kulturelle Veranstaltungen genutzt wird. Zum Abschluss besuchen wir ein Bio-Café in einer Nebenstraße, dann sammeln wir unser Gepäck ein. Wir sind beeindruckt von dem Flächendenkmal, das die große Görlitzer Innenstadt darstellt, und der Sanierungsleistung, die auch hier erbracht wurde, nachdem der Zustand in DDR-Zeiten sehr schlecht gewesen sein muss, da die Stadt wegen der Randlage vernachlässigt wurde, was wiederum dafür gesorgt hat, dass fast alles noch vorhanden war. Ausgelassen haben wir das zwei Kilometer südlich gelegene sicher sehenswerte Industriedenkmal Landskronbrauerei von 1869 mit einem 18 Meter tiefen Gärkeller, heute wieder Privatbrauerei und in der ganzen Region stark verbreitet, und das dort über die Neiße nach Polen führende Bahnviadukt.<br />
Wir fahren wieder mit der Straßenbahn zum Bahnhof, erreichen bequem den vorgesehenen vollen Zug und finden einen Platz für die halbe Stunde nach <strong>Bautzen</strong>. Hier ist der Bahnhof<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103737.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103737.jpg" alt="" title="DS103737" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4774" /></a> groß und leer, er liegt ähnlich weit draußen wie in Görlitz. Hier gibt es keinen so einfachen Nahverkehr, und unser Hotel liegt am Fuß der Altstadt an der Spree. Auf diesem Weg ist es eher grün, hier liegen größere Gebäude wie Schulen und Altenheime in Parks. Über Kopfsteinpflaster geht es an der neuen Wasserkunst hinunter in die Schlucht der Spree, rechts oberhalb hängt die Altstadt<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103666.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103666.jpg" alt="" title="DS103666" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4777" /></a> mit ihren Türmen und Mauern. Unser Hotel<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103740.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103740.jpg" alt="" title="DS103740" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4775" /></a> ist eine nach der Wende sanierte alte Gerberei, schön gelegen auf der anderen Spreeseite neben der kleinen Brücke mit Restaurant, Innenhof und Spreeterrasse. Wir beziehen unser Appartment unter dem Dach<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103659.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103659.jpg" alt="" title="DS103659" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4776" /></a> und recherchieren nach Restaurants. Wir stoßen auf das ganz junge Convivium Lausitz und den einzigen Slowfood-Förderer unter den Lokalen der Stadt, das sorbische Restaurant Wjelbik nahe dem Hauptmarkt. Das scheint uns der geeignete Höhepunkt für das letzte Essen des Reisejahres, also nichts wie hin. Wir werden schon draußen von einer Dame in sorbischer Tracht begrüßt, leider ist alles besetzt. Als wir von Slowfood berichten, lässt sich das differenzierter darstellen: ab 20 Uhr sieht sie Chancen. Wir nutzen die Zeit zu einem ersten Rundgang über den Burghügel. Die Stadt macht einen anderen Eindruck als Görlitz: Die Altstadt liegt auf einem felsigen Plateau über der Spree mit Mauern, die Gassen sind schmal und verwinkelt, Fachwerk ist nicht zu sehen, dafür kleinere Barockhäuser<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103670.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103670.jpg" alt="" title="DS103670" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-4778" /></a> und mittelalterliche Türme, wie Görlitz äußerst sehenswert. Im Spreebogen liegt oben der kleine Neubau des Burgtheaters,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103672.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103672.jpg" alt="" title="DS103672" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4779" /></a> an dessen Fassade hinter Glas die ursprünglich für das Sempers Dresdner Hoftheater vorgesehene Giebel-Figurengruppe von Rietschel aufgebaut ist. Überall finden wir hier Beschriftungen in deutsch und sorbisch: Straßenschilder, Gebäude, Lokale, noch viel umfangreicher als in Cottbus und im Spreewald. Wir treffen eine Nachtwächter-Führung, unterwegs kehren wir auf einen Aperitif ein, es wird uns zu kalt. Als wir danach im Restaurant <a href="http://www.wjelbik.de/sorbisches-restaurant-lausitz/wjelbik">Wjelbik</a> ankommen, ist gerade ein Tisch frei geworden. Der Service ist äußerst aufmerksam und erklärt alles, die Gerichte weichen etwas vom üblichen ab, Holunder und schwarze Johannisbeere kommen vor,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103675.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103675.jpg" alt="" title="DS103675" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4780" /></a> es gibt Hochzeitssuppe und vorzügliche Weine aus dem Elbgau, sowohl vom Müller-Thurgau als auch vom Bacchus bestelle ich nach. Abschließend bekommen wir ein Interview mit der Inhaberin Frau Mahling,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103684TLF.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103684TLF.jpg" alt="" title="DS103684TLF" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4781" /></a> die uns auch begrüßt hatte, mit sorbischen Einlagen, wir erfahren, dass sie bei einer Ausschreibung nach der Wende den Zuschlag für den Betrieb eines sorbischen Restaurants erhalten haben und seitdem mit der ganzen Familie den Betrieb stemmen, die Nachfolge ist auch geregelt, der Schwiegersohn hat als Koch unter anderem im Elsass gelernt, man kennt sich also aus. Das Ganze ist sehr stimmig, und die Preise für die Qualität wirklich nicht teuer. Sehr zufrieden über dieses weitere Highlight am Reiseende kehren wir ins Hotel zurück, schauen Ina Müller im Ersten und staunen erneut, wie dieses kleine Lokal in Hamburg, der Schellfischposten, den wir am 27. März besucht haben, in Szene gesetzt wird, dann schlafen wir.  </p>
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		<title>4. Oktober: Schulpforte</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Oct 2011 07:09:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Fahrt über Erfurt mit Stadtdurchgang nach Bad Kösen, von dort Wanderung nach Schulpforte (Ziel: Sabine Sahling) mit Besichtigung der Schulanlage und der Bibliothek und Rückweg entlang der Saale mit Einkehr im Staatsweingut. Heute morgen dürfte der letzte Schwimmbadbesuch des Reisejahres &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/10/05/4-oktober-schulpforte/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fahrt über Erfurt mit Stadtdurchgang nach Bad Kösen, von dort Wanderung nach Schulpforte (Ziel: Sabine Sahling) mit Besichtigung der Schulanlage und der Bibliothek und Rückweg entlang der Saale mit Einkehr im Staatsweingut.</strong></p>
<p>Heute morgen dürfte der letzte Schwimmbadbesuch des Reisejahres gewesen sein. Beim Frühstück kommt zum zweiten Mal nach Marlishausen die Thüringer Allgemeine, morgen gibt es einen kleinen Artikel. Dann machen wir uns auf den Weg zum letzten Ziel einer Ideengeberin, Sabine Sahling. In <strong>Erfurt</strong><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103258.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103258.jpg" alt="" title="DS103258" width="280" height="187" class="alignleft size-full wp-image-4649" /></a> haben wir fast eine Stunde Aufenthalt, es gelingt, das Gepäck einzuschließen und mit der Straßenbahn zum Domplatz zu fahren, die baulich und von den Geschäften her sehr schöne und belebte Innenstadt bis zur Krämerbrücke<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103261TF.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103261TF.jpg" alt="" title="DS103261TF" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4650" /></a> zu durchqueren und vom Anger die Straßenbahn zurück zu nehmen. Das geht nur mit dichtem und übersichtlichem Nahverkehr. Die diesmal sieben Minuten Verspätung stören uns nicht, für Anschlussreisende in Weimar wird allerdings daraus eine Stunde. In <strong>Bad Kösen</strong> erreichen wir den südlichsten Zipfel von Sachsen-Anhalt, wir gehen durch den zentralen Kurpark<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103267AL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103267AL.jpg" alt="" title="DS103267AL" width="280" height="121" class="alignleft size-full wp-image-4652" /></a> – die reifen Kastanien prasseln auf uns nieder &#8211; auf der Westseite der Saale über die denkmalgeschützte Steinbrücke mit Blick auf das Gradierwerk<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103270DF.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103270DF.jpg" alt="" title="DS103270DF" width="280" height="187" class="alignright size-full wp-image-4653" /></a> oben auf dem Berg in unser Hotel, zentral gelegen gegenüber Touristinfo, Edeka und Feuerwehr. Hier verzichten wir auf ein Zimmer mit Blick über die Saale auf die Weinberge, denn da sind die überall hörbare Bundesstraße und die Bahnstrecke dazwischen. Das Haus ist auch eine Konditorei, so starten wir erst nach einem Stück Torte durch Kleingartenanlagen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103276.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103276.jpg" alt="" title="DS103276" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4654" /></a> entlang der kleinen Saale – einem künstlichen Bachlauf zur Versorgung des Klosters Porta &#8211; um die besondere Weinlage<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103282.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103282.jpg" alt="" title="DS103282" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4655" /></a> Köppelberg herum zum Ziel, der Landesschule Pforta in <strong>Schulpforte</strong>, eröffnet 1543 nach der Säkularisierung des 1137 gegründeten Zisterzienserklosters und noch heute Internatsschule. Im Komplex mit Torhaus<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103288PL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103288PL.jpg" alt="" title="DS103288PL" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4656" /></a> an der Straße gibt es gotische, neugotische<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103293.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103293.jpg" alt="" title="DS103293" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4657" /></a> und Renaissance-Gebäude<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103299.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103299.jpg" alt="" title="DS103299" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4658" /></a> sowie romanische Reste,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103361.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103361.jpg" alt="" title="DS103361" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4666" /></a> das zentrale Schulgebäude<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103295PL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103295PL.jpg" alt="" title="DS103295PL" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4659" /></a> stammt von 1870, der neben der Kirche vorhandene Kreuzgang<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103319.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103319.jpg" alt="" title="DS103319" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-4665" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103318.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103318.jpg" alt="" title="DS103318" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4660" /></a> des Klosters wurde mehrfach um- und überbaut,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103329.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103329.jpg" alt="" title="DS103329" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4661" /></a> um Platz für das Internat zu schaffen. Ein großer Schulpark mit einer riesigen Platane<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103338.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103338.jpg" alt="" title="DS103338" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4667" /></a> liegt hinter dem Komplex, auf dem Friedhof gibt es noch Gräber aus der Zeit der Zisterzienser und eine Totenleuchte von 1268. Die Schule wird von begabten Schülern aus ganz Deutschland von der neunten Klasse bis zum Abitur besucht, Fichte, Klopstock und Nietzsche waren hier, wie Gedenktafeln<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103306.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103306.jpg" alt="" title="DS103306" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-4662" /></a> am Eingang nachweisen. Der Komplex ist mit seiner immer wieder den Bedürfnissen angepassten Baustruktur<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103333.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103333.jpg" alt="" title="DS103333" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4663" /></a> äußerst beeindruckend; ein Förderverein betreibt ein Besucherzentrum, verleiht Audioführungen und betreut die Kirche, das früher zur Schule gehörende Staatsweingut Kloster Pforta betreibt eine Vinothek. Unsere Ideengeberin hat uns auf die historische Bibliothek hingewiesen, die keine Besuchszeiten hat; per Email gelang es nicht, einen Termin zu vereinbaren, telefonisch vom Besucherzentrum bekommen wir die Gelegenheit, kurz danach die Bibliothekarin Petra Dorfmüller in den Räumen der Bibliothek von 1570, die etwas 80000 Bände umfasst, zu treffen. Die hohen Regale stammen von 1860. Heute kommen nur noch Bücher über Schulpforte hinzu, die Biblothek dient ausschließlich der Forschung. Für die Lehre steht eine weitere Schülerbibliothek zur Verfügung. Wir sind beeindruckt und erfreut, dass wir ausnahmsweise einen Blick hineinwerfen dürfen, die Bibliothek gehört nicht zum normalen Rundgang, Fotos sind nicht erwünscht. Das erinnert uns stark an die Gräfliche Bibliothek in Laubach, die wir im Mai besucht haben, die allerdings mehrfach größer ist. Die Namensverwirrung mit Porta, Pforte, Pforta kommt übgrigens aus der Vermischung des Lateinischen mit dem Deutschen; das End-A klingt schicker und wird daher auch gern an die Pforte gehängt. Wir laufen weiter durch die Schule und begegnen munteren Schülerscharen, die fast alle grüßen. Heutzutage nimmt die Schule Jungen und Mädchen auf, es herrscht ein hohes Maß an Selbstverwaltung, die Keilglocke<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103324.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103324.jpg" alt="" title="DS103324" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-4664" /></a> für die Zeiteinteilung wird allerdings immer noch von Hand geläutet, von Schülern der 9. und 10. Klasse. Zwischendurch machen wir eine Weinprobe in der Vinothek, die uns aus der Pfalz bekannten Weinsorten finden wir gut, aber nicht herausragend, der Sekt gefällt uns, wir bestellen etwas. Nach Abgabe der hilfreichen Audioguides besuchen wir erneut die Kirche, eine schlichte gotische, ungeschmückte, allerdings sehr große Halle;<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103367T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103367T.jpg" alt="" title="DS103367T" width="186" height="280" class="alignleft size-full wp-image-4668" /></a> die Geschichte der Zisterzienser wird auf Tafeln erklärt. Wir wohnen der letzten Probe des 50-köpfigen Chors vor dem Konzert am Abend bei, entscheiden aber, nicht zu bleiben, da wir dann nichts mehr von der Umgebung mitbekommen. Das Staatsweingut Kloster Pforta mit 50 Hektar Rebfläche hat seinen Sitz am weithin sichtbaren Nordhang der Saale zwischen Schulpforte und Bad Kösen, also nehmen wir den kleinen Umweg auf die andere Saaleseite in der Abendsonne, dabei treffen wir auf der Brücke Mitarbeiter der Wasserwacht bei Abseilübungen. Am Beginn der Weinberge nutzen wir die Gelegenheit, hochzusteigen<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103383AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103383AT.jpg" alt="" title="DS103383AT" width="187" height="280" class="alignright size-full wp-image-4669" /></a> und im Abendlicht über das weite Saaletal auf Schulpforte zurückzublicken, man wirbt mit &#8220;Welterbe-Antragsgebiet&#8221;. Über uns thront der weithin sichtbare Schriftzug &#8220;SAALE-UNSTRUT-Wein&#8221;,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103396TF.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/10/DS103396TF.jpg" alt="" title="DS103396TF" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-4670" /></a> den wir auf der letzten Rückfahrt gesehen haben, dort wollten wir nochmal hin, und schon sind wir, ohne das so zu planen, genau da. Den Weg säumt hier ein Lehrpfad mit bestimmt 20 Traubensorten, ich merke mir die hier ursprünglichen, den blauen Silvaner und den roten Traminer, Weißweine, die wir gleich danach in der Gastwirtschaft des Staatsweingutes probieren, der letztere gefällt uns besonders gut. Später forschen wir nach, es ist der einzige, den die BASF-Kellerei aus diesem Gebiet im Angebot hat. Wir essen gut über der Saale, in der Ebene rauschen die Züge entlang, es wird dunkel. Wir sind noch rechtzeitig gekommen, nach uns schließt das Lokal regulär, die Zeiteinteilung ist uns gelungen. Im Dunkeln laufen wir weiter durch Ausläufer von Bad Kösen und kommen nicht allzu spät im Hotel an, ich hole fast mit den Texten auf.</p>
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		<title>1. Juli: nach Föhr und Nieblum</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Jul 2011 08:37:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Föhr: Tagesausflug mit Wanderung nach Nieblum (Ziel: Renate Heinz) und Erkundung, Busrundfahrt nach Wyk und zurück nach Norddorf Noch reagiert Marlis Allergie nicht auf die andere Luft, das enttäuscht sie. Ich verarzte ihren Wattwander-Fuß, danach geht sichs wieder gut drauf. &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/07/02/1-juli-nach-fohr-und-nieblum/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Föhr: Tagesausflug mit Wanderung nach Nieblum (Ziel: Renate Heinz) und Erkundung, Busrundfahrt nach Wyk und zurück nach Norddorf</strong></p>
<p>Noch reagiert Marlis Allergie nicht auf die andere Luft, das enttäuscht sie. Ich verarzte ihren Wattwander-Fuß, danach geht sichs wieder gut drauf. Wir fahren nach Wittdün und und diesmal mit der Adler IV, einem reinen Personenschiff, das von Sylt kommt, nach Wyk. Es gibt schöne Wolken, viel Sonne und Wind, echtes kühles Seewetter, Blick auf die Warften von Langeness<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97700ATL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97700ATL.jpg" alt="" title="DSC97700ATL" width="640" height="162" class="alignleft size-full wp-image-3298" /></a><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97701ATL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97701ATL.jpg" alt="" title="DSC97701ATL" width="640" height="162" class="alignright size-full wp-image-3299" /></a> und den Strand von Föhr. Wir erforschen heute ein Ziel, das uns Renate Heinz mitgegeben hat: notierte Föhrer Urlaubserinnerungen. Wir wissen noch nicht genau, wie wir das angehen. Jedenfalls haben wir uns einen geeigneten Tag ausgesucht: Freitag bis Sonntag fährt noch um 21 Uhr eine Fähre und auch ein Bus. Kern der Erinnerungen ist <strong>Nieblum</strong>. Wir entscheiden uns, dorthin zu laufen statt mit dem einzigen passenden Bus vom Schulzentrum aus zu fahren. Lästig ist schon der für eine Insel viele Verkehr mit hohem Anteil an dicken Kisten. Im Ort treffen wir auf ein Storchennest,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97704AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97704AT.jpg" alt="" title="DSC97704AT" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3300" /></a> die Bebauung außerhalb der Altstadt ist eher langweilig, auffällig sind nur die Waldstreifen, die den Ort parkartig durchziehen. Durch Wald kommen wir an den Golfplatz,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97711AT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97711AT.jpg" alt="" title="DSC97711AT" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3301" /></a> jetzt ist der Weg eingezäunt oder von der belebten Straße begrenzt. Insgesamt ein wenig attraktiver Weg, wir sind froh, als wir in Nieblum ankommen, nach einer angeregten Diskussion, warum wir nicht gleich den Bus genommen oder eines der vielen Fahrräder geliehen haben. Renate hat die Ferienwohnung der 80er Jahre bei Mary Lambertsen erwähnt. Wir haben den Namen im Internet gefunden, auch zusammen mit Ferienwohnung, Anschrift und Telefon, aber keine Buchungsseite. Marlis hat beim Anruf Herrn Lambertsen erreicht, jetzt wissen wir, dass seine Frau seit 2004 nicht mehr lebt, und er die Wohnungen nicht vermietet. Ob wir ihn am Nachmittag erreichen, weiß er nicht. Wir stehen vor dem Haus, keine Klingel, beim Anruf ist er nicht da. Alle Häuser<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97723.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97723.jpg" alt="" title="DSC97723" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3303" /></a> in der kleinen ruhigen zentralen Straße sind weißgestrichene, reetgedeckte Backsteinhäuser. An jedem steht in großen Metallziffern die Jahreszahl,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97718.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97718.jpg" alt="" title="DSC97718" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3302" /></a> alles zwischen dem 18. Jahrhundert und 2001, das Alter ist den Häusern<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97719L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97719L.jpg" alt="" title="DSC97719L" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3305" /></a> nur bei genauem Hinsehen anzusehen. Die Mäuerchen und Gärten sind bestens gepflegt, mit vielen Rosen vor den Häusern. Als interessante Veränderung der Gegend haben wir das Museum <a href="http://www.mkdw.de/">&#8220;Kunst der Westküste&#8221;</a> im zwei Kilometer entfernten <strong>Alkersum</strong> entdeckt. Wie wir das allerdings bis zum Bus um 19:32 zusammenkriegen, ist uns absolut nicht klar. Eigentlich wollen wir erstmal einkehren. Da erinnern wir uns an ein Tandem, das wir im Verleih an der Hauptstraße gesehen haben, das leihen wir kurzerhand für fünf Euro bis 18 Uhr und fahren zu einem im Internet gefundenen Hotel mit Café Richtung Strand. Das gefällt uns nicht, auf dem Weg haben wir ein anderes am Ententeich gesehen, das ist zwar nicht der Hit, immerhin sind die Friesentorte und die Erdbeertarte ganz ordentlich. Um den Teich herum parken überall Autos. Die einzige Metzgerei Kopp besuchen wir, sehr gediegene Produkte, vieles in Gläsern, eigene Wurstkreationen, viel Betrieb. Die Seniorchefin bestätigt uns, dass sie seit den 80er Jahren die einzige Metzgerei sind,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97755.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97755.jpg" alt="" title="DSC97755" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3306" /></a> und eine Deichlamm-Mettwurst, hier ein Synonym für Salami, gibt es auch. Wir bekommen einen Tipp für das gesuchte Fischrestaurant, das Reservieren scheitert, wieder schon alles voll. Auf dem Weg nach Alkersum sehen wir tatsächlich Weinbau<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97761T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97761T.jpg" alt="" title="DSC97761T" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3307" /></a> &#8211; es gibt nichts. was es nicht gibt. Kurz vor Schließung des Museums kommen wir in Alkersum an,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97764.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97764.jpg" alt="" title="DSC97764" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3308" /></a> es reicht für einen Blick in den Shop und die Räume, das angeschlossene Gasthaus und ein Gespräch mit dem Personal. Wir erfahren, dass der ganze Komplex neu gebaut und vor zwei Jahren eröffnet wurde. Es handelt sich um eine private Stiftung der Familie Paulsen, auch die Werke der Dauerausstellung wurden in kurzer Zeit gesammelt. Architektur, Einrichtung, Gestaltung und Werke erscheinen hochwertig und der Region angepasst, zusammen mit den Sonderausstellungen würde ein ausgedehnter Besuch sicher lohnen. Wir fahren zurück zur Kirche St. Johannis mit dem weithin sichtbaren wuchtigen quadratischen Turm, innen originell<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97779.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97779.jpg" alt="" title="DSC97779" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3310" /></a> unsymmetrisch mit Emporen und Querschiffen. Etwas Besonderes ist der umgebende Friedhof mit über 200 Jahre<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97777T.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97777T.jpg" alt="" title="DSC97777T" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3309" /></a> alten Grabsteinen, denkmalgeschützt, viele schwer lesbar, mit ganzen Lebensgeschichten über den Verstorbenen eingemeißelt. Wir geben Gas, um noch zum Strand zu kommen. Dort gibt es ein paar Regentropfen, die Gäste gehen gerade. Der Strand ist schmal, zwei Reihen Strandkörbe passen hin, noch drei Stunden bis zum Niedrigwasser, weite Flächen sind trockengefallen, hier kann man höchstens planschen. Alles in allem recht unattraktiv, nur die Kulisse mit den Warften der Hallig Langeneß sieht gut aus. Amrum gefällt uns hier viel besser. Wir rufen nochmal Herrn Lambertse<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97733.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97733.jpg" alt="" title="DSC97733" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3312" /></a>n an, jetzt ist er da, wir sollen klopfen. Es passt gerade zur Rückgabe des Fahrrades und auf dem Weg zu einer weiteren Lokalabsage, dann besuchen wir ihn. Er empfängt uns trocken-herzlich. Er ist Jahrgang 1930,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97793L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97793L.jpg" alt="" title="DSC97793L" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3313" /></a> genau wie seine verstorbene Frau, und noch recht fit. Er  war Landwirt mit Aussiedlerhof an der Straße nach Alkersum, die Ferienwohnungen machte seine Frau. Die Landwirtschaft führt ein Sohn weiter, er hilft auch nicht mehr mit. Geboren ist er als Kind vieler damals ausgewanderter Föhringer in New York, alle sind sie wieder zurückgekehrt. Er sieht alles gelassen, die Ferienwohnungen benutzen jetzt seine Enkel auf Besuch, Zur Wiederinbetreiebnahme müsste er viel zu viel investieren, das überlässt er den Erben. Er klärt uns über das Kopfsteinplaster der Hauptstraße auf, ein Spleen der 70er Jahre des damaligen Bürgermeisters, damit wurde der übliche überteerte Betonweg abgelöst und der Fahrtlärm eingeführt. Wir machen noch unser Foto mit ihm vor dem Haus, bevor wir uns verabschieden. Dank sei nicht nötig, es war ja keine Arbeit, sagt der Landwirt. Der Ort ist schön, putzig gepflegt, eine kleine Idylle, für unseren Geschmack übergepflegt und am Tag zu voll und hauptsächlich touristischem Angebot. Wir versuchen es nochmal im Lohdeel, dem empfohlenen Restaurant am Ortsausgang nach Goting. Draußen geht nicht, der Wind ist zu stark, drinnen eigentlich auch nicht, aber auf die Frage nach den Thekenplätzen bekommen wir eine positive Antwort. Die Bedienung ist zuvorkommend, das Lokal aus den 70er Jahren in einer alten Scheune ist 2006 nochmals denkmalgerecht renoviert worden, mit vielen historisch passenden Accessoires. Wir essen frisch und zeitgerecht einen Kapitänsteller und eine Ofenkartoffel, beides sehr gut. Bestimmt 20 Interessenten werden in der Zeit abgewiesen und bekommen eine Visitenkarte,damit sie die nächsten Tage rechtzeitig reservieren, die Ferien haben begonnen. Da wundert es nicht, das die Website nicht fertig ist, die braucht man einfach nicht. Gestärkt treten wir die Busfahrt an, eine Stunde in Gegenrichtung, eine echte Busrundfahrt<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97824AL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97824AL.jpg" alt="" title="DSC97824AL" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3314" /></a> durch die ruhigeren Orte der Insel.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97830.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97830.jpg" alt="" title="DSC97830" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3315" /></a> An der Westecke, dem BfA-Reha-Zentrum, heißt die Ansage &#8220;Hotel zur Reha&#8221;. Ab Utersum ist der Bus leer, wir haben den Gelenkbus für uns und klönen mit dem Fahrer,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97835L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97835L.jpg" alt="" title="DSC97835L" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3316" /></a> an einem guten Blick hält er sogar und macht die Tür fürs Foto auf,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97832.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97832.jpg" alt="" title="DSC97832" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-3317" /></a> soviel Zeit läßt ihm der Fahrplan. Insgesamt ist der hier auf Föhr dieses Jahr sehr ausgedünnt, findet auch der Fahrer, kein Vergleich mit Amrum oder Sylt. Dafür hat man hier den intensiveren Autoverkehr, was uns abschreckt, als Fußgänger oder Radfahrer fühlt man sich besonders in Wyk oder Nieblum bedrängt. Und in manchen Orten brennt im Winter kein Licht mehr, soviele Häuser sind Zweitwohnungen. Mit einem Gang durch die jetzt leere Altstadt über den Strand zum Fähranleger verabschieden wir uns von der Insel Föhr.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97845L.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC97845L.jpg" alt="" title="DSC97845L" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-3318" /></a> Der Eindruck ist mit den ebenen grünen Feldern, Wiesen, Wald und Verkehr wie gepflegtes Norddeutschland, das Nordseeinsel-Flair vermissen wir etwas. Aber jede Insel hat ihr Publikum, hier sind es viele mit Geld, denen Sylt doch zu teuer oder zu übertrieben ist. Mit dem Leihen des Fahrrades in Nieblum und der Busrundfahrt haben wir den Tag noch optimal gerettet. Mit der letzten Fähre und dem letzten Bus in Amrum erreichen wir zufrieden in der Dämmerung bei schönem Wolkenspiel und Leuchtturmlicht unser Hotel.</p>
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		<title>4. Mai: Kölpinsee und Loddin</title>
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		<pubDate>Thu, 05 May 2011 23:40:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim (Text) &#38; Marlis (Fotos)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Loddin-Kölpinsee (Ziel: Klaus Arendt): Kölpinsee mit Strand und Steilküste, Loddin mit Begegnungen Wie üblich nach der ersten Übernachtung sind wir vormittags etwas später dran. Hier ist alles kompakt im Kreis von 200 Metern: Bahnhof, Hotel, Edeka, Kurverwaltung, Post und die &#8230; <a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/2011/05/06/4-mai-kolpinsee-und-loddin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Loddin-Kölpinsee (Ziel: Klaus Arendt): Kölpinsee mit Strand und Steilküste, Loddin mit Begegnungen</strong></p>
<p>Wie üblich nach der ersten Übernachtung sind wir vormittags etwas später dran. Hier ist alles kompakt im Kreis von 200 Metern:<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94170PAT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94170PAT.jpg" alt="" title="DSC94170PAT" width="280" height="174" class="alignright size-full wp-image-2583" /></a> Bahnhof, Hotel, Edeka, Kurverwaltung, Post und die Heimatstube, ein kleines Heimatmuseum. In der Kurverwaltung treffen wir gleich auf zwei kompetente Damen: Wir suchen das Haus Leopold, in dem Klaus ab 1960 elfmal Urlaub gemacht hat. Es liegt zwar am Melleweg, hat aber den Eingang von der Dorfstraße, mit Nummer 31. Gegenüber ist das Haus Krüger, wo er einmal gewohnt hat. Nach der Heimatstube fragen wir gleich. Wir erfahren, dass die Öffnungszeit von 14 bis 16 Uhr, für die wir extra wiederkommen wollten, wegen Personalmangels nicht besetzt ist, dafür geht Frau Schäfer gleich mit uns rüber, noch besser. Vieles ist hier im alten Bahnhofsgebäude zusammengetragen: Fischerei in Ostsee und Achterwasser, Brandschutz, Künstler, Schule. In einem dicken Album mit Fotos und Postkarten, das der Heimatverein gesammelt hat, finden wir noch Gebäude- und Gruppenfotos. Der Lehrer Leopold war 43 Jahre bis 1929 an der Schule und damit eine absolute Dorfautorität. Ca. 1912 hat er sein Wohnhaus im Jugendstil erbaut; drei seiner vier Töchter, eine ebenfalls Lehrerin,<div id="attachment_2586" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94174PAT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94174PAT-300x124.jpg" alt="" title="DSC94174PAT" width="300" height="124" class="size-medium wp-image-2586" /></a><p class="wp-caption-text">Zum Lesen anklicken, danach zurück</p></div> haben es danach weiter bewohnt und Zimmer an Feriengäste vermietet. Im großen Garten vor dem Haus Richtung Achterwasser haben sie zeitweise ein Café betrieben, &#8220;Leopolds Garten&#8221;.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94155.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94155.jpg" alt="" title="DSC94155" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2584" /></a> Das Holzschild und Geschirr stehen in der Heimatstube. Wir machen uns erst auf die Wanderroute, die Klaus auch erwähnt hatte: Richtung Ostsee vorbei an zwei Kinder-Reha-Einrichtungen kommt der Kölpinsee,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94227.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94227.jpg" alt="" title="DSC94227" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2588" /></a> ein etwa ein Kilometer langer See, von Schilf und einem lichten Wald mit Buchen und Birken eingefasst. Wir treffen gleich den im Reiseführer erwähnten Wurzelpfad durch sumpfiges, jetzt eher trockenes Gelände mit längeren Abschnitten auf Holzstegen. Nur sind jetzt nicht mehr einzelne Streben morsch,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94204.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94204.jpg" alt="" title="DSC94204" width="186" height="280" class="alignright size-full wp-image-2589" /></a> sondern nur noch einzelne Streben in Ordnung, die meisten sind weg, gebrochen oder vermodert. Vom einfassenden Geländer stehen nur noch ein paar Stützen. Als ausgeschilderten Weg kann man ihn nicht mehr bezeichnen. Für uns ist er bei diesem trockenen Wetter gut begehbar. Unterwegs treffen wir auf eine geschützte Orchideenwiese, leider etwas zu früh für die Blüte. Am Ende ist eine kleine Siedlung, und am Deichweg, auf dem wir auf der anderen Seite zurückgehen, ein aus der Gartenlaube gewachsener Imbiss mit schönem Blick über den See, wo es alles gibt, auch Räucherfisch, sogar einen &#8220;Schweden&#8221;-Eisbecher: Softeis, Apfelmus, Eierlikör, Schlagsahne. Am Ende der Umrundung landen wir an der zentralen Strand-Infrastruktur mit Eisbude, Gasthaus, Fischräucherei, Strandkorbverleih und Sportangeboten. Wenns hier etwas windig ist, merken wir, wie kalt es doch trotz Sonne ist: kurz vor Handschuh. Durch feinen Sand<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94236.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94236.jpg" alt="" title="DSC94236" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2590" /></a> an der hier schon etwas ansteigenden Küste laufen wir bis zur nächsten Treppe,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94243.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94243.jpg" alt="" title="DSC94243" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2591" /></a> die auf die Kante hochführt. Durch schönen lichtdurchfluteten Wald mit Efeu und Maiglöckchenfeldern<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94257.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94257.jpg" alt="" title="DSC94257" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2592" /></a> – leider noch nicht aufgeblüht – laufen wir an der Steilwandkante auf den Steckelser Berg, 60 Meter hoch, mit Blick über die Ostsee.<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94260.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94260.jpg" alt="" title="DSC94260" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2593" /></a> Die Steilküste ist eine reine Sandkante, komplett bewachsen, aber sehr empfindlich gegen Stürme. Da das die ganze Insel gefährdet, wurden jetzt in einigen hundert Metern Entfernung im Meer Steinwälle zum Wellenbrechen errichtet. Ob das allerdings die Steilküste mit dem Sonnenuntergang ist, die Klaus beschrieben hat, bezweifle ich, wahrscheinlich kommt die Sonne nicht soweit nach Norden rum. Jetzt müssen wir wenden, sonst langts nicht mehr für Loddin. Wir überqueren die Insel Richtung Loddin und kommen am Hotel vorbei. In dem Moment erreicht Marlis Klaus mit dem Handy und fragt, wo er bei seinem Nachwendebesuch 1995 gewohnt hat, und: es ist dasselbe Hotel gewesen, in dem wir jetzt wohnen, damals ganz neu. Das Ehepaar Richter, die sich auf der Hotelfachschule in Leipzig kennengelernt hatten, haben damals von der Treuhand das Grundstück gekauft und sich den Traum eines eigenen Hotels erfüllt, eines der ersten neuen in der Gegend. Heute ist die Konkurrenz größer, gerade auch im Restaurantbereich. Sie fallen auch heute noch durch ausgesprochen zuvorkommende, individuelle Gästebetreuung und ein sehr sauberes, gepflegtes Haus auf. Am Eingang von Loddin suchen wir zuerst den Friedhof auf und finden sofort das Leopold-Grab, leider können wir die Schwestern nicht identifizieren, da die große Grabstätte nur mit &#8220;Ruhestätte der Familie Lehrer Leopold&#8221; benannt ist, ohne Namen und Jahreszahlen. Im Dorfkern steht jetzt der Aquarius-Ferienwohnungs-Neubau<div id="attachment_2587" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94178PAT.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94178PAT-300x102.jpg" alt="" title="DSC94178PAT" width="300" height="102" class="size-medium wp-image-2587" /></a><p class="wp-caption-text">Zum Lesen anklicken, danach zurück</p></div> am Platz des Achterwasser-Lokals, das bald nach der Wende baufällig abgerissen wurde. Im kleinen Hafen liegen Sportboote<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94305.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94305.jpg" alt="" title="DSC94305" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2594" /></a> und ein Fischerboot. Wir finden sofort die Dorfstraße 31, gestern abend haben wir das Haus schon umschlichen. Wir gehen durch den Garten, klingeln und werden gleich herzlich empfangen und hereingebeten. Herr Erben,<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94315TLA.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94315TLA.jpg" alt="" title="DSC94315TLA" width="280" height="212" class="alignleft size-full wp-image-2597" /></a> der frühere Pfarrer von Koserow, hat in den 90er Jahren noch zu Lebzeiten der letzten Schwester angefangen, das Haus zu renovieren und weitestgehend original zu erhalten. Die damals durch einen Wintergarten verdeckte alte Jugendstil-Eingangstür wurde restauriert und zur neuen Eingangstür auf der anderen Seite gemacht, auch die alten Fenster wurden erhalten. Dabei hat ihm ein Sohn als Schreiner geholfen, studieren durften die Kinder zu DDR-Zeiten nicht. Die Scheune hat er mit der Kirche zu einem Seminar- und Gebetsraum ausgebaut. Im Garten können wir ein Foto mit uns von ähnlicher Position<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94341.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94341.jpg" alt="" title="DSC94341" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2598" /></a> wie das, was uns Klaus gegeben hat, machen. Wir gehen nach diesem Erfolg rüber zum Haus Krüger. Werner Krüger öffnet uns, und nach kurzer Zeit sind wir im Gespräch. Eine der Schwestern war seine Stiefmutter, so ist seine Zuneigung zu Loddin entstanden. 1978 kam er an das Grundstück und hat in Eigenarbeit in zwei Jahren sein Haus gebaut. Er zeigt uns seine Ferienwohnung und den wirklich tollen Blick über das Schilf<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94351.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94351.jpg" alt="" title="DSC94351" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2599" /></a> auf das Achterwasser. Als wir erzählen, dass wir noch vor Sonnenuntergang durch das Höft, die südliche Landspitze, laufen wollen, bietet er an, uns zu begleiten. Er befasst sich intensiv mit Steinen, Geologie und Naturschutz und konnte schon einiges, gerade im Höft, erreichen, anderes wünschenswerte ließ sich gegen die Interessen des Tourismus nicht durchsetzen. Wir erfahren einiges über die Entstehung der Halbinsel &#8220;Loddiner Höft&#8221;<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94362.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94362.jpg" alt="" title="DSC94362" width="280" height="186" class="alignleft size-full wp-image-2600" /></a> in der letzten Eiszeit, finden Stellen, von denen aus der Blick aufs Achterwasser wie auf fünf Seen aussieht, und kommen an die kleine, versteckt liegende Steilküste<a href="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94387TL.jpg"><img src="http://www.bahn-zeit-reise.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC94387TL.jpg" alt="" title="DSC94387TL" width="280" height="186" class="alignright size-full wp-image-2601" /></a> auf dieser Inselseite. Jetzt haben die richtige, die Klaus meinte: hier sehen wir einen sehr schönen Sonnenuntergang. Vor dem Lokal Waterblick verabschieden wir uns und danken für die erlebnisreiche Führung. Noch rechtzeitig zum Bestellen nehmen wir Platz. Es lohnt sich: das überregional unter Feinschmeckern bekannte Fischrestaurant – es soll zu den Besten Deutschlands gehören – bietet uns zu absolut moderaten Preisen Herausragendes: eine Loddiner Fischsuppe, gebratenen Ostsee-Aal mit Stampfkartoffeln und für Marlis Stielkotelett vom Pommerschen Landschwein, sehr zart und saftig, bestens gewürzt, dazu Bratkartoffeln mit Lauch, Speck und Zwiebeln. Alles ein Gedicht, so dass auch eine Zitronencreme als Nachtisch nicht fehlen darf. Der Weißburgunder dazu von der Nahe ist nicht zu verachten. Und noch eine &#8211; etwas zweifelhafte &#8211; Besonderheit hat das Restaurant zu bieten: einen eigenen Weinberg hinterm Haus; das Ergebnis konnten wir nicht testen. Pappsatt verlassen wir das Lokal, die zweieinhalb Kilometer zum Hotel kommen als Verdauungsspaziergang gerade recht.   </p>
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